Ferdinand von Schirach Tabu

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Inhaltsangabe zu „Tabu“ von Ferdinand von Schirach

Sebastian von Eschburg verliert als Kind durch den Selbstmord seines Vaters den Halt. Er versucht, sich durch die Kunst zu retten. Er zeigt mit seinen Fotografien und Videoinstallationen, dass Wirklichkeit und Wahrheit verschiedene Dinge sind. Es geht um Schönheit, Sex und die Einsamkeit des Menschen. Als Eschburg vorgeworfen wird, eine junge Frau getötet zu haben, übernimmt Konrad Biegler die Verteidigung. Der alte Anwalt versucht, dem Künstler zu helfen – und damit sich selbst.

Nicht mein liebster von Schirach

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    Tabu

    Farbwirbel

    30. April 2017 um 11:25

    Wie weit darf Kunst gehen? In diesem Roman, der sehr flüssig und schnell zu lesen ist, geht es um Sebastian von Eschenburg. Dieser verlor in jungen Jahren seinen Vater, der den Freitod wählte. Ein Großteil der Erzählung berichtet von Sebastian, der erwachsen wird und sich zu einem anerkannten Fotografen entwickelt. Interessant ist dabei, dass Sebastian ein ganz eigenes Farbempfinden hat und stets auf der Suche nach der Wahrheit ist. Dabei bleibt er undurchdringlich für sein Umfeld und Sofia, mit der er eine Liebesbeziehung eingeht, hat stets das Gefühl, nicht ganz an ihn heranzukommen. „Vielleicht sind das die letzten Tage“, sagte sie. Er sah sie an. Das Licht der Unterwasserbeleuchtung des Pools war grün-blau. „Was meinst du?“ Er war wach und gleichzeitig stumpf. Er wollte zurück ins Bett. „Ich habe Angst, dass du nicht mehr da bist. Und ich habe Angst vor deinen Phantasien. Es ist so anstrengend, dich zu lieben.“ Sie schwieg und Eschenburg schwieg. Dann sagte sie: „Wer bist du, Sebastian?“ - S. 108f Er leidet unter seinen familiären Verhältnissen und wird dadurch sehr kühl und zurückgezogen. Ganz anders als er selbst, kann seine Kunst viele begeistern und er erlangt großen Bekanntheitsgrad. Der erste Teil endet und es folgt ein kurzer Teil zu einer Staatsanwältin, die sich mit einem Fall auseinandersetzen muss, bei dem es keine Leiche gibt, bei der jedoch Sebastian der Hauptverdächtige ist. Dieser fordert dann den bekannten und erfahrenen Anwalt Biegler auf, ihn zu verteidigen. Der Anwalt selbst scheint ein Arbeitstier zu sein, der sich eigentlich auf einer Kur befindet, um sein Burn-Out zu behandelt. Ganz das Arbeitstier kann er sich nicht darauf einlassen und so kommen Biegler und Eschenburg zusammen. Es beginnt ein recht philosophisches Gespräch zwischen den beiden, in dem verhandelt wird, was das Gesetz kann und wo Schuld anfängt, Gerechtigkeit aber aufhört. Der Leser wird in diesem Werk an der Nase herumgeführt. Eigentlich kann man sich Sebastian nicht als Mörder vorstellen, aber Schirach hat einige Spuren hinterlassen, die doch darauf hinweisen, dass er der Mörder hätte sein können. Doch gab es überhaupt einen Mord – schließlich gibt es keine Leiche. Schirach spielt hier ganz wunderbar mit der vorgefertigten Meinung, die so oft Menschen, die im Rampenlicht stehen, bereits vorverurteilen. Spannend ist hier natürlich die Auflösung, die ich aber nicht vorwegnehmen möchte. Gerade das Gespräch zwischen Biegler und Sebastian ist intensiv und, wie bei Schirach gewohnt, mahnend gesellschaftskritisch. Schirach kann mich immer wieder begeistern. Ich lese ansonsten kaum Kriminalromane, doch seine sezierende, nüchterne und leise provozierende Literatur zieht mich immer wieder an. Auch in diesem Roman bleibt er seinem klaren Schreibstil treu. Kein Wort ist zu viel. Ich bin nicht der Meinung, dass es das beste literarische Erzeugnis von ihm ist, doch klingt es auf jeden Fall nach. Besonders spannend finde ich, dass sich der Titel des Werks tatsächlich erst erschließt, wenn man das Werk beendet hat und eigentlich beginnt erst dann die Debatte über den Fall. Wie gewohnt überlässt Schirach es dem Leser, wie er sich zum Geschilderten positionieren möchte. Ähnliches gab es auch bei seinem ersten fiktiven Roman „Der Fall Collini“.

