Ferdinand Schirach Terror

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Inhaltsangabe zu „Terror“ von Ferdinand Schirach

Ein Terrorist kapert eine Maschine der Lufthansa und zwingt die Piloten, Kurs auf die voll besetzte Allianz-Arena in München zu nehmen. Gegen den Befehl seiner Vorgesetzten schießt ein Kampfpilot der Luftwaffe das Flugzeug ab, alle Passagiere sterben. Der Mann muss sich vor Gericht für sein Handeln verantworten. Seine Richter sind die Zuschauer und Leser, sie müssen über Schuld und Unschuld urteilen.Ein Theaterstück von bedrückender Aktualität. Es stellt die Frage, wie wir in Zukunft leben wollen. Werden wir uns für die Freiheit oder die Sicherheit entscheiden? Wollen wir, dass die Würde des Menschen trotz der Terrorgefahr noch gilt?Der Anschlag auf die Redaktion von Charlie Hebdo im Januar 2015 hat auf schrecklichste Weise gezeigt, wie hoch der Preis sein kann, den wir für unsere Freiheit zahlen müssen. Schirachs Rede auf Charlie Hebdo, die ebenfalls in diesem Band enthalten ist, ist ein Plädoyer für die Freiheit des Wortes, für unsere Zivilisation im Angesicht ihrer Feinde.

Politisches Theater in Bestform. Mein Schirach Debut dem sicher weitere Bücher des Autors folgen.

— thursdaynext
thursdaynext

Spannendes Stück. Viel Diskussionspotential

— Jennifer081991
Jennifer081991

Man muss es gelesen haben !!

— valeriedueck
valeriedueck

Großartig

— ErbsenundKarotten
ErbsenundKarotten

Ein spezielles Buch, worin die Frage, wie viele Leben für andere Leben genommen werden dürfen, sehr zum nachdenken anregt.

— EnysBooks
EnysBooks

Es gibt weder richtig, noch falsch. Bald hat man das Gefühl, es gibt nur falsch. Genial

— AnonymerWombat
AnonymerWombat

Würdest du töten um Leben zu retten? Ich dachte ich wüsste es. Jetzt überdenke ich es.

— polina_79
polina_79

Ein Buch, nach dessen Lesen man unglaublichen Redebedarf hat. Unbedingt lesen!

— Ladyoftherings
Ladyoftherings

Als Theaterstück durchaus reizvoll, als Taschenbuch funktioniert die Story eher nicht...

— Janko-Unchained
Janko-Unchained

Ferdinand von Schirach stellt klar, wie schnell wir in uns in einer Zwickmühle befinden. UNGLAUBLICH Lesenswert.

— elodie_k
elodie_k

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  • Ein juristisches und moralisches Dilemma....

    Terror
    lievke14

    lievke14

    03. July 2017 um 11:57

    Ein Terrorist kapert eine Maschine der Lufthansa und zwingt die Piloten, Kurs auf die voll besetzte Allianz-Arena in München zu nehmen. Gegen den Befehl seiner Vorgesetzten schießt ein Kampfpilot der Luftwaffe das Flugzeug ab, alle Passagiere sterben. Der Mann muss sich vor Gericht für sein Handeln verantworten. Seine Richter sind die Zuschauer und Leser, sie müssen über Schuld und Unschuld urteilen. „Terror“ ist ein Theaterstück, in dessen Mittelpunkt eine Gerichtsverhandlung steht. Der Kampfpilot Lars Koch muss sich wegen seiner eigenmächtigen Entscheidung zum Abschuss eines Passagierflugzeuges verantworten, bei dem 164 Menschen ums Leben kamen. Der Angeklagte begründet seine Handlung damit, dass er die verhältnismäßig „wenigen“ Opfer in dem Flugzeug in Kauf genommen hat, um die ca. 70.000 Zuschauern im Fußballstadion zu retten. Trotz des eindeutigen Befehls seiner Vorgesetzten nicht zu schießen, hat er sich für den Abschuss entschieden. Kein Richter und keine Schöffen sollen in diesem Fall Recht sprechen. Der Richterspruch wird von jedem einzelnen Leser erwartet, der zu diesem Buch greift. Er soll für sich das Für und Wider der Anklage und der Verteidung abwägen und eine nachvollziehbare und gerechte Entscheidung treffen. Im Verlaufe der Verhandlung kommen sowohl Staatsanwaltschaft als auch die Verteidigung zu Wort und schildern die Situation aus ihrer Sicht. Dabei werden interessante Grundsatzfragen aufgeworfen. Die Staatsanwältin beruft sich auf ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts, in dessen Tenor die Würde des Menschen an oberster Stelle steht. »Unser Staat ist den größten Gefahren ausgesetzt, und die Welt um uns droht einzustürzen. Aber in dieser Situation gilt es nur umso mehr, dass wir uns auf die Prinzipien des Rechtsstaats verlassen.“ Deren strikte Einhaltung allein sichert ein geordnetes und zivilisiertes Zusammenleben. Es heißt wortwörtlich: ».... Würde bedeute, ein Mensch dürfe niemals zum bloßen Objekt staatlichen Handelns gemacht werden.« Die Verteidigung hält dagegen, dass bei einem erfolgreich ausgeführten Terroranschlag sowohl die Passagiere des Flugzeuges als auch tausende von Unschuldigen im Stadion gestorben wären. Der Pilot hat sich für das „kleinere Übel“ entschieden. Natürlich hat er damit gegen die Anordnung von Oben entschieden. Allerdings stellt sich hier die Frage: War diese Anordnung denn menschlich vertretbar? Ist es nicht so, dass der Angeklagte in einer derart heiklen Situation alleingelassen wurde. Hätte das Stadion nicht geräumt werden können? Lars Koch bringt es in seinem Abschluss-Statement auf den Punkt: Haben wir dem Terror überhaupt noch etwas entgegenzusetzen?« Eine interessante Frage! Ferdinand von Schirach bedient sich bei seinen Darstellungen einer leichten und flüssigen Schreibweise. Die Dialoge sind zwar mit juristischen Redewendungen gespickt, aber dennoch gut zu verstehen. Der Tatverlauf wird straff wiedergegeben….das eindeutige Dilemma und die Widersprüchlichkeit der Wertebeurteilung wird sehr deutlich. Der Autor schildert hier ein Szenario, das in diesen Zeiten leider zur tagtäglichen Bedrohung geworden ist und zeigt die deutlichen Grenzen der deutschen Rechtssprechung auf. Wie kann sich ein Rechtsstaat überhaupt noch gegen Übergriffe wehren, bei denen dem Gegner jede Menschlichkeit fremd ist. Was wiegt schwerer: das Festhalten an der gesetzlichen Grundordnung oder moralische Gesichtspunkte? Dieses Buch macht fassungslos und regt zum Nachdenken an. Jeder Leser wird einem anderen Lösungsansatz zusprechen....oder aber hilflos aufgeben.    

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  • Heiligt der Zweck die Mittel?

