Der Knochensammler - Die Rache

von Fiona Cummins 
3,6 Sterne bei14 Bewertungen
Der Knochensammler - Die Rache
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Er gibt nicht auf. Spannend von Anfang an

Kritisch (3):
Janna_KeJasBlogs avatar

Ein zweiter Band, der weit hinter seinem Vorgänger liegt!

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Inhaltsangabe zu "Der Knochensammler - Die Rache"

Seit seiner Flucht aus London hält sich der Knochensammler in einem kleinen Ort am Meer versteckt. Unerkannt und geduldig wartet er auf einen günstigen Moment, um mit dem Wiederaufbau seiner Sammlung zu beginnen.

Gleichzeitig sucht er nach einem Nachfolger, einem gelehrigen Schüler, dem er all sein Wissen weitergeben kann.

Als der Knochensammler Saul Anguish begegnet, weiß er, dass er den perfekten Erben gefunden hat. Saul ist sechzehn, verwahrlost und verführbar. Leichte Beute, wie geschaffen für sein Vorhaben.

Mit ihm wird er seinen perfiden Plan vollenden.

Und dann wird er Rache nehmen. An denen, die ihn um seinen allergrößten Schatz gebracht haben. Unbeschreiblich schlimme Rache …

Nach 'Der Knochensammler – Die Ernte' Teil zwei des schauderhaft genialen Thrillerduos mit Bestseller-Format – so nervenzerfetzend wie Mo Hayders 'Der Vogelmann', so abgründig und faszinierend wie 'Die Chemie des Todes'.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783651025011
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:432 Seiten
Verlag:FISCHER Scherz
Erscheinungsdatum:24.08.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    lesemaedelvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Er gibt nicht auf. Spannend von Anfang an
    Er steht unter deinem Fenster...

    Der Knochensammler ist zurück und sein Rachedurst ist ungestillt. Die Autorin setzt direkt am ersten Band an und nimmt uns sofort wieder den Atem. Da die Rahmenhandlung und sämtliche Protagonisten bekannt sind, ist der Lesegenuss noch deutlich höher. Das Erzähltempo ist wieder zackig und die wechselnden Sichtweisen lassen keine Fragen offen.
    Die Fortsetzung ist mehr als geglückt.

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    Sweetheart_90s avatar
    Sweetheart_90vor einem Jahr
    super geht es weiter

    Der zweite Teil war vielleicht nicht so extrem spannend wie der Erste, konnte mich jedoch trotzdem voll und ganz überzeugen. Die super kurzen Kapitel finde ich absolut angenehm zu lesen und spornt einen immer wieder an noch eins zu lesen und noch eines und noch eines und schwups ist man mit dem Buch eh auch schon durch. Die Schreibweise der Autorin gefiel mir schon wie im ersten Teil - Die Ernte unheimlich gut!

    Diesmal sucht der Knochensammler einen Nachfolger, dem er sein Werk beibringen möchte und seine Sammelleidenschaft näherbringen möchte. Aber was er noch lieber möchte ist, Jakey wieder in seine Gewalt zu bekommen.

    Ich glaube, ich wiederhole mich jetzt, weil ich dieser Meinung schon im vorherigen Band war, aber Jakey ist so unheimlich tapfer und stark. Irgendwie fehlen mir für ihn die Worte. Zum einen könnte ich weinen, weil ich mir denke wie viel kann der Junge aushalten und zum anderen kann ich nur  die Hände an den Kopf legen und vor lauter Gänsehaut keinen klaren Gedanken mehr fassen. Respekt für diesen Charakter!!

    Wie Etta ihrem Gefühl nachgeht und sich stets noch immer in den Fall Clara hineinsteigert, obwohl alle schon längst aufgegeben haben ist wirklich bewundernswert. Welch ein Polizist mach dies schon noch.

