Felix von Manteuffel

 3,4 Sterne bei 8 Bewertungen

Lebenslauf von Felix von Manteuffel

Felix von Manteuffel hat an fast allen großen deutschen Bühnen gespielt und ist durch Hauptrollen aus Film und Fernsehen bekannt. Der Grimme-Preisträger ist zudem ein sehr beliebter Hörbuchsprecher. Mit seiner Interpretation des "Simplizissimus" und seinen "Harry-Potter"-Lesungen hat er Hörbuchgeschichte geschrieben.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Herrenabend (ISBN: 9783869525235)

Herrenabend

Neu erschienen am 29.07.2021 als Hörbuch bei OSTERWOLDaudio.
Cover des Buches Das ABC des schönen Mordens (ISBN: 9783844534924)

Das ABC des schönen Mordens

Neu erschienen am 19.07.2021 als Hörbuch bei Der Hörverlag.
Cover des Buches Wird denn hier keiner wütend? (ISBN: 9783745602937)

Wird denn hier keiner wütend?

Erscheint am 26.08.2021 als Hörbuch bei Silberfisch.
Cover des Buches Man wird doch wohl mal wütend werden dürfen (ISBN: 9783745602920)

Man wird doch wohl mal wütend werden dürfen

Neu erschienen am 28.06.2021 als Hörbuch bei Silberfisch.

Alle Bücher von Felix von Manteuffel

Cover des Buches Homo Faber (ISBN: 9783867172943)

Homo Faber

 (11)
Erschienen am 09.10.2008
Cover des Buches Tanztee (ISBN: 9783869523880)

Tanztee

 (10)
Erschienen am 03.04.2018
Cover des Buches Dracula (ISBN: 9783899404319)

Dracula

 (8)
Cover des Buches Acht Hercule Poirot Krimis (ISBN: 9783867176095)

Acht Hercule Poirot Krimis

 (4)
Erschienen am 07.06.2010
Cover des Buches Nullnummer (ISBN: 9783844520149)

Nullnummer

 (6)
Erschienen am 05.10.2015
Cover des Buches Die goldene Stadt (ISBN: 9783839815700)

Die goldene Stadt

 (5)
Erschienen am 24.08.2017

Neue Rezensionen zu Felix von Manteuffel

Cover des Buches Lacroix und die stille Nacht von Montmartre. Sein dritter Fall (ISBN: 9783742415820)danielamariaursulas avatar

Rezension zu "Lacroix und die stille Nacht von Montmartre. Sein dritter Fall" von Alex Lépic

Der Geist der Weihnacht
danielamariaursulavor 9 Monaten

Die hektische Vorweihnachtszeit in Paris scheint zum Erliegen gekommen zu sein, durch ein Wunder: es schneit erstmals seit rund 10 Jahren in Paris! Der dichte Schneefall und die Kälte lassen Plätze und Straßen verwaisen. Lacroix ist langweilig, denn wenn niemand das Haus verlässt, passieren auch keine Verbrechen, die er aufklären kann. Doch dann liest er eine kleine merkwürdige Notiz in der Zeitung: In Montmartre ist die neue, funkelnde und von einem Stromkonzern gesponserte Weihnachtsbeleuchtung des Place du Tertre gestohlen worden! Eigentlich eine Bagatelle, doch sein Bauchgefühl warnt ihn, dass da mehr hinter steckt und als am nächsten Tag die große Weihnachtstanne unterhalb von Sacre Coeur von Unbekannten gefällt wird, bietet er der dortigen, schwer erkälteten Kollegin seine Mithilfe an. Inzwischen interessieren sich auch die großen Zeitungen für diesen vermeintlichen Weihnachtshasser, allen voran die von ihm gefürchtete Reporterin Romy Schneider. Dieser Fall führt den Revierleiter des edlen 7. Arrondissement ins Herz der einstigen Hochburg der Bohème. 