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    • 6
  • Nicht so richtig Zugang gefunden

    Tabu

    eulenmatz

    06. March 2017 um 11:09

    INHALT: Sebastian von Eschburg verliert als Kind durch den Selbstmord seines Vaters den Halt. Er versucht, sich durch die Kunst zu retten. Er zeigt mit seinen Fotografien und Videoinstallationen, dass Wirklichkeit und Wahrheit verschiedene Dinge sind. Es geht um Schönheit, Sex und die Einsamkeit des Menschen. Als Eschburg vorgeworfen wird, eine junge Frau getötet zu haben, übernimmt Konrad Biegler die Verteidigung. Der alte Anwalt versucht, dem Künstler zu helfen – und damit sich selbst. MEINUNG: Tabu ist nach Der Fall Collini Ferdinand von Schirachs zweiter Roman und als Fan durfte auch dieser Roman nicht ausgelassen werden. Ich habe alle drei Vorgängerbücher von Ferdinand von Schirach förmlich verschlungen innnerhalb eines Monats und habe mich sehr auf dieses Buch gefreut, aber leider war ich etwas enttäuscht. Das Buch beginnt von Sebastian von Eschborns Lebensgeschichte, die ich als sehr spannend und tiefgründig empfunden habe. Mit Sebastian von Eschburg hat von Schirach ist eine sehr komplizierte und komplexe Persönlichkeit eines Künstlers geschaffen, zu der ich nicht immer einen Zugang finden konnte. Von Eschburg wirkt verloren, als hätte er seinen Platz in der Welt noch nicht gefunden. Wie der Klappentext schon sagt, versucht er diesen Zustand mit Kunst zu füllen oder auch zu verdrängen, was Ansichtssache sein mag. Zu der Art von Kunst, die er macht, habe ich keinen so richtigen Zugang gefunden. Manchmal erschien es mir, dass von Eschburg in einer anderen Welt lebt. Wirklichkeit und Wahrheit auseinander zu halten fällt schwer. Das betrifft auch die Aufklärung des Mordes, den Sebastian von Eschburg begangen an seiner Halbschwester begangen haben soll. Es gibt keine Leiche, sondern nur die DNA der Schwester. Der Beginn der Gerichtsverhandlung kam für sehr plötzlich und erscheint wie ein Bruch in dem Roman. Es gibt keine Leiche, sondern nur die DNA der Schwester. Konrad Biegler übernimmt seine Verteidigung und gerät selbst in den Strudel von Wahrheit und Fiktion. Ihn mochte ich sehr gerne. Es ist deutlich spürbar, dass auch seine Vergangenheit hat. Letztlich aber ist das Buch aber auch eine Beschäftigung mit der Frage, was Wirklichkeit und was Wahrheit ist. Wirklichkeit ist das, was wir mit unseren Sinnen subjektiv wahrnehmen - oder wahrzunehmen meinen. Denn die erlebte Wirklichkeit muss nicht wahr sein, wie von Schirach am Beispiel des historisch nachgewiesenen "Schachtürken" darstellt. FAZIT: Der Roman bietet wieder den typischen von Schirach Schreibstil, kommt für aber an Verbrechen, Schuld und Der Fall Collini nicht ran, da mir der Zugang zum Künstler von Eschburg nicht richtig gelang. Trotzdem sollte man sie diesen besonderen Roman nicht entgehen lassen, vor allem dann nicht, wenn man Fan von Ferdinand von Schirach ist.  Ich vergebe 3,5 von 5 Sternen.

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  • Lieber Herr Schirach, bitte schmeißen Sie nicht weiter Perlen vor die Säue!

