Finn-Ole Heinrich

 4.1 Sterne bei 168 Bewertungen
Autor von Räuberhände, Die taschen voll wasser und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Finn-Ole Heinrich

Finn-Ole Heinrich, 1982 bei Hamburg geboren, studierte Film und bildende Kunst in Hannover. Er lebt und arbeitet seit 2009 als freier Autor in Hamburg und regelmäßig auch im Zug. 2011 erschien sein erstes Kinderbuch Frerk, du Zwerg!, das 2012 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet wurde. Nach seinem ersten Kinderbuch bei Hanser, Die erstaunlichen Abenteuer der Maulina Schmitt - Mein kaputtes Königreich (2013), folgte 2014 der zweite Band rund um Maulina Schmitt, Die erstaunlichen Abenteuer der Maulina Schmitt - Warten auf Wunder. Im Herbst 2014 wurde die Maulina-Trilogie mit dem Band Die erstaunlichen Abenteuer der Maulina Schmitt - Ende des Universums abgeschlossen.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Finn-Ole Heinrich

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Buchformat:
Cover des Buches Räuberhände (ISBN: 9783938539873)

Räuberhände

 (57)
Erschienen am 02.01.2014
Cover des Buches Die taschen voll wasser (ISBN: 9783938539019)

Die taschen voll wasser

 (25)
Erschienen am 18.04.2005
Cover des Buches Gestern war auch schon ein Tag (ISBN: 9783442713189)

Gestern war auch schon ein Tag

 (17)
Erschienen am 11.01.2016
Cover des Buches Frerk, du Zwerg! (ISBN: 9783827054760)

Frerk, du Zwerg!

 (9)
Erschienen am 08.09.2011
Cover des Buches Die Reise zum Mittelpunkt des Waldes (ISBN: 9783938539514)

Die Reise zum Mittelpunkt des Waldes

 (4)
Erschienen am 17.09.2018

Neue Rezensionen zu Finn-Ole Heinrich

Neu

Rezension zu "Trecker kommt mit" von Finn-Ole Heinrich

Über den Umzug vom Land in die Stadt
kalligraphinvor 9 Monaten

TRECKER KOMMT MIT!

Diese Forderung vertritt der kleine Junge und Ich-Erzähler vehement und immer wieder. Er soll mit seinen Eltern umziehen, vom Land in die Stadt. Für den Trecker ist dort natürlich kein Platz. Sagen die Eltern. Unser kleiner Erzähler sieht das anders. Und bringt das fluchend und fantasievoll zum Ausdruck.

Die Bewertung dieses schon recht textlastigen Bilderbuches fällt mir nicht leicht. Mein dreieinhalbjähriger Sohn mag es sehr gerne. Vor allem wegen der etwas rotzigen Erzählstimme, denke ich. Ich dagegen finde es nicht so gelungen. 

Natürlich - die Aussage ist ganz kunstvoll umgesetzt: Auf dem Land ist es für Kinder schöner als in der Stadt. Aber darüber hinaus ist es eher irritierend. Ein typisch norddeutscher Grammtikpatzer ist enthalten („Weil Trecker kommt mit.“) und die unnötige Flucherei ist auch nicht nach meinem Geschmack. Ich finde auch manche Aussagen - wohlwollend formuliert - zu fantasievoll. Warum sollte man ein Picknick UNTER dem Trecker machen? Und wie?

Und dann kommt noch dazu, dass mir die Illustrationen nicht gefallen. Krickelakrack, in grelltürkisen und -orangen Farben. Manche Seiten sind auch ziemlich überladen und man erkennt nicht so recht, was es eigentlich darstellen soll.

„Trecker kommt mit“ ist auf jeden Fall ein interessantes Kinderbuch. Mein Sohn mag es, ich nicht so - wir machen eine mittelmäßige 3-Sterne-Bewertung draus.

