Fernand Braudel

 4.7 Sterne bei 12 Bewertungen
Autor von Der Handel, Die Welt des Mittelmeeres und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Fernand Braudel

Fernand Braudel (1902-1986) war nach Marc Bloch und Lucien Febvre die herausragende Gründerfigur der neuen französischen Geschichtswissenschaft. Er hat an französischen und ausländischen Universitäten gelehrt, zuletzt war er Direktor an der École Pratique des Hautes Études in Paris. Zu seinen bahnbrechenden Werken zählen "Civilisation matérielle, éconimie et capitalisme" und "La Méditeranée et le monde méditerranéen à l'époque de Philippe II". George Duby, 1919 in Paris geboren, lehrte seit 1970 Geschichte des Mittelalters am Collège de France. Er war Mitherausgeber der fünfbändigen "Geschichte des privaten Lebens" (SFV 1989-93).Maurice Aymard, geboren 1936 in Toulouse, ist Directeur d'Études an der École des Hautes Études en Science Sociales sowie Administrateur adjouint am Maison des Sciences de l'Homme in Paris.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Fernand Braudel

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Cover des Buches Frankreich (ISBN:9783608946444)

Frankreich

 (0)
Erschienen am 01.09.2009
Cover des Buches Der Handel (ISBN:9783463400266)

Der Handel

 (3)
Erschienen am 01.10.1999
Cover des Buches Die Welt des Mittelmeeres (ISBN:9783596168538)

Die Welt des Mittelmeeres

 (2)
Erschienen am 01.12.2005
Cover des Buches Geschichte als Schlüssel zur Welt (ISBN:9783608948431)

Geschichte als Schlüssel zur Welt

 (1)
Erschienen am 23.04.2013
Cover des Buches La Dynamique du capitalisme (ISBN:9782080811929)

La Dynamique du capitalisme

 (1)
Erschienen am 01.01.1988

Neue Rezensionen zu Fernand Braudel

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Rezension zu "Geschichte als Schlüssel zur Welt" von Fernand Braudel

Aufzeichnungen eines Historikers ...
Orishavor 6 Jahren

Fernand Braudels Appell einer allumfassenden Geschichtsschreibung hat mich durchaus beeindruckt. Dabei spielen die Hintergründe der Entstehung dieses Buches sicherlich eine maßgebliche Rolle.

Braudel (1902–1985), französischer Historiker der Annales-Schule, geriet im Frühjahr 1940 in deutsche Kriegsgefangenschaft und lebte fünf Jahre im Offizierslager von Mainz und einem Straflager bei Lübeck. Zwanzig Vorlesungen entstanden zwischen August und Oktober 1941 im Oflag XII B von Mainz. Aus seinen Notizen entstand dieses Buch.

Neben diesen Hintergründen, ist es aber auch sein Ansatz der Geschichtswissenschaften, die mich überzeugt hat. Braudel plädiert für eine umfassende Geschichtswissenschaft, „ [...] die in der Lage ist, die Reichtümer der anderen Sozialwissenschaften in ihrer Nachbarschaft zu plündern, um sich zu erneuern und zu vollenden.“ (Braudel, S. 22). Dabei sieht er die Geschichte als Geschichte der Welt, die über verschiedene Schnittflächen der Geschichte (kulturelle, ethnische, ökonomische, politische, geographische usw.) erschlossen werden kann. Mit vielen Beispielen erklärt Braudel anschaulich sein Verständnis von Geschichtsschreibung.

Zusätzlich bietet diese Ausgabe Braudels Aufsatz „Wie ich Historiker wurde“ aus dem Jahre 1972. Der Artikel macht deutlich wie Braudel sich selbst als Historiker, aber auch als Mensch gesehen hat und wie er zu dem Historiker wurde, der er letztlich war.

Fazit: Sehr empfehlenswerte Lektüre.

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Rezension zu "Die Welt des Mittelmeeres" von Fernand Braudel

Rezension zu "Die Welt des Mittelmeeres" von Fernand Braudel
Sokratesvor 8 Jahren

Ein Klassiker der "Neuen Kulturgeschichte", in den 1950er Jahren in Frankreich als "Kind der Annales" erschienen. Braudel und Kollegen möchten in diesem Buch den Mittelmeerraum kulturell näher betrachten, sinnieren - so muss man den Schreibstil an einigen Stellen leider bezeichnen - über die kulturellen Ausgangsbedingungen, Lebens- und Kulturphänomene. Mir persönlich blieb das Buch zu oberflächlich. Ich hatte oft den Eindruck, als läse ich einen halbgaren Essay, der lediglich Gedankenanstöße geben möchte, sich aber nicht wirklich festzulegen traut.

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