    Tabu

    SandraFreise

    01. June 2016 um 10:21

    Der Schirach also. Tabu. Was genau jetzt mit dem Titel des Buches gemeint ist, bleibt für mich auch nach der Lektüre ein Rätsel. Zunächst zum Anfang: Die Sätze Schirachs schienen mir am Anfang ein bisschen zu kurz, zu klar, fast schneidend. Aber mit der Stimme von Matthias Brandt gesprochen, habe ich mich sehr schnell daran gewöhnen können. Ja, ich habe seit langem mal wieder eine längere Autofahrt dazu genutzt ein Hörbuch zu hören. Ich hatte zunächst tatsächlich Schwierigkeiten, mich darauf zu konzentrieren. Warum auch immer, immer wieder war ich mit den Gedanken ganz woanders und musste die Kapitel wieder neu starten. Nach einer Weile aber haben mich sowohl Brandts Stimme und die Geschichte gefangen genommen, dann lief es und ich wollte gar nicht ankommen. Nun zum Inhalt: Erst einmal war ich überrascht, dass es nicht gleich mit Mord und Totschlag und Gericht losging, irgendwie hatte ich bei Schirach damit gerechnet. Nein, ganz im Gegenteil, das Buch startet mit einer Entwicklungsgeschichte des Protagonisten und wird so einfühlsam erzählt (und von Matthias Brandt so wunderbar gesprochen), das hätte ich dem Schirach gar nicht zugetraut. Er schafft eine so spannende Figur, einen jungen Mann, der seinen Vater durch einen Selbstmord verliert, Fotograf wird und fortan versucht die Wahrheit in seinen Bildern und seiner Kunst zu finden. Schon alleine die Passagen in denen es um die Fotografie und die künstlerischen Installationen geht, haben mich sehr in den Bann gezogen. Genauso wie die Geschichten über die unterschiedlichen Menschen an der Seite des Mannes und deren Beziehungen zueinander. Dann aber kommt, was kommen musste. Mord, Anklage, Gericht, Verteidiger, Staatsanwältin und Richter. Von einer Minute auf die andere findet man sich plötzlich in einem Kriminalroman wieder. Schirach schlägt einen ganz anderen Ton an und kommt mit einer Geschichte um die Ecke, die auf der einen Seite alle Klischees von Richtern, Staatsanwältinnen und Anwälten bedient, auf der anderen Seite aber so konstruiert, unrealistisch und irgendwie amerikanisch daher kommt, dass es mich schaudert. Was für ein Bruch und Perlen vor die Säue! Was hätte man mit diesen wundervoll entwickelten Charakteren nicht alles machen können? Ich fühlte mich fast ein bisschen um die wahre Geschichte dieser Figuren betrogen. Fakt ist wohl: Ich bin einfach kein Krimifan. Nicht mehr. Ich war das mal, bis ich irgendwann das Gefühl von „satt“ und „kennste einen, kennste alle“ hatte. Und wohl zu recht. Daran ändert auch ein Plot mit überraschender Wendung nichts, wenn es diesen auch schon in tausend anderen Varianten gab. Lieber Herr Schirach, sie können wirklich gut schreiben und haben einen sehr guten und einfühlsamen Blick auf die Menschen, was sie ausmacht und was sie bewegt. Können Sie vielleicht auch mal einen Roman schreiben, der ohne Mordanklage, Plädoyers und Anwälte auskommt? Ja? Vielen Dank.

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  • Toll und dann eine super Wendung

    Tabu

    Bibliomania

    Ich liebe Schirach einfach für seinen schlichten, aber besonders aussagekräftigen Stil. Keine Schnörkel, nichts zu viel, aber gleichzeitig auch nicht zu wenig.Ein Fall, der auf wahren Begebenheiten beruht. Ein Fotograf und Künstler, Sebastian von Eschburg, wird des Mordes an einer jungen Frau verhaftet. Er hat als Junge seinen Vater durch Suizid verloren und trudelt seitdem durch sein Leben. Er versucht in der Kunst seinen Halt wiederzufinden, doch endet dies im Debakel.Konrad Biegler übernimmt auf Eschburgs Wunsch dessen Verteidigung. Er hat derzeit selbst Probleme mit seinem Leben und versucht nun, sich selbst durch diesen Fall zu retten.Grandios! Ferdinant von Schirach ist einfach ein überragender Erzähler.

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    • 2
  • Kunst

    Tabu

    dominona

    12. March 2016 um 22:49

    Der Autor schafft es, mir seine Figuren auf so verstörende Weise zu schildern, dass ich manchmal denke, alle Menschen um mich herum müssen einen Schaden haben, obwohl ich wirklich niemanden kenne, der sich so verhalten würde! Ich schwanke oft zwischen Mitleid, Irritation und Bewunderung, letzteres für den Autor. Allerdings war mir dieses Buch, wenn auch gut geschrieben, zu vorhersehbar.

