Fernando Aramburu

 4,4 Sterne bei 86 Bewertungen
Autor von Patria, Langsame Jahre und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Fernando Aramburu

Bestsellerautor aus dem Baskenland: Fernando Aramburu wird 1959 im Norden Spaniens, in der Nähe der französischen Grenze geboren und studiert in Saragossa spanische Philosophie. Seit 1984 lebt er in Hannover, wo er zunächst als Spanischlehrer arbeitet. Für spanische Zeitungen verfasst er Beiträge und Bücher. 2016 erscheint sein Roman "Patria" auf Spanisch, der für großes Aufsehen sorgt. In dem Buch wird die Geschichte der Witwe Bittori erzählt, deren Mann von Terroristen erschossen wurde. Der Roman behandelt kritische Fragen über Schuld, Heimat, Freundschaft und Vergebung. "Patria" wird mit verschiedenen hohen Literaturpreisen ausgezeichnet, darunter der Premio Nacional de Narrativa, der wichtigste spanische Preis für Literatur. In Spanien wird das Buch zudem als Serie umgesetzt. Fernando Aramburu ist verheiratet und hat zwei Töchter.

Alle Bücher von Fernando Aramburu

Cover des Buches Patria (ISBN: 9783499273612)

Patria

 (55)
Erschienen am 18.06.2019
Cover des Buches Langsame Jahre (ISBN: 9783499291845)

Langsame Jahre

 (12)
Erschienen am 17.11.2020
Cover des Buches Reise mit Clara durch Deutschland (ISBN: 9783498002121)

Reise mit Clara durch Deutschland

 (0)
Erscheint am 16.11.2021
Cover des Buches Langsame Jahre (ISBN: 9783958625242)

Langsame Jahre

 (12)
Erschienen am 16.07.2019
Cover des Buches Patria (ISBN: 9783839816264)

Patria

 (6)
Erschienen am 16.01.2018
Cover des Buches Patria (Andanzas) (ISBN: 9788490663196)

Patria (Andanzas)

 (1)
Erschienen am 31.08.2016
Cover des Buches Las Letras Entornadas (ISBN: 9788490660010)

Las Letras Entornadas

 (0)
Erschienen am 01.01.2015

Neue Rezensionen zu Fernando Aramburu

Cover des Buches Patria (ISBN: 9783499273612)Franzi1010s avatar

Rezension zu "Patria" von Fernando Aramburu

Familiendrama
Franzi1010vor 5 Monaten

Das Buch erzählt die Geschichte zweier Familie die in einem Dorf im Baskenland leben. Die Ehefrauen und die Töchter sind beste Freundinnen, die Väter spielen gemeinsam in der Bar Karten und fahren jeden Sonntag Rennrad. Es könnte alles so schön sein, gäbe es da nicht die nationalistische Organisation ETA, die Missgunst und Unglück in das Leben vieler bringt. Und auch die Schicksale beider Familien bestimmt... 


Die vielschichtige Geschichte erzählt die Erlebnisse jedes einzelnen Familienmitglieds in unterschiedlichen Zeiten und Phasen ihres Lebens. Das macht das Buch spannend, erschwert aber auch ein bisschen das Reinkommen in die Erzählung. Ich habe eine Weile gebraucht, bis ich verstanden habe, dass teilweise auch innerhalb der (kurzen) Kapitel sowohl die Zeiten als auch die Sicht der Personen wechseln. Als ich mich an den Schreibstil des Autors gewöhnt hatte, hat mich das Buch regelrecht gefesselt und ich konnte es kaum aus der Hand legen. Mit der Thematik ETA habe ich mich vor "Patria" nie auseinandergesetzt, was ich nach dieser Lektüre unbedingt ändern möchte. Ich empfehle das Buch lesefreudigen Menschen, die ein bisschen Zeit mitbringen (ca. 750 S.) und Lust auf ein Familiendrama haben. Kleiner Tipp zum Schluss: auf den letzten Seiten gibt es ein Wörterbuch für die Wörter in Euskrara. Wenn ich das früher gesehen hätte, dann wäre ich glaube ich auch etwas schneller ins Lesen gekommen. 

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Cover des Buches Patria (ISBN: 9783499273612)zazoonas avatar

Rezension zu "Patria" von Fernando Aramburu

Versöhnung?
zazoonavor 6 Monaten

Nachdem die ETA sich vom bewaffneten Kampf losgesagt hat, geht es um die Unmöglichkeit des Vergessens und die Frage, ob Versöhnung möglich ist. Sehr berührende Geschichte von zwei Familien, die sich im politischen Konflikt gegenüber standen.

