Fiona Barton Die Witwe

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Inhaltsangabe zu „Die Witwe“ von Fiona Barton

Wieviel willst du wirklich wissen?

Als Bella Elliot 2006 aus dem Vorgarten ihrer Mutter verschwindet, ist ganz England in Aufruhr. Wie kann ein zwei Jahre altes Mädchen in einer beschaulichen Kleinstadt einfach verloren gehen? Detective Bob Sparkes ist ratlos. Aber dann kommt er dem Lieferkurier Glen Taylor auf die Spur. Dessen Frau Jean fällt aus allen Wolken – Glen war doch ihr Held! Auch wenn er in seinem Zimmerchen nächtelang vor dem Computer saß, um zu chatten. Seinen 'kleinen Unsinn' zu machen.

Vier Jahre nach Bellas Verschwinden wird Glen von einem Bus erfasst und stirbt. Detective Bob Sparkes lässt der Fall nicht los. Er will endlich herausfinden, wo Bellas Leiche liegt. Aber Jean schweigt. Ist sie wirklich die untröstliche Witwe, für die sie alle halten?

Ein spannendes Rätseln um Bella bis zum Schluss und von allen Sprechern hervorragend gelesen.

— chuma

Grossartig - Die Story ist genauso mitreissend wie die Erzählerin der Witwe - Andrea Sawatzki

— vormi

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  • Die Witwe

    Die Witwe

    vormi

    12. June 2017 um 01:33

    Wie viel wisst du wirklich wissen?Die Frau. Jean Taylor führt ein ganz normales Leben in einer englischen Kleinstadt: Sie hat ein hübsches Haus und einen netten Ehemann. Glen und sie führen eine gute Ehe.Der Mann. Dann kommt der Tag, der alles ändert: Sie nennen Glen jetzt das Monster. Er soll etwas Unsagbares getan haben. Und Jeans heile Welt zerbricht.Die Witwe. Jetzt liegt Glen auf dem Friedhof, und Jean ist frei. Frei, das Spiel endlich nach eigenen Regeln zu spielen ... Jean Taylor wird uns sagen, was sie weiß.Inhaltsangabe auf amazonEin echt grossartihes Buch. Die Story ist auf spannende Weise erzählt - aus vielen verschiedenen Perspektiven und Zeiten. Hier bei dem Hörbich ist besonders interessant, dass die verschiedenen Charaktere von verschiedenen Sprechern vorgelesen werden. Alle haben mir sehr gut gefallen, aber besonders muss ich die Andrea Sawatzki hervorheben. Sie spricht die Hauptprotagonistin - Die WitweUnd man hat sie direkt vor Augen, aus ihren berschiedenen Fernsehrollen. Wie sie mit ihren grossen Augen unschuldig aber nervös in die Welt schaut. Genau wie es diese Rolle hier verlangt. Denn das ist die Hauptfrage - Weiss sie etwas oder ist sie naiv? Gutgläubig, dumm oder verschlagen? Wie sehr hat ihr Mann Glenn sie unter seiner Kontrolle?Das Hörbuch sollte man sich unbedingt anhören, so machen Hörbücher/ Hörspiele echt Spaß. Man fiebert die ganze Zeit mit und versucht ständig Glenn und Jean einzuschätzen. Wer hat was gemacht und warum, wer wusste was? 

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  • Sehr zwiegespalten danach