    Terror
    VroniMars

    VroniMars

    07. May 2017 um 16:15

    In dem Theaterstück "Terror" von Ferdinand von Schirach findet eine Gerichtsverhandlung statt, bei der der Leser über das Urteil entscheiden darf. Der Autor, der selbst als Strafverteidiger arbeitet, entwickelt ein Gedankenspiel, bei dem man sich auf die Seite des Rechts oder der Moral stellen kann. Der Angeklagte schoss ein entführtes Flugzeug mit 164 Insassen ab, um die 70 000 Besucher eines Länderspiels in der Allianz Arena zu retten. Würden Sie den Angeklagten verurteilen oder freisprechen?Sowohl der Anklage als auch der Verteidigung werden genügend Raum eingeräumt, um ihre jeweiligen Standpunkte und Argumente deutlich zu machen. Schierach zeigt auf, dass die Prinzipien unserer Verfassung und unsere persönlichen Moralvorstellungen nicht immer vereinbar sind. Darüber hinaus wird auch deutlich gemacht, dass solche Anschläge das Grundgerüst unserer Wertegemeinschaft ins Schwanken bringt und unseren Staat auch handlungsunfähig macht. Das Stück wurde bereits auf mehreren Bühnen in verschiedenen Ländern aufgeführt und die Verfilmung im ARD ausgestrahlt. Auch hier hatten die Zuschauer die Möglichkeit abzustimmen und auf das Urteil einzuwirken. Die Mehrheit der Zuschauer (mit Ausnahme der Theaterbesucher in Japan) hat für einem Freispruch plädiert. Das Theaterstück greift ein aktuelles, sehr heißes Thema auf, über das man sehr viel diskutieren kann, insbesondere wenn man sich als Sekundärliteratur noch Auszüge aus unserem Grundgesetz, dem Luftsicherungsgesetz und dem Beschluss des Bundesverfassungsgesetz zu Gemüte führt. 

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  • Terror | Rezension

    Terror
    vivreavecdeslivres

    vivreavecdeslivres

    16. April 2017 um 15:39

    Terror von Ferdinand von Schirach behandelt eigentlich genau diese Frage, schiebt sie zuerst vor sich hin und zerrt sie dann in  einen Kontext. Das Theaterstück bindet das Publikum direkt mit ein: Wir sind die Schöffeln, die über Freispruch oder Verurteilung entscheiden dürfen, wir haben das Schicksal von Lars Koch in der Hand. Dieser Mann hat nämlich in Zeiten des Terrors einen solchen Anschlag abgewendet, indem er verfassungswidrig ein Flugzeug mit 164 unschuldigen Insassen abschoss, welches entführt wurde und von dem Terroristen Richtung Fussballstadion flog, wo es abstürzen und 70'000 Menschen, ebenso unschuldig, umbringen würde. Lars Koch hat gehandelt, Lars Koch hat gestanden und Lars Koch sagt vor uns, dass er jederzeit nochmals zur gleichen Tat bereit wäre, wodurch  er zumindest von mir Respekt einholt.Ferdinand von Schirach bringt uns in eine unangenehme Lage, fast so unangenehm wie die Frage, ob man Menschenleben gegen Menschenleben aufwiegen kann. Denn wir müssen richten über einen Menschen, der tatsächlich vor dieser Frage stand und sich entschieden hat - und diese Entscheidung entspricht weder Auftrag noch Gesetz (hierbei muss ich hinzufügen, dass die Verfassung sich je nach Land unterscheidet und in der Schweiz dafür natürlich grundsätzlich etwas anderes gilt), was eigentlich  ein klarer Fall ist. Für unsere Entscheidung dürfen wir uns zwei bedeutende Reden anhören. Die der Staatsanwältin und die des Verteidigers. Tatsächlich wiegen wir auch hier etwas gegeneinander ab, ihre unterschiedlichen Meinungen. Beide holen sie aus und nehmen Bezug auf Künstler, die sich in ihren Werken zu ebendieser Frage annehmen. Sie sprechen über die Würde des Menschens und nennen Zahlen, unter anderem die der Bedeutung eines Menschenlebens - nämlich Unendlich. Das Unangenehme bleibt, Fragen werden gestellt und nicht immer beantwortet. Und es wird auf Details aufmerksam gemacht, welche ich nicht erkannt habe. Ferdinand von Schirach hat nichts ausgelassen, sondern verleiht all seinen Figuren eine präzise Sprache und verfasst ein knappes Buch, welches es in sich hat - und neben diesem 'es', was so ziemlich alles umfasst, auch noch eine Rede zur Preisverleihung für Charlie Hebdo als kleines Extra (bei welcher mich aber das wiederholte, aufmerksamkeitsheischende und bedeutungsschwangere '...meine verehrten Damen und Herren' störte - den Rest habe ich liebend gerne gelesen und erfahren).Ein aktuelles Theaterstück, welches wie sein Titel und sein Cover einschlägt. Es braucht nicht viel Worte, jedenfalls nicht viele, die ausgesprochen werden müssen. Nein, es braucht nur wenig. Und in einer knappen Präzision ein solch tolles Werk zu schaffen ist wohl einzigartig und bewundernswert. 'Terror' könnte im hier und jetzt spielen, denn selten habe ich sowas zufällig Aktuelles und leider vielleicht auch Zeitloses gelesen, was in der Gegenwart verfasst wurde. Selbst widmet sich der Autor auch noch an uns Leserinnen und Leser, teilt uns folgendes mit.Das Theaterstück schrieb ich vor dem Anschlag auf die Zeitschrift Charlie Hebdo, bevor dort 17 Menschen ermordet wurden. Die Rede zur Preisverleihung für ebendiese Zeitung hiielt ich vor den Anschlägen in Paris vom 13. November 2015.Im Theaterstück rechtfertigt der Verteidiger das Töten damit, dass wir uns im Krieg befänden, und jetzt sprechen Politiker tatsächlich von Krieg. In der Rede stand, die radikalen Kräfte würden nun Zulauf erhalten, und jetzt verändert sich die Stimmung in unserem Land tatsächlich rasend schnell. Das alles erschreckt mich zutiefst.Es wird weitere Anschläge geben,, weitere Morde, weiteren Schmerz. Und es wird schlimmer werden. Aber ich glaube an den gelassenen Geist unserer Verfassung, an ihre souveräne Toleranz und ihr freundliches Menschenbild. Es gibt keine Alternative, wenn wir als freie Gesellschaft überleben wollen. - F E R D I N A N D   V O N   S C H I R A C HDas Buch hat zwei Enden, welche unsere Entscheidung abschliessend nochmals mit den mittlerweile vertraut-knappen Worten belegt. Offensichtlich liegt die Entscheidung und somit der Ausgang dieser Geschichte, welche sich auch so in der Realität abspielen könnte, in unserer Hand. Aber vielmehr glaube ich auch, dass Ferdinand von Schirach mit diesem Kniff und symbolisch die Stimme überlassen hat. Oder unsere Gedanken. Wir können nun mit diesem Theaterstück machen was wir wollen, mit dieser Frage. Ich weiss nicht, ob es diese Frage ist, die, die ich anfangs dieses Beitrags stellte. Ich  vermute mal nicht. Aber Ferdinand von Schirach stellt viele Fragen im Verlauf dieses Buches und überlässt es uns, unsere Antwort zu suchen. Ich glaube gar nicht, dass seine Fragen unbedingt in diesen Kontext gehören, in welchem wir sie erfahren. Vielmehr sind es Fragen, welche sich gemeinsam mit unserer Antwort auf unser tägliches Handeln und Tun beziehen - egal, ob diese nun eben so alltäglich sind oder nicht. http://wonderful-ne-books.blogspot.ch/2016/02/terror.html

