Filipe Andrade

 4,5 Sterne bei 29 Bewertungen

Lebenslauf

Filipe Andrade ist ein vielseitiger und talentierter Künstler, der seinen Abschluss in Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste in Lissabon machte. Nach weiteren Studien in Illustration und Kreativem Schreiben studierte er Pre-Production im Gnomonworkshop, Kalifornien. 2009 begann seine Zusammenarbeit mit Marvel an Titeln wie Captain Marvel, John Carter, Jessica Jones, Black Widow, Wolverine und Moon Knight. Er hat auch unter anderen mit MTV Networks, Riot Games, Boom Studios, Passion Studios zusammengearbeitet. Seine eigenen creator-owned Titel Walled City, Junction und Solitude, wurden vom Lissabon ansässigen Kollektiv TLS veröffentlicht. Seit 2014 arbeitet er auch mit der Lissabonner Theatergruppe AUÉÉEÚ Teatro zusammen. Kürzlich war er mehrfach für die Eisner Awards nominiert, unter anderem für sein jüngstes Projekt THE MANY DEATHS OF LAILA STARR mit Ram V. Filipe Andrade lebt in Portugal in der Nähe vom Strand. Er liebt seine Familie, seine Arbeit und Meeresfrüchte.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Filipe Andrade

Cover des Buches Rocket Raccoon & Groot (ISBN: 9783957988454)

Rocket Raccoon & Groot

(3)
Erschienen am 14.11.2016
Cover des Buches Old Man Logan (ISBN: 9783741603952)

Old Man Logan

(2)
Erschienen am 16.10.2017
Cover des Buches Captain Marvel Anthologie (ISBN: 9783741610325)

Captain Marvel Anthologie

(1)
Erschienen am 12.02.2019
Cover des Buches Cyberpunk 2077 Comics: Big City Dreams (ISBN: 9783741638268)

Cyberpunk 2077 Comics: Big City Dreams

(1)
Erschienen am 19.03.2024

Neue Rezensionen zu Filipe Andrade

Cover des Buches Cyberpunk 2077 Comics: Big City Dreams (ISBN: 9783741638268)
erdbeerliebe.s avatar

Rezension zu "Cyberpunk 2077 Comics: Big City Dreams" von Bartosz Sztybor

erdbeerliebe.
Braindance des Lebens

Tasha und Mirek sind Edgerunner.. oder wollen es sein, denn im Grunde genommen sind sie doch nur Kleinkriminelle die mal groß nach oben wollen und sich ihr Geld mit Minijobs zusammen kratzen. Tasha ist dabei bereit alles zu geben - auch Schüsse auf Leute, die es eigentlich nicht verdient haben zu sterben, Gewalt ist für sie Mittel zum Zweck. Mirek ist ein guter Kumpel der sie im Grunde genommen gerne unterstützt um seinen Lebensstil zu finanzieren, doch eigentlich, im Grunde seines Herzens.. mag er sein Leben und sieht keinen Sinn in Gewalt. Spätestens als er einen Braindance erlebt in dem er ein ganz anderes Leben kennen lernt, beginnt er seinen Lebensstil anzuzweifeln..  

Dieser Comic schlägt sehr in eine ähnliche Narbe wie der Novel "Blackout" (auch aus der Cyberpunk Reihe) - nur in eine andere. Der Zeichenstil ist wild und dreckig, passt perfekt in das Setting von Night City. Der Comic fokussiert sich wunderbar auf das kleine, aber feine und tiefgründige Thema: Was will ich eigentlich vom Leben und schafft es hervorragend die Protagonisten der Geschichte miteinander und gegeneinander auszuspielen. Ich mochte die Geschichte echt gerne und hätte mir eigentlich noch mehr Seiten mit Mirek gewünscht.
Ich denke um dem Comic ganze 5 Sterne zu geben hätte ich gern etwas mehr über Mirek und seine Freundin erfahren, denn so 100% mitgefühlt habe ich noch nicht mit ihnen. Ist auf so wenigen Seiten aber auch schwer.

Cover des Buches The Many Deaths of Laila Starr (ISBN: 9783986661380)
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Rezension zu "The Many Deaths of Laila Starr" von Ram V

Lovely_Lila
Langsamer Start, berührendes Ende – und dazwischen sehr schön illustriert!