    Die Witwe

    MissWatson76

    Also nachdem das Hörbuch bzw. Buch ja hoch gelobt wurde oder doch von den meisten, war ich dann auch neugierig. Aber im Nachhinein muss ich gestehen, dass ich doch sehr zwiegespalten bin und noch immer längst nicht so überzeugt, wie andere Leser.Was mir sehr gut gefallen hat, war der Schreibstil, auch sehr gut und nachvollziehbar vorgelesen. Das Wechseln der Personen und die Erzählung der Geschichte aus verschiedenen Perspektiven und Zeiten fand ich fantastisch. Das war eine tolle Sache und selbst im Hörbuch wusste man immer, wer gerade sprach oder erzählte. Aber die Witwe selbst fand ich dann nicht sehr überzeugt. Jean fand ich einfach unglaublich naiv, aber gut gibt ja schon solche Menschen. Und sie stellte ja dann auch wieder die richtigen Fragen und stellte gute wenn auch meist einfache Überlegungen an. Aber trotzdem gut. Die anderen Erzählungen der Journalistin und des Polizisten haben dann das übrige getan und die Erzählung sozusagen rund gemacht. Später hatte ich dann Jean auch selbst in Verdacht und hätte ihr das auch gut zugetraut. Das Ende selbst hat mir dann überhaupt nicht gefallen und ich fand das einfach übertrieben und hat die Naivität von Jean einfach nur noch bestätigt. Sehr schade, denn damit war alles vorher für mich kaum noch vorhanden und ich hatte Mühe, das Buch überhaupt noch positiv zu betrachten. Aber gut, da das meiste hieran dann doch stimmte und auch spannend geschrieben war, kann ich es nicht so schlecht bewerten. Aber ehrlich, mein Fall war es nicht und ich fand es sehr schade, dass es mich so zurückgelassen hat. 

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    • 5
  • Beklemmend

    Die Witwe

    Janna_KeJasBlog

    19. September 2016 um 20:53

    2010 ~ Die Witwe Da sitzt Jean Taylor nun, belagert von Journalisten & soll über ihren verstorbenen Ehemann berichten. Dieses Interesse der Öffentlichkeit gilt jedoch nicht Jean, sondern dem „Monster“, Jeans verstorbenen Ehemann.2006 ~ Der Polizist Bella Elliot ist verschwunden. Detective Bob Sparkes wird hinzugerufen & eine Odyssee der Ermittlung beginnt. Ein Fall der Sparkes nahe geht … zu nah?Ganz langsam wird der Leser|Zuhörer in die Geschichte hineingesogen. Die Witwe in der Gegenwart, immer wieder ein Blick zurück. Und der Polizist in der Vergangenheit, bis wir ihn bis hin zur Gegenwart begleiten. Von Vorne nach hinten und wieder zurück!Es folgen die Journalisten und zwei weitere Charaktere, welche die Geschichte untermauern. Ich begann zu hinterfragen, zu zweifeln … Erst im Verlauf der Geschichte erhalten die zwei weiteren Protagonisten ihre Stimme, ihre Sichtweise. Die Geschichte wirkt noch authentischer.In ruhiger Atmosphäre schildert Fiona Barton das Leben der Witwe, ihre wahren Gedanken, ihr Gefühle, ihr Leben in der Öffentlichkeit. Sie skizziert die Suche nach einem kleinen Mädchen & einem Detective, welcher sich in den Ermittlungen verliert.Der Schreibstil, welchen ich hören durfte, gefiel mir von Beginn an. Authentizität der Charaktere ist der Autorin wichtig & außerordentlich gut gelungen. Es ist kein Krimi oder Thriller, es ist die Geschichte eines verschwundenen Mädchens und die Auswirkung auf verschiedene Leben. Die Ermittlungen stehen ebenso im Mittelpunkt und doch verbirgt sich so viel mehr in dieser Geschichte!Der Lebensweg der Protagonisten ist so intensiv, so einnehmend das ich voll & ganz in der Geschichte war. Zwar hatte das Ende keinen Überraschungsmoment, die Geschichte im Gesamten hat mich aber überzeugt. Fiona Barton ist ein hervorragendes Debüt gelungen & hat mich als neue Leserin gewonnen! Vielmehr kann & will ich an dieser Stelle nicht zu der Geschichte schreiben. Wieder ein Buch|Hörbuch bei dem weniger Worte mehr sind ~ kaufen & sich in die Geschichte fallen lassen!Zitate welche ich gerne in meine Rezensionen einfließen lasse sind bei einem Hörbuch (zu mindestens für mich eher schwer umzusetzen) ~ der einzige Nachteil! Schwerer empfinde ich jedoch eine Rezension zu einem Hörbuch zu schreiben, ganz einfach da auch die Sprecher in den Hörgenuss mit einfließen. Diese finde ich alle sehr gut gewählt für ihre Rollen! Einzig irritierte mich zu Beginn die Imitation der Frauenstimmen von Dietmar Wunder. Dies jedoch verschwand im Verlauf des Hörens & somit fließen die SprecherInnen durchweg positiv in die Rezension ein. Hervorragend haben sie die einzelnen Charaktere durch ihr Stimmen skizziert. Bei mir gar Gänsehaut an einer besonderen Stelle hervorgerufen (und das will schon was heißen!).Vielen Dank an dieser Stelle an den Argon Hörbuch Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars! [Bewertungssystem] | www.Kejas-BlogBuch.de