  • Challenge: Literarische Weltreise 2016

    Euphoria

    Ginevra

        Liebe Lovelybookerinnen und –booker, habt Ihr Lust, im Jahr 2016 auf Weltreise zu gehen – literarisch gesehen? Dann begleitet mich durch 20 verschiedene Lese- Regionen! Die Aufgabe besteht darin... -  12 Bücher in einem Jahr zu lesen;-   Mindestens 10 verschiedene Regionen auszuwählen (zwei Regionen dürfen also doppelt vorkommen);-   Autor und/oder Schauplatz und/oder eine bzw. mehrere der Hauptfiguren müssen zu dieser Region passen.-   Bitte postet Eure Rezensionen und Beiträge bei den passenden Regionen;-   Auch Buchtipps ohne Rezension sind jederzeit willkommen;-   Am Ende des Jahres zählen Eure 12 Rezensionen - bis zu zwei Kurzmeinungen sind erlaubt!-   Eure Beiträge werde ich verlinken;-   Einstieg und Ausstieg sind natürlich jederzeit möglich;-   Genre und Erscheinungsjahr sind egal:-   Hörbücher, Graphic Novels, Biographien, Krimis, Literatur – bei dieser Challenge ist alles erlaubt!Gut geeignet sind z.B. die Bücher verschiedener Literaturpreise oder Empfehlungslisten (Booker- Preis, Preis des Nordischen Rats, ZEIT- Liste zur Neuen Weltliteratur, usw.).Diese Challenge eignet sich also auch hervorragend dazu, den SuB abzubauen, oder um andere Challenges damit zu kombinieren.Unter den TeilnehmerInnen, die die Challenge erfolgreich beenden, verlose ich am Ende des Jahres drei Bücher aus meinen Beständen - natürlich passend zum Thema!Ich freue mich sehr auf Eure Beiträge und werde zu jeder Region ein Unterthema erstellen, so dass es etwas übersichtlicher wird. Einige Tipps und Empfehlungen werde ich schon mal vorab anhängen - Ihr müsst davon natürlich nichts lesen. Dann wünsche ich uns allen...Bon voyage – Buon viaggio - Have a nice trip - Tenha uma boa viagem - Приятной поездкиСчастливого пути - ¡Qué tengas un buen viaje! -旅途愉快!- すばらしい旅行をなさって下さい。-Gute Reise! TeilnehmerInnen:abaAberRushAmayaRoseAriettaArizonaarunban-aislingeachBellastellaBellisPerennisBibliomaniablack_horseBonniereadsbooksBuchraettinBücherwurmBuchinaCaroasCode-between-linesConnyMc CorsicanaCosmoKramerDaniB83DieBertaDunkelblauElkeelmidiGelindeGinevraGingkoGruenentegstGwendolinahannelore259hexepankiInsider2199IraWirajasbrjeanne1302kopikrimielseKruemelGizmoleiraseleneleseratteneuleseleaLeonoraVonToffiefeelesebiene27leucoryxLexi216189lieberlesen21LibriHollylittleowllouella2209MaritaGrimkeMinnaMminorimiss_mesmerizedmozireadnaninkaNightflowerOannikiOrishapardenPetrisPMelittaMPostboteRyffysameaSchlehenfeeschokolokoserendipity3012Sikalsnowi81StefanieFreigerichtstefanie_skysursulapitschiSvanvitheTalathielTanyBeeTatjana89Thaliomeevielleser18wandablueWanderdueneWedmawerderanerWollywunderfitz

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    • 1702
  • Eher flach

    Tabu

    harakiri

    06. December 2015 um 08:36

    Dieses Buch liest sich zwar schnell und flüssig, bleibt aber eher an der Oberfläche. Zumindest in der ersten Hälfte des Buches. Die Morde sind grausam und die Schlussfolgerungen von Reilly sehr gut, das hält den Leser bei der Stange. Etwa ab der Hälfte gewinnt das Buch an Spannung, wird persönlicher. Die Ermittler bekommen mehr Tiefe und die Handlung reißt einen dann auch endlich mit. Ich mochte die Intelligenz und Denkweise der Reilly Steel sehr gerne, auch der Ermittler Chris mit seiner dubiosen Krankheit und seiner Sympathie zu Reilly lässt noch einiges für die Fortsetzung offen. Was ich schade fand ist, dass die Opfer eher nur am Rande erwähnt werden. Ich hätte gern ein bisschen mehr von ihnen gelesen, evtl. hätte man dem Leser ja schon ein paar verstohlene Einblicke in die Täterseele gönnen können, damit das Ganze spannender und interessanter am Anfang wird. Ansonsten ein guter Krimi mit nicht allzu überraschendem Ende

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  • Schirach zieht den Leser in seinen Bann

    Tabu

    mareikealbracht

    16. November 2015 um 19:05

    Spannend und anrührend erzählt der Autor die Geschichte des Künstlers Sebastian von Eschbach. Der gerät unter Verdacht eine junge Frau getötet zu haben. Biegler, sein Anwalt, - eine grandiose Figur - versucht die Wahrheit herauszufinden. Mehrmals wird dem Leser die Frage gestellt: Was ist Wahrheit und was ist Wirklichkeit? Mich hat tief berührt, wie es dem Autor gelingt, über große Gefühle zu schreiben, ohne sie jemals beim Namen zu nennen. Der Leser muss sich einbringen, muss sich Gedanken machen. Gleichzeitig wird eine Spannung aufgebaut, die einen bis zur letzten Seite nicht mehr loslässt.

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  • Ganz wie erwartet

    Tabu

    FreiherrvonZeisig

    21. July 2015 um 19:36

    Ein Buch, wie man es von Ferdinand von Schirach gewöhnt ist. Nicht viele Autoren sind dazu im Stande, einen Plot so genial aufzuziehen.  Im Vergleich zu Schirachs anderen Werken bleibt TABU allerdings zurück. Stellenweise wirft es dann doch einige Fragen auf, die nicht beantwortet werden - etwas, dass der Schriftsteller mit absoluter Sicherheit so gewollt hat, was mich persönlich aber ein wenig stört. Nichtsdestotrotz ein hervorragendes Stück Literatur, das (nicht zuletzt wegen der herrlichen Charaktere, ganz besonders dem des Konrad Biegler) man gelesen haben sollte.