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Rezension zu "Gestern war auch schon ein Tag" von Finn-Ole Heinrich

...kantige Erzählungen mit Tiefgang!
AndreasKueckvor einem Jahr

Sympathisch sind sie mir nun nicht gerade – die Protagonisten in Finn-Ole Heinrichs Erzählungen. Mit keinem von ihnen würde ich einen Abend verbringen wollen. Aber der Autor möchte auch nicht anbiedernd Sympathie beim Leser erhaschen. Kantig sind sie – kantig und schnörkellos. Und dabei so echt und so weit entfernt vom Gut-Menschen.

Lieber würde ich über Gut-Menschen lesen: Es wäre für mich einfacher. Aber „einfacher“ will der Autor auch nicht sein. Er möchte unangenehm sein, seine Geschichten sollen unangenehme Emotionen beim Leser auslösen. Das Lesen dieser Erzählungen kratzt an der schönen Oberfläche des Lesers.

Aber warum empfinde ich es als unangenehm? Weil es wahrhaftig ist! Weil seine Protagonisten mit Emotionen kämpfen, die mir so vertraut sind. Weil sie Menschen sind, und somit ihre Gefühle menschlich sind – so wie auch meine Gefühle menschlich sind. Weil mir ein Spiegel vorgehalten wird, und ich erbarmungslos gezwungen werde, einen kritischen Blick in ihn zu werfen.

Schön ist es nicht unbedingt, was ich dort zu sehen bekomme.

Doch warum lese ich weiter? Weil ich erleichtert bin: Auch ich darf mir Gefühle zugestehen, die nicht „edel, hilfreich und gut“ sind. Und weil der Autor seine Figuren in all ihrer Menschlichkeit nicht bewertet: Sie werden von ihm nicht verraten, und somit fühle auch ich mich nicht bloßgestellt.

Es fällt mir schwer, die Inhalte der Erzählungen wiederzugeben: Dafür sind die Geschichten auch wieder zu unterschiedlich. Dafür sind die Schicksale der Protagonisten auch wieder zu individuell. Nur eines ist ihnen gemein: Finn-Ole Heinrich pfeift in seinen Geschichten auf den schönen Schein. Seine Geschichten sind klar. Seine Sprache ist klar – und erbarmungslos ehrlich: „Man bekommt, was man sieht!“

Glamour? Glamour muss ich mir woanders suchen! Das hier beschreibt nur das schnöde Leben!

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Rezension zu "Frerk, du Zwerg!" von Finn-Ole Heinrich

"Lach doch mal, lach doch einfach mal..."
AndreasKueckvor 2 Jahren

„Frerk, du Zwerg!“ rufen die Kinder auf dem Schulhof hinter ihm her. Dabei ist er gar nicht besonders klein – auch nicht besonders groß. Aber es reimt sich,…

…und außerdem ärgern die Kinder ihn gerne – besonders Andi Kolumpeck: Nur weil er aussieht wie sein Vater und gekleidet ist wie sein Vater – dafür sorgt schon seine Mutter. Hätte er einen Hund – einen großen, einen riesengroßen – dann würden die Kinder und besonders der Andi nicht so mit ihm umspringen. Aber einen Hund darf er nicht haben – auch dafür sorgt schon seine Mutter, die hat Allergie und Migräne und auch sonst so allerlei. Das Leben könnte so richtig doof sein, hätte er nicht dieses pelzige Ei gefunden, aus dem bald 5 wunderliche Zwerge schlüpfen…!

…mit Hilfe dieser Zwerge strampelt Frerk sich frei: Er ist nicht mehr das Opfer auf dem Schulhof! Er ist nicht nur die kleinere Kopie seines Vaters! Er muss nicht verhätschelt werden von seiner Helikopter-Mutter. Er ist eine eigenständige Persönlichkeit.

Bunte Bilder, niedliche Illustrationen, possierliche Texte und sonstigen Kinderbuch-Mainstream sucht man bei Finn-Ole Heinrich vergeblich. Sein erstes Kinderbuch ist kantig, es darf kantig sein – das Leben ist eben kantig – auch das Leben eines Kindes – kantig aber nicht hoffnungslos,…

…denn Kinder sind stark, Kinder haben Fantasie.