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    • 8
  • Grundsätzlich interessant, hätte jedoch mehr erwartet

    Die Witwe

    CrossingJordan

    09. September 2016 um 23:54

    Vielleicht liegt es daran, dass die Kritiken zu Fiona Bartons "Die Witwe" durchweg positiv waren, das Buch in den Himmel gelobt wurde und ich deshalb etwas gehobene Erwartungen hatte. Vielleicht lag es aber auch daran, dass ich zum allerersten Mal ein Hörbuch gehört habe, denn ich hatte so meine Schwierigkeiten mit der Geschichte. Schon der Einstieg fiel mir etwas schwer, aufgrund der verschiedenen Charaktere wurde natürlich aus verschiedenen Sichtweisen mit unterschiedlichen Stimmen gelesen. Hinzu kamen auch noch Zeitsprünge. Mit den Charakteren hatte ich ebenfalls so meine Schwierigkeiten und auch die Geschichte selbst konnte mich nur bedingt überzeugen. Dank dem Hörbuch merkte ich, dass ich ganz klar ein visueller und keinesfalls ein auditiver Typ bin, denn stellenweise schweifte ich unbewusst sogar ab und bekam kurzzeitig nichts von der Story mit. Das kann aber natürlich auch daran liegen, dass mich die Handlung nicht sonderlich fesseln konnte. Zwar hatte sie durchaus seine Momente, aber meine Ernüchterung wuchs doch von Kapitel zu Kapitel. Zumindest zum Ende hin, als die Auflösung immer näher rückte, wurde es dann doch noch etwas interessanter. Fazit: Grundsätzlich interessant zu lesen bzw. zu hören, allerdings hätte ich mit mehr Spannung gerechnet. Hierbei habe ich mir leider aufgrund der durchweg positiven Kritiken etwas mehr erhofft. Gut für zwischendurch, muss man aber nicht unbedingt gelesen haben.

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  • Ausgedörrt.

