Ferdinand von Saar

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Autor von Die Steinklopfer. Tambi, Leutnant Burda und weiteren Büchern.

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Cover des Buches Die Steinklopfer. Tambi (ISBN:9783150086636)

Die Steinklopfer. Tambi

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Erschienen am 01.01.1986
Cover des Buches Leutnant Burda (ISBN:9783311210047)

Leutnant Burda

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Erschienen am 06.09.2018
Cover des Buches Mährische Novellen (ISBN:9783894798987)

Mährische Novellen

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Erschienen am 20.11.2014
Cover des Buches Wiener Elegien (ISBN:9783216302717)

Wiener Elegien

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Erschienen am 11.04.1997
Cover des Buches Die Geigerin (ISBN:9783852524368)

Die Geigerin

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Erschienen am 24.05.2005
Cover des Buches Leutnant Burda (ISBN:9783941324527)

Leutnant Burda

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Erschienen am 01.06.2011
Cover des Buches Vae Victis (ISBN:9783903178076)

Vae Victis

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Erschienen am 15.12.2018

Neue Rezensionen zu Ferdinand von Saar

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Rezension zu "Leutnant Burda" von Ferdinand von Saar

Großartige Wiederentdeckung
Giselle74vor 6 Monaten

Diese Novelle von 1887 verdient wirklich eine Wiederentdeckung. Zumal auch die Ausgabe des Kampa Verlags eine Zierde für jedes Bücherregal ist. In Leinen gebunden, mit einem sehr gelungenen Einband, kommt sie k.u.k.-mäßig elegant daher. Überhaupt überzeugt der neu gegründete Kampa Verlag durch ein sorgfältig ausgewähltes Programm.
Aber zurück zu "Leutnant Burda". Der ist auch sehr schmuck, soll heißen, er zieht die Blicke der Damenwelt auf sich. Im Glauben an seine Vortrefflichkeit, verliebt er sich weit über seinen Stand in die junge Prinzessin Fanny. In der Annahme, seine Liebe würde erwidert, interpretiert er jede Geste seiner Angebeteten in seinem Sinne und verliert dabei jeglichen Halt.
In heutigen Zeiten würde man Burda als Stalker bezeichnen. Er folgt Prinzessin Fanny auf Schritt und Tritt, beobachtet sie, versucht Kontaktaufnahmen, immer überzeugt von ihrer Gegenliebe. Jede Bewegung, die Farbe ihrer Kleidung, die Wahl ihres Ausfahrtweges, alles wird zum geheimen Zeichen, zu einer wichtigen Botschaft. Die Abneigung der jungen Dame dringt in seinem Wahn nicht zu ihm durch.
Ferdinand von Saar stammt selbst aus adligen Kreisen und durchlief eine Offizierslaufbahn. Das gewählte Umfeld der Novelle dürfte ihm also nur allzu bekannt gewesen sein. Er gibt Burda als Freund und Erzähler einen jungen Offizier zur Seite, der von den Verstrickungen berichtet, ihnen aber nicht Einhalt gebieten kann. So ist der Leser nah am Geschehen, sieht Burdas zunehmenden Wahn, ist aber andererseits entfernt genug, um den Wahn als solchen erkennen zu können.
Bemerkenswert ist die Umkehrung der üblichen Abfolge solcher "Liebesgeschichten" Ist es nämlich doch normalerweise der weibliche Part, der sich unsterblich und blind verliebt, und dann, am besten mit Zurhilfenahme des gesamten Freundinnenkreises, jede Regung des Auserkorenen durchanalysiert und das Gänseblümchenspiel spielt. Ein Mann, der sich solcher Art um Kopf und Kragen liebt, das findet man eher selten in der Literatur.
Umso bedauerlicher ist es, dass diese Novelle in Vergessenheit geraten ist. Ferdinand von Saar zählt zu den bedeutendsten östereichischen Schriftstellern seiner Zeit. Elegant und realistisch zugleich zeichnet er das Bild eines Mannes, der aus der Wirklichkeit in eine Traumwelt abgleitet und dafür einen hohen Preis zahlt.

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