Eni reist mit Taxi, Taxifahrer und 96-Jähriger Dame nach Italien. Jeder folgt seine eigene Mission. Enis besteht darin eine wertvolle Statue wieder zurück zu ihrem Grab, aus dem sie gestohlen wurde, zu bringen. Dabei lernt man alle drei Reisende kennen. Eni ist eine Jugendliche, die die Welt verbessern möchte, gegen den Klimawandel kämpft und sich für die Minderheit einsetzen möchte. Nur leider ist sie gegenüber Anderen unfreundlich, respektlos und frech. Dies bekommen vor allem der Helmut, der Taxifahrer und Wilhelmine zu spüren. Trotz dass vor allem auch Wilhelmine in ihrem Charakter nicht einfach ist, behandelt man seine Mitmenschen nicht so respektlos. Dies hat mich an dem Buch enorm gestört. Das Verhältnis von Eni gegenüber den anderen beiden verändert sich zwar zum Ende grundlegend, passt aber meiner Meinung nicht zu dem Weltverbessersyndrom. Aber vielleicht tickt diese Zielgruppe genau so. Zum Ende des Buches hin, weist dieses zudem viele Logik- und Flüchtigkeitsfehler auf, die ein gutes Lektorat hätte verhindern müssen (italienische Flagge ist hier grün, rot, gelb, der Vater hat unterschiedliche Namen etc.).
Auch das Ende ist völlig abgedreht und unrealistisch und passt daher nicht zum Ernst des Buches, welche es evtl. vermitteln möchte.
Filiz Penzkofer
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
Neue Bücher
Alle Bücher von Filiz Penzkofer
Alles im Grünen oder Wie ich die Kette der Beschissenheit durchbrach
Leuchtfische
Cook mal türkisch
Roadtrip mit Elefanten
Neue Rezensionen zu Filiz Penzkofer
Das Buch "Roadtrip mit Elefanten" von Filiz Penzkofer packt einen genau da, wo das Erwachsenwerden wehtut: bei der Frage, wer man eigentlich ist und wohin man will.
Viele Jugendbücher ab 14 driften oft in diese übertriebene „Alles ist so dramatisch“-Schiene ab. Die Autorin schreibt stattdessen mit einer ehrlichen, fast schon trockenen Beobachtungsgabe, die sich echt anfühlt.
Die Charaktere sind nicht perfekt, jeder hat seine Probleme. Man merkt, dass die Autorin ihre Figuren ernst nimmt und diese dementsprechend gestaltet.
Der Schreibstil ist locker und modern. Man fliegt durch die Seiten, hält aber an den Stellen inne, die einen unerwartet hart treffen.
Dieses Buch könnte wirklich Mut machen, seinen eigenen Weg zu gehen – egal wie groß die Hindernisse sind. Denn nur dann, kann man bei sich selbst ankommen!
Von mir gibt es 4 von 5 Punkten.
Rezension zu "Alles im Grünen oder Wie ich die Kette der Beschissenheit durchbrach" von Filiz Penzkofer
GelincikFiliz Penzkofer taucht mit "Alles im Grünen oder Wie ich die Kette der Beschissenheit durchbrach" tief in die oft verworrene und chaotische Welt des Erwachsenwerdens ein. Dieser Coming-of-Age-Roman ist eine erfrischend ehrliche und zugleich humorvolle Auseinandersetzung mit Angststörungen, skurrilen Freundschaften und der Suche nach dem eigenen Platz im Leben.
Im Zentrum der Geschichte steht eine Jugendliche, die unter massiven Angststörungen. Sie lebt in einer Wohngemeinschaft, die fernab von jeglicher Normalität scheint und ihre Mitbewohner sind ebenso exzentrisch wie liebenswert. Die eine ist Queen Tiger, die Voodoo-Zauber durchführt und Musti, ein syrischer Flüchtling, der Deutsch lernt und sich um seinen Vater sorgt.
Penzkofer gelingt es auf beeindruckende Weise, ein ernstes Thema wie Angststörungen mit einer Leichtigkeit und viel schwarzem Humor zu behandeln. Sie schildert Rabeas innere Welt authentisch und nachvollziehbar, ohne dabei in Klischees zu verfallen. Ich konnte mich in Rabeas Ängste hineinfühlen, wurde aber gleichzeitig durch die absurd-komischen Situationen, in die sie gerät, immer wieder zum Schmunzeln gebracht.
Die Stärke des Romans liegt eindeutig in seinen ungewöhnlichen Freundschaften. Die Dynamik zwischen Rabea, Queen Tiger und Musti ist das Herzstück der Geschichte. Trotz ihrer Eigenheiten und Macken halten sie zusammen, unterstützen sich gegenseitig und bilden eine unwahrscheinliche, aber zutiefst berührende Gemeinschaft. Diese Freundschaften zeigen, dass Zusammenhalt und Akzeptanz gerade dort entstehen können, wo man sie am wenigsten erwartet.
Der Schreibstil von Filiz Penzkofer ist direkt, lebendig und voller Wortwitz. Sie schafft es, eine völlig abgedrehte Storyline zu entwerfen und gleichzeitig mit großer Empathie über Einsamkeit, Angst und die Herausforderungen des Lebens zu erzählen.
Von mir gibt es 4 von 5 Punkten.
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Willkommen im winterlichen LovelyBooks-Bücherdorf! Auch in diesem Jahr öffnet sich in unserem Adventskalender jeden Tag ein neues Türchen mit spannenden Buchgewinnen. Hinter dem heutigen Türchen könnt ihr einen berührenden Jugendroman gewinnen, der von zwei Adoptivschwestern, Schuldgefühlen, Herkunft und Familie erzählt.
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