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  • Kunterbunte Regenbogen Challenge 2017

    Regenbogentänzer
    BlueSunset

    BlueSunset

    ACHTUNG! DIES IST EINE CHALLENGE UND KEINE VERLOSUNG ODER LESERUNDE! 
 ES GIBT KEINE BÜCHER ZU GEWINNEN!  Kunterbunte Regenbogen Challenge 2017 Ein neues Jahr bricht an und wir wollen es bunt und farbenfroh machen. Wie auch in den letzten Jahren, wird jeder Monat einer anderen Farbe gewidmet. Auch die Zusatzaufgaben kommen wieder zum Einsatz, jedoch in etwas anderer Form als bisher.  Die Regeln Jeden Monat steht eine andere  Farbe im Vordergrund. 
Lest dazu ein Buch, dessen Cover vorrangig in der vorgegebenen Farbe gehalten ist. Dabei gilt als Richtwert etwa 2/3 des Covers sollen in dieser Farbe sein. Die Farbbücher müssen im Monat der entsprechenden Farbe gelesen werden, sonst zählen sie nicht.    Es gibt noch  Zusatzaufgaben, die ihr in Kombination mit dem „Farbbuch“ lösen könnt. Diese Aufgaben sind (im Gegensatz zum Vorjahr) von Anfang bekannt und können beliebig mit den Farben kombiniert werden. Jede Zusatzaufgabe darf nur einmal gelöst werden!  Es gibt 13 Zusatzaufgaben, von denen ihr (logischerweise) nur maximal 12 lösen könnt (jeden Monat ein Buch). Warum ich 13 Aufgaben stelle? Weil ihr so etwas mehr Entscheidungsfreiraum habt.  Die Zusatzaufgaben MÜSSEN in Kombination mit einem Farbbuch gelesen werden - Lest ihr ein Buch, das nur die Zusatzaufgabe erfüllt, zählt dies leider nicht.  Zusatzaufgaben dürfen nachträglich nicht getauscht werden! Einmal gelöst, ist die Aufgabe aus dem Spiel.  Es gelten für diese Challenge alle Bücher, die mehr als 100 Seiten haben (es gilt immer die von euch gelesene Ausgabe).  Punkte  Für jedes  Farbbuch, das im richtigen Monat gelesen wurde gibt es  1 Punkt.  Für jede  Zusatzaufgabe, die in Kombination mit einem Farbbuch gelesen wurde gibt es noch  +1 Punkt.  Somit kann man im Monat maximal 2 Punkte bekommen.  BEISPIEL April: Grün  Ich lese „Zeitenzauber - Die goldene Brücke“ von Eva Völler.  Damit bekomme ich 1 Punkt für die Farbe.  Zusätzlich erfüllt es das Kriterium „Von einer Frau geschrieben“. Dafür erhalte ich ebenfalls 1 Punkt.  Damit habe ich im April insgesamt 2 Punkte gesammelt.  FARBEN Januar : Bunt Februar : Weiß März :  Gelb April : Grün Mai: Metallic / Glitzer Juni : Blau Juli : Lila / Violett August : Rosa / Pink September : Rot Oktober : Orange November : Braun Dezember : Schwarz ZUSATZAUFGABEN 1 ) Ein Buch, das verfilmt wurde. 2) Ein Buch, das mehr als 550g wiegt. 3) Ein Buch mit einem Tier oder einer Pflanze auf dem Cover. 4) Ein Buch, das in Afrika, Asien oder Südamerika spielt. 5) Ein Buch mit Feuer oder Wasser auf dem Cover oder im Titel.  6) Ein Buch, dessen Autor mindestens 3 weitere Bücher veröffentlicht hat.  7) Ein Buch mit einer Zahl im Titel. 8) Ein Buch eines Autors, von dem du noch nichts gelesen hast. 9) Ein Buch, das vor 1950 erstmalig erschienen ist. 10) Ein Buch, das einen Preis gewonnen hat (nennt den Preis). 11) Ein Buch, das von einer Frau geschrieben wurde. 12) Ein Klassiker  13) Ein Buch, das der zweite Teil einer Reihe ist WIE MACHE ICH MIT?  Erstellt einen Sammelbeitrag im Unterforum „Sammelbeitrag“ (BITTE NICHT UNTER „Bewerbung“!)  Schickt mir den Link zum Sammelbeitrag bitte in einer Nachricht!  Lest fleißig eure Bücher und sammelt Punkte! Tragt diese anschließend in euren Sammelbeitrag ein. Ihr könnt jederzeit in diese Challenge einsteigen, könnt aber nur ab dem aktuellen Monat mitmachen.  Noch Fragen?  Dann stellt diese gerne bei „Fragen & Antworten“. Antworten zu bereits gestellten Fragen werde ich dort im ersten Beitrag sammeln.  Seid ihr euch unsicher, ob euer Buch die Farbvorgabe erfüllt? Dann schaut im entsprechenden Thema nach. Dort tummeln sich viele liebe, hilfsbereite Menschen, die euch gerne weiterhelfen.  In den Monatsthemen könnt ihr euch zudem auch gerne über die Zusatzaufgaben, etc. austauschen.  Alles klar?  Dann freue ich mich, dass ihr dabei seid und wünsche euch ein farbenfrohes Jahr 2017!  Teilnehmerliste:  Aramara ban-aislingeach BeEe26 BlueSunset  booksvillavintage _Buchliebhaberin_ Car_Pe ClaraOswald Code-between-lines EnysBooks Gutti93 janaka  Johanna_Jay  Joo117 josie28 JulesWhetherther Kady katha_strophe kleinechaotin Kodabaer Kuhni77 LadySamira091062 lesebiene27 LostHope2000 louella2209 LubaBo mareike91  Mirijane MissSnorkfraeulein Mrs_Nanny_Ogg Nelebooks  papaverorosso PMelittaM Ponybuchfee QueenSize  sansol ScheckTina SomeBody StefanieFreigericht stebec sursulapitschi Talathiel Vucha zhera

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    • 857
  • Ein spezielles Buch, worin die Menschenwürde und Moral gegenüber gestellt werden!

    Terror
    EnysBooks

    EnysBooks

    23. February 2017 um 13:29

    Ein Kampfpilot, Herr Koch wird angeklagt 164 Menschen getötet zu haben. Doch dabei hat er 70'000 gerettet! Vermutlich... Das Cover sowie der Inhalt sind simpel und gut verständlich gehalten. Fast ganz in weiss, lässt es viele Vermutungen anstellen, genau so wie der Inhalt an sich. Zunächst ist es sehr speziell, dass man zu beginn dazu aufgefordert wird, eine Entscheidung zu treffen. Wie ernst das gemeint war, zeigte sich am Schluss, als man die Enscheidung treffen und den entsprechenden Teil lesen muss. Das habe ich nicht erwartet! Richtig gut gemacht. Jedoch wirkte die Rede, nach diesem eindrucksvollen Theaterstück geradezu karg und hat mich nicht wirklich angespornt, es zu lesen. Das hat dann einen Stern gekostet. Ebenfalls ist diese Buch super, um den Interessenbereich in Beziehung Theaterstück zu erkunden. Ich weiss also jetzt, dass die Theaterstücke eher wenig etwas für mich sind, jedoch eine gute Abwechslung geben.