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  • Eine unglaubliche Charakterstudie mit Provokation und Unglaublichkeit...

    Tabu

    Floh

    TABU. So prangt der Titel des Buches rot auf dunklem Hintergrund mit dem undurchdringlichem Gesicht einer jungen Frau. Der viel zitierte und kontrovers diskutierte Autor Ferdinand von Schirach wagt den Schritt zu einem neuen Kunstwerk in Buchform. Der Klapptext verrät dem neugierigen Leser nichts außer verheißungsvolle Pressestimmen zum Buch. Worum es in TABU geht, wird man erst beim lesen erfahren und erleben. Ferdinand von Schichach schreibt nicht einfach nur ein Buch, nein, er begibt er sich mutig aber entschlossen auf gewagtes Terrain. Und es hat sich gelohnt. Ferdinand von Schirach hat eine Sprachmelodie, die lange in meinem Kopf nachklingt und einen sehr bewegenden, fesselnden, erschütternden und tiefgründigen Roman einmalig untermalt. Erschienen im Piper Verlag (http://www.piper.de/) Inhalt: "Ein Künstler und ein Anwalt versuchen zu begreifen, was Wahrheit ist … Ferdinand von Schirachs neues Buch ist ein Künstlerroman, ein Justizdrama und am Ende ist es eine Beschreibung der Abgründe des Menschen. Sebastian von Eschburg verliert als Kind durch den Selbstmord seines Vaters den Halt. Er versucht sich durch die Kunst zu retten. Er zeigt mit seinen Fotografien und Videoinstallationen, dass Wirklichkeit und Wahrheit verschiedene Dinge sind. Es geht um Schönheit, Sex und die Einsamkeit des Menschen. Als Eschburg vorgeworfen wird, eine junge Frau getötet zu haben, übernimmt Konrad Biegler die Verteidigung. Der alte Anwalt versucht dem Künstler zu helfen - und damit sich selbst. Schirach schreibt über ein aktuelles gesellschaftliches Thema, das den Leser zwingt, grundsätzliche Entscheidungen zu treffen. Aber dieses Buch ist viel mehr: Schirach hat den Roman eines Lebens geschrieben, lakonisch, poetisch, berührend." Handlung: Alles fängt ganz unverfänglich mit der Kindheit von Sebastian von Eschburg an. Wir begleiten Eschburg durch mehrere Meilensteine in seinem Leben, seine Kindheit, die Jagd mit dem Vater, das Familienvermögen, der Umzug, die Ehe der Eltern, das Klosterinternat, Sebastians Farbwahrnehmung, seine Einzigartigkeit und der Freitod des Vaters, der Zerfall der Familie... Dann tritt Sofia in sein Leben, und der Job Künstler bringt ihn große Erfolge. Er macht sich mit seinen Installationen und Gemälden einen großen Namen, bis es zu einem Mordfall ohne Leiche kommt. Sebastian von Eschburg wird des Mordes beschuldigt und eine Pressemeute macht sich über den berühmten Künstler her. Einzig der selbst etwas skurrile Verteidiger Biegler findet Zugang zu dem eigenbrödlerischen Künstler und eine Verhandlung die einem den Atem raubt beginnt.... Sebastians Kunstwerke fordern ihren Tribut. Ein völlig neuer Blickwinkel auf die Dinge des Lebens, verborgene Sinnfragen, versteckte Gefühle und der knallharte, anrüchige und schockierende, jedoch auch poetische Stil des Autors machen das Buch komplett und einfach nur sagenhaft nennenswert und prägend. Sebastian von Eschburg, der unglaubliche Star und das bemerkenswerte Genie in diesem Buch.... Schreibstil: Mit dem Autor Ferdinand von Schirach hat man schriftstellerisches Geschick und grandiose Einzigartigkeit an der Seite! Sein Stil besitzt eine ganz intensive Note, seine Dialoge würzt er mit Schock, Abgedrehtheit und Genialität. Unglaubliche Gedanken, Neurosen und Sonderbaritäten... Ich bin inzwischen absolut neugierig auf seine weiteren Werke. Der Autor schreibt wie eine Auswuchsung aus einer anderen Welt. Er bietet Charakterstudien, unglaubliche Psychogramme und offene Dialoge mit dem Leser. Die Handlung wird von einer beobachtenden und erzählenden dritten Person geschildert, dennoch wirkt alles auf dem Leser sehr nah und einnehmend. Es ist einfach ein spannendes Erlebnis in die Gedanken und Geschehnisse einzutauchen, sich Motive zu suchen, der Verhandlung zu folgen und den künstlerischen Anmut aufzufassen. Autor F. von Schirach schreibt sehr lebendig, facettenreich und bildhaft. Er macht das Gesagte farbig und streut enorme Eindrücke zu Eschburgs kleine Welt. Eschburg erlebt die Welt anders als normale Menschen, und all diese prägenden Weltanschauungen führt der Autor ganz detailliert aus, und lässt so Eschburgs Leben in das der Leser einfließen. Ich sage nur: Großartiges, mutiges und andersartiges Schreiben! Der Schreibstil ist unter