Fernando Aramburu

 4.4 Sterne bei 74 Bewertungen
Autor von Patria, Langsame Jahre und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Fernando Aramburu

Bestsellerautor aus dem Baskenland: Fernando Aramburu wird 1959 im Norden Spaniens, in der Nähe der französischen Grenze geboren und studiert in Saragossa spanische Philosophie. Seit 1984 lebt er in Hannover, wo er zunächst als Spanischlehrer arbeitet. Für spanische Zeitungen verfasst er Beiträge und Bücher. 2016 erscheint sein Roman "Patria" auf Spanisch, der für großes Aufsehen sorgt. In dem Buch wird die Geschichte der Witwe Bittori erzählt, deren Mann von Terroristen erschossen wurde. Der Roman behandelt kritische Fragen über Schuld, Heimat, Freundschaft und Vergebung. "Patria" wird mit verschiedenen hohen Literaturpreisen ausgezeichnet, darunter der Premio Nacional de Narrativa, der wichtigste spanische Preis für Literatur. In Spanien wird das Buch zudem als Serie umgesetzt. Fernando Aramburu ist verheiratet und hat zwei Töchter.

Alle Bücher von Fernando Aramburu

Cover des Buches Patria9783499273612

Patria

 (45)
Erschienen am 18.06.2019
Cover des Buches Langsame Jahre9783499291845

Langsame Jahre

 (10)
Erscheint am 17.11.2020
Cover des Buches Langsame JahreB07KPXMPG1

Langsame Jahre

 (0)
Erschienen am 18.06.2019
Cover des Buches Langsame Jahre9783958625242

Langsame Jahre

 (12)
Erschienen am 16.07.2019
Cover des Buches Patria9783839816264

Patria

 (6)
Erschienen am 16.01.2018
Cover des Buches Patria (Andanzas)9788490663196

Patria (Andanzas)

 (1)
Erschienen am 31.08.2016
Cover des Buches Las Letras Entornadas9788490660010

Las Letras Entornadas

 (0)
Erschienen am 01.01.2015

Neue Rezensionen zu Fernando Aramburu

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Rezension zu "Patria" von Fernando Aramburu

Wie Terror zerstört und vernichtet
Buecherfreundinimnordenvor einem Monat

Den Terror der ETA im Baskenland kennen wir heute nur noch aus dem Geschichtsbuch. Was er für Opfer und Täter bewirkte, wie er menschliche Seelen und Körper, die Gemeinschaft ganzer Dörfer und den Zusammenhalt von Familien kaputt gebombt hat, schildert der Autor in „Patria“. Ein aufregendes Buch im positiven Sinn, eine Erleuchtung in positiver Hinsicht. Aramburu führt gefühlvoll durch die Geschichte, die niemals vor Gefühlen trieft oder mit dem erhobenen Zeigefinger daherkommt. Alle seine Charaktere sind lebensecht und authentisch, der Verlauf der Handlung nachvollziehbar und glaubwürdig. Das Niveau ist hoch, aber die Geschichte fasziniert. Ein Lesehighlight, bitte mehr davon! 

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Rezension zu "Langsame Jahre" von Fernando Aramburu

60er Jahre im Baskenland
Petrisvor 6 Monaten

Txiki stammt aus Navarra, er ist 8 Jahre alt.. Der Vater hat die Familie verlassen, die Mutter kann ihre drei Söhne nicht erhalten, zwei kommen ins Heim, der Jüngste zu einer Tante ins Baskenland. Auch sie ist nicht reich, doch Mann und Sohn haben Arbeit, sie kommen durch und so kann ein zusätzlicher Esser aufgenommen werden.

Die Gesellschaft wird geprägt durch Katholizismus, Unterdrückung durch die Franco-Diktatur, wachsende Unzufriedenheit, Entstehung der ETA, mangelnde Bildung und eine bigotte Gesellschaft, die jene verstößt, die sich sich nicht an die engen gesellschaftlichen Regeln halten..

Txiki beobachtet alles aus seiner kindlichen Perspektive, sowohl die Dramen in der Familie, als auch die größeren Veränderungen um sich herum. Seine Cousine wird ungewollt schwanger und wird mit einem Mann verheiratet, den sich verabscheut. Der Onkel ist freundlich, aber feige, die Tante führt das Regiment. Der Pfarrer ist ein baskischer Nationalist und indoktriniert die jungen Männer.

Damit schafft Aramburo ein spannendes Bild der baskischen Gesellschaft in den 60er Jahren, mitten in der Franco-Diktatur. Anhand einer durchschnittlichen Familie erzählt er, wie der Alltag aussah und wie es kam, dass die ETA so mächtig wurde. 

Allerdings wird diese Geschichte nicht durchgängig aus Sicht des Jungen erzählt, sondern dazwischen finden sich lange Abschnitte mit „Notizen des Autors“, in denen er seine Gedanken teilt und die Geschichte voran bringt und abkürzt. Dadurch wird es ein relativ kurzes Buch. Ich habe diesen Kunstkniff nicht ganz verstanden. Ist ihm die Zeit ausgegangen, die Geschichte ganz auszuerzählen? Hatte er keine Geduld für die Details? Wollte er einfach keinen  zu ausführlichen Roman? 