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  • Rezension - Terror

    Terror
    AnonymerWombat

    AnonymerWombat

    18. February 2017 um 19:39
  • Würdest du töten um Leben zu retten?

    Terror
    polina_79

    polina_79

    14. February 2017 um 18:47

    Terror - Ferdinand von Schirach Darf man töten um Leben zu retten? Diese Frage behandelt das Theaterstück von Schirach. Der Protagonist sitzt im Gerichtssaal und wird angeklagt wegen Mordes in 164 Fällen. Der Kampfpilot schoss ein Passagierflugzeug der Lufthansa AG ab, welches von einem Terroristen entführt wurde und nun drohe in ein Fussballstadion mit 70000 Zuschauern zu fliegen. Die Frage ist nun: Wer hat das Recht über Leben und Tod zu bestimmen?  Kann man Leben mit Leben aufwiegen? Und noch wichtiger: Wie viel ist ein Menschenleben wert? In Großem und Ganzen hat mir Schirachs Stück unglaublich gefallen. Es vereinigt Philosophie und Rechtswissenschaft und bietet Argumente für und gegen eine solche Entscheidung. Aber nicht nur das. Es zwingt den Leser zu hinterfragen, wieso, wie und das aller wichtigste: Was würde ich tun?  Mal abgesehen davon, dass es sich sehr flüssig ließt, wichtige Informationen immer erklärt werden und sich mit so wichtigen Themen auseinander setzt, gibt es besonders Denkanstöße. Mir persönlich hat dieses Buch sehr viel Denkstoff mitgegeben, mehr Material, mit dem ich gedanklich rumspielen und hinterfragen kann.  Da ich das Buch spontan aus dem Regal gegriffen habe und ich nicht wirklich wusste worum es geht, geschweige denn, dass es ein Theaterstück ist, hat es mich positiv überrascht, dass es für 180 Seiten so viel Stoff mitgibt.  Mir persönlich hat es unglaublich gut gefallen und ich würde es jedem weiterempfehlen. 

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  • Gedankenspiel

    Terror
    apfelkindchen123

    apfelkindchen123

    29. January 2017 um 22:02

    In Deutschland steht ein Kampfpilot  vor Gericht, weil dieser eine mit Passagieren besetzte Maschine abgeschossen hat, die vereinnahmt wurde von Terroristen und in ein vollbesetztes Stadion fliegen sollte. Ist der Pilot schuldig- Ja oder Nein?Das Buch vor Augen geführt wie schnell man ein Urteil fällt aufgrund von Moral und Wertevorstellung, doch kann ein Gericht auf Grundlage dessen entscheiden bzw. sollte es entscheiden. Eine wirklich wichtige Fragestellung, die in Zeiten des Terrors zu Ausnahmefällen führen kann. Ich empfehle dieses Buch jedem! Sich einmal vor Augen zuführen, was Terror bedeutet und ob man sich nicht in solchen Zeit schon im Krieg befindet.

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  • Spagat zwischen Recht und Moral

    Terror
    Gwhynwhyfar

    Gwhynwhyfar

    Kaum hatte ich dieses Theaterstück beendet, vernahm ich, es wird in der ARD ausgestrahlt. Und ich muss sagen, die Inszenierung hat mir genauso gut gefallen, wie das Buch selbst. Schierach ist Strafverteidiger von Beruf, ich kenne fast alle seine Bücher. Sein Anliegen ist es immer, den juristischen Standpunkt zu vertreten. Recht und Mo-ral haben nichts miteinander zu tun. Wir haben unsere Gesetze an unsere Moral an-gepasst, soweit man sie in Worte fassen kann. Der Einzelfall zählt nicht. Die Justiz kann sich nicht mit Schuldfragen beschäftigen, es geht nur darum, ob ein Recht verletzt wurde. Denn wer mit der Schuld und Moral argumentiert, versucht, rechthaberisch seinen Standpunkt zu vertreten.Gleich am Anfang spricht der Richter den Leser an: »Urteilen Sie ruhig und gelassen, denken Sie daran, dass vor Ihnen ein Mensch sitzt.«Das Theaterstück spiegelt eine Gerichtsverhandlung wieder, bei der der Leser sein eigenes Urteil fällen soll. In der Verfilmung und den Schauspielhäusern hatten die Zuschauer die Möglichkeit, abzustimmen und am Ende verkündete der Richter das Urteil der Zuschauer. Zu den Fakten: Lars Koch, Major der Luftwaffe, hat eine Passagiermaschine der Lufthansa abgeschossen. Sie war von islamischen Terroristen gekapert worden und sollte ins vollbesetzte Fußballstadion von München einfliegen, in dem sich ca. 70.000 Menschen aufhielten, so die Meldung der Terroristen aus dem Cockpit. Nach einem Urteil des Bundesverfassungsgesetzes ist es der Bundeswehr nicht erlaubt, die Maschine abzuschießen, um andere Leben zu retten. Der Befehl zum Abschuss erfolgte daher nicht, wurde ausdrücklich untersagt. Somit hat der Pilot ge-gen den Befehl gehandelt und eigenmächtig den Flieger zum Absturz gebracht, damit 164 Passagiere getötet. Schuldig der Tötung von Menschen oder unschuldig?»Unser Staat ist den größten Gefahren ausgesetzt, und die Welt um uns droht einzustürzen. Aber in dieser Situation gilt es nur umso mehr, dass wir uns auf die Prinzipien des Rechtsstaats verlassen.«So argumentiert die Staatsanwältin. Unser Rechtsprinzip nach Kant folgt der Menschenwürde, wonach ein Leben nicht gegen ein anderes aufzuheben ist, nie, in keinem Fall. Der Pilot tötete auf Grund seiner eigenen Vermutung, nicht auf Beweise.Der Angeklagte verteidigt sich mit dem Argument, dass er mit dem Tod der Passagiere andere Menschen rettete, denn die Passagiere waren faktisch gestorben, da die Maschine in das Stadion fliegen sollte und hätte der Pilot sich geweigert, so hätten die Terroristen das Flugzeug in die Luft gesprengt. Wer sich in ein Flugzeug setze, sei sich der Gefahr bewusst, sich zum Terrorwerkzeug zu machen. Er habe die Menschen im Stadion gerettet.»Sie wollen uns zerstören. Und was tun wir? Haben wir dem etwas entgegenzusetzen?«, sagt der Pilot.Bliebe man untätig, so signalisiere man den Terroristen Narrenfreiheit, argumentiert die Verteidigung. Die Anklage hält dem entgegen, dass die Menschen an Bord es viel-leicht in letzter Minute geschafft hätten, die Terroristen zu überwältigen. Es liegt nicht in der Macht eines einzelnen Menschen, zu entscheiden.Beide Seiten kommen ausführlich zu Wort, auch die Position der Soldaten, die sich vom Staat alleingelassen fühlen. Schierach zeigt auf, wie wenig sich Terrorismus in Gesetze einbinden lässt, er zeigt die Grenzen von Rechtsstaatlichkeit auf, die des Gewissens, den Widerspruch von Gesetz und Moral. Er zeigt auch die Widersprüchlichkeit von Kommunikation und die des eigenen Anspruchs. In manchen Passagen wirkt das Theaterstück ein wenig dozierend, aber es greift auch unsere Wissenslücken auf. Verantwortung, Befehlsgehorsam, gesunder Menschenverstand, Staatsräson, ein Blick zurück auf unsere eigene Geschichte, hochpolitisierte Wirklichkeit. Nachdem damals das Verfassungsgericht einen Abschuss für diesen fiktiven Fall verboten hatte, verkündeten Wolfgang Schäuble und Verteidigungsminister Josef Jung öffentlich: »Wenn es zu einem solchen Entführungsfall käme, sie würden trotzdem abschießen.« Das Stück zeigt die Unfähigkeit des Staates in seinem eigenen Rechtssystem. Schierach hat mir das Theaterstück ein wenig einseitig gestaltet, zu populistisch. Es ist von vorn herein klar, wie die Masse der Leser / Zuschauer abstimmen wird. In Wirklichkeit weiß niemand, was passiert wäre, hätte der Pilot nicht gehandelt. »Das Bundesverfassungsgericht sagt, Würde bedeute, ein Mensch dürfe niemals zum bloßen Objekt staatlichen Handelns gemacht werden.«Letztendlich geht es darum, ob unsere ethischen und juristischen Maßstäbe für den Fall des Terrorangriffs noch gültig sind. Eine gute Fragestellung, die in diesem Stück diskutiert wird. Eine Frage, die jeder mit sich selbst ausmachen muss, ein wichtiger Beitrag, darüber nachzudenken. Wie würden Sie entscheiden?

