Fil Tägert

 3,7 Sterne bei 3 Bewertungen
Autor von Mitarbeiter des Monats, Getötet vom Tod und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Fil Tägert

Fil Tägert, Jahrgang 1966, lebt in Berlin. „Mitarbeiter des Monats" ist nach „Pullern im Stehn“ sein zweiter Roman.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Fil Tägert

Cover des Buches Mitarbeiter des Monats (ISBN: 9783498058098)

Mitarbeiter des Monats

 (3)
Erschienen am 26.08.2016
Cover des Buches Getötet vom Tod (ISBN: 9783941099029)

Getötet vom Tod

 (0)
Erschienen am 07.11.2008
Cover des Buches Danger in Moskau (ISBN: 9783938511381)

Danger in Moskau

 (0)
Erschienen am 04.06.2007

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Cover des Buches Mitarbeiter des Monats (ISBN: 9783498058098)Henri3tt3s avatar

Rezension zu "Mitarbeiter des Monats" von Fil Tägert

Berlin 1985
Henri3tt3vor 2 Jahren

Dieses Buch hab ich meiner Schwester zum Geburtstag geschenkt und mir gleich ausgeliehen. Ich kannte vorher Fil nur vom Hörensagen, aber die Geschichte spielt 1985 in Berlin, daran kann ich mich noch sehr gut erinnern. Fil ging auf dieselbe Schule wie meine älteste Schwester, die auch mit solchen schrägen Gestalten wie denen aus dem Buch befreundet war. Und im Linientreu war ich auch unterwegs, jedoch ein paar Jahre später, aber noch vor seinem Umbau und Imagewechsel (WTF?).
Fil beschreibt das Lebensgefühl der jungen Erwachsenen im West-Berlin der 80er Jahre sehr authentisch und detailgetreu. Es geht dabei teilweise sehr derb zur Sache: Gewalt, Ekel, Sex, Alkohol, Drogen; er lässt fast nichts aus.
Die inneren und äußeren Monologe des Protagonisten kommen mir sehr bekannt vor, aber leider verstehe ich das alles jetzt genauso wenig wie früher. Er stellt aber vieles auch selbst infrage. Die gespielte Gleichgültigkeit, mit der man verbirgt, dass man jemanden mag, sodass die Zuneigung meist auch nicht erwidert wird. Ob nun aus ebenfalls gespielter oder echter Gleichgültigkeit wird man nie erfahren, wenn man sich nicht mal ein Herz fasst und den Mund aufmacht. Daran soll sich ja auch gar nicht viel geändert haben, wie ich aus Rezensionen über das Buch "Gespräche mit Freunden" von Sally Rooney gehört habe. Nur dass man heute per Tinder gleichgültig ist. Früher lehnte man im "Treu" gelangweilt an der Wand, trank sein Bier aus der Flasche und sah gelangweilt an den anderen Leuten vorbei.
Die Szenen in der Burgerbraterei waren mir ebenfalls sehr vertraut, schließlich hab ich da im Studium auch gearbeitet. Allerdings bei der Konkurrenz und ein paar Jahre später. Aber die Beschreibung ist wirklich gut.
Ich empfehle dieses Buch allen, die sich an die 80er Jahre in West-Berlin erinnern oder etwas über das Lebensgefühl von damals erfahren wollen und nicht den Anspruch haben, es zu verstehen.

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Cover des Buches Mitarbeiter des Monats (ISBN: 9783498058098)Buecherherbsts avatar

Rezension zu "Mitarbeiter des Monats" von Fil Tägert

Die groteske Welt eines Teenagers
Buecherherbstvor 5 Jahren

Die vollständige Rezension unter https://buecherherbst.wordpress.com/2016/09/21/rezension-fil-taegert-mitarbeiter-des-monats/

Schon früh in der Geschichte wird deutlich, wohin die Reise gehen soll: Hauptprotagonist Nick ist zum Zeitpunkt der Erzählung (1970er und 1980er Jahre) ein gerade der Pubertät entsprungener 19-jähriger Punk, der nach seinem Schulabschluss nicht viel auf die Kette bekommt und bei McDonalds jobbt. Er hat wenig Lust auf seine Arbeit, bei den Frauen kommt er eher mittelmäßig an und selbst nach fünf Jahren kann er noch nicht Skateboard fahren. Am liebsten hängt er mit seinen Freunden herum, Burner, Milbe, Rocky und La Boum – letzterer Name übrigens eine Reminiszenz an die französische Teenager-Komödie La Boum (1980), die von Freundschaft und den Gefühlswelten von Jugendlichen handelt.

[...]
Es ist ein durchaus amüsanter, teils absurder Ritt durch den Alltag eines jungen Erwachsenen, der die Welt aus seinem Blickwinkel schildert – und das auch in einer entsprechenden Jugendsprache, die zwischen unterhaltsam und vulgär pendelt. Auch wenn der Autor an mancher Stelle sprachlich überdreht, verleiht die rüde Jugendspreche sowie die teils direkte Ansprache des Lesers dem Roman Authentizität. Wenn Dialoge allerdings aus einem abwechselnden „Hehe“ – „Hehehe“ – „Hehe“ – „Hehehehehe“ bestehen, geht es schon an die Grenze des ertragbaren Sinnfreien. Genauso wie Fil Tägert als Entertainer auf der Bühne sicher regelmäßig mit Sprache spielt, versucht er es im Geschriebenen gleichfalls – das kann gefallen, aber auch abstoßen. "Mitarbeiter des Monats" ist ein völlig durchgeknallter Roman zwischen Punk und Proll, der launig ist und den Leser zu unterhalten weiß.

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