Feridun Zaimoglu Leyla

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Inhaltsangabe zu „Leyla“ von Feridun Zaimoglu

Feridun Zaimoglu wendet den Blick zurück auf das Land, aus dem er mit seinen Eltern kam. Ein Land, in dem ein strenger Glaube den Alltag durchdringt, die Familien dem Vater unterstehen, den Frauen ein bescheidener Platz zugewiesen ist – und in dem all das ins Wanken gerät.

Er lässt die heranwachsende Leyla ihren Alltag erzählen. Leylas Vater hat keinen Erfolg und schlägt sich mit immer windigeren Geschäften durch. Die Brüder gehen ihrer Wege, die Schwestern warten auf den Mann, der für sie ausgesucht wird, und hoffen auf die große Liebe. Leyla erobert sich kleine Freiheiten, die sie wieder verliert, als sie zur Frau wird. Und sie kommt einem dunklen Familiengeheimnis auf die Spur.

Erst der Umzug der Familie nach Istanbul eröffnet neue Möglichkeiten: Leyla lernt einen Mann kennen und verliebt sich, doch die beiden haben keine Zukunft in der Türkei.

Mit epischer Kraft und einer sinnenfrohen, farbenprächtigen und archaischen Sprache erzählt Feridun Zaimoglu vom Erwachsenwerden eines Mädchens, dem Zerfall einer Familie und von einer fremden Welt, aus der sich viele als Gastarbeiter nach Deutschland aufmachten.

'. sein Staunen über Sinnlichkeit und Gewalt der Wörter, der leichte Akzent, die sanfte Stimme, der kurze Atem geben ›Leyla‹, dem viel gelobten neuen Roman über die Kindheit seiner Mutter in einer anatolischen Kleinstadt, eine Dringlichkeit, der man sich schwer entziehen kann.'

Tages-Anzeiger

Charaktere und Szenen tiefsinnig emotional spannend dargestellt - anatolische Familiengeschichte !!!

— HEIDIZ

So authentisch, dass es schmerzt. Anatolische Familiengeschichte

— Ruby Summer

Aufwühlend, verstörend und sehr lesenswert!

— Meenama

Verstörend! Brutal, außergewöhnlich. Große Emotionen, ein echtes Familienepos.

— ekoepping

Habe es in der Schule GK deutsch gelesen und von Anfang bis Ende gehasst. So langweilig!

— lunau-fantasy

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  • Leyla wird für mich lebendig

    Leyla

    HEIDIZ

    28. June 2017 um 07:28

    Feridun Zaimoglu konnte ich im Frühjahr zur Buchmesse kennenlernen, im Vorfeld hatte ich zwei seiner Bücher gelesen und möchte euch gern heute "Leyla" vorstellen, ein Buch, welches mich sehr beeindruckt hat.    Das Land seiner Ahnen hat Zaimoglu zum Hintergrund seiner Geschichte gemacht, die von von Leyla erzählte, die in einer Kleinstadt in Anatolien aufwächst. Wir befinden uns zeitlich in den 50er Jahren. Sie hat noch vier Geschwister und ist die jüngste der fünf. Familie und Nachbarschaft sind alles, was sie kennt und ihre Heimatstadt, Leyla aber möchte dieser Enge entkommen ...   Strenger Glaube herrscht vor und die Familie ist der Willkür des Vaters ausgesetzt. Leyla erzählt ihre Geschichte. Mit den kleinen Freiheiten, die sie sich selbst "erarbeitet" hat, macht sie es sich so glücklich es geht, aber dann ... ein Familiengeheimnis bringt alles ins Wanken. Dann plötzlich geht die Familie nach Istanbul. Leyla verliebt sich .... aber ...   Seine Sprache ist atemberaubend staunenswert sinnlich und man könnte schon sagen eindringlich. Zaimoglu schreibt sanft und doch gewaltig - sein Stil ist unverkennbar, und ich mag ihn sehr gern.   Leseprobe: ========   Dies ist eine Geschichte aus der alten Zeit. Es ist aber keine alte Geschichte. In Gottes Namen - Ein Wolfsrudel macht auf offenem Gelände Jagd auf einen Menschen. Auch andere Tiere sind geschickt, doch Wölfe sind Meister im Stöbern und Greifen. Ein Wolf greift das Opfer an. Er fällt vom einfachen Lauf in einen leichten Galopp, und dann treibt es ihn vorwärts, der Kopf als Rammsporn gereckt, der Wind kann das gesträubte Nackenfell kaum niederhalten. ...   Es ist wahrhaft ein Genuss, diese Geschichte zu lesen, inhaltlich sehr spannend und vom Schreibstil tiefsinnig sinnig tief ..... Rundherum gelungen, mehr kann ich nicht sagen, ich bin begeistert. Das Orientalische - diese eigenwillige Stimmung - kommt sehr gut rüber, darin war ich förmlich gefangen und konnte das Buch nicht aus der Hand legen, habe mich treiben lassen in den Szenen, die bildhaft dargestellt sind und habe die Charaktere wahrgenommen, als würde ich sie kennen.

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  • Tragisch und fesselnd

    Leyla

    Meenama

    05. March 2016 um 20:36

    Leyla wächst in einer ostanatolischen Kleinstadt der Türkei in den 1950er Jahren auf. Wir begleiten sie auf ihrem Weg von der Kindheit zur jungen Frau. Leylas Vater ist ein gewalttätiges, nahezu sadistisches Familienoberhaupt. Die Familie leidet regelrecht. Sie leidet unter diesem Vater, der zu keinerlei Liebe und Zuneigung fähig zu sein scheint, unter Armut, und unter religiös und traditionell geprägten gesellschaftlichen Zwängen. Dieses Buch hat mich am Anfang verstört, weil der Autor die regelrechte Misshandlung der Familienmitglieder in ihrer ganzen Brutalität in Worte fasst. Dies ist nicht leicht zu verdauen, auch und weil es sich hier um eine wahre Geschichte handelt. Feridun Zaimoglu erzählt die Geschichte seiner eigenen Mutter. Hier wird eine Gesellschaft beschrieben, in der Frauen unterdrückt werden und gar kein Selbstbestimmungsrecht haben. Zaimoglu thematisiert am Rande auch die derzeitigen politischen Verhältnisse in der Türkei sowie die Probleme verschiedener ethnischer Gruppierungen, die leider noch heute akuell sind. Zum Ende ist es natürlich auch die Geschichte von Menschen, die aufgrund ihrer wirtschaftlichen Misere beschließen auszuwandern und zu sog. Gastarbeitern werden. Mir hat das Buch gefallen. Es ist emotional aufwühlend und behandelt jede Menge Themen, über die es sich lohnt nachzudenken. Es macht einem bewusst, dass manche Rechte und Privilegien, die wir als Frauen in Europa haben und ausleben nicht selbstverständlich sind. Den Punktabzug gab es für Kapitelanfänge, die den Lesefluss teilweise gehemmt haben und einige Formulierungen und Umschreibungen, die ich teilweise kompliziert fand. Fazit: Lesenswert

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  • Brutal und außergewöhnlich

    Leyla

    ekoepping

    10. October 2015 um 15:38

    Verstörend! Brutal, außergewöhnlich. Große Emotionen, ein echtes Familienepos. Interessanter als Thomas Mann, keinesfalls von literarisch geringerem Gewicht.

  • Leyla von Feridun Zaimoglu.

    Leyla

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    30. March 2013 um 22:43

    Dieser Roman erzählt die Geschichte von Leyla, einem anatolischen Mädchen und ihrer Familie. Einer Familie, deren Alltag zunächst durch den tyrannischen Vater bestimmt wird und dem Leyla schließlich in die Ehe mit einem Gastarbeiter entfliehen zu versucht. Diese Geschichte ist geprägt von den Grausamkeiten, die der Vater seiner Familie antut. Misshandlungen und Beleidigungen der Mutter, Missbrauch der ältesten Schwester und alles erzählt durch die Augen Leylas, zunächst als Kind, dann als Heranwachsende. Als Frau und auch einfach als moderner westlicher Mensch, ging ich beim Hören von einer emotionalen Erschütterung zur nächsten. Zaimoglu lässt dem Leser keine Atempause und auch wenn ich weiß, dass Leyla keine echte Person ist, war und bin ich voller Mitleid für das, was sie erdulden musste. In diesem Buch werden Männer wahrlich nicht beschönigt, sie misshandeln die Familie, vergewaltigen Jungfrauen und betrügen die Ehefrau – und diese Frauen können sich nicht dagegen wehren. So war ich froh, als Leyla geheiratet hat und die Familie verlassen durfte, hatte doch bis zum Schluss das Gefühl, ihr Vater würde die Ehe im letzten Moment verhindern. So scheint dieses Buch auch ein wenig spannend, größten Teils durch die Unberechenbarkeit der Figuren, weil man sich emotional an die Hauptfigur bindet und von Herzen möchte, dass sie dem tyrannischen Elternhaus entfliehen kann. Man erfährt auch viel über das Leben und die Wertvorstellungen im Anatolien der 50er Jahre. Das ist einer seits interessant, andererseits aber auch erschreckend. Und auch wenn man sich vor der Lektüre nicht als Emma gefühlt hat, dann tut man es danach ganz bestimmt – denn manche Missstände sind zu gravierend, um sie zu ignorieren oder als kulturelle Eigenheit abzutun. Ich habe das Gefühl Zaimoglu ergreift Partei für die Frauen im Buch. Er beschreibt sie als Märtyrer ihrer eigenen Herkunft und flößt dem Leser so viel Respekt ein, und auch einiges an Bewunderung. Trotzdem geht er mit seiner Charakterzeichnung nie zu sehr ins Detail. Man hat die Figuren zwar klar vor Augen, sie behalten aber gleichzeitig etwas flüchtiges, so als hätte er sie dem Leser nur geliehen. Für den Roman gibt es eine Empfehlung von mir, für alle, die sich auch mal mit schwerer verdaulichen Geschichten auseinandersetzen wollen.

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  • Rezension zu "Leyla" von Feridun Zaimoglu

    Leyla

    Skrutten

    04. July 2012 um 21:30

    Beeindruckend und beklemmend, wie die (nach meinem Kenntnisstand) authentische Darstellung des Lebens der Protagonistin geschildert wird: Sie wächst als Mädchen in einer kleinstädtisch geprägten Umgebung in der Türkei auf und zieht als verheiratete Frau später zu ihrem Mann nach Istanbul. Im letzten Drittel des Buches reihen sich allerdings Klischees aneinander. Als "Vergleich" habe ich danach "Brik Lane" von Monica Ali mit einem ähnlich gelagertem Plott gelesen. Dort gestaltet sich die Entwicklung der Hauptfigur noch weitaus differenzierter.

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  • Rezension zu "Leyla" von Feridun Zaimoglu

    Leyla

    blueberry7

    18. November 2011 um 22:53

    ein Buch im Schnelldurchgang: öde und schwülstig.............

  • Rezension zu "Leyla" von Feridun Zaimoglu

    Leyla

    ninchen1809

    30. December 2010 um 21:08

    Feridun Zaimoglu erzählt im Buch „Leyla“ die Geschichte seiner Mutter, beginnend in den 50er Jahren in Ostanatolien. Leyla ist in einem anatolischen Dorf als jüngste von fünf Kindern aufgewachsen. Der Vater ist ein Familientyrann unter dessen „Herrschaft“ die Familie, insbesondere Leylas Mutter sehr zu leiden hat. Der Vater hat nie eine geldbringende Arbeit mit er seine Familie versorgen kann. Die zwei Schwestern, Yasmin und Selda, hoffen auf einen ehrenwerten Ehemann um dem Vater zu entkommen und ein besseres Leben zu führen. Aber nicht eine von beiden wird als Erste heiraten, sondern Leyla lernt einen zuerst scheinbar netten Mann kennen… Zaimoglu erzählt die Vorgeschichte der ersten Generation türkischer Einwanderer. Auf diese Weise gelingt es dem Leser die Situation der türkischen Immigranten in Deutschland zu verstehen. Er bringt uns mit diesem Buch die Welt und die Geschichte der damaligen „Gastarbeiter“ näher. Er hat sich dabei in die Rolle seiner Mutter versetzt und ihre Empfindungen sehr glaubwürdig beschrieben. Der Schreibstil von Zaimoglu, der von einer blumigen Leichtigkeit zeugt, hat mich besonders beeindruckt. Entscheidende Szenen werden nicht seitenweise ausgeführt, sondern mit viel Interpretationsspielraum erzählt. Mit der Sprache passt er sich der Handlung an. Sehr beeindruckendes Buch…

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  • Rezension zu "Leyla" von Feridun Zaimoglu

    Leyla

    Inishmore

    08. November 2009 um 14:31

    Ostanatolien, in den fünziger Jahren: dort wächst Leyla als jüngstes von fünf Kindern auf. Die Familie leidet unter dem tyrannischen Vater, der seine Frau und Töchter grün und blau schlägt, und der Armut, und Leyla will nur eins - sie will diesem Leben entkommen. Irgendwie. Zaimoglu schreibt über die Türkei und das Land, aus dem er stammt. Das Land, das er beschreibt ist ein Land voller Widersprüche, gefangen zwischen alten Traditionen und dem Aufbrauch in die Moderne, ein Schauplatz, auf dem muslimische und westliche Kultur aufeinander treffen. Fast meint man, Zaimoglu habe diesen Roman geschrieben, um sich mit seinen Wurzeln auseinander zu setzen, und in dem Prozess der Identitätsfindung alle Seiten der Türkei zu beleuchten: Kleinstadt versus Istanbul, Tschetschenen versus Kurden, Frauen, die sich unter Schlägen ihrer Männer ducken und Frauen, die sich dem Eheleben bewusst widersetzen. Unweigerlich wird der Leser mit den Fragen konfrontiert, die sich Zaimoglu wohl auch gestellt hat: wie genau sieht dieses Land eigentlich aus, aus dem soviele unserer Mitbürger kommen?

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  • Rezension zu "Leyla" von Feridun Zaimoglu

    Leyla

    Ay73

    22. February 2008 um 17:05

    Für alle die ein bisschen türkische Literatur mögen.. Feridun Zaimoglu ist ein fantastischer Schriftsteller

  • Rezension zu "Leyla" von Feridun Zaimoglu

    Leyla

    Sonny83

    10. December 2007 um 20:01

    Manchmal langatmig, aber ein schöner Einblick in den Alltag einer türkischen Familie in den 60er Jahren

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