Fia Payton Am Ende bleibt das Leben

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Inhaltsangabe zu „Am Ende bleibt das Leben“ von Fia Payton

"Wenn jeder Tag ein Kampf gegen einen unbesiegbaren Gegner ist, wenn ich jeden Tag Sisyphos bin und am Ende eines jeden Tages der Stein wieder nach unten rollt, dann hat man keinen Grund zum kämpfen. Die Genesung ist eine Reise, aber wenn diese Reise jeden Tag neu beginnt, wozu dann überhaupt auf den Weg machen? Aus Prinzip? Weil dabei sein alles ist? Ich bin zu müde um meine Hoffnung an solche Dinge zu hängen. Die Hoffnung ist ein Anker, wenn der Hafen das Glück und das Leben das Schiff ist. Aber die Kette meines Ankers ist alt und rostig. Einige Glieder der Kette sind gerissen und obwohl der gestrige Sturm gerade vorüber ist, spüre ich schon den nächsten aufziehen. Die Kette wird nicht ewig halten."
"Am Ende bleibt das Leben" ist das Tagebuch einer jungen Frau die seit ihrem dreizehnten Lebensjahr, gegen eine Vielzahl unsichtbarer Gegner kämpft. Sie leidet an Depressionen, Borderline und Magersucht und scheint ebenso oft zu scheitern wie neu zu beginnen.
In diesem Buch begleiten sie dieses Mädchen auf ihrer Reise durch ihre Gedanken, die ebenso Betroffene, wie auch Angehörige, Freunde oder Nicht - Betroffene fesseln und zum Nachdenken anregen.

Zutiefst berührendes Tagebuch einer sehr mutigen jungen Frau, die trotz allem nicht aufgibt.

— HelmiSchausberger

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    Am Ende bleibt das Leben

    HelmiSchausberger

    27. February 2016 um 11:05

    Wenn wir von Heldinnen hören, dann stellen wir uns meist irgendwelche Amazonen vor, die mit Schwertern oder Schusswaffen bewaffnet durch die Gegend laufen und Bösewichte zur Strecke bringen. Wir bewundern die Stärke und Entschlossenheit dieser Übermenschen, die es gar nicht gibt, und nicht selten sehnen wir uns danach, genauso unbesiegbar zu sein. Weil wir ahnen – nein, weil wir wissen – dass das Leben und die Welt gefährlich sind. Aber hin und wieder erfahren wir von Heldinnen, die es tatsächlich gibt. Die Ungeheuerliches, Unaussprechliches durchgemacht haben und seither am Kämpfen sind. Unaufhörlich. Und wir wünschten uns, dass ihnen nicht widerfahren ist, was ihnen widerfahren ist, und dass sie nicht gezwungen sind, die ganze Zeit diese fürchterlichen Kämpfe austragen zu müssen. Aber wir hoffen, dass sie nicht aufhören zu kämpfen. Wir hoffen, dass sie durchhalten, weil es so unglaublich wichtig ist, dass die Monster der Vergangenheit besiegt werden und die Monster der Gegenwart freiwillig den Rückzug antreten. Und wir stellen fest, dass die Heldinnen der Fiktion es mit keiner der Heldinnen des realen Lebens aufnehmen könnten. Niemals. Weil die Heldinnen der Fiktion keine Ahnung haben, was die Heldinnen der Realität tatsächlich tagtäglich durchmachen. Und wir Leser*innen auch nicht. Dieses Buch gibt aber ein kleines bisschen Einblick. Es handelt von einer wahren Heldin die nicht bereit ist, einfach aufzugeben, obwohl die Sehnsucht nach einem Ende des ständigen Kämpfens oft so groß ist, dass Suizid der einzige Ausweg zu sein scheint. Sophie öffnet ihr Tagebuch für uns und mit Respekt vor diesem mutigen Schritt und der Unbeugsamkeit der Autorin sollten wir es auch lesen. Aber es wird wehtun. Weil wir uns hilflos fühlen werden. Weil wir Sophie ziemlich schnell in unser Herz schließen werden und zusehen müssen, wie sie ihren Suizid plant und wie erneut ihre Grenzen missachtet werden. Und weil das alles keine Fiktion ist und wir am Ende nicht einfach sagen können: „Puh, das war heavy, aber jetzt ist ja Gott sei Dank alles wieder gut.“ Die Autorin lädt uns nicht nur mit der für ein Tagebuch typischen Prosa in ihre Welt ein, sondern lässt uns auch mit Gedichten an ihren Gedanken und Gefühlen teilhaben, und mit Dialogen zwischen ihr und ihrem Alter Ego Ana, der Antagonistin. „Am Ende bleibt das Leben“ ist also nicht nur ein sehr tiefgehendes Werk einer sehr ehrlichen Autorin, sondern auch wirklich abwechslungsreich geschrieben. Und obwohl es mich zutiefst berührt hat, schaffte Fia Payton es auch, mir immer wieder mal ein Schmunzeln zu entlocken. Und unter anderem weil sie das kann, hoffe ich, dass sie niemals mit dem Schreiben aufhören wird. Die Einladung an uns, einen Blick in Sophies Tagebuch zu werfen, kann nicht einfach gewesen sein, umso wertvoller ist sie. Und umso wichtiger ist es, dass wir ihr folgen.  

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