    Die Quelle

    NiWa

    In England hält bereits jahrelang eine Dürre an. Nur auf Ruth und Marks Grundstück regnet es weiterhin. Zwar haben sie damit großes Glück, allerdings ziehen sie dadurch nicht nur Neider sondern auch andere gefährliche Menschen an.Ruth und Mark wollten am Land neu anfangen. Sie sind von der Großstadt London in die Provinz gezogen und möchten ein ruhiges Leben auf ihrem Grundstück führen.Vom Klappentext her habe ich eine Dystopie erwartet, aber mit diesem Genre hat die Erzählung meiner Ansicht nach nur wenig zutun. Eher würde ich sie als einen Roman der Gegenwartsliteratur einordnen, der sich - meiner Vermutung nach - philosophischen Fragen stellt.Die Geschichte wird von Ruth in der Ich-Perspektive erzählt. Ruth ist verheiratet, hat eine erwachsene Tochter und einen Enkelsohn, den sie fast abgöttisch liebt. Im Rückblick erfährt man, wie sich aus dem Neuanfang am Land Ruths persönliche Hölle entwickelt, die vor allem ihre Familie betrifft.Die bereits erwähnte Dürre kommt nur am Rande vor. Sie ist zwar die treibende Kraft für die Ereignisse in Ruths Leben, steht aber nicht im Mittelpunkt der Erzählung. Es geht in erster Linie um ihre Ehe, ihren Ehemann und ihre Familie. An dieser Stelle muss ich gleich anmerken, dass mir die Handlung gar nicht gefallen hat.Ruth sinniert, wie ihr Grundstück, „Die Quelle“ genannt, Einfluss auf ihr Leben nahm. Es kommt zwar zu dramatischen Ereignissen, die sind jedoch in derart belanglosen und manchmal unzusammenhängenden Stil erzählt, dass es mich großteils gelangweilt hat.Viele Fäden werden aufgegriffen, allerdings nur selten in ein rundes Gesamtbild geschnürt. Meistens bleiben Motive im Hintergrund, Fragen ungeklärt und wenn doch mal näher auf Hintergründe eingegangen wird, dann ist schnell „Die Quelle“ als Ursache des Übels parat.Ich weiß nicht so recht, was ich mit dieser Erzählung anfangen soll. Zu Beginn war ich von dem ungewöhnlichen Thema richtig fasziniert, aber als es dann in Richtung Religiosität und Selbstfindung abgedriftet ist und sich Ruth immer mehr selbst leid getan hat, ist mein Interesse drastisch abgeflaut. Im Grunde hätte ich gerne viel mehr über die Dürre in England erfahren, die Auswirkungen auf die Bevölkerung und warum „Die Quelle“ als eines von wenigen Grundstücken nicht betroffen ist. Hier werden von der Regierung zwar Experimente durchgeführt, diese verkommen jedoch zur Randnotiz, weil Ruths Innenleben in den Vordergrund drängt.Es gibt aber nicht nur die Dürre, sondern auch einen Mord, Intrigen und Verrat, was sich in meiner Rezension wahrscheinlich dramatischer lesen wird, als es tatsächlich im Buch umgesetzt ist. Leider hat mir Catherine Chanters „Die Quelle“ nicht gefallen. Ich konnte weder mit der Handlung, dem Rahmen noch der Protagonistin warm werden. Eventuell philosophische Fragen wurden derart schwammig behandelt, dass ich keinen Mehrwert daraus ziehen kann. Meiner Meinung nach ist „Die Quelle“ ein eigenartiger Roman, der sich eher an experimentierfreudige Leser richtet, die sich für die Selbstfindung einer alternden Frau erwärmen und mit philosophischen Fragen umgehen können.

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    • 7
  • (Hör-)Empfehlung

    Die Witwe

    nonamed_girl

    16. June 2016 um 09:51

    Spannend und abwechslungsreich. Die verschiedenen Sprecher überzeugen. Zum Inhalt: Wie viel willst du wirklich wissen? Als Bella Elliot 2006 aus dem Vorgarten ihrer Mutter verschwindet, ist ganz England in Aufruhr. Wie kann ein zwei Jahre altes Mädchen in einer beschaulichen Kleinstadt einfach verloren gehen? Detective Bob Sparkes ist ratlos. Aber dann kommt er dem Lieferkurier Glen Taylor auf die Spur. Dessen Frau Jean fällt aus allen Wolken – Glen war doch ihr Held! Auch wenn er in seinem Zimmerchen nächtelang vor dem Computer saß, um zu chatten. Seinen 'kleinen Unsinn' zu machen. Vier Jahre nach Bellas Verschwinden wird Glen von einem Bus erfasst und stirbt. Detective Bob Sparkes lässt der Fall nicht los. Er will endlich herausfinden, wo Bellas Leiche liegt. Aber Jean schweigt. Ist sie wirklich die untröstliche Witwe, für die sie alle halten? Meine Meinung: Die Geschichte des verschwundenen, blonden Mädchens erinnerte mich zwischenzeitlich immer mal wieder an das kleine Mädchen, welches vor vielen Jahren im Urlaub mit ihren Eltern spurlos aus dem Hotelzimmer verschwand. Der Fall ging monatelang durch die Medien und es wurden die wildesten Theorien aufgestellt, die Eltern verdächtigt und am Ende doch keine Lösung gefunden. "Die Witwe" gibt den Einblick hinter die Kulissen. Fiona Barton lässt aus Sicht der Witwe, des Ehemannes, der Mutter (des Mädchens), dem Polizisten und der Journalistin die Fäden zusammen laufen. Natürlich vermutet man mit und scheint genau zu wissen, was passiert ist - und letztlich wird man doch überrascht. Die Art und Weise, diese Geschichte aus verschiedenen Perspektiven zu erzählen, hat mir sehr gefallen. Die dafür ausgewählten Sprecher sind sehr gut ausgewählt. Fazit: Alles in allem ein spannendes und vielseitiges Hörbuch, welches 5 Sterne genauso verdient wie eine (Hör-)Empfehlung.