    Gerade zum Ende hin kam mir noch ein Gedanke ob es vielleicht mit Saul in einem weiteren Band weitergehen könnte. Saul konnte ich für mich noch nicht ganz durschauen. Ja er braucht jemanden der sich um ihn kümmert und ja er ist und war verdammt mutig, aber seine Leidenschaft und seine Vergangenheit machen wir so ein kleines bisschen Angst. Also mal sehen, vielleicht kommt ja noch etwas - ich jedenfall würde mich sehr darüber freuen!!!

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    Janna_KeJasBlogs avatar
    Janna_KeJasBlogvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein zweiter Band, der weit hinter seinem Vorgänger liegt!
    "Der Knochensammler, der Nachtmann, der Mann, der den Tod mit sich brachte [...]" (Seite 361)

    | © Janna von www.KeJas-BlogBuch.de


    Dies ist der zweite Band aus der Knochensammler-Reihe und somit spoilert meine Rezension bezüglich des Ausgangs vom ersten Teil „Der Knochensammler – Die Ernte„! Wer den ersten Teil noch lesen möchte, sollten nun Abstand von meiner Besprechung nehmen.


    Ich habe mir vom Folgeband wirklich viel versprochen, denn das Ende von Band 1 reizt schon sehr! Der Knochensammler ist frei und lässt Jakey nicht so leicht gehen – er soll der Beginn einer neuen Sammlung sein.


    Band 2 beginnt drei Monate nach der Flucht des Knochensammlers. Und nicht nur er taucht wieder auf – das Buch besteht in seiner Mehrheit aus den bekannten Protagonisten des ersten Bandes. Ein für mich absoluter Pluspunkt. Denn das Täter und Opfer in einem Reihenband wieder auftauchen ist doch eher selten. Ein Serienmörder über mehrere Bände, das Ermittlerteam oder auch mal ein früheres Opfer – hier aber versammeln sich alle Rollen wieder.


    Der Knochensammler lauert. Aber Jakey allein steht nicht im Fokus. Ein weiterer Junge erweckt seine Aufmerksamkeit, sein „Sohn“. Er will einen Nachfolger und hat in Saul einen für ihn würdigen gefunden.


    "Die anderen Gedanken bedrängten ihn, und obwohl er sich sehr bemühte, sie zu ignorieren, war es ihm unmöglich, ihnen auszuweichen."
    (Seite 13)


    Saul ist ebenso düster wie der Mann, welcher ihn als seinen „Sohn“ auserkoren hat. Auch er ist Sammler. Auch er hat Geheimnisse. Doch bevor Saul und der Knochensammler sich kennen lernen, lernen wir Leser zunächst Saul kennen. Welchen Zweck dies hat ist mir wohl bewusst, aber es war mir eindeutig zu sehr in die Länge gezogen! Seine Mutter Alkoholikerin, ohne Vater – die Grundzutaten für einen Thriller. Dies störte mich nicht mal, ich muss es aber nicht immer und immer und immer wieder lesen, um zu begreifen wie die Familienverhältnisse sind. Meine Neugierde bezog sich in erster Linie auf die im Klappentext angekündigte Beziehung, der Knochensammler und sein Erbe. Und dort lauert, neben der Ermittlerin, mein großer Kritikpunkt!