Das ist schade, denn genau das macht seinen großen Roman „Patria“ aus. Die Fülle, die ausführliche Erzählung, die vielen Charaktere, das Opulente und Umfangreiche. Damit ist „Langsame Jahre“ ein lesenswertes Buch, eine interessante Geschichte, aber sprachlich und vom Aufbau her noch weit von „Patria“ entfernt.

Gerne gelesen habe ich es dennoch!

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H

Rezension zu "Patria" von Fernando Aramburu

Mein Buch-Highlight 2019
hansonvor 6 Monaten

755 Seiten, ca. 120 Kapitel, das sind die nüchternen Zahlen eines großartigen Buches. Ich frage mich immer wieder, wer kann so ein großes Buch schreiben. Die Geschichte 2-er eng befreundeter Familien im Baskenland in der Zeit der aktiven ETA. Der Ehemann der einen Familie ist baskischer Unternehmer und wird , als er die Forderungen der ETA nicht mehr erfüllen kann, zum Feind erklärt und schließlich umgebracht. Der Sohn der anderen Familie bekennt sich zur ETA , wird zum Kämpfer ausgebildet und ist am Attentat auf den Freund seines Vaters beteiligt.
Um diesen Konflikt der Spanier mit den Basken und der beiden Familien kreist die Geschichte. Ein unaufhörliches Reinschauen in Alltagsbilder vor, nach , während des Konfliktes. Dabei werden die gleichen Szenen mehrmals aus unterschiedlichen Betrachtungswinkeln dargestellt. Und das Erstaunliche: Sie werden jeweils so authentisch dargestellt, dass man mitfühlen kann, mitleben kann. Auf diese Weise entsteht ein Bild der Beteiligten auf beiden Seiten und es wird klar, dass es in so einem Kampf nur Opfer geben kann. Die Sprache des Autors ist fantastisch, und je länger man das Buch liest, umso schneller will man es aufsaugen. Um ehrlich zu sein, hatte ich aber Mühe, in das Buch rein zukommen. Das lag an den baskischen Namen und dem Fehlen eines Handlungsstrangs. Aber dann ist man immer mehr begeistert.
Nun frage ich mich: Wer kann so feinfühlig über beide Seiten des Konfliktes berichten, wer ist der Autor, der eine Innensicht haben muss. Man kann annehmen, des es der Bruder des Terroristen sein könnte. Aber man weiß es nicht und erfährt es nicht. Leider!
Unbedingt lesen!!!!!
Zitate:
-..lassen wir nicht zu, dass der Hass uns das Leben verbittert, er macht uns nur klein.
 - So ist das Gesetz des Lebens. Am Ende siegt das Vergessen!

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Gespräche aus der Community

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Cover des Buches Langsame Jahreundefined
Liebe LovelyBooks-Community,

wir möchten euch zu einer Hörrunde mit Fernando Aramburus Langsame Jahre“ einladen.
Hierfür vergeben wir 10 Hörbücher (2 MP3-CDs).

Wir freuen uns über viele Bewerbungen und wünschen allen Teilnehmern viel Erfolg!


Im Falle eines Gewinnes seid ihr dazu verpflichtet, an der Hörrunde aktiv teilzunehmen und am Ende eine Rezension zu verfassen.


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Durch die Augen eines Kindes

Fernando Aramburu blickt auf die Seele eines Volkes


In seinem neuen Roman » Langsame Jahre« beschreibt Fernando Aramburu, wie die Ereignisse ihren Anfang nehmen, die in seinem Bestseller » Patria« aus dem Jahr 2018 einzelne Familien und schließlich ein ganzes Land auseinander brechen lassen. Er wählt er hierfür die Sichtweise eines Jungen. Dadurch schafft er einen unvoreingenommenen Blick auf das Geschehen.

Der Junge wächst bei Verwandten in San Sebastián auf, einer typisch baskischen Familie der sechziger Jahre: Die Tante hat das Sagen, ihr Mann kriegt den Mund nicht auf. Ihre Kinder suchen auf verschiedene Weisen neue Freiheiten. Der Pfarrer versorgt die Jugendlichen mit nationalistischem Gedankengut. Die ETA ist im Entstehen. Der Junge beobachtet alles mit staunenden Augen. Und als er seine Chance bekommt, nutzt er sie. Ein berührender Roman über das Schicksal einer Familie, der einem ans Herz geht und gleichzeitig viel darüber erzählt, wie wir zu dem werden, was wir sind.

Sprecher:
Frank Stöckle interpretiert dieses literarische Meisterwerk mit fein nuancierter Stimme und wird dem nicht umfangreichen, aber in seiner erzählerischen Dichte beeindruckenden Roman in jeder Hinsicht gerecht.

Autor:
Fernando Aramburu, geboren 1959 in San Sebastián, ist ein spanischer Schriftsteller, Dichter und Übersetzer. Große Aufmerksamkeit erregte er mit seinem Roman » Patria« (2016), der in etwa 20 Sprachen übersetzt wurde.
83 BeiträgeVerlosung beendet

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