Neue Rezensionen zu Felizita Söbbeke

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Niemand mag über den Tod nachdenken und welche Konsequenzen er nicht nur für sich selbst, sondern viel mehr auch für andere hat. Aber man kann seinen Hinterbliebenen vieles ersparen, wenn man rechtzeitig daran denkt beispielsweise ein Testament zu schreiben. Und welche Schriftstücke und Unterlagen sollte man außerdem sammeln und bereithalten?

Das Buch ist in zwei Teile geteilt. Im ersten Teil erklärt die Autorin welche Dinge sich alle in seinem persönlichen Koffer für die letzte Reise befinden sollte. Ich finde die Metapher durchaus sinnvoll und gut. Es wird empfohlen sich einen Ordner anzulegen indem man alle wichtigen Schriftstücke und Unterlagen sammelt, so dass Hinterbliebende schnell wissen was der letzte Wille war und wa snoch zu regeln geht. Aber hierbei geht es nicht nur um den eigenen tod, sondern auch beispielsweise um die Frage, wer für mich entscheiden darf, wenn ich mal nicht mehr dazu in der Lage sein sollte oder ob ein Arzt mich in jedem Fall behandeln soll. Dies sind alles Themen mit denen man sich gar nicht wirklich beschäftigen möchte, aber die Realität zeigt, dass die Notwendigkeit einen schneller ereilen kann als es einem lieb ist. Man braucht nur einen schweren Unfall erleiden oder plötzlich totkrank werden. Falls man sich nicht um seine Angelegenheiten rechtzeitig kümmert, können die Folgen gravierend sein.  Wer möchte schon, dass seine Kinder in einen Erbstreit enden oder dass man zum Pflegefall wird, obwohl man es mit passiver Sterbehilfe vielleicht hätte vermeiden können. Entscheidend ist natürlich nicht immer nur der eigene Wunsch, sondern auch die Gesetzeslage. Das Buch fässt wunderbar zusammen was erlaubt ist und ab wann beispielsweise ein Testament rechtskräftig ist.
Im zweiten Teil des Buches gibt es eine Vielzahl an Checklisten und Textvorlagen, um die im ersten Teil erwähnten Schriftstücke aufsetzen zu können. Die Autorin veranschaulicht deutlich wann etwas dringend notwendig ist und gibt viele Beispiele, insbesondere wenn es um die Erbfolge geht. Außerdem macht sie auch deutlich welche Schriftstücke man selbst aufsetzen kann und ab wann eien rechtliche Beratung angebracht wäre.

Ich denke, es ist ein sehr wichtiges Thema mit dem sich jeder früher oder später einmal auseinandersetzen sollte. Dennoch habe ich mich durch das Buch nicht veranlasst gefühlt akut etwas zu tun. Vielleicht fehlen bei mir die harten Kritierien. Für Verheiratete mit Kindern beispielsweise dürfte die ganze Thematik deutlich interessanter sein und dann gibt das Buch einen sehr guten Überblick.

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