Femke Roobol

 3.6 Sterne bei 7 Bewertungen
Autor von Tulpenliebe.

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Tulpenliebe

Tulpenliebe

 (7)
Erschienen am 09.03.2018

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Rezension zu "Tulpenliebe" von Femke Roobol

Fundierter historischer Roman über das Zeitalter des Tulpenhandels
maria61vor einem Monat

1635: In den Niederlanden herrscht großer wirtschaftlicher Wohlstand, denn es ist das goldene Zeitalter des Tulpenhandels angebrochen. Die talentierte Malerin Hester Falliaert lebt in Haarlem und träumt davon eine eigene Werkstatt zu leiten und von der berühmten Lukas-Gilde aufgenommen zu werden. Nach einem großen Schicksalsschlag beschließt sie den gut aussehenden Maler Christiaan Blansjaar zu heiraten. Doch diese Eheschließung bereut sie schon bald, denn Christian kann es nicht ertragen, dass Hester talentierter ist als er. Um ihrem Leben wieder einen Sinn zu geben, muss etwas geschehen. Da kommt ihr das Tulpenfieber, das alsbald auch Christian erfasst, gerade recht...

"Tulpenliebe" hat mir sehr gut gefallen. Femke Roobol ist ein gut recherchierter historischer Roman gelungen, der zur Zeit des Tulpenfiebers in den Niederlanden spielt. Man gewinnt interessante Einblicke in die Malerei dieser Zeit und den Tulpenhandel mit all seinen Facetten, der nicht immer Reichtum verspricht, sondern manchen Glücksritter in den Ruin treibt. Das alles baut die Autorin so geschickt in ihre spannende Geschichte von Hester Falliaert ein, dass ich mich beim Lesen gut ins Haarlem des 17. Jahrhunderts hineinversetzen konnte.

Sie schildert das Leben zu dieser Zeit ausführlich und detailliert, beginnend mit den Wohnverhältnissen bis hin zu den Essgewohnheiten. Auch bei der Schaffung ihrer Charaktere hat sich Femke Roobol große Mühe gegeben. Ob nun Hester, Elsken, die arroganten Herren der Gilde oder der ichbezogene, selbstverliebte Christiaan, alle sind wunderbar skizziert.

Durch den lebendigen, flüssigen Schreibstil der Autorin ist das Buch von Anfang an unterhaltsam und kurzweilig zu lesen. Dabei gefällt mir besonders das unvorhersehbare Ende, das die Erzählung sehr schön abrundet.

Fazit: Wer gerne fundierte historische Romane liest, ist hier genau richtig. Ich kann dieses Buch nur empfehlen.

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Rezension zu "Tulpenliebe" von Femke Roobol

Leider hat mich dieses Buch nicht berührt
Kathrin_Schroedervor 10 Monaten

Femke Roobol, Tulpenliebe, Erscheinungstermin 09.03.2018

gelesen im März 2018 als ebook (Kindle) dank netgalley

Genre: Historischer Roman

Tulpen, eine Malermeisterin, die versucht ihr Talent auszuüben - viele Elemente, die zu einem faszinierenden Buch passen.

Die Grundidee des Buches überzeugte mich, das Cover zeigt eine Frau vor einem Tulpenstrauß die ein Buch oder einen Skizzenblock in Händen hält. Erwartet habe ich Konflikte zwischen Männern und Frauen in künstlerischer Tätigkeit, Einblicke in die Tulpen-Handelsexzesse, vielleicht ein wenig Liebe. Erhalten habe ich all das und trotzdem lässt mich die Lektüre seltsam leer zurück. Es gibt nichts worauf ich den Finger legen kann um zu sagen: Dies oder Jenes gefiel mir nicht. Aber obwohl die Hauptperson ihr Leben, ihre künstlerische Motivation, Ängste und Hoffnungen und ihre Liebe aussprach, blieb sie doch wie auch alle anderen Figuren seltsam farblos. Keine der Personen konnte ich in ihrem Handeln so recht nachvollziehen außer vielleicht dem Tulpenhändler.

Ich konnte es nicht mit Händen greifen oder nachvollziehen, wieso welches Gefühl, welche Handlung. Heimtücke kann ich nachvollziehen, aber wenn eine vermeintlich gute Person eine Intrige beginnt, eiskalt durchzieht und an keiner Stelle ein Funke des Verständnisses in mir entsteht, dann ist die Lektüre für mich nur ein Bruchteil des Vergnügens. Die Geschichte ist stimmig, bis hin zu der Verführung zum Tulpenhandel und nicht stimmig, weil die Gefühle, die impulsive Handlungen hervorrufen irgendwie nicht durchschimmern. Das Ende des Buches ist dann auch nur logisch und nicht mehr. Schade, ich hatte mir mehr erhofft.
#Tulpenliebe #NetGalleyDE

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Rezension zu "Tulpenliebe" von Femke Roobol

Über sein Leben bestimmen wollen
buecherwurm1310vor 10 Monaten

Haarlem 1635: Es ist die Zeit, als in Holland Tulpenzwiebeln zum Spekulationsobjekt wurden. Man konnte sehr reich mit ein paar Tulpenzwiebeln werden. Es ist aber auch das goldene Zeitalter der Malerei in den Niederlanden. Auch Hester Falliaert, die Tochter eines wohlhabenden Kaufmanns, ist von der Malerei angetan. Sie ist eine begabte Malerin und würde zu gerne eine eigene Werkstatt haben und Mitglied in der Lukas-Gilde werden. Doch das ist Frauen in jener Zeit nicht möglich.

Als ihr Vater stirbt, muss sie feststellen, dass es ihr als Frau nicht möglich ist, Geschäfte zu führen und sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Was bleibt ihr anderes übrig, als eine Vernunftehe einzugehen. Sie nimmt den Antrag des Malers Christiaan Blansjaar an. Doch schon bald nach der Hochzeit zeigt der zuvor charmante Mann sein wahres Gesicht. Eifersüchtig auf die Fähigkeiten seiner Frau engt er sie immer mehr ein. Sie darf nur noch zuarbeiten und er macht ihr das Leben schwer, wo er nur kann.

Der Schreibstil ist lebendig und sehr angenehm zu lesen. Die Autorin schildert das Leben in jener Zeit sehr detailliert und bildhaft. Inzwischen ist man es gewohnt, dass Spekulanten ohne Rücksicht auf Verluste ihren Handel treiben. Es kommt einem ein wenig verrückt vor, wenn das Handelsobjekt Tulpenzwiebel sind, und doch war es damals Realität. Seltsamerweise war das aber nur in den Niederlanden so.

Alle Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet. Hester Falliaert ist eine selbstbewusste Frau, der aber nach dem Tod des Vaters schnell die Grenzen aufgezeigt werden. Es gelingt ihrem Mann mit Schikane, sie klein zu halten. Er ist ein Egoist, der seine Macht ausnutzt. So bleibt es auf Dauer nicht aus, dass Hester an sich selbst zweifelt. Doch als ihr gieriger Mann auch dem Tulpenwahn verfällt, sieht sie ihre Chance gekommen, wieder selbst über ihr Leben zu bestimmen. Ich konnte mich gut in Hester hineinversetzen.

Mir hat dieser historische Roman sehr gut gefallen.

 

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