    Oh es hätte düster werden können. Es hätte an die Tiefe solch einer Beziehung gehen können. Es hätte psychologisch aufgearbeitet werden können. Es hätte brutal werden können. Hätte! Können! Genau darin liegt das Problem, es war nichts von alledem, nur in kleinen Sequenzen und diese waren für mich persönlich zu minimal. Es zieht sich zu sehr in die Länge, bis es in der Geschichte selbst voran geht. Die Möglichkeiten für ein Katz-und-Maus-Spiel waren vorhanden, es hätte ein so genannter Pageturner werden können, indem die Autorin die Beziehung dieser beiden dunklen Wesen in den Fokus genommen hätte. Gut, so viel muss ich hier zugestehen, im Fokus waren sie, aber leider nicht einnehmend. Wenn ich bei einem Thriller nach knapp 190 Seiten mir den Satz „Bislang zieht sich die ganze Story“ aufschreibe, ist dies meist ein Zeichen dafür, das mich auch der weitere Verlauf nicht mehr packen kann.
    Ein Thriller lebt nun mal von Spannung, dies war für mich nicht wirklich gegeben. Wo waren die Szenen, in denen der Knochensammler gar zärtlich erscheint, ihn mir als Menschen näher bringt und mich dadurch in ein moralischen Zwiespalt bringt! Wo waren seine Gedanken, die alle seine Finsternis repräsentiert? Wo waren die Szenen der Begegnungen zwischen dem Knochensammler und zufälligen Zeugen? All das was mich in Band 1 begeistern konnte, fand ich in diesem Band nur noch in kleinen Auszügen.
    Auch die Begegnung und daraufhin entstehende Beziehung zwischen dem Knochensammler und Saul war mir zu oberflächlich. Ein leiser Einfluss beginnt, ein Vorhaben welches einen erschaudern lässt. Diese Versprechungen wurden mir als Leserin zu Beginn gemacht, doch dann stagniert dies und während es zunächst nicht wirklich voran geht, überholen sich die Handlungen im späteren Verlauf.


    Tja … eindeutig sollte man Autoren-Zitate auf Klappentexten nicht allzu viel Wert beilegen, denn weder fand ich es außergewöhnlich, noch brilliant.


    Bereits im ersten Band konnte ich zu Sergeant Etta Fitzroy keine Beziehung aufbauen. Ihre Perspektiven störten mich stellenweise sogar und dies änderte sich leider auch nicht bei diesem Teil. Vielmehr packt die Autorin noch eine Schippe Dramaturgie obenauf und dies war mir einfach zu viel. Weder hat dies eine Bedeutung für den Verlauf, noch hat es eine unterschwellig angespannte Atmosphäre geschaffen. Etta ist mir nicht unsympathisch, sie ist mir einfach egal. Eine Polizist in ihrer Ermittlungsarbeit an sich hätte für beide Bücher mehr als ausgereicht. Weder ihre Handlungen noch ihre Gedankengänge bringen sie mir als Protagonistin näher – eine Ermittlerin, die sich in Kummer und Selbstmitleid suhlt. Mir persönlich nahm dies zu viel Raum ein und hat sie mir eher unsympathisch gemacht.


    Womit mich die Autorin Fiona Cummins wie auch in Band 1 packen konnte, waren die Perspektiven der Familie Foyle. Immer noch ist Clara verschwunden. Kein Lebenszeichen, keine Leiche. Kaum Hoffnung und nicht trauern können.
    Wie gehen Eltern mit solch einer Situation um? Welche Gefühle und Gedanken entwickeln sich? Wie schon in Band 1, berührten mich auch in diesem Band wieder besonders die Sichtweise dieser Familie. An dieser Stelle hätte es sogar noch ausführlicher sein dürfen, denn genau solche Szenen fehlen oft in anderen Thrillern. Die Gefühlswelt der Opfer die keinen Abschluss finden (können). Ich war gefesselt von der unterdrückten Trauer, dem Versuch einer Mutter für die andere Tochter zu funktionieren. Berührt hat mich die Autorin, obwohl es genaugenommen eher oberflächlich beschrieben wird. Familie Foyle hätte weitaus mehr Raum in dem Buch erhalten dürfen! Ein Wechselspiel zwischen den Perspektiven von Opfer und Täter, die Unwissenheit über Clara und der die Ausbildung eines Erben – DAS hätte mich dort abgeholt, wo ich bei Band 1 stehen gelassen wurde. Dies wäre ein gelungener Thriller für mich.


    Die Geschichte lässt sich flüssig lesen und hat auch einige interessante sowie einnehmende Szenen, aber ich bin von dem Folgeband wirklich enttäuscht. Es hätte wirklich brutal oder auf psychologischer Ebene verlaufen können, beides wäre für die Geschichte sehr passend gewesen. Leider jedoch verliert sich die Autorin in verschiedenen Schilderungen und nahm mir die Spannung beim Lesen! 

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    Betsys avatar
    Betsyvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Blieb leider hinter den