* Spoilerfreie Rezension! *

   ~ „The Many Deaths of Laila Starr” ist für mich eine Graphic Novel, an die ich keine hohen Erwartungen hatte, die mich (trotz kleiner Schwächen) aber positiv überrascht, mit ihren Illustrationen verzaubert und am Ende sogar berührt hat. Von mir gibt es deshalb eine Empfehlung für alle, die sich von ernsten Themen wie Tod, Trauer und Vergänglichkeit nicht abschrecken lassen. ~

 

Inhalt

Eines Tages wird der Todesgöttin einfach gekündigt. Ihre Arbeit passe nicht mehr ins Konzept, außerdem wird ein Mann in Zukunft die Unsterblichkeit erfinden. Sie soll stattdessen als Sterbliche leben und so die Menschheit besser verstehen lernen. Eines steht fest: Diesen Mann, der den Tod abschaffen wird, wird sie vorher töten, immerhin hat sie schon so viele Leben genommen, da macht das doch keinen Unterschied mehr. Oder? 

 

Übersicht

Einzelband oder Reihe: Sammelband 1 einer Comic-Serie (Hefte 1-5)
Erzählweise: Figurale Erzählweise, Präteritum
Perspektive: männliche + weibliche Perspektive + aus Sicht von Gegenständen + Tieren
Kapitellänge: Einteilung in Kapitel bzw. in die einzelnen Comic-Hefte, die in diesem Band enthalten sind

Triggerwarnung: Tod, Alkoholmissbrauch, Trauer, Verlust, Krankheit, Krebs, psychische Krankheiten, Suizid, Geburt
Bechdel-Test (zwei Frauen mit Namen sprechen miteinander über etwas anderes als einen Mann): bestanden, aber nur sehr knapp!

 

Lieblingszitate

„Ich werde da runter gehen und sterblich sein. Ich werde alt werden und Wehwehchen kriegen. Ich werde Leuten trauen, denen ich nicht trauen sollte. Ich werde Leute enttäuschen, die an mich glauben. Mein Herz wird gebrochen werden.“ Seite 15
„Wir sind stark, wir menschlichen Wesen. Wir leben, weil wir es wirklich wollen. […] Jeder Herzschlag, jeder Atemzug… weist den Tod zurück.“ Seite 115

 

Meine Rezension 

Graphic Novels haben eine ganz eigene Art, Geschichten zu erzählen – und genau das fasziniert mich an ihnen. Deshalb greife ich immer wieder gerne zu diesem Genre. Als ich das Cover von „The Many Deaths of Laila Starr“ – übersetzt von Jörg Faßbender – gesehen habe, hat mir der Zeichenstil sofort gefallen und mich sehr neugierig gemacht. 

Tatsächlich hat dieser Comic-Sammelband es geschafft, mich zu überzeugen – und das obwohl ich mich eigentlich für Götter und Göttinnen und deren Probleme nicht wirklich interessiere. Doch da die Todesgöttin hier recht schnell keine Göttin mehr ist, ging es. ;) Hauptverantwortlich für die Comics zeigt sich der indische Autor Ram V, der bereits einige Preise für seine Werke erhalten hat und sogar für den hochkarätigen amerikanischen Eisner-Award nominiert war. 

Im Fokus der während der Corona-Pandemie entstandenen Geschichte stehen Menschlichkeit, Vergänglichkeit, Tod und Trauer bzw. der Umgang damit. Mir hat die Themenwahl sehr gut gefallen – und auch wenn die Handlung nur langsam ins Rollen kommt und es ein paar Seiten dauert, bis man ins Buch gefunden hat, wachsen einem die Figuren doch nach und nach irgendwie ans Herz. Das Ende empfand ich als sehr gelungen und berührend – auch wenn es mir eigentlich zu offen war und zu viele Fragen unbeantwortet bleiben. Unklar ist, ob die Comicreihe noch weitergeht – im Internet habe ich dazu keine eindeutigen Informationen gefunden, auch wenn es aufgrund der großen Pause seit der letzten Folge (die immerhin 2021 veröffentlich wurde) leider unwahrscheinlich scheint. 

Interessant fand ich auch die verschiedenen Perspektiven: Eine Szene wird sogar aus der Sicht einer brennenden (und somit sterbenden) Zigarette erzählt, wie originell ist das denn!? Noch besser haben mir nur Filipe Andrades liebevoll angefertigte Illustrationen gefallen, die wirklich sehr schön anzuschauen sind. Die außergewöhnliche Farbpalette ähnelt einem Sonnenuntergang – Orange, Lila, Pink, Violett, Blau – und kombiniert kräftige Farben mit Pastelltönen. 