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  • Hörbuchumsetzung vom Allerfeinsten! Das geht unter die Haut, das ist Psychothrill und Nervenkitzel!

    Die Witwe

    Floh

    "Die Witwe" ist das Debütwerk der englischen Autorin Fiona Barton, gelesen in vier Stimmen von Andrea Sawatzki, Dietmar Wunder, Tanja Geke und Uve Teschner. Eine perfide Reise in die Welt der unglaublichsten Kaltblütigkeiten und kranken Psychen. Diese Lesung wird mit den facettenreichen und eindringlichen Erzählstimmen der vier Sprecher zu einem wahren Nervenkitzel und zu einer spannenden Zerreißprobe. Eigentlich wollte ich nur kurz reinhören, aber da blieb mir gar keine andere Wahl, die ersten beiden CDs sofort zu hören und mich in die spannungsgeladenen Ereignisse rund um die Ehe von Glen und Jean Taylor, dem Verschwinden des kleinen Mädchens und dem machtvollen Spiel der Journalisten um die Frage nach der kleinen Bella und den scheinbar harmlosen nächtlichen Chats von Jeans Mann Glen, bei denen sie ihn nie stören durfte… Ein Gedankenkarussell, psychologischer Nervenkitzel, Eindringlichkeit und ein Spiel um Wissen und offenen Fragen. WOW!Erschienen im Argon Verlag (http://www.argon-verlag.de/)Zum Inhalt:"Als Bella Elliot 2006 aus dem Vorgarten ihrer Mutter verschwindet, ist ganz England in Aufruhr. Wie kann ein zwei Jahre altes Mädchen in einer beschaulichen Kleinstadt einfach verloren gehen? Detective Bob Sparkes ist ratlos. Aber dann kommt er dem Lieferkurier Glen Taylor auf die Spur. Dessen Frau Jean fällt aus allen Wolken – Glen war doch ihr Held! Auch wenn er in seinem Zimmerchen nächtelang vor dem Computer saß, um zu chatten. Seinen »kleinen Unsinn« zu machen.Vier Jahre nach Bellas Verschwinden wird Glen von einem Bus erfasst und stirbt. Detective Bob Sparkes lässt der Fall nicht los. Er will endlich herausfinden, wo Bellas Leiche liegt. Aber Jean schweigt. Ist sie wirklich die untröstliche Witwe, für die sie alle halten? "Dauer: 7 Stunden & 17 spannende Minuten auf 6 CDs in einer MultiboxArt: Lesung des gleichnamigen Buches mit vier ErzählerstimmenGenre: Thriller/SpannungCover / Umsetzung:Das Cover ist eine sehr gute und stimmige Wahl, denn es zeigt sich im gleichen Gewand wie der gleichnamige Thriller der Autorin aus dem Hause Wunderlich Verlag. Sehr ansprechend und macht neugierig. Das BonBon zum packenden Hörerlebnis. Schwarz, drei weiße Blumen (je eine für die Frau, den Mann und der Witwe), Einsamkeit, Stille, Tod...Sogar die Hörbuchansage und die Kapiteleinteilung und Benennung fügt sich stimmig in dieses Hörbuch ein und reißt den Hörer nicht sogleich ganz brutal aus den Gedanken und Tiefen des Hörbuches. Die Kapitellängen und die Strukturierung finde ich sehr gut gelungen. Da kann man auch gerne mal den Stopp-Knopf drücken und jederzeit seine Stelle wiederfinden. Pluspunkt! Die Multibox für die 6 CDs bietet die ideale Aufbewahrung. Stabil, handlich und kompakt. Zum Schreibstil und Lesestil:Der Schreibstil der Debütautorin Fiona Barton ist sehr überraschend eindringlich und intensiv, wirklich nicht ohne, dass was sich in ihren Gedanken und Ideen abspielt, projiziert