Fantasie hat auch Rán Flygenring, die schnörkellose und doch detailreiche Illustrationen kreiert.

Fantasie hat natürlich auch Finn-Ole Heinrich, der wunderbar mit Worten spielt, mit seinen Formulierungen Bilder im Geiste des Lesers erschafft und neue Wort-Kreationen erfindet:

„Lach doch mal, lach doch einfach mal, krach drupf murl, im bruzzten rächtäch lurlt brunt wirlt! – Brät! Brät!“

Ein Plädoyer für starke, selbstbewusste und selbstbestimmte Kinder!!!

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Gespräche aus der Community

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Cover des Buches ¿Y entonces? / Und nun?
Liebe Freunde der Jugendbuchliteratur,

wir freuen uns sehr, Sie mit einer kommenden Neuerscheinung vertraut zu machen, auf die wir besonders stolz sind.

Als unabhängiger Verlag aus Hamburg publizieren wir seit Jahren Kinder- und Jugendbücher, die sich um den Austausch unterschiedlicher Kulturen verdient machen. Unser Augenmerk liegt dabei auf einer altersgerechten und erzählorientierten Vermittlung von Sprachen, den Schwerpunkt bildet das Deutsche und Spanische, doch auch die Vermittlung anderer Sprachen findet ihren Ausdruck in unserem Programm. Daher werden unsere Bücher im Sprachunterricht besonders geschätzt.

Im Oktober erscheint mit Und nun? ein Titel, der auch jenseits des Lernfeldes Sprachen und Kulturen große Aufmerksamkeit erfahren dürfte. Denn wir konnten zwei tolle und vielbeachtete Autoren für das Buch gewinnen: Finn-Ole Heinrich, der junge Schriftsteller aus dem hohen Norden, der im vergangenen Jahr mit dem Jugendliteraturpreis ausgezeichnet wurde und Carlos Rodrigues Gesualdi, der als Argentinier seit einigen Jahren in Deutschland lebt und in Südamerika mit seinen vielen (Jugend-)Büchern zu den Bestsellerautoren zählt.

Die besondere Konstellation des Buches: Wir stellen zwei Kurzgeschichten dieser Autoren zu einem Thema einander gegenüber. Das schwierige und umso wichtigere Thema ist der Umgang mit der Lebenssituation, die sich durch die Trennung der Eltern ergibt und das Leben in der neuen Familienkonstellation.
Einmal beleuchtet aus argentinischer, einmal aus deutscher Perspektive, von einem jungen Stern am Himmel der Jugendbuchliteratur und einem erfahrenen Bestsellerautor. Beide Geschichten erscheinen in deutscher und spanischer Sprache und richten sich an Leser ab 12 Jahren.

Wer sich über Hintergründe zum Thema und dem Buch informieren möchte, dem sei gern das Autorengespräch mit dem Kulturportal stagecat.de empfohlen, das Sie hier finden:
http://stagecat.de/interview.php

Natürlich freuen sich auch die Autoren über Ihren Besuch:
http://www.finnoleheinrich.de/
http://www.gesualdi.eu/

Wir verlosen unter allen Teilnehmern 10 Exemplare des Buches, die die Gewinner exklusiv vor dem offiziellen Erscheinungstermin erhalten!
Als Kleinverlag sind wir auf Empfehlungen und Mundpropaganda besonders angewiesen. Wir freuen uns daher besonders, wenn die Gewinner unsere Neuheit hier und anderswo bewerten oder rezensieren wollen.

Für alle, die leer ausgehen, noch ein kleiner Hinweis: Bis zur offiziellen Veröffentlichung kann das Buch beim Verlag zum ermäßigten Subskriptionspreis erstanden werden. Unseren Shop finden Sie hier.

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