Aus feministischer Sicht bin ich im Großen und Ganzen ebenfalls zufrieden – immerhin steht eine starke und mächtige Frau im Mittelpunkt –, auch wenn mir das Geschlechterverhältnis zu unausgeglichen war. Denn fast alle anderen wichtigen Figuren im Buch sind männlich. Da geht noch mehr! Die visuelle Darstellung der weiblichen Charaktere ist ebenfalls in Ordnung, würde ich sagen, sie werden hier weder stark s_xualsisiert noch objektifiziert. Trotzdem ist hie und da ein leichter Male Gaze (dt. männlicher Blick) vorhanden (z. B. unrealistische / perfekte weibliche Körper im Gegensatz zu denen der Männer, eher knappe Kleidung, „verführerisches“ Auftreten), der aber zum Glück nicht allzu störend für mich war. 

Für fünf Sterne hat es am Ende aber trotzdem nicht gereicht: Für meinen Geschmack kommt die Geschichte ZU langsam ins Rollen, es hat viele Seiten gedauert, bis sie mich auch emotional erreicht hat. Zudem fehlen sowohl der Story als auch den Figuren (durch die vielen Perspektivwechsel und Handlungsstränge) Tiefe. Auch die Hauptfigur Laila Starr lernt man nicht gut und vor allem lange genug kennen, um wirklich eine starke Bindung zu ihr aufzubauen und mit ihr mitzufühlen. Außerdem habe ich aus irgendeinem Grund nicht das Gefühl, dass mir diese Graphic Novel allzu lange in Erinnerung bleiben wird… 

 

Mein Fazit

„The Many Deaths of Laila Starr” ist für mich eine Graphic Novel, an die ich keine hohen Erwartungen hatte, die mich (trotz kleiner Schwächen) aber positiv überrascht, mit ihren Illustrationen verzaubert und am Ende sogar berührt hat. Von mir gibt es deshalb eine Empfehlung für alle, die sich von ernsten Themen wie Tod, Trauer und Vergänglichkeit nicht abschrecken lassen.

 

Bewertung (in Schulnoten)

Idee: 2
Inhalt, Themen, Botschaft: 1+ ♥
Umsetzung: 2
Worldbuilding: 2
Einstieg: 3
Ende: 1-2
Schreibstil: 2
Illustrationen: 1-2
Figuren: 2-3
Spannung: 4
Wendungen: 2-3
Atmosphäre: 2
Emotionale Involviertheit: 2
Feministischer Blickwinkel: 2-
Einzigartigkeit / Chance, dass ich das Buch nie vergessen werde: 4


Insgesamt:
Note 2

 

Cover des Buches The Many Deaths of Laila Starr (ISBN: 9783986661380)
buch.piratins avatar

Rezension zu "The Many Deaths of Laila Starr" von Ram V

buch.piratin
Eine fesselnde Reise durch Leben und Tod

"The Many Deaths of Laila Starr" ist eine faszinierende Graphic Novel, die von V. Ram und Filipe Andrade geschaffen wurde. Die Geschichte entführt die Leser in eine Welt, in der Leben, Tod und Wiedergeburt auf kunstvolle Weise miteinander verwoben sind.

Die Handlung dreht sich um Laila Starr, die früher „der Tod“ war. Doch da ein Mensch bald die Unsterblichkeit erfinden wird, wurde sie gefeuert. Wiedergeboren im Körper einer Studentin schwört sie Rache und versucht den Erfinder der Unsterblichkeit zu töten. 

Besonders beeindruckend sind die detaillierten und eindrucksvollen Illustrationen von Filipe Andrade, die die emotionale Tiefe der Geschichte verstärken.

Geschickt wurden Mythologie, Spiritualität und menschliche Emotionen kombiniert, um eine Geschichte zu erzählen, die sowohl anspruchsvoll als auch zugänglich ist. 

"The Many Deaths of Laila Starr" ist ein tolles Beispiel moderner Graphic Novel-Literatur, das sowohl Fans des Genres als auch neue Leser gleichermaßen begeistern wird.

Gespräche aus der Community

Nicht das Ende der Menschheit wird in dieser Science-Fiction-Comic eingeläutet, sondern die Möglichkeit der Unsterblichkeit. Laila Starr - gefallener Avatar des Todes und zur Sterblichkeit verdammt, versucht genau das zu erzwingen - oder zu verhindern? Was ist ein Leben ohne Tod? Kann eine Welt immer mehr Mensch(-lichkeit)en ertragen?

166 BeiträgeVerlosung beendet
erdbeerliebe.s avatar
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