Tabu

von Ferdinand von Schirach 
3,9 Sterne bei182 Bewertungen
Tabu
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Konnte meine Erwatungen nicht erfüllen...

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Inhaltsangabe zu "Tabu"

Sebastian von Eschburg verliert als Kind durch den Selbstmord seines Vaters den Halt. Er versucht, sich durch die Kunst zu retten. Er zeigt mit seinen Fotografien und Videoinstallationen, dass Wirklichkeit und Wahrheit verschiedene Dinge sind. Es geht um Schönheit, Sex und die Einsamkeit des Menschen. Als Eschburg vorgeworfen wird, eine junge Frau getötet zu haben, übernimmt Konrad Biegler die Verteidigung. Der alte Anwalt versucht, dem Künstler zu helfen – und damit sich selbst.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442714988
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:256 Seiten
Verlag:btb
Erscheinungsdatum:13.02.2017
Das aktuelle Hörbuch ist am 11.09.2013 bei OSTERWOLDaudio bei Hörbuch Hamburg HHV GmbH erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Sommerregens avatar
    Sommerregenvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Konnte meine Erwatungen nicht erfüllen...
    Konnte meine Erwatungen nicht erfüllen...

    Als Sebastian von Eschburg noch ein Kind war, beging sein Vater Selbstmord. Von dem Moment als er seinen toten Vater auffand an, ist nichts mehr wie es war. Eschburg flüchtet sich zunehmend in die Kunst - von einem Fotografen lernt er das Kunstwerk, er saugt geradzu alles Wissen auf, und macht sich selbstständig. In seinen Bildern versucht er, die Wirklichkeit abzubilden: Einsamkeit, die Jahre, die an Körpern nagen, Sex, Makel, Schönheit - unverblümt. Mit der Zeit macht sich der Künstler einen Ruf, seine Installationen schockieren und faszinieren gleichermaßen.
    Doch dann wird er des Mordes an einer jungen Frau angeklagt. Alles wirkt bizzar, unzusammenhängend und undurchdringbar. Auch die Leiche der Frau ist spurlos verschwunden... Nichtsdestotrotz schreiten die Ermittlungen immer weiter voran und schon bald zeigen sich erste Anhaltspunkte.

    Der Anfang der Erzählung vermochte mich sehr zu fesseln, da mir das Schicksal Sebastian von Eschburgs äußerst nahe ging. Schon alleine was er von seiner Mutter und deren neuen Freund erleiden musste, ist schlimm genug. Zudem haben mir die Beschreibungen seiner Tätigkeit als Anfänger im Bereich der Fotografie gefallen, da sein Herumexperimentieren mit verschiedenen Blenden, Belichtungszeiten und so weiter nicht nur ihn, sondern auch den Leser fasziniert. Allerdings war die Lösung des Falles sehr offensichtlich und für mich absolut keine Überraschung. Diese Vorhersehbarkeit sorgte auch dafür, dass mir Eschbach bereits recht schnell unsympathisch wurde und mein Mitgefühl schwand.

    Insgesamt handelt es sich um ein interessantes Werk mit vielversprechendem Beginn, vorhersehbarem Ende und schönem Schreibstil. Da die Lösung des Falles allerdings wenig überzeugend war, vergebe ich 2,5 von 5 Sternen!

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    Booklove91s avatar
    Booklove91vor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Grandios!
    Nichts ist nur schwarz oder weiß

    Inhalt:

    Sebastian von Eschburg verliert als Kind durch den Selbstmord seines Vaters den Halt. Er versucht, sich durch die Kunst zu retten. Er zeigt mit seinen Fotografien und Videoinstallationen, dass Wirklichkeit und Wahrheit verschiedene Dinge sind. Es geht um Schönheit, Sex und die Einsamkeit des Menschen. Als Eschburg vorgeworfen wird, eine junge Frau getötet zu haben, übernimmt Konrad Biegler die Verteidigung. Der alte Anwalt versucht, dem Künstler zu helfen – und damit sich selbst.

    Meine Meinung
    Mittlerweile bin ich ein absoluter Schirach-Fan geworden. Dies ist mein viertes Buch von ihm und auch dieses hat mich wieder absolut begeistern können. Ich gehe sogar soweit und sage, dass es definitiv eines seiner besten Werke ist.

    Der Schreibstil ist unvergleichlich und der Kapitelaufbau mit den Zusammenhängen zwischen den einzelnen ist einfach großartig.
    Er schafft eine unglaubliche Spannung und ich habe das Buch in wenigen Stunden verschlungen.






    "Sebastian von Eschburg hatte oft an den bewegungslosen Mann und seinen zerfließenden Kopf gedacht.
    Aber erst jetzt, erst nachdem alles geschehen war und niemand die Dinge mehr rückgängig machen konnte, verstand er es: Dieser Mann war er selbst." (ZITAT)

    Die Protagonisten waren einfach fantastisch geschildert. Besonders an Herz gewachsen ist mir Strafverteidiger Biegler. Absolut authentisch, sympathisch und humorvoll.

    Das Ende war ziemlich großartig und hat das Buch perfekt abgerundet.

    Die Bücher von Schirach können unabhänig voneinander gelesen werden.

    Absolute Leseempfehlung meinerseits.

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    Farbwirbels avatar
    Farbwirbelvor einem Jahr
    Schuld und Recht - ein Widerstreit

    Wie weit darf Kunst gehen? In diesem Roman, der sehr flüssig und schnell zu lesen ist, geht es um Sebastian von Eschenburg. Dieser verlor in jungen Jahren seinen Vater, der den Freitod wählte. Ein Großteil der Erzählung berichtet von Sebastian, der erwachsen wird und sich zu einem anerkannten Fotografen entwickelt. Interessant ist dabei, dass Sebastian ein ganz eigenes Farbempfinden hat und stets auf der Suche nach der Wahrheit ist. Dabei bleibt er undurchdringlich für sein Umfeld und Sofia, mit der er eine Liebesbeziehung eingeht, hat stets das Gefühl, nicht ganz an ihn heranzukommen.

    „Vielleicht sind das die letzten Tage“, sagte sie. Er sah sie an. Das Licht der Unterwasserbeleuchtung des Pools war grün-blau. „Was meinst du?“ Er war wach und gleichzeitig stumpf. Er wollte zurück ins Bett. „Ich habe Angst, dass du nicht mehr da bist. Und ich habe Angst vor deinen Phantasien. Es ist so anstrengend, dich zu lieben.“ Sie schwieg und Eschenburg schwieg. Dann sagte sie: „Wer bist du, Sebastian?“ - S. 108f

    Er leidet unter seinen familiären Verhältnissen und wird dadurch sehr kühl und zurückgezogen. Ganz anders als er selbst, kann seine Kunst viele begeistern und er erlangt großen Bekanntheitsgrad. Der erste Teil endet und es folgt ein kurzer Teil zu einer Staatsanwältin, die sich mit einem Fall auseinandersetzen muss, bei dem es keine Leiche gibt, bei der jedoch Sebastian der Hauptverdächtige ist. Dieser fordert dann den bekannten und erfahrenen Anwalt Biegler auf, ihn zu verteidigen. Der Anwalt selbst scheint ein Arbeitstier zu sein, der sich eigentlich auf einer Kur befindet, um sein Burn-Out zu behandelt. Ganz das Arbeitstier kann er sich nicht darauf einlassen und so kommen Biegler und Eschenburg zusammen. Es beginnt ein recht philosophisches Gespräch zwischen den beiden, in dem verhandelt wird, was das Gesetz kann und wo Schuld anfängt, Gerechtigkeit aber aufhört.

    Der Leser wird in diesem Werk an der Nase herumgeführt. Eigentlich kann man sich Sebastian nicht als Mörder vorstellen, aber Schirach hat einige Spuren hinterlassen, die doch darauf hinweisen, dass er der Mörder hätte sein können. Doch gab es überhaupt einen Mord – schließlich gibt es keine Leiche. Schirach spielt hier ganz wunderbar mit der vorgefertigten Meinung, die so oft Menschen, die im Rampenlicht stehen, bereits vorverurteilen. Spannend ist hier natürlich die Auflösung, die ich aber nicht vorwegnehmen möchte.

    Gerade das Gespräch zwischen Biegler und Sebastian ist intensiv und, wie bei Schirach gewohnt, mahnend gesellschaftskritisch.

    Schirach kann mich immer wieder begeistern. Ich lese ansonsten kaum Kriminalromane, doch seine sezierende, nüchterne und leise provozierende Literatur zieht mich immer wieder an.

    Auch in diesem Roman bleibt er seinem klaren Schreibstil treu. Kein Wort ist zu viel.

    Ich bin nicht der Meinung, dass es das beste literarische Erzeugnis von ihm ist, doch klingt es auf jeden Fall nach. Besonders spannend finde ich, dass sich der Titel des Werks tatsächlich erst erschließt, wenn man das Werk beendet hat und eigentlich beginnt erst dann die Debatte über den Fall. Wie gewohnt überlässt Schirach es dem Leser, wie er sich zum Geschilderten positionieren möchte. Ähnliches gab es auch bei seinem ersten fiktiven Roman „Der Fall Collini“.


    Kommentare: 5
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    eulenmatzs avatar
    eulenmatzvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Nicht mein liebster von Schirach
    Nicht so richtig Zugang gefunden

    INHALT:
    Sebastian von Eschburg verliert als Kind durch den Selbstmord seines Vaters den Halt. Er versucht, sich durch die Kunst zu retten. Er zeigt mit seinen Fotografien und Videoinstallationen, dass Wirklichkeit und Wahrheit verschiedene Dinge sind. Es geht um Schönheit, Sex und die Einsamkeit des Menschen. Als Eschburg vorgeworfen wird, eine junge Frau getötet zu haben, übernimmt Konrad Biegler die Verteidigung. Der alte Anwalt versucht, dem Künstler zu helfen – und damit sich selbst.

    MEINUNG:
    Tabu ist nach Der Fall Collini Ferdinand von Schirachs zweiter Roman und als Fan durfte auch dieser Roman nicht ausgelassen werden. Ich habe alle drei Vorgängerbücher von Ferdinand von Schirach förmlich verschlungen innnerhalb eines Monats und habe mich sehr auf dieses Buch gefreut, aber leider war ich etwas enttäuscht.

    Das Buch beginnt von Sebastian von Eschborns Lebensgeschichte, die ich als sehr spannend und tiefgründig empfunden habe. Mit Sebastian von Eschburg hat von Schirach ist eine sehr komplizierte und komplexe Persönlichkeit eines Künstlers geschaffen, zu der ich nicht immer einen Zugang finden konnte. Von Eschburg wirkt verloren, als hätte er seinen Platz in der Welt noch nicht gefunden. Wie der Klappentext schon sagt, versucht er diesen Zustand mit Kunst zu füllen oder auch zu verdrängen, was Ansichtssache sein mag. Zu der Art von Kunst, die er macht, habe ich keinen so richtigen Zugang gefunden. Manchmal erschien es mir, dass von Eschburg in einer anderen Welt lebt. Wirklichkeit und Wahrheit auseinander zu halten fällt schwer.

    Das betrifft auch die Aufklärung des Mordes, den Sebastian von Eschburg begangen an seiner Halbschwester begangen haben soll. Es gibt keine Leiche, sondern nur die DNA der Schwester. Der Beginn der Gerichtsverhandlung kam für sehr plötzlich und erscheint wie ein Bruch in dem Roman. Es gibt keine Leiche, sondern nur die DNA der Schwester. Konrad Biegler übernimmt seine Verteidigung und gerät selbst in den Strudel von Wahrheit und Fiktion. Ihn mochte ich sehr gerne. Es ist deutlich spürbar, dass auch seine Vergangenheit hat.

    Letztlich aber ist das Buch aber auch eine Beschäftigung mit der Frage, was Wirklichkeit und was Wahrheit ist. Wirklichkeit ist das, was wir mit unseren Sinnen subjektiv wahrnehmen - oder wahrzunehmen meinen. Denn die erlebte Wirklichkeit muss nicht wahr sein, wie von Schirach am Beispiel des historisch nachgewiesenen "Schachtürken" darstellt.

    FAZIT:
    Der Roman bietet wieder den typischen von Schirach Schreibstil, kommt für aber an Verbrechen, Schuld und Der Fall Collini nicht ran, da mir der Zugang zum Künstler von Eschburg nicht richtig gelang. Trotzdem sollte man sie diesen besonderen Roman nicht entgehen lassen, vor allem dann nicht, wenn man Fan von Ferdinand von Schirach ist.


     Ich vergebe 3,5 von 5 Sternen.

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    SandraFreises avatar
    SandraFreisevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Das sind wohl eher zwei Bücher in einem. Hätte sich Herr Schirach doch lieber auf einen Part konzentriert.
    Lieber Herr Schirach, bitte schmeißen Sie nicht weiter Perlen vor die Säue!

    Der Schirach also. Tabu. Was genau jetzt mit dem Titel des Buches gemeint ist, bleibt für mich auch nach der Lektüre ein Rätsel.

    Zunächst zum Anfang: Die Sätze Schirachs schienen mir am Anfang ein bisschen zu kurz, zu klar, fast schneidend.  Aber mit der Stimme von Matthias Brandt gesprochen, habe ich mich sehr schnell daran gewöhnen können. Ja, ich habe seit langem mal wieder eine längere Autofahrt dazu genutzt ein Hörbuch zu hören. Ich hatte zunächst tatsächlich Schwierigkeiten, mich darauf zu konzentrieren. Warum auch immer, immer wieder war ich mit den Gedanken ganz woanders und musste die Kapitel wieder neu starten. Nach einer Weile aber haben mich sowohl Brandts Stimme und die Geschichte gefangen genommen, dann lief es und ich wollte gar nicht ankommen.

    Nun zum Inhalt: Erst einmal war ich überrascht, dass es nicht gleich mit Mord und Totschlag und Gericht losging, irgendwie hatte ich bei Schirach damit gerechnet. Nein, ganz im Gegenteil, das Buch startet mit einer Entwicklungsgeschichte des Protagonisten und wird so einfühlsam erzählt (und von Matthias Brandt so wunderbar gesprochen), das hätte ich dem Schirach gar nicht zugetraut. Er schafft eine so spannende Figur, einen jungen Mann, der seinen Vater durch einen Selbstmord verliert, Fotograf wird und fortan versucht die Wahrheit in seinen Bildern und seiner Kunst zu finden. Schon alleine die Passagen in denen es um die Fotografie und die künstlerischen Installationen geht, haben mich sehr in den Bann gezogen. Genauso wie die Geschichten über die unterschiedlichen Menschen an der Seite des Mannes und deren Beziehungen zueinander.

    Dann aber kommt, was kommen musste. Mord, Anklage, Gericht, Verteidiger, Staatsanwältin und Richter. Von einer Minute auf die andere findet man sich plötzlich in einem Kriminalroman wieder. Schirach schlägt einen ganz anderen Ton an und kommt mit einer Geschichte um die Ecke, die auf der einen Seite alle Klischees von Richtern, Staatsanwältinnen und Anwälten bedient, auf der anderen Seite aber so konstruiert, unrealistisch und irgendwie amerikanisch daher kommt, dass es mich schaudert. Was für ein Bruch und Perlen vor die Säue! Was hätte man mit diesen wundervoll entwickelten Charakteren nicht alles machen können? Ich fühlte mich fast ein bisschen um die wahre Geschichte dieser Figuren betrogen.

    Fakt ist wohl: Ich bin einfach kein Krimifan. Nicht mehr. Ich war das mal, bis ich irgendwann das Gefühl von „satt“ und „kennste einen, kennste alle“ hatte. Und wohl zu recht. Daran ändert auch ein Plot mit überraschender Wendung nichts, wenn es diesen auch schon in tausend anderen Varianten gab.

    Lieber Herr Schirach, sie können wirklich gut schreiben und haben einen sehr guten und einfühlsamen Blick auf die Menschen, was sie ausmacht und was sie bewegt. Können Sie vielleicht auch mal einen Roman schreiben, der ohne Mordanklage, Plädoyers und Anwälte auskommt? Ja? Vielen Dank.

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    Bibliomanias avatar
    Bibliomaniavor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ferdinand von Schirach hat es einfach drauf. Und sein Sohn steht dem ganzen in nichts nach (Benedict Wells)
    Toll und dann eine super Wendung

    Ich liebe Schirach einfach für seinen schlichten, aber besonders aussagekräftigen Stil. Keine Schnörkel, nichts zu viel, aber gleichzeitig auch nicht zu wenig.
    Ein Fall, der auf wahren Begebenheiten beruht. Ein Fotograf und Künstler, Sebastian von Eschburg, wird des Mordes an einer jungen Frau verhaftet. Er hat als Junge seinen Vater durch Suizid verloren und trudelt seitdem durch sein Leben. Er versucht in der Kunst seinen Halt wiederzufinden, doch endet dies im Debakel.
    Konrad Biegler übernimmt auf Eschburgs Wunsch dessen Verteidigung. Er hat derzeit selbst Probleme mit seinem Leben und versucht nun, sich selbst durch diesen Fall zu retten.
    Grandios! Ferdinant von Schirach ist einfach ein überragender Erzähler.

    Kommentare: 1
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    dominonas avatar
    dominonavor 3 Jahren
    Kunst

    Der Autor schafft es, mir seine Figuren auf so verstörende Weise zu schildern, dass ich manchmal denke, alle Menschen um mich herum müssen einen Schaden haben, obwohl ich wirklich niemanden kenne, der sich so verhalten würde! Ich schwanke oft zwischen Mitleid, Irritation und Bewunderung, letzteres für den Autor. Allerdings war mir dieses Buch, wenn auch gut geschrieben, zu vorhersehbar.

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    harakiris avatar
    harakirivor 3 Jahren
    Eher flach

    Dieses Buch liest sich zwar schnell und flüssig, bleibt aber eher an der Oberfläche. Zumindest in der ersten Hälfte des Buches. Die Morde sind grausam und die Schlussfolgerungen von Reilly sehr gut, das hält den Leser bei der Stange. Etwa ab der Hälfte gewinnt das Buch an Spannung, wird persönlicher. Die Ermittler bekommen mehr Tiefe und die Handlung reißt einen dann auch endlich mit.

    Ich mochte die Intelligenz und Denkweise der Reilly Steel sehr gerne, auch der Ermittler Chris mit seiner dubiosen Krankheit und seiner Sympathie zu Reilly lässt noch einiges für die Fortsetzung offen. Was ich schade fand ist, dass die Opfer eher nur am Rande erwähnt werden. Ich hätte gern ein bisschen mehr von ihnen gelesen, evtl. hätte man dem Leser ja schon ein paar verstohlene Einblicke in die Täterseele gönnen können, damit das Ganze spannender und interessanter am Anfang wird.

    Ansonsten ein guter Krimi mit nicht allzu überraschendem Ende

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    mareikealbrachts avatar
    mareikealbrachtvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Mein erster Schirach und bestimmt nicht mein letzter!
    Schirach zieht den Leser in seinen Bann

    Spannend und anrührend erzählt der Autor die Geschichte des Künstlers Sebastian von Eschbach. Der gerät unter Verdacht eine junge Frau getötet zu haben. Biegler, sein Anwalt, - eine grandiose Figur - versucht die Wahrheit herauszufinden.
    Mehrmals wird dem Leser die Frage gestellt: Was ist Wahrheit und was ist Wirklichkeit?
    Mich hat tief berührt, wie es dem Autor gelingt, über große Gefühle zu schreiben, ohne sie jemals beim Namen zu nennen. Der Leser muss sich einbringen, muss sich Gedanken machen.
    Gleichzeitig wird eine Spannung aufgebaut, die einen bis zur letzten Seite nicht mehr loslässt.


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    FreiherrvonZeisigs avatar
    FreiherrvonZeisigvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Typisch von Schirach - unschlagbar.
    Ganz wie erwartet

    Ein Buch, wie man es von Ferdinand von Schirach gewöhnt ist. Nicht viele Autoren sind dazu im Stande, einen Plot so genial aufzuziehen. 
    Im Vergleich zu Schirachs anderen Werken bleibt TABU allerdings zurück. Stellenweise wirft es dann doch einige Fragen auf, die nicht beantwortet werden - etwas, dass der Schriftsteller mit absoluter Sicherheit so gewollt hat, was mich persönlich aber ein wenig stört.
    Nichtsdestotrotz ein hervorragendes Stück Literatur, das (nicht zuletzt wegen der herrlichen Charaktere, ganz besonders dem des Konrad Biegler) man gelesen haben sollte.

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