anderem dass, was das Buch zu dieser Besonderheit macht. Der Autor Ferdinand von Schirach hat hier einen Stil geschaffen, den ich so noch nie gelesen habe. Das Lesen gestaltet sich so zu einer ganz neuen und anderen Art des Lesens. Sagenhaft! Die Spannung und der Nervenkitzel sind eher flach und fließend, aber aufgrund der Genialität doch sehr intensiv und beißend. Hier dominieren in Sachen Thriller nicht ausschließlich atemberaubende Hochspannung, sondern eher groteske Genialität und Vorgehensweise. Alles andere als Mainstream. Charaktere: Was wäre dieses Buch ohne seine Protagonisten? Mit Gold nicht aufzuwiegen sind die besonders gestalteten Charaktere hier in dieser Story. Hier schöpft der Autor aus den Vollen und hat eine Welt aus absurden Gedanken und Handlungen geschaffen. Ausufernde künstlerische Inspiration und Wagnisse. Eine Welt in Farben aus tiefsten Abgründen, kranken Seelen, Soziopathen und dem zunächst unscheinbaren Sebastian von Eschburg. Neben Eschburg wird jedoch auch Verteidiger und Anwalt Biegler die Leser verblüffen. Zusammen mit Eschburg ergeben Biegler und Eschburg eine Charakterstudie, die enorm polarisiert und fasziniert. WOW.  Eine raffinierte, jedoch überschaubare Auswahl an Protagonisten und Charakteren begegnen wir hier in diesem Buch. Der Autor hat Charaktere erschaffen, die so sonderbar sind, wie keine anderen. Hier gibt es nicht nur ein Spiel mit der Sprache, hier gibt es auch ein perfides Spiel mit kranken Psychen und deren Opfer. Dank der Charaktere fühlte ich mich mitten drin! Also so spezielle Persönlichkeiten sind mir selten begegnet. Sebastian von Eschburg nimmt eine große Rolle in dem Buch ein. Doch der eigentliche Star allen Geschehens ist der sonderbare, geniale und faszinierende Anwalt Biegler. Eine außergewöhnliche "Mantand-Anwalt-Beziehung" entsteht, die beeindruckt, die Augen öffnet und Blickwinkel verstellt. Schauplätze: Die einzelnen Schauplätze sind eher nebensächlich. Wir erhalten ein genaues Bild aus Sebastians Leben in Berlin, seine künstlerische Ausbildung, das Elternhaus, seine Reisen zu Ausstellungen und seine eigene Wohnung. Hier sind es nicht speziell die Schauplätze an denen man sich als Leser begibt, sondern das sonderbare Leben und die Gedanken von Eschburg in die man reist. Ferinand von Schirach hat ein Händchen für bildhafte und gedankliche Darstellung. Volle Punktzahl auch hier. Meinung: ...reicht von absolut fasziniert, völlig begeistert, total angetan, höchst überrascht und zutiefst schockiert bis hin zu literarisch völlig neu, sprachlich angereichert und sonderbar fesselnd bis atemberaubend genial. ....und noch mehr. Hier habe ich endlich mal wieder einen Autor gefunden, der mit einer Novität glänzt und mich sehr überrascht hat. Sagenhafte Charaktere, faszinierende verschrobene Welten und wertvolle Botschaften. Ich war von Beginn an gefesselt, war entsetzt und fasziniert sogleich. Ferdinand von Schirach hat mich gleich auf seine Seite geholt und mich ans Buch gefesselt. Ich bewundere und lobe diese Einzigartigkeit des Autors. Ein geniales Spiel mit dem Wort und ein genialer Dialog mit den Lesern. Ganz besonders großartig. Die Handlung gefällt mir gut, ich war gespannt und gebannt. Das Buch unterteilt sich in Farben. Von Sebastians Kindheit an gleiten wir ind Farben durch das Buch und erleben im Showdown eine genial gestrickte Verhandlung mit verblüffender Auflösung. Hut ab! Cover / Buch: Das Buch ist mit seinen knapp 256 Seiten sehr dünn, gern würde man hier mehr lesen. Es ist hochwertig und sehr schön verarbeitet. Das Schriftbild ist angenehm, die Kapitel nicht allzu lang. Das Cover könnte stimmiger und kunstvoller gar nicht sein. Der Autor: "Ferdinand von Schirach, geboren 1964, arbeitet als Strafverteidiger und Schriftsteller in Berlin. Seine Storybände »Verbrechen« und »Schuld« wurden, genau wie sein erster Roman »Der Fall Collini«, zu internationalen Bestsellern. In mehr als dreißig Ländern erschienen Übersetzungen. Schirach wurde mit dem Kleist-Preis und anderen - auch internationalen - Literaturpreisen ausgezeichnet. Zuletzt veröffentlichte er im September 2013 seinen Roman »Tabu«. In seinen Essays und Reden äußert er sich regelmäßig zu großen gesellschaftspolitischen Themen." Fazit: Dieses Buch verdient alle 5 Sterne. Ich bin noch immer voller Freude, dieses Buch gelesen und genossen zu haben. Sehr gerne hätte ich mehr als diese knapp 256 Seiten genossen...