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  • Terror - Ihr Urteil

    Terror
    emilayana

    emilayana

    07. December 2016 um 20:22

    Terror   Genre: Theaterstück / Gerichtsdrama Autor: Ferdinand von Schirach Verlag: btb Preis: 10€ Seiten: ca. 160 ISBN: 978-3442714964   1.     Handlung: Ein Gericht muss entscheiden. Lars Koch hat ein Flugzeug abgeschossen in dem 164 Menschen waren. Es war von einem Terroristen in Gewalt genommen worden und steuerte auf ein Fußballstadion zu in dem 70000 Menschen waren. Durfte Herr Koch dieses Flugzeug abschießen um 70000 Menschen zu retten. Darf man Menschen töten um andere zu retten? Darf man Leben gegeneinander aufwiegen? 2.     Schreibstil: Der Schreibstil der Autors ist sehr reduziert. Das bedeutet, dass er sehr klare Worte für das findet, was er ausdrücken möchte. Er beschreibt das Szenario mit einer Kälte, die der eines Gerichtssaals entspricht. Er schafft eine passende Atmosphäre und bring Menschen einen Denkansatz nah, der jedem der vielleicht kein Philosophie in der Schule gewählt hat neue Gedanken zugänglich macht.   3.     Charaktere: Die Charaktere sind im Weiteren nicht besonders ausgeschmückt. Keine wird einem sympathisch gemacht. Alles wird auf einer sachlichen Ebene abgehandelt, die theoretisch durch die Ausdrucksform oder Nachfrage von Personen beeinflusst werden könnte. Dies meiner Meinung nach in der Praxis aber nicht wirklich tun. Solche Emotionen würde eher der Film heraufbeschwören. 4.     Umsetzung: Das Buch ist in zwei Akte aufgeteilt. Im ersten Akt werden die Zeugen verhört und der Angeklagte vernommen. Im zweiten tragen Verteidiger und die Staatsanwältin ihre Schlussplädoyers vor. Danach gibt es zwei verschiedene Urteilssprüche. Einmal wird Herr Koch schuldig gesprochen, ein anderes Mal nicht. Erschreckend ist hierbei vor allem wie ähnlich sich die beiden Urteilssprüche sind. 5.     Cover: Das Cover finde ich wunderschön passend gestaltet. In seiner Schlichtheit drückt es die Sachlichkeit aus und lässt dem Betrachter Platz sich seine eigenen Gedanken zu machen, genauso wie das Buch. 6.     Ende: Das Ende habe ich schon bei der Umsetzung angerissen. Allerdings gibt es auch noch einmal so etwas wie ein Nachwort. In diesem geht es ins besondere um die Terroranschläge von Paris und der Bombenanschlag auf die Satirezeitung Charlie Hebdo. Dieses Nachwort lässt den Leser noch einmal sehr nachdenklich machen und seine eigene Sichtweise auf Dinge hinterfragen. 7.     Bewertung:   1.     Handlung:           35 / 40 2.     Schreibstil:         15 / 15 3.     Charaktere:        15 / 20 4.     Umsetzung:        10 / 10 5.     Cover:                   5  / 5 6.     Ende                     8  / 10                                                           88 / 100   Gesamtwertung:   8.8 P Genrewertung:      9 P   Ein Buch was einen nachdenklich werden lässt. Vielleicht hinterfragt man danach sogar unser Gesetz, doch wozu führt das...diese Frage verlangt eine Antwort die man vielleicht gar nicht finden kann. Sie wird auch nicht durch dieses Buch gefunden, aber dadurch werden die Menschen auf Philosophie aufmerksam, die es manchmal auch in unserem Alltag geben kann.  

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  • Als Theaterstück durchaus reizvoll, als Taschenbuch funktioniert die Story eher nicht...