sie gekonnt auf ihr Werk und überträgt es durch die wechselnden Perspektiven und Erzählstränge gnadenlos und beklemmend auf ihre skizzierten Charaktere, die dadurch eine ganz besondere Intensität gewinnen. Sie nimmt kein Blatt vor dem Mund, ohne große Reden zu schwingen, sie wirkt trotzdem psychologisch sehr eindringlich, gar beängstigend und nagend. Hier darf man als Leser oder Hörer ihres Thrillers auch mal an den Fingernägeln kauen oder ganz voller Spannung alles andere um sich herum auslöschen und bei einem leisen Geräusch ganz gepackt und schockiert hochschrecken… Ja, so soll Thrill und Nervenkitzel sein. Dieses Stilmittel beherrscht die Autorin Fiona Barton in ihrem einschlägigen Debüt perfekt. Die Autorin Fiona Barton scheut sich auch nicht, bis in die letzten Windungen des Gehirns und des Bösen und Perfiden vorzudringen. F. Barton nimmt die Leser und Hörer von „Die Witwe“ mit, sie bietet ein Schauspiel, welches packt, fesselt, schockiert, provoziert und dessen Wendung und Ziel den Atem stocken lässt. Die Dinge entwickeln sich mit einem Automatismus und die Protagonisten entwickeln eine unaufhaltsame Eigendynamik aus Verstrickung, Geheimnis und Schweigen, wo der Leser oder Hörer kein Halten mehr findet und in einem Sog aus Plänen und Verkettungen und Faszination mitgerissen wird. Die vier gewählten Sprecher für die Lesung und Umsetzung des Hörbuchs sind ausgesprochen gut gewählt. Selten habe ich eine Hörbuchlesung erlebt, in der so viele und doch ähnliche Stimmen ihren Part einzeln besetzen und je einen Handlungsstrang bedienen. Das sorgt für ein ganz neues Hörerlebnis, als wenn nur eine monotone Person das ganze Buch gelesen und vertont hätte. Ganz dickes Lob dafür. Die vier Erzähler aus männlichen und weiblichen Stimmen, die ich nicht nochmals einzeln aufführen werde, bringen all dass, was die Autorin Fiona Barton in ihren Seiten des Psychothrillers übermitteln und darbieten will, durch den jeweils sehr sehr eindringlichen und fesselnden Erzählstil an die gebannten Hörer zurück. In diesem Hörbuch geht wirklich gar nichts von dieser Einzigartigkeit verloren. Jetzt bin ich wirklich neugierig, ob es das Buch allein auch schafft, all diese beklemmenden Emotionen zu bewirken, wie es dieses atemberaubende Hörbuch geschafft hat? Ich muss gestehen, dass ich mir das Buch auch gleich dazu bestellt habe und es nach diesem Hörbuch bald auch noch lesen werde. Ich bin da sehr gespannt darauf. Fiona Barton erzeugt durch ihre nagende und gekonnte Wortwahl und dem Sinn des absoluten Nervenkitzels Bilder und lässt ihre Story lebendig werden, die vier Erzähler schaffen dies durch ihre facettenreiche Lesung ohne Monotonie und Eintönigkeit in der Hörbuchversion zum Ganzen zu geben. Der bizarre und schockierende, aber auch unheimlich spannende Schreibstil der Autorin hat mich in ihrem Erstlingswerk überzeugt, von dieser Autorin würde ich jederzeit wieder einen Titel lesen oder hören wollen. Dieser Psychothriller wird zu einem wahren Sinnes- und Gefühlsrausch und im Hörbuch durch die Wahl der Sprecher und der grandiosen Umsetzung bestens untermalt. Die Vier