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    • 18
  • Ein packendes Buch mit faszinierendem Schreibstil

    Tabu

    Miri92

    16. March 2015 um 22:36

    Inhalt: In "TABU" geht es um den Künstler Sebastian von Eschburg, der als Kind seinen Vater verliert, der Selbstmord begeht. Nach einer Schulzeit auf dem Internat wird er Fotograph und konstruiert Video- und Fotoinstallationen, die mit Wahrheit, Illusion und Schönheit spielen und hinterfragen. Als er plötzlich wegen Mordes an einer Frau angeklagt wird, obwohl weder eine Leiche gefunden wird, noch das vermeintliche Opfer identifiziert werden kann und auch eigentlich kein Motiv vorliegt, übernimmt der Rechtsanwalt Biegler die Verteidigung. Meinung: Das Buch beginnt mit einem Zitat aus der Farbenlehre nach Helmholtz: "Sobald sich das Licht der Farben Grün, Rot und Blau in gleicher Weise mischt erscheint es und als Weiß." (Seite 5) Das Buch ist in vier Teile aufgeteilt, die jeweils die Titel "Grün", "Rot", "Blau" und "Weiß" aufgeteilt, die unterschiedlich lang sind. Der erste Teil erzählt von Sebastians Jugend und seinen Arbeiten bis zu seiner Festnahme, der zweite Teil ist aus Sicht der ermittelnden Staatsanwältin geschildert, der Dritte aus der Perspektive des Rechtsanwaltes, der Sebastian verteidigt. Allein dieser Aufbau und die Einteilung hat mich von der Genialität des Autors überzeugt. Desweiteren liebe ich Schirachs Schreibstil. Er schreibt kurze und eigentlich sehr einfache Sätze, die sich im Gesamten aber zu einem so wunderschönen und komplexen Ganzen zusammensetzten, wie es sonst wohl kaum jemand vermag. Die gesamte Geschichte ist sehr sehr gut konstruiert und wirklich spannend aufgebaut. Ich wusste bis zur Auflösung nicht, ob Sebastian von Eschburg zurecht angeklagt wurde und warum er ein solches Verbrechen hätte begangen haben sollen. Die Auflösung fand ich wirklich genial. Auch die Charaktere waren sehr gut ausgearbeitet. Sie waren allesamt nicht unbedingt große Sympathen, man hat nicht das Gefühl, sie besonders gut kennen zu lernen, auch Sebastian nicht, obwohl man zumindest die Schlüsselszenen seines Lebens miterlebt. Aber gerade das macht die Charaktere so spannend und so real. Die Geschichte thematisiert viele unterschiedliche Dinge, auf die ich hier bewusst nicht alle eingehe, sondern nur ein paar erwähne. Wegen dieser unterschiedlichen Themensetzung auf sehr wenigen Seiten wirkt die Geschichte trotzdem nicht überladen oder zu voll oder ähnliches, was ja durchaus des Öfteren vorkommt. Es ist eher so, dass besonders viele Nuancen gesetzt werden, die der Leser dann selbst hinterfragen und denen er selbst auf den Grund gehen muss. Dies macht einen Großteil des Reizes aus, den "TABU" auf mich ausgeübt hat, führt aber auch dazu, dass zumindest ich recht lange für die eher kurze Geschichte gebraucht habe. Ich konnte sie nicht einfach so weglesen, ich musste spätestens nach 50 Seiten das Buch eine Zeit aus der Hand legen und das bis dahin gelesene reflektieren um mir meine eigenen Gedanken zu machen. Das hat sich aber wirklich gelohnt, denn es ist tatsächlich nicht übertrieben, wenn ich behaupte, ich habe beim Lesen dieses Buches auch viel über mich selbst herausgefunden. Deswegen (und natürlich wegen des wirklich genialen Schreibstils) bekommt "TABU" von Ferdinand von Schirach volle fünf Herzen von mit!

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  • Hmmm....