    Terror
    Janko-Unchained

    Janko-Unchained

    06. December 2016 um 09:51

    Ferdinand von Schirach - Terror(btb Verlag)Wer bereits Bücher des Autors Ferdinand von Schirach gelesen hat, weiß in etwa um den spannenden, unterhaltsamen und stakkatohaften Schreibstil des ehemaligen Strafverteidigers. Seine prägnanten Erzählungen haben generell mit Recht und Unrecht zu tun, die zumeist auf wahren Begebenheiten beruhen. Bei seinem neuesten Werk „Terror“, welches am 12.09.2016 als Taschenbuch im btb Verlag erschien, verhält es sich allerdings etwas anders. Dieses Mal handelt es sich um eine rein fiktive Geschichte, etwas unkonventionell in Form eines Theaterstücks verfasst, in die wir als Leser aktiv eingebunden werden. Unverhofft befinden wir uns, als einer der Schöffen in einem Gerichtsverfahren und sollen am Ende der Hauptverhandlung unsere Einschätzung in Form eines Urteils abgeben. Das macht das Thema durchaus interessant, da der Leser am Ball bleiben, aufpassen und über das Geschriebene nachdenken muss. Die Ausgangssituation ist folgende: der Luftwaffenpilot der Bundeswehr Lars Koch schießt einen Airbus A320-100/200 während seines Fluges von Berlin nach München ab. An Bord befinden sich 164 Passagiere. Es ist der 26.05.2013. Die Maschine wurde entführt und soll in die, mit 70.000 Menschen vollbesetzte Münchner Allianz Arena gesteuert werden. An diesem Tag wird dort das Länderspiel Deutschland gegen England ausgetragen. Der Entführer ist Mitglied einer Splittergruppe der Al-Qaida und befindet sich, zusammen mit den beiden Piloten, im Cockpit der Maschine. Seitens des Ministers, dem das alleinige Recht zur Erteilung des Abschussbefehls obliegt, wurde ein solcher Befehl nicht erteilt. Lars Koch muss sich also der Anklage wegen Mordes in 164 Fällen stellen. Hier wird nun die ethisch, wie moralisch kaum zu beantwortende Frage gestellt, ob man „vieles“ unschuldiges Leben gegen „weniges“ unschuldiges Leben aufwiegen kann. Des Weiteren wird die Frage, ob der Angeklagte frei zu sprechen ist, im Prinzip bereits gleich zu Anfang mit „Nein“ beantwortet, denn das Bundesverfassungsgericht hatte im Jahr 2006 entschieden, es widerspreche der Verfassung, unschuldige Menschen zu Rettung anderer unschuldiger Menschen zu töten. Da es sich innerhalb dieser fiktiven Geschichte allerdings um ein rechtsstaatliches Gerichtsverfahren handelt, stellt sich die Frage nach Ethik und Moral eigentlich nicht. Der Angeklagte ist wegen Mordes nach § 211 Absatz 2, Gruppe 2, Variante 3 i.V.m. § 52 Absatz 1 StGB zu verurteilen. Rechtsstaatlich gesehen führt da kein Weg dran vorbei, was jegliche aufkommende Diskussion müssig und eigentlich auch überflüssig macht. Alle anderen Entscheidungen würden den Rechtsstaat in seiner Souveränität aushebeln. So bitter das auch klingt. So lange seitens der Regierung nichts anderes bestimmt wird, ist ein solch gelagerter Abschuss im deutschen Luftraum unrechtmäßig und bedarf der Strafverfolgung. Ob das Handeln moralisch richtig oder falsch gewesen ist, hat das Gericht nicht zu interessieren. Hierbei geht es auch nicht mehr länger um das Gewissen, nicht mehr um Gefühle, nicht mehr zum Moral und nicht mehr um Ethik. Hier geht es um Rechtsprechung und da ist unser Gesetz eindeutig. Will man anders entscheiden, bedarf es zuvor diverser Gesetzesänderungen. Nun ist es aber so, dass von Schirach ein gravierendes Versäumnis seitens der Behörden eingebaut hat, welches ein gänzlich anderes Bild auf die ganze Sache wirft und die Schwere der Tat, bzw. das Vorgehen und die Missachtung des Befehls in einem etwas anderen Licht erscheinen lässt. Ich halte diesen Einwurf des Autors allerdings für wenig glaubhaft, da es für derartige Fälle Verfahrensanweisungen gibt, die strikt einzuhalten und in Standards festgeschrieben sind. Zusätzlich müsste der Angeklagte von diesem Versäumnis zum Zeitpunkt des Abschusses der Maschine bereits Kenntnis gehabt haben, was meiner Meinung nach mit keiner Silbe erwähnt wird und einen riesigen Bock darstellt. Auch weitere, sich häufende Missstände und Fauxpas werden geflissentlich übersehen, was eine vernünftige Einschätzung der Situation bzgl. eines eventuellen Notstandes etc. nahezu unmöglich macht und den gesamten Sinn und die Essenz der Geschichte ad absurdum stellt. Es bleiben zu viele Fragen offen, zu viele Hintergründe unbeleuchtet, zu viele Ungereimtheiten bestehen, als dass man sich hier ein klares Bild der Situation verschaffen könnte. Von Schirach pusht das Ergebnis dadurch zusätzlich in eine gewisse Richtung, was ich nicht für neutral genug halte.Dafür, dass der Angeklagte Lars Koch ein hochintelligenter Mensch und Elitesoldat ist, antwortet und argumentiert er teilweise arg naiv und unglaubwürdig. Im Hinblick auf die Brisanz dieser fiktiven Geschichte, wenn sie denn tatsächlich so stattgefunden hätte, würde der Angeklagte Luftwaffenpilot der Bundeswehr sicherlich keine eigenen Angaben machen, sondern sich lediglich über seinen Anwalt äußern, um sich nicht unnötig selbst zu belasten. Schon allein hier wird die Geschichte unglaubwürdig, da der Fall seitens der Bundeswehr, auch wenn es sich hierbei um ein zivilrechtliches Verfahren handelt, mit ganz anderen Mitteln angegangen worden wäre. Auch das Argument, dass die Passagiere eventuell ins Cockpit hätten gelangen können, ist weit hergeholt, da sich indes rumgesprochen haben dürfte, dass sich die Cockpit Türen im Prinzip nur von innen öffnen lassen. Da die Cockpit Türen, nach den Terror-Anschlägen vom 11. September 2001 besonders gesichert wurden, um ein unerlaubtes Eindringen zu verhindern, stellt sich auch diese Frage nicht. Die Türen halten selbst Schüsse ab und können nur von einzelnen, ausgewählten Crewmitgliedern mit einem bestimmten Code geöffnet werden, was durchaus mehrere Minuten in Anspruch nehmen kann. Des Weiteren kann dies mittels eines kleinen Hebelchens vom Cockpit aus ganz einfach unterbunden werden. Jede Airline hat dabei ihre speziellen Regelungen, zu denen sich der Autor ebenfalls gänzlich ausschweigt. Es gibt einfach zu viele Wenn und Aber, um die Frage nach einem angemessenen Handeln sorgfältig beantworten zu können. Hätte der Pilot die Maschine beispielsweise über unbewohntem Gebiet gezielt abstürzen lassen können? Sämtliche Leute an Bord wären ohnehin Gestorben. Man muss von Schirach aber auch insofern in Schutz nehmen, als das Was-wäre-wenn, das Theaterstück auch unnötig und zu sehr aufgebläht hätte. Zur anschließenden Rede von Schirachs auf Charlie Hebdo, die am Ende des Buches abgedruckt ist, über das, was Satire darf -nämlich alles-, habe ich mit Einschränkungen in etwa die gleichen Ansichten, bin aber der Meinung, dass Satire nur so lange alles darf, wie der gegenseitige Respekt (in diesem Falle der gegenseitige Respekt der Religionen und Kulturen als allgemein zu achtendes und hohes Gut) gewahrt wird. Wenn man Menschen mit seiner Satire verletzt, darf man sich über Konsequenzen, so hart, ungerecht und überzogen sie auch immer sein mögen, nicht wundern. Nicht erst, als die (meiner Meinung nach) beleidigenden, verletzenden und völlig sinnfreien Karikaturen von Charlie Hebdo veröffentlicht wurden, fragte ich mich, ob dies nun auf Mut oder Dummheit zurückzuführen sei. Musste man denn tatsächlich noch mehr Öl ins Feuer gießen? Ich dachte so bei mir, dass sich die Verfasser, wie auch die Herausgeber nicht wundern bräuchten, wenn sie Anschlägen zum Opfer fallen würden. Das konnte man sich, mit auch nur einem kleinen Funken Menschenverstand, eigentlich denken. Musste man so etwas veröffentlichen? Natürlich rechtfertigt das die anschließenden Taten nicht, aber so erklären sie sich. Ich halte nichts von diesen Karikaturen. Sie sind respektlos, dumm, entbehrlich und ignorant! Das dürfen und sollten Karikaturen vielleicht auch sein, aber wer, außer den Effekthaschern hat diese Karikaturen denn überhaupt gebraucht? Es geht meiner Meinung nach auch nicht so sehr um die Frage, was Satire darf, sondern vielmehr was Satire nötig hat. Es kommt immer darauf an gegen wen sich Satire richtet und wie derjenige, gegen den sie sich richtet damit umzugehen weiß und ob man davon Kenntnis hat oder zumindest hätte haben müssen. Wenn man doch aber definitiv darum weiß, dass diese Satire eine extreme Respektlosigkeit für das Gegenüber bedeutet, sollte man das respektieren und sich eines Besseren besinnen. Ich bin der Meinung, dass uns solche Dummheiten in der muslimischen Welt sicherlich keine Freunde machen und wir nicht zuletzt durch solch überflüssige Handlungen äußerst unbeliebt machen. Wenn Jesus mit kleinem Penis, Kanzlerin Merkel mit Hitlerbärtchen oder Wolfgang Schäuble in Naziuniform dargestellt werden, ist das vielleicht nicht witzig und für die Betroffenen beschämend, aber deswegen bricht in der Regel keine Gewalt aus. Bei Mohammed Karikaturen sieht das nun mal anders aus. Auch wenn das 'Warum' hierzulande kaum jemandem einleuchten mag, ist das nun mal Fakt. Man sollte vielleicht mal darüber nachdenken, dass es Milliarden von Menschen auf dieser Welt gibt, die nicht die gleichen Denkweisen haben wie wir und das unser weltoffenes Denken und unsere freiheitlichen Werte sicherlich nicht für alle auf diesem Planeten das Non plus Ultra darstellen. Es gibt eben auch Andersdenkende und auch oder gerade das sollte man (vor allen Dingen wir als freiheitliche und tolerante Gesellschaft) respektieren. Das waren auch keine Angriffe auf die Meinungsfreiheit, denn die Karikaturen stellten ja keine Meinungen, sondern einfach nur provokante Beleidigungen und Respektlosigkeiten dar. Das soll die Anschläge weder beschönigen noch rechtfertigen, aber man hat sie bewusst in Kauf genommen und meiner Meinung nach sogar provoziert. Da fällt es mir schwer, eine Preisverleihung und eine Lobesrede an Charlie Hebdo gut zu heißen. Aber auch das muss letzten Endes jeder für sich selbst entscheiden. Im Hinblick auf moralische und ethische Grundsätze und als reines Theaterstück halte ich die Handlung für durchaus reizvoll und interessant, für sich als reines Taschenbuch genommen, funktioniert sie in meinen Augen aber eher nicht. Schade eigentlich, denn unter diesen Umständen hätte ich das, gerade mal 176 Seiten umfassende Buch sicherlich nicht gebraucht. Es werden durchaus interessante Beispiele angeführt, bei denen wir uns tatsächlich unsicher werden, wie wir entscheiden würden, auch wenn die entsprechenden Vergleiche doch etwas arg hinken. Klären tut das Theaterstück letzten Endes allerdings nichts. Wer die Verfilmung dieses Theaterstücks bereits gesehen hat, braucht sich das Buch im Prinzip nicht mehr zuzulegen, da hier fast alles 1:1 übernommen wurde. Das Theaterstück „Terror“ wird in verschiedenen deutschen Großstädten aufgeführt und ist sicherlich eine interessante Erfahrung, wenn der Hinweis kommt, dass man auch die moralischen und ethischen Aspekte in seine Überlegung mit einbeziehen soll. Die Uraufführung fand am 3. Oktober 2015 im Deutschen Theater Berlin statt. Meine Wertung: 72/100Link zur Buchseite des Verlags: Klick!Mein Blog: www.lackoflies.jimdo.com

