Fernando Pessoa Poesia - Poesie

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Inhaltsangabe zu „Poesia - Poesie“ von Fernando Pessoa

Álvaro de Campos ist, wie Ricardo Reis vor ihm, an jenem legendären 8. März 1914 aus Pessoas Seele ans Licht getreten, als der Dichter in einem Zug die Triumph-Ode niederschrieb. Campos ist das Gegenstück eines selbstbewußten Männlichkeitsfanatikers, er will nicht ständig überlegen sein, und vielleicht macht ihn gerade das dem Leser sympathisch. Wichtiger aber ist, daß Campos die selbstgestellte Forderung Pessoas erfüllt, »die moderne Kunst müsse mit der gesamten Schönheit der Gegenwart vibrieren, mit der ganzen Woge von Maschinen, Handel und Industrien«. Nirgendwo im Werk des großen portugiesischen Dichters rühren gemeinmenschliche Erfahrungen den Leser so stark an wie bei Álvaro de Campos, von dessen spätem Werk zahlreiche Querverbindungen zu den Niederschriften des Hilfsbuchhalters Bernardo Soares im Buch der Unruhe bestehen. Die Neuübersetzung von Inés Koebel, die gegenüber der alten ein Drittel mehr Text enthält, ermöglicht einen neuen Blick auf die Figur, die neben Bernardo Soares Pessoas liebste war.

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    Poesia - Poesie
    Duffy

    Duffy

    16. November 2016 um 15:05

    Fernando Pessoa, dessen umfangreicher Nachlass mit akribischer Gründlichkeit übersetzt und im Laufe der Jahre neu herausgegeben wird, hat mit Alvaro de Campos das Heteronym geschaffen, das ihm am nächsten ist. De Campos wandelt sich im Laufe seines fiktiven Lebens vom glühenden Verehrer des Maschinenzeitalters zum Existenzialisten, dessen Themen in erster Linie aus der Vereinsamung des Menschen und seinem Scheitern gespeist werden. Dass seine  Poesie so gewaltig und einnehmend ist wie in den Oden (Meeres-Ode, Triumph-Ode) macht den Leser sprachlos, die verbale Raserei steht ganz im Gegensatz zum nach innen gekehrten de Campos, dessen Konflikt zwischen Herz und Seele der existenzielle Zug in seiner Dichtung ist, die ihn fast zum Melancholiker werden lässt.In diese Auflage mit aufgenommen wurden einige Prosatexte, so auch das "Ultimatum", das nach Veröffentlichung wegen Verstoßes gegen die guten Sitten verboten wurde, weil es die Abrechnung mit Europa sehr heftig gestaltete.Pessoa ist ein Schriftsteller/Poet/Denker, dessen Welt sich nicht einfach und schon gar nicht mithilfe eines Buches erschließt. Er ist ein Autor, den man entdecken muss, den man nicht hintereinander lesen kann und der die volle Aufmerksamkeit und Konzentration fordert. Dann jedoch erschließt sich dem Leser ein ganzer Kosmos und vor allem wird er von selbst anfangen zu denken, abzuwägen, zu verstehen und zu übersetzen, wie viel uns dieser Mann hinterlassen hat. Es wäre sicher vermessen, von ihm als literarisches Genie zu reden, dass er aber in die Reihe der ganz Großen gehört, ist unbestreitbar. Die Beschäftigung und Auseinandersetzung mit Pessoa ist alles andere, nur nicht verschwendete Zeit.

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