Fernand Braudel

 4,6 Sterne bei 12 Bewertungen
Autor*in von Der Handel, Die Welt des Mittelmeeres und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Fernand Braudel (1902-1985) wird weltweit als einer der großen Historiker unseres Jahrhunderts angesehen. Seit er die Herausgeberschaft der epochemachenden Zeitschrift »Annales« übernahm (1946), galt er als führender Kopf der »Nouvelle Histoire«.Er habilitierte sich 1946 mit seiner bahnbrechenden Studie über den Mittelmeerraum zur Zeit Philipps II.1949 wurde er auf den Lehrstuhl für Zivilisationsgeschichte am Collège de France berufen, wo er 20 Jahre lehrte.Er war Präsident der 6. Sektion der Ecole des Hautes Etudes, zwanzigfacher Ehrendoktor, Mitglied von zwölf Akademien (darunter die Bayerische Akademie der Wissenschaften), Träger fünf hoher Orden. 1962 gründete er das "Maison des sciences de l'homme" in Paris. Am 30. Mai 1985 wurde er in die Académie Française aufgenommen.Im November 1985 verstarb Fernand Braudel im Alter von 83 Jahren.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Fernand Braudel

Cover des Buches Die Dynamik des Kapitalismus (ISBN: 9783608930931)

Die Dynamik des Kapitalismus

(1)
Erschienen am 01.01.1991
Cover des Buches Frankreich (ISBN: 9783608946444)

Frankreich

(0)
Erschienen am 23.09.2009
Cover des Buches Karl V.: Die Notwendigkeit des Zufalls (ISBN: 9783458191223)

Karl V.: Die Notwendigkeit des Zufalls

(0)
Erschienen am 01.01.1992
Cover des Buches Der Handel (ISBN: 9783463400266)

Der Handel

(3)
Erschienen am 01.10.1999
Cover des Buches Die Welt des Mittelmeeres (ISBN: 9783596168538)

Die Welt des Mittelmeeres

(2)
Erschienen am 01.01.2006
Cover des Buches Aufbruch zur Weltwirtschaft (ISBN: 9783463400273)

Aufbruch zur Weltwirtschaft

(1)
Erschienen am 01.06.1991

Neue Rezensionen zu Fernand Braudel

Cover des Buches Geschichte als Schlüssel zur Welt (ISBN: 9783608948431)
Orishas avatar

Rezension zu "Geschichte als Schlüssel zur Welt" von Fernand Braudel

Orisha
Aufzeichnungen eines Historikers ...

Fernand Braudels Appell einer allumfassenden Geschichtsschreibung hat mich durchaus beeindruckt. Dabei spielen die Hintergründe der Entstehung dieses Buches sicherlich eine maßgebliche Rolle.

Braudel (1902–1985), französischer Historiker der Annales-Schule, geriet im Frühjahr 1940 in deutsche Kriegsgefangenschaft und lebte fünf Jahre im Offizierslager von Mainz und einem Straflager bei Lübeck. Zwanzig Vorlesungen entstanden zwischen August und Oktober 1941 im Oflag XII B von Mainz. Aus seinen Notizen entstand dieses Buch.

Neben diesen Hintergründen, ist es aber auch sein Ansatz der Geschichtswissenschaften, die mich überzeugt hat. Braudel plädiert für eine umfassende Geschichtswissenschaft, „ [...] die in der Lage ist, die Reichtümer der anderen Sozialwissenschaften in ihrer Nachbarschaft zu plündern, um sich zu erneuern und zu vollenden.“ (Braudel, S. 22). Dabei sieht er die Geschichte als Geschichte der Welt, die über verschiedene Schnittflächen der Geschichte (kulturelle, ethnische, ökonomische, politische, geographische usw.) erschlossen werden kann. Mit vielen Beispielen erklärt Braudel anschaulich sein Verständnis von Geschichtsschreibung.

Zusätzlich bietet diese Ausgabe Braudels Aufsatz „Wie ich Historiker wurde“ aus dem Jahre 1972. Der Artikel macht deutlich wie Braudel sich selbst als Historiker, aber auch als Mensch gesehen hat und wie er zu dem Historiker wurde, der er letztlich war.

Fazit: Sehr empfehlenswerte Lektüre.

Cover des Buches Die Welt des Mittelmeeres (ISBN: 9783100077035)
Sokratess avatar

Rezension zu "Die Welt des Mittelmeeres" von Fernand Braudel

Sokrates
Rezension zu "Die Welt des Mittelmeeres" von Fernand Braudel

Ein Klassiker der "Neuen Kulturgeschichte", in den 1950er Jahren in Frankreich als "Kind der Annales" erschienen. Braudel und Kollegen möchten in diesem Buch den Mittelmeerraum kulturell näher betrachten, sinnieren - so muss man den Schreibstil an einigen Stellen leider bezeichnen - über die kulturellen Ausgangsbedingungen, Lebens- und Kulturphänomene. Mir persönlich blieb das Buch zu oberflächlich. Ich hatte oft den Eindruck, als läse ich einen halbgaren Essay, der lediglich Gedankenanstöße geben möchte, sich aber nicht wirklich festzulegen traut.

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