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  • Die Zwickmühle zwischen Mensch und Gesetz

    Terror
    elodie_k

    elodie_k

    01. December 2016 um 22:43

    Dürfen wir zwei Menschen töten um damit tausende zu retten? Dürfen wir Leben miteinander vergleichen und ihnen verschieden viel Gewicht geben?"Terror" ist ein Theaterstück in zwei Akten, mit zwei Ausgängen: Es handelt um ein Gerichtsverfahren wobei Lars Koch angeklagt wird ein Flugzeug abgeschossen zu haben (gegen die Befehle!) um damit zu verhindern, dass ein Terrorist dieses in ein vollbesetztes Station fliegt.Die Seite des Verteidigers und die der Staatsanwältin werden präsentiert und gleichbewertet. Nun stellt euch vor, ihr steht vor dieser Aufgabe. Wie würdet ihr euch entscheiden? Lest und findet heraus, dass die persönliche Entscheidung wider Erwartung ausfällt..Neben dem Theaterstück ist noch eine Rede angefügt, bei der es sich um den Überfall auf die Charlie Hebt Redaktion handelt und um unsere Freiheit. Fazit: unglaublich lesenswert, flüssiger Schreibstil, ich habe es innerhalb von einer Stunde gelesen und kann es wirklich nur empfehlen. 

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    • 5
  • Terror. Ferdinand von Schirach.

    Terror
    buecherkompass

    buecherkompass

    04. November 2016 um 12:39

    INHALTEin Kampfpilot sitzt vor Gericht. Ihm wird der Mord an 164 Menschen vorgeworfen. An 164 unschuldigen Menschen, die nur einen einzigen Fehler begingen: zur falschen Zeit in das falsche Flugzeug zu steigen.Ein Terrorist kaperte das Flugzeug und drohte damit, dieses in ein voll besetztes Stadion zu fliegen. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich 70.000 Menschen in dem Stadion. 70.000 weitere Unschuldige die sterben würden, sollte es soweit kommen.Major Koch entschied sich dazu das Leben dieser 70.000 Menschen zu retten, indem er das Passagierflugzeug abschoss. Der Kampfpilot handelte gegen das Gesetz und entschied sich bewusst dazu, das kleinere Übel zu wählen. Er tötete wenige Menschen, um viele Menschen zu retten.Nun ist es an den Schöffen zu entscheiden: Freispruch oder Verurteilung.MEINUNGIn Terror behandelt Ferdinand von Schirach ein hochaktuelles Thema. Im Januar des Jahres 2005 trat das Luftsicherheitsgesetz in Kraft. Dieses erlaubte es, unschuldige Menschen im Falle einer Flugzeugentführung zu töten. Im darauffolgenden Jahr wurde der Paragraph 14 Absatz 3 des Gesetzes für verfassungswidrig erklärt. Der Grund: Das Gesetz verstoße gegen die Menschenwürde und das Recht auf Leben. Ein Menschenleben könne nicht gegen ein andere Menschenleben aufgewogen werden.In Zeiten der Bedrohung durch terroristische Akte, ist die Auseinandersetzung mit der Frage nach rechtmäßigem Handeln wichtiger denn je zuvor. In seinem Nachwort statuiert Schirach: „Es ist albern zu glauben, der Staat sei dem Terror gegenüber schutzlos. Aber jetzt nützen uns weder Kriegsgeschrei noch blindwütige Aktion.“Wichtig sei es sich in Zeiten des Terrors auf die Grundrechte zu verlassen, auf Regeln die wir uns selbst gaben. Solange wir unsere Werte nicht verraten, werden wir überleben.Das Theaterstück erlaubt den Lesern eine Auseinandersetzung mit der Thematik. Die Ausführungen dringen in das eigene Bewusstsein vor und öffnen die Augen für das Wesentliche. Die Argumente von Verteidigung und Staatsanwaltschaft sind in sich schlüssig, offenbaren zugleich jedoch die Komplexität der Situation.Das Buch endet mit der Rede, die von Schirach anlässlich der Verleihung des M100-Sanssouci Medien Preises an Charlie Hebdo hielt. Auch hier zeigt sich die Besonnenheit von Schirachs, im Umgang mit der Frage danach, in welcher Art Staat wir leben möchten.Mich hat das Buch in meinen eigenen Überlegungen sehr viel weiter gebracht. Ein Buch das die Lektüre absolut wert ist.