vertonen das Gelesene mit einem unglaublich fesselnden und eingehenden Singsang und sie verstehen es, die einzelnen Passagen mit unterschiedlichen Emotionen und Tonlagen hervorzuheben oder die Spannung heraufzubeschwören. Selten gingen mir die Stimmen der Erzähler so nahe, sie nehmen ihre Rollen und ihren Part so ernst, dass zum gebannten Hörer eine eiserne Verbindung entsteht. Der Hörer fühlt sich angesprochen und tritt beinahe in einem Dialog mit der Journalistin, mit der Ehefrau, mit der Witwe und den Ermittlern. Die Sprecher sind sich wirklich nicht zu schade, sich auf die kranken Ebenen der Protagonisten aus der jeweiligen Erzählsicht zu begeben und auch die verzweifelte Lage der Hauptprotagonistin Jean zu verkörpern. Alle vertonen ihren Part mit Fassungslosigkeit, Verzweiflung, Hoffnung, Ohnmacht, Gier, Verstörtheit und erzeugt beim Hörer Schock, Ekel und Beklommenheit.Die Autorin:"Fiona Barton arbeitete u.a. bei der Daily Mail und dem Daily Telegraph sowie als Prozessbeobachterin und Gerichtsreporterin für verschiedene Medien. Dafür gewann sie den National Press Award »Reporter of the Year«. Heute ist sie als Medientrainerin tätig und lebt in Südfrankreich. Die Witwe ist ihr erster Roman."Die Stimmen / die Erzähler:"Andrea Sawatzki gehört zu den beliebtesten deutschen Film- und Fernsehschauspielerinnen. Gleich ihr erster Spannungsroman Ein allzu braves Mädchen begeisterte Kritiker wie Leser. Auch ihre folgenden Romane, die Familienkomödien Tief durchatmen, die Familie kommt und Von Erholung war nie die Rede eroberten die Bestsellerlisten.Dietmar Wunder ist einer der profiliertesten Synchronsprecher und Dialogregisseure und als deutsche Stimme von James Bond-Darsteller Daniel Craig bekannt. Mit seiner markanten, sehr wandlungsfähigen Stimme ist er ein äußerst beliebter Hörbuchsprecher, der nuancenreich Spannung vermitteln kann.Tanja Geke ist eine vielbeschäftigte Schauspielerin, Synchron- und Hörbuchsprecherin. Sie leiht ihre ausdrucksstarke Stimme u. a. Eva Green und Maggie Gyllenhaal. Tanja Geke versteht es meisterhaft, akustische Bilderwelten zu erzeugen.Uve Teschner hat mit seiner wandelbaren Stimme bereits zahlreiche Hörbücher eingelesen. Er ist nicht nur ein fesselnder Erzähler, sondern auch ein lebhafter Gestalter, der die unterschiedlichsten Charaktere verkörpern kann."Fazit:Eine grandiose Lesung mit vier Sprechern, die je einen Part eindringlich vertonen und ausnahmslos in die einzelnen Rollen und Ebenen schlüpfen. Psychothrill von seiner besten Hörbuch-Seite. Vier angenehme äußerst nahegehenden Stimmen, ein sagenhafter fesselnder Plot... Dieses Hörbuch ist ein wahrer Thriller. Ob das Buch genauso eindringlich erscheinen kann, wie diese Hörbuchlesung? Ich werde es bald erfahren und Buch und Hörbuch vergleichen können. 5 Sterne Plus!

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    • 7

    Floh

    06. June 2016 um 09:08
    Avirem schreibt Ich bin gespannt auf deinen Vergleich Buch/Hörbuch.

    ich auch. Das habe ich bei "Still" von Zoran Drvenker auch gemacht. Interessant.

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