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Cover des Buches Patria (ISBN: 9783499273612)MiNaSs avatar

Rezension zu "Patria" von Fernando Aramburu

Vielschichtig, langatmig, anstrengend zu lesen
MiNaSvor 6 Monaten

Das Buch handelt von zwei baskischen Familien zur Hoch-Zeit der ETA in Spanien. Der Sohn einer Familie, treuer Anhänger der ETA, wird beschuldigt, den Vater der anderen Familie erschossen zu haben. Es werden die Geschichten aller Familienmitglieder vor, während und nach dem Attentat erzählt.

PROs

- Die Stimmungen (der Personen und Situationen) werden sehr gut eingefangen

- Vielschichtige, interessante Charaktere 

- Perspektivwechsel, da die Geschichte aller Familienmitglieder erzählt wird

- Gesellschaft und Denkweise zu dieser Zeit werden sehr anschaulich beschrieben


CONs

- Der Schreibstil: Sätze brechen in der Mitte ab, immer wieder eingeworfene rhetorische (überflüssige) Fragen lassen die Sätze holpern, am Kapitelanfang wird Absätze-lang kein Name erwähnt, sodass die Perspektive nicht klar wird, häufige Schrägstriche (als konnte sich der Autor nicht entscheiden, welchen Begriff er nutzen möchte), schnelle Sprünge zwischen Vergangenheit/Gegenwart bzw. vor/während/nach dem Attentat stiften Verwirrung (insbesondere, wenn unklar ist, aus wessen Perspektive gerade erzählt wird, s. oben), im selben Abschnitt werden äußerer Erzähler UND Ich-Erzähler genutzt,... ---> eine Katastrophe, die das Lesen alles andere als flüssig macht und verwirrt

- Da die Geschichten von 9 Personen erzählt werden (z.T. mit Details, die für die Handlung unerheblich sind), kommt es immer wieder zu Längen und die Geschichte "kommt nicht voran". Ich gestehe: Ich habe nach der Hälfte immer wieder mehrere Seiten überblättert und nicht das Gefühl, etwas verpasst zu haben. 200 Seiten weniger hätten es auch getan


Fazit: Die interessante Story fällt einem furchtbaren Schreibstil zum Opfer, was die Charaktere nur bedingt retten können

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Gespräche aus der Community

Liebe LovelyBooks-Community,

wir möchten euch zu einer Hörrunde mit Fernando Aramburus Langsame Jahre“ einladen.
Hierfür vergeben wir 10 Hörbücher (2 MP3-CDs).

Wir freuen uns über viele Bewerbungen und wünschen allen Teilnehmern viel Erfolg!


Im Falle eines Gewinnes seid ihr dazu verpflichtet, an der Hörrunde aktiv teilzunehmen und am Ende eine Rezension zu verfassen.


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Durch die Augen eines Kindes

Fernando Aramburu blickt auf die Seele eines Volkes


In seinem neuen Roman » Langsame Jahre« beschreibt Fernando Aramburu, wie die Ereignisse ihren Anfang nehmen, die in seinem Bestseller » Patria« aus dem Jahr 2018 einzelne Familien und schließlich ein ganzes Land auseinander brechen lassen. Er wählt er hierfür die Sichtweise eines Jungen. Dadurch schafft er einen unvoreingenommenen Blick auf das Geschehen.

Der Junge wächst bei Verwandten in San Sebastián auf, einer typisch baskischen Familie der sechziger Jahre: Die Tante hat das Sagen, ihr Mann kriegt den Mund nicht auf. Ihre Kinder suchen auf verschiedene Weisen neue Freiheiten. Der Pfarrer versorgt die Jugendlichen mit nationalistischem Gedankengut. Die ETA ist im Entstehen. Der Junge beobachtet alles mit staunenden Augen. Und als er seine Chance bekommt, nutzt er sie. Ein berührender Roman über das Schicksal einer Familie, der einem ans Herz geht und gleichzeitig viel darüber erzählt, wie wir zu dem werden, was wir sind.

Sprecher:
Frank Stöckle interpretiert dieses literarische Meisterwerk mit fein nuancierter Stimme und wird dem nicht umfangreichen, aber in seiner erzählerischen Dichte beeindruckenden Roman in jeder Hinsicht gerecht.

Autor:
Fernando Aramburu, geboren 1959 in San Sebastián, ist ein spanischer Schriftsteller, Dichter und Übersetzer. Große Aufmerksamkeit erregte er mit seinem Roman » Patria« (2016), der in etwa 20 Sprachen übersetzt wurde.
83 BeiträgeVerlosung beendet

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