Felix Woitkowski Die Wanderdüne

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Inhaltsangabe zu „Die Wanderdüne“ von Felix Woitkowski

Eigentlich wollte Jonathan nur seinen heißgeliebten Rummel besuchen. Doch während er die Vorstellung in einem alten Zelt genießt, verwischt die Welt. Gerüche, Geräusche, Gesichter verschwinden. Plötzlich findet er sich im Strudel ungebändigter Gewalten wieder. Als die Illusion endet, verlässt Jonathan erleichtert das Zelt – und wird zum Gefangenen der Stadt, im Joch der Wanderdüne. Auf der Suche nach einem Ausweg dringt Jonathan immer tiefer in das sich stetig verändernde Straßengewirr der Stadt ein, die von einer unüberwindlichen Mauer geteilt wird. Er trifft auf puppenhafte, menschliche Wesen – hohl abweisend, einem geheimen Ruf folgend. Ein einziges Buch, das Gustav Samuel vor Jahren verfasste und danach verschwand, erzählt Jonathan die Geschichte der Stadt. Weder Vergangenheit noch Zukunft berühren sie – und doch bedeutet sie sowohl Leben als auch Tod für ihre Bewohner. Aber weshalb hat es ausgerechnet ihn in diese albtraumhafte Agonie gezogen? Der Autor Felix Woitkowski bezeichnet sich als Büchernarr und Textmensch. Mit seinem Debüt „Die Wanderdüne“ gelingt ihm ein packender Roman voller surrealer Phantasmen und Schauer.

Surreale Kost mit kafkaesken Zügen

— Soeren

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    Die Wanderdüne

    Soeren

    09. February 2017 um 12:44

    Während des Besuchs auf dem Jahrmarkt verschlägt es Jonathan in eine rätselhafte Stadt, die irgendwo in der Vergangenheit, vermutlich in einer alternativen Welt liegt. Bei seinen Streifzügen durch die Straßen stolpert er von einem surrealen Abenteuer zum nächsten. Zum Beispiel wird er Assistent bei einem Duell um die Ehre, bei dem jemand gegen sein eigenes Spiegelbild antritt – und verliert! Doch nicht Jonathan ist die Hauptperson des Buches, sondern die Stadt selbst. Deshalb wird ihre Geschichte auch aus mehreren Perspektiven erzählt. Unter anderem aus der des Stadtchronisten Gustav Samuel und später aus der Sicht seiner Tochter. Die Erlebnisse bleiben bis zum Ende hin abstrakt und mit viel Interpretationsspielraum. Felix Woitkowskis „Die Wanderdüne“ ist definitiv keine leichte Kost, sondern ein verworrenes Konzept, in dem vieles nicht so ist, wie es anfangs erscheint. In mancher Hinsicht gleicht das Buch einem verstörenden Drogenrausch mit kafkaesken Zügen.

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