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  • Regt zum Nachdenken an...unbedingt lesen!

    Terror
    eulenmatz

    eulenmatz

    23. October 2016 um 14:35

    INHALT: Ein Terrorist kapert eine Maschine der Lufthansa und zwingt die Piloten, Kurs auf die voll besetzte Allianz-Arena in München zu nehmen. Gegen den Befehl seiner Vorgesetzten schießt ein Kampfpilot der Luftwaffe das Flugzeug ab, alle Passagiere sterben. Der Mann muss sich vor Gericht für sein Handeln verantworten. Seine Richter sind die Zuschauer und Leser, sie müssen über Schuld und Unschuld urteilen. MEINUNG: Seit Verbrechen und Schuld bin ich bekennender Fan von Ferdinand von Schirach und habe innerhalb kürzester Zeit alles, was er je geschrieben hat, förmlich in mich aufgesaugt. Zum damaligen Zeitpunkt waren neben den beiden genannten Werken auch schon seine beiden Romane Tabu und Der Fall Collini erschienen. Glück für mich! Doch seitdem warte ich immer sehnsüchtig auf etwas Neues. Die Würde ist unantastbar hat mir zum ersten Mal nicht ganz so gut gefallen, aber Terror konnte mich jetzt wieder absolut begeistern. Das Theaterstück beschäftigt sich mit einer Fragestellung, die sich für mich zunächst recht eindeutig und schnell beantworten lässt, aber im Verlauf des Lesens war ich mir damit nicht mehr so sicher. Sowohl der Angeklagte als auch Verteidiger und Staatsanwältin bringen sehr viele, fundierte Argumente hervor, die mich haben nachdenken lassen. Das Ganze macht es unheimlich schwierig hier zu einer Antwort zu kommen, die definitiv richtig und die andere im Umkehrschluss definitiv falsch ist. Hier kann man auch nicht wirklich damit argumentieren, dass das, wie es immer so schön heißt, Ansichtssache ist, denn das ist es nicht. Jedes Urteil zieht enorme Konsequenzen für unsere Rechtsstaatlichkeit und unserer Verfassung mit sich, die die Basis für unser Zusammenleben darstellt. In meinen Augen besonders dann, wenn man sich für „nicht schuldig“ entscheidet. Doch jeder Leser soll hier angeregt werden sich dazu eine eigene Meinung zu bilden. Es werden allerdings auch die Konsequenzen des Ganzen aufgezeigt und das halte ich hier für essentiell. Viele werden hier aus dem Bauch heraus entscheiden, dabei schließe ich mich selbst mit ein, doch so einfach ist eben nicht. Am 17.10. wurde auf ARD auch der gleichnamige Film mit u.a. Martina Gedeck und Florian Fitz David dazu ausgestrahlt. Die Zuschauer durften dann per Anruf entscheiden, ob der Angeklagte Koch schuldig oder nicht schuldig ist. Wie entschieden wurde, ging danach auch durch die einschlägigen Quellen, wie u.a. Spiegel Online, Stern, Tagesschau. In der ARD Mediathek sind alle Beiträge dazu noch verfügbar. Die Rede bezieht sich auf die Verleihung des M100- Sanssouci Medien Preises an Chrlie Hebdo. Sie macht sehr eindringlich darauf aufmerksam, dass wir Terror(-anschläge) nicht (versuchen) dürfen mit zusätzlichen Sicherheitsmechanismen zu bekämpfen, die vermeintlich nach mehr Schutz aussehen. Von Schirach bezieht sich hier sehr intelligent Benjamin Franklins bekanntes Zitat: „Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren.“ In der Rede führt er auch Beispiele aus der aktuellen Gegenwart an, wo genau eben das nicht gemacht wird. Das Zitat wird allerdings unterschiedlich aus dem Englischen Original übersetzt (hier könnt ihr mehr dazu lesen) Ich möchte hier gar nicht mehr zu sagen. Jeder sollte diese Rede selbst einmal gelesen haben. Sie regt definitiv zum Nachdenken und führt dem Leser so einige Kausalitäten und Beispiele vor Augen, die wir so vielleicht noch betrachtet haben. FAZIT: Ferdinand von Schirach hat hier ein sehr aktuelles Thema aufgegriffen. Trotz relativ kurzem Lesevergnügen, haben mich sowohl das Theaterstück als auch die Rede schwer zum Nachdenken gebracht. Beide haben mich dazu angeregt meine eigene Meinung und Ansichten zu den angesprochenen Themen zu hinterfragen. Wenn das Literatur im großen Sinne gesehen schafft, dann hat sie damit einen wesentlichen Fakt erreicht, weswegen ich gerne lese. Ich vergebe 5 von 5 Sternen.

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  • Wie würdest Du Dich entscheiden?

    Terror
    Buecherseele79

    Buecherseele79

    20. June 2016 um 16:24

    Eine Lufthansa Maschine mit 164 Menschen an Bord wird von einem Terroristen entführt.Er droht in die Sport Alianz-Arena zu fliegen- zu diesem Zeitpunkt findet dort das Spiel Deutschland gegen England statt mit 70.000 Zuschauer.Zwei Eurofighter begleiten die Lufthansa Maschine und trotz Sichtkontakt und Ablenkungsgeschosse weicht die Maschine nicht vor ihrem Kurs ab.Ein Major des Eurofighters entscheidet sich gegen den Befehl und schießt die Maschine ab, die 164 Menschen sterben, die 70.000 Zuschauer nehmen keinen Schaden.Nun muss das Gericht bzw. die Geschworenen entscheiden ob sie den Piloten verurteilen oder freisprechen.Sind 164 Leben weniger wert als 70.000?Darf ein Mensch sich über Gesetze und Rechte stellen und selbst entscheiden was er für richtig hält?Soll man diesen Piloten freisprechen oder würde das die Grundrechte erschüttern und einen Freibrief für jeden Bürger sein?Wie soll man dem Terror gegenüber treten?Was darf man gegen den Kampf gegen den Terror?Wie würdest Du Dich entscheiden?Das Buch ist als Theaterstück gehalten und liest sich unheimlich leicht und schnell.Und trotzdem steht man ständig da und fragt sich- wie würde ich entscheiden?Ist ein Leben weniger wert als 10?Oder wie soll man das "rechnen"?Bin ich für den Freispruch oder für eine Verurteilung?Wie soll man dem Terror gegenübertreten, in wie weit soll man Gesetze aussen weglassen und einfach nur aus Rache handeln?In meinen Augen hat der Autor Ferdinand von Schirach ein unglaublich intensives Buch über den Terror geschrieben.Was darf man in Zeiten von Terror und der ständigen Gefahr?Soll man sich überhaupt noch an Grundwerte und Würde halten oder einfach losziehen und alles was nach Terror "riecht" töten?!Ein Buch was mich sehr nachdenklich  zurücklässt aber gleichzeitig ein Must Read in der heutigen Zeit.Auch dringend empfehlenswert- von Schirach seine Rede zur Verleihung des M100 Sanssouci Medien Preis an Charlie Hebdo nach dem hinterhältigen, terroristischen Anschlag im Januar 2015.Ich spreche ganz klar eine Leseempfehlung aus!

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