    Tabu

    Kyoshi

    09. December 2014 um 21:39

    Wie immer ein sehr ruhiges Werk, ja von Schirachs Bücher haben immer einen sehr ruhigen Ton, so will ich es sagen. In "Schuld" und "Verbrechen" verursacht eben dieser ruhige Erzählstil in Kombination mit den grausamen und schwer zu fassenden Inhalten eine sehr starke Kraft, die mich schwer beeindruckt hat. Bis jetzt hatte ich den Eindruck, in den Werken steckt immer eine schwere Melancholie und eine Akzeptanz der Machtlosigkeit; man beobachtet und erfasst unmenschliche Dinge und akzeptiert mit einer einfachen und extrem präzisen Sprache, dass man nichts dagegen tun kann, dass in Wahrheit Gerechtigkeit ganz anders aussieht als in der nüchternen Justiz. In "Tabu" verwendet von Schirach ebenfalls diesen Stil, der Inhalt aber hat sich deutlich verändert und somit auch die Wirkung: Wir begleiten den Protagonisten durch ein paar Jahre seines Lebens und stellen am Ende fest, dass fast die Hälfte des Buches zu nichts geführt hat. Es geht um ein Verbrechen, das es eigentlich nicht gegeben hat und um einen jungen, erfolgreichen Künstler, der nach dem Suizid seines Vaters wohl ein Trauma erlebt hat. Es bleibt mir schleierhaft, was der Suizid, Sebastians Werdegang und das Scheinverbrechen miteinander zu tun haben. Und vor allem: Was ist denn jetzt das Tabu? Am Ende scheinen alle (auch Anwalt Biegler) ihren Frieden gefunden zu haben. Kritikpunkt: Die Personenkonstellation ist zu einfach und vorgekaut. Der alte Anwalt findet seinen Frieden, in dem er seinem jüngeren Ich, also Sebastian hilft. Jemand beschäftigt sich mit dem Problem eines anderen, was eigentlich sein ungelöstes Problem war, nur um sich selbst zu helfen. Gäääähn. ... und dämlich... Dazu kommen (leider sehr oft!) klischeebehaftete Charaktere und Dialoge und eine oberflächlich behandelte Philosophie, die von Schirach in "Schuld" und "Verbrechen" viel deutlicher und gekonnter gezeigt hat: Dass Schuld relativ ist. Neue Gedankengänge hätten dem Buch nicht geschadet. Gesamteindruck: Mir bleibt nichts anderes als ein unbeeindrucktes Schulterzucken. Meh.

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  • eher flach

    Tabu

    harakiri

    04. November 2014 um 07:27

    Dieses Buch liest sich zwar schnell und flüssig, bleibt aber eher an der Oberfläche. Zumindest in der ersten Hälfte des Buches. Die Morde sind grausam und die Schlussfolgerungen von Reilly sehr gut, das hält den Leser bei der Stange. Etwa ab der Hälfte gewinnt das Buch an Spannung, wird persönlicher. Die Ermittler bekommen mehr Tiefe und die Handlung reißt einen dann auch endlich mit. Ich mochte die Intelligenz und Denkweise der Reilly Steel sehr gerne, auch der Ermittler Chris mit seiner dubiosen Krankheit und seiner Sympathie zu Reilly lässt noch einiges für die Fortsetzung offen. Was ich schade fand ist, dass die Opfer eher nur am Rande erwähnt werden. Ich hätte gern ein bisschen mehr von ihnen gelesen, evtl. hätte man dem Leser ja schon ein paar verstohlene Einblicke in die Täterseele gönnen können, damit das Ganze spannender und interessanter am Anfang wird. Ansonsten ein guter Krimi mit nicht allzu überraschendem Ende

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  • Welches Tabu ist gemeint?

    Tabu

    anena

    31. August 2014 um 11:34

    Ein sehr spannendes Buch, bei dem ich mich immer fragte, welches Tabu wird denn jetzt behandelt? Ich kam zu dem Schluss: es ist tabu, die Würde des Menschen zu brechen, sei es durch Gewalt wie z.B. Folter oder auch Missachtung z.B. der Mutter gegenüber dem Sohn oder auch sexuelle Gewalt.

  • Düstere Stimmung vom Meister der unterkühlten Worte

    Tabu

    Callso

    20. June 2014 um 14:57

      Ferdinand von Schirach hat schon eine sehr seltsame Schreibe. Sehr kurz. Sehr prägnant. Sehr unterkühlt. Und wenig humorlos. Aber eben auch sehr gut. Auch "Tabu" ist ein Roman, der von der düsteren und der schwer durschaubaren Stimmung lebt.  So umgibt die Romane des Autors eine schräge Distanziertheit. Kleine Details geben große Auskunft. Um immer drängt sich im Hintergrund irgend etwas mysteriöses oder zumindest schwer Verständliches in den Vordergrund. Trotz aller Schwere, trotz des düsteren Wirkens der Protagonisten hat der Roman bei mir beim Lesen auch eine Prise Leichtigkeit. Ich fühlte mich sehr gut unterhalten. Ganz zum Schluss wurde mir es etwas zu kompliziert, vorher hat das Buch aber sehr viele Pluspunkte gesammelt.

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