Der Kommissar mit Hut, Pfeife und ohne Handy ermittelt wieder, diesmal aus Langeweile und noch dazu in einem fremden Revier. Doch nicht nur die mangelnden Fälle setzen ihm zu, seine Pfeife ist auch irgendwie verschwunden und so ganz ohne, fehlt ihm was. Da er die Métro ablehnt und die Autos auf den verschneiten Straßen ob quer stehen, muss er halt zu Fuß laufen, sehr zum Leidwesen seiner Füße, aber mit viel Muße zum Nachdenken. Während er darüber nachdenkt, wer sich denn an der Beleuchtung oder einem Weihnachtsbaum stören könnte, hört er sich unter den Künstlern um. Der berühmteste und beliebteste unter ihnen ist empört über diese Kommerzialisierung und Verkitschung seines Viertels. Doch reicht diese Wut aus, um auch noch die folgenden, teilweise brutalen Taten zu begehen? Lacroix hat da so seine Zweifel und keine Beweise und nur bedingt Zeugen. Er fühlt sich aufgeschmissen, lässt sich treiben, hört sich in Bistros um und trifft sich mit seiner Frau Dominique, der Bürgermeisterin ihres Quartiers und deren Kollegen von Montmartre auf dem Weihnachtsmarkt auf den Champs Elysées. Wenn man keine Fakten findet, dann hilft es, gut zu zuhören und langsam meldet sich sein Unterbewusstsein, das über Anomalien stolpert....


Auch dieses Mal hat mir der Teilzeit-Wahl-Pariser Autor Alex Lépic wieder einige interessante Infos über Paris geliefert. Ich hatte keine Ahnung, dass die Parischer Bezirksbürgermeister ihr Amt auf Lebenszeit verliehen bekommen oder dass es für das Flair des Viertels von der Stadt besondere Konditionen für die dortigen Künstler gibt. So lebt dieser Krimi wieder sehr von dem geruhsamen Flair dieser eigentlich hektischen Stadt. Er ist atmosphärisch und verzichtet diesmal komplett auf hektische Verfolgungsjagden. Es geht um den Geist der Weihnacht, trotz aller Kriminalfälle und Brutalität gibt es in diesem Fall ein leuchtendes Vorbild, das an die ursprüngliche Bestimmung dieses Festes erinnert und mit Güte und Glauben vergangene Gräueltaten zwar nicht ungeschehen machen kann, aber den Menschen, denen sie begegnet es Vorbild ist für eine bessere Zukunft. Zwischen all der Missgunst und Intrigen, gibt es auch aufrechte Menschen, die die Welt ein bisschen besser machen, jeden Tag, nicht nur zu Weihnachten. So kommt es wohl auch, dass dies der ruhigste der bislang 3 Fälle des neuen Maigret von Paris ist. Aber Vorsicht: Lacroix ist ein Genießer und so könnte es sein, das der Genuss dieses Hörbuchs den Appetit anregt und vielleicht am Besten bei Kaffee oder Rotwein genossen wird. 


Felix von Manteuffel verkörpert perfekt den Bonvivant. Er klingt wie der Kommissar nicht mehr ganz jung, aber dafür reif und bloß nicht zu unterschätzen. Den mangelnden Pfeifenrauch, der ihm bisweilen die Freude an der weißen Pracht verdampfen lässt, scheint man seiner Stimme geradezu anzuhören. Seiner angenehm tiefen Stimme zu lauschen ist gefährlich entspannend. 


Ein Weihnachtskrimi für Genießer und Parisfans, Thrillerfans werden nicht auf ihre Kosten kommen. Dafür versteckt sich hinter den Taten eine Erinnerung an vergangene Gräuel, an die man nicht oft genug erinnern kann. Dennoch verströmt dieser Krimi den Geist der Weihnacht. 

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Cover des Buches Die goldene Stadt (ISBN: 9783839815700)katzenminzes avatar

Rezension zu "Die goldene Stadt" von Sabrina Janesch

Tolles Thema geht in akuter Langeweile verloren
katzenminzevor einem Jahr

Wer ist Augusto Berns? Wer ist der Mann, der behauptet, die legendäre "goldene Stadt" im unwegsamen peruanischen Dschungel entdeckt zu haben und der sogar mit Präsident Cáceres per du ist? Von seiner Geburtsstadt Uerdingen begleiten wir August oder Augusto Berns nach Peru, nach Panama, Amerika und in den tiefsten Dschungel.

Ich habe großen Respekt vor der Rechercheleistung, die dieser Romanbiografie zugrunde liegt. Auch der Sprache merkt man das Können der Autorin an. Hier gibt es absolut nichts auszusetzen. Was Janesch bei alldem aber nicht geschafft hat, war Augusto Berns wirklich sympathisch wirken zu lassen. Nicht in dem Maße zumindest, dass mich sein ganzes Leben interessiert hätte.

Zu Beginn des Romans war ich noch hin und weg. August als Kind und Jugendlicher mit seiner sprühenden, bildhaften Fantasie, der Faszination für Geschichte, den Anekdoten aus seiner Schulzeit und seiner Familie: Einfach toll! Doch mit jeder weiteren Station in seinem Leben, hat mich die Geschichte ein wenig mehr verloren. August kommt in Peru, dem Land seiner Träume an, gerät in den Krieg und muss viele Schwierigkeiten überwinden bis er endlich endlich seinen Traum als Entdecker in den Dschungel zu gehen verwirklichen kann. Leider wurde es mir dabei zu Episodenhaft. Auch ist Berns selbst recht kühl beschrieben. Wir tauchen nicht allzu tief in seine Gedankenwelt ein, sodass ich die Pläne des intelligenten jungen Mannes meist nicht nachvollziehen konnte. Es wirkt recht unpersönlich und von dem verträumten Jungen bleibt schließlich nicht mehr viel übrig. Nur seine Obsession, die "goldene Stadt" bleibt ihm erhalten und treibt ihn an.

Eine weniger streng chronologische Erzählweise hätte die Geschichte vielleicht noch etwas auflockern können. Oder ein größerer Fokus auf Berns "El Dorado". Dafür, dass diese Stadt sein ganzes Leben bestimmt und er sie leidenschaftlich sucht und liebt kommt sie meines Erachtens etwas zu kurz. Dabei wäre die Ruinenstadt weitaus interessanter gewesen, als Berns andauernde Versuche Geld für seine Expedition aufzutreiben.

Was mich dann tatsächlich geärgert hat, waren einfach diverse fehlende Informationen. Ich höre mich durch 11 Stunden Hörbuch und muss erst in den Wikipediaartikel schauen, um zu erfahren, dass es hier um die Stadt Machu Piccu geht, dass Janesch hierfür umfangreiche eigene Recherchen betrieben hat und alles weitestgehend auf wahren Begebenheiten beruht. Das ist es doch gerade, was Interesse weckt und mich als Leser die Geschichte besser einordnen lässt. Ich hoffe, diese Infos standen zumindest irgendwo in der Printversion und sind nur in der Hörbuchfassung untergegangen.

Wahrscheinlich wäre ich wegen der schönen Sprache mit der Printausgabe etwas besser weggekommen. Das Hörbuch hat mich über weite Teile sehr gelangweilt, was wirklich schade ist, denn generell ist Augusto Berns eine faszinierende Figur. Wohl dem, der von Anfang an weiß, dass es sich hier nicht ausschließlich um Fiktion handelt...

Wer auf ein Dschungelabenteuer in den Anden hofft, wird mit der "Goldenen Stadt" nicht auf seine Kosten kommen. Wer sich für Geschichte und das Peru der 1850er und 60er Jahre interessiert schon eher. Durch die akute Langeweile und die fehlenden Infos fällt mein Fazit leider negativer aus, als das Buch es verdient hätte.

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Cover des Buches Lacroix und der Bäcker von Saint-Germain. Sein zweiter Fall (ISBN: 9783742414663)danielamariaursulas avatar

Rezension zu "Lacroix und der Bäcker von Saint-Germain. Sein zweiter Fall" von Alex Lépic

Krimi mit Stil
danielamariaursulavor einem Jahr

Paris, kurz vor dem Ausbruch von Corona: Wie jedes Jahr wird das beste Pariser Baguette ausgezeichnet. Ein Preis der mit viel Prestige verbunden ist, aber auch mit der Belieferung des Elysée Palastes und Einladungen zu Empfängen dort, während der nächsten 365 Tage. Natürlich ist es für die jeweilige Bäckerei die beste Werbung und eine Garantie für steigende Umsätze. Es ist daher eine Sensation, das erstmalig mit Maurice Lefèvre ein Bäcker zwei Jahre in Folge diese Auszeichnung gewinnt! Doch am Morgen nach der Prämierung liegt er von einem Brotschieber erschlagen in der Backstube im 6. Arrondissement. Wer könnte ein Interesse an seinem Tod haben? Commissaire Lacroix ermittelt und staunt nicht schlecht über das Bild, das sich Stück für Stück vor ihm zusammensetzt. Selbst Yvonne, die Inhaberin seines Stammcafés und quasi seine heimliche Telefonzentrale, weiß ihren Teil beizutragen und über Veränderungen des Bäckers seit seinem ersten Sieg zu berichten. Ein Verdacht drängt sich auf, doch wie ist das möglich?


Dies ist der zweite Fall für den Genießer und Fortschrittsmuffel Lacroix. Er liebt es zu Fuß durch seine geliebte Stadt unterwegs zu sein und nachdenkend ihre Schönheit zu genießen, statt in der muffigen Metro zu sitzen. Sollte er es mal ganz eilig haben, bittet er jemanden seine Mitarbeiterin Rio anzurufen, die ihn mit ihrem riskanten Fahrstil in Windeseile überall hinbringt. Ja, er mag keine Handys und verweigert sich ihnen, weshalb in seinem Lieblingscafé bei Yvonne immer wieder Nachrichten für ihn hinterlassen werden oder eben im Kommissariat. Diese Schrulle ist sehr liebenswert und entschleunigend, wenn es auch seine Mitmenschen bisweilen an den Rand des Wahnsinns treibt. Seine Frau als Stadtteilbürgermeisterin hat es da mit ihrer zuverlässigen Assistentin Véronique deutlich einfacher. Auch wenn Lacroix Schrullen hat, ist er dennoch nicht schrullig oder skurril wie Monk, sondern einfach eigen und weiß genau, was er will. Man dringt tief ein in die Welt der Hauptstadtbäcker und ihre Sorgen. Es wird die Frage aufgeworfen, wie denn solch eine Wahl manipuliert werden kann, denn eigentlich ist es ja unmöglich, dass der gleiche Bäcker zweimal hintereinander gewinnt. Das gab es immerhin noch nie!


Da Reisen zur Zeit nicht möglich sind, ist es umso schöner mit Lacroix zu Fuß oder dem Bus die Stadt der Liebe zu erkunden. Seine Ermittlungen beschränken sich dabei auch nicht nur auf sein Quartier, sondern führen ihn kreuz und quer durch die Stadt, wobei man auch an die Ruinen von Notre-Dame kommt. Es ist also wirklich ziemlich aktuell und spielt eigentlich diesen März, aber die Ausgangssperren hatte der Autor nicht vorhersehen können. Es werden aber auch kritische Themen angesprochen. So dass die Franzosen zwar super stolz auf ihre franzöischen Gebäckspezialitäten sind, aber dennoch immer häufiger ihre Backwaren im Supermarkt statt in der Boulangerie um die Ecke kaufen, wodurch es zu einem Bäckereisterben kommt. Dabei gibt es sogar ein Gesetz, dass festlegt, wieviele Bäckereien je Viertel selbst in den Sommermonaten, wenn die Stadt ziemlich verwaist ist, offen bleiben müssen. Dies zu erfüllen, dürfte dem Handwerk von Jahr zu Jahr schwerer fallen. Solche kleinen Details finde ich wirklich interessant und zeichnen diese Reihe auch aus. Hinzu kommen all die Personen rund um Lacroix, die man nun wohl von Band zu Band wieder erwarten und immer besser kennenlernen darf. Das macht die Reihe persönlicher. Lacroix wird immer wieder von den Zeitungen und seinen Mitarbeitern mit Maigret verglichen, auch weil er etwas aus der Zeit gefallen zu sein scheint. Er ist ein bon-vivant, ein Freund guten Essens und auch geistiger Genüsse, seiner Frau Dominique jedoch in Treue verbunden. Daher eignet sich diese Krimiserie wirklich gut, als Unterhaltung in der Küche. Es wird soviel gegessen und getrunken, dass man gleich Lust bekommt etwas auszuprobieren. Da immer wieder kleine Hinweise versteckt sind, muss man gut zuhören und auch wenn es sich um einen klassischen Krimi handelt, ohne blutrünstige Szenen oder nervenaufreibenden Verfolgungsjagden eignet sich das Hörbuch wenig als Gute-Nacht-Geschichte. Es würden einem zu viele Details entgehen, die man zum Mitknobeln benötigt. Es ist also einerseits entschleunigt, andererseits feinsinnig und gespickt mit nicht zu vernachlässigenden Details, rund um den Fall und die Stadt. 


Man merkt der Geschichte an, daß der Autor Paris wirklich kennt, immerhin wurde er dort geboren und unterhält dort immer noch ein kleines Mansardenzimmer, in das es ihn so oft wie möglich zieht. Dass er seine Lacroix Krimis in den Pariser Bistros schreibt, spürt man deutlich an der Atmosphäre. 


Felix von Manteuffel ist eine sehr treffende Wahl. Er klingt wie Lacroix: gesetzt, in sich ruhend und kultiviert. Dennoch gelingt es ihm spielerisch auch die Charaktere der übrigen Rollen einzufangen und lebendig wiederzugeben. Seine tiefe Stimme ist sehr angenehm und gut verständlich. 


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