Feridun Zaimoglu Ruß

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Inhaltsangabe zu „Ruß“ von Feridun Zaimoglu

Liebe, Trauer und Vergeltung im Ruhrpott – eine deutsche Saga.

Ein Kiosk in Duisburg ist der Ausgangspunkt einer rasanten Geschichte, die ihren Helden durch das Ruhrgebiet, nach Warschau und bis auf die Großglocknerstraße führt – und an die Grenzen seiner Liebes- und Leidensfähigkeit. Renz war Arzt, doch als seine Frau von einem Einbrecher ermordet wurde, zerbrach seine Welt. Er hilft in einem Kiosk aus, kümmert sich um die Alltagssorgen der Trinker und Hänger, trauert um seine Frau und sinnt auf Vergeltung. Als der Mörder seiner Frau freikommt, holt ihn seine Vergangenheit ein, und er heftet sich an die Fersen des Täters. Feridun Zaimoglu zeigt das Drama eines Menschen, den kaum noch etwas im Leben hält, vor dem Hintergrund einer Welt im Umbruch, die durch eine lange Tradition geprägt ist und sich gerade neu erfindet. Mit den Romanen ›Liebesbrand‹, ›Hinterland‹ und ›Ruß‹ hat Feridun Zaimoglu sprachmächtig die Romantik in die deutsche Gegenwartsliteratur zurückgeholt.

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  • Feridun Zaimoglu - Ruß

    Ruß

    Chrissy87

    20. January 2018 um 12:14

    Okay, eins vorweg: Diese Rezension spiegelt lediglich meine persönliche Meinung wieder. In der Inhaltsangabe steht, dass die Geschichte sprachgewaltig ist, das mag auch so sein, aber ich konnte so gar nichts mit ihr anfangen. Weder mit der Sprache bzw. dem Schreibstil den ich als sehr abgehackt und zäh empfand, noch mit dem Inhalt, den ich besonders zum Schluss hin immer abstruser fand.Am Ende habe ich mich durch diese Geschichte gequält, mal mehr mal weniger. Auch wenn ich die Idee und Renz' Schicksal berührend fand, war die Umsetzung nichts für mich.

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  • Rezension zu "Ruß" von Feridun Zaimoglu

    Ruß

    Wolkenatlas

    13. September 2012 um 11:34

    Eine Deutsche Sage prophezeit der Klappentext. Gut, die ist "Ruß" definitiv nicht. Die will "Ruß" aber auch nicht sein... Ein spannender "Thriller" soll und will "Ruß" auch nicht sein, genauso wenig wie ein Schmuddeltext"... "Ruß" ist ein sprachlich beeindruckender Text, der nebenbei auch eine sehr nachvollziehbare Handlung hat. Rentz, der seit dem gewaltsamen Tod seiner Frau Budenbesitzer ist (zusammen mit dem Ex-Schwiegervater), obwohl er eigentlich Arzt ist, hat sein Leben nur auf Sparflamme im Griff. Bis ihn eines Tages Karl aufsucht, der ihn, im Auftrag eines im Knast sitzenden Gauners, in eine Sache hineinzieht, die Rentz als Möglichkeit der Rache sieht. Gleichzeitig intensiviert sich Rentzs Beziehung zu Marja. Über Polen, Ruhrpott und Österreich kommt es am Ende zu Showdown. Mehr möchte ich zur Handlung nicht verraten. Möglicherweise ist der teilweise auftretende Ruhrdialekt gar nicht authentisch, wie ein anderer Rezensent bemängelte, die Richtigkeit des Dialekts kann ich leider nicht beurteilen. Das Beeindruckende an Ruß" ist die Konzentration auf die Reduktion per se. Beginnend mit der Gefühlswelt des Hauptprotagonisten und aller anderen Protagonisten, weiter über die Liebesbeziehung" zwischen Rentz und Marja, ja sogar die Verfolgung ist reduziert, bis hin zur Sprache, die ankommt, als wäre sie in einer Art Säurebad von allen Überflüssigkeiten befreit worden. Übrig bleibt bei Feridun Zaimoglu eine Poesie des Unschönen, die in ihrer Konsequenz beeindruckend schön ist. Vieles ist teilweise wirr, oder scheinbar inkonsequent. Im Ganzen funktioniert es aber wunderbar. Das bedarf aber auch ein wenig Zeit und eine Eingewöhnungsphase, um sich in dieser rhythmisch präzisen Sprachwelt wohlzufühlen. Sehr überzeugend gelingt auch das Verweigern der Spannungsschreibe vor dem Hintergrund der Verfolgungsfahrt. Dadurch bleibt dieser Roman in einer Art Halbwelt, einer Welt zwischen den Stühlen, analog zum Innenleben der Protagonisten, die scheinbar auch keinen Platz in ihrer Welt finden können. Ich kann verstehen, dass dieser Roman nicht die Sache jedes Lesers ist (ich meine das absolut nicht wertend), mich persönlich hat dieser Roman fasziniert, begeistert und hat viel Lust auf mehr von Feridun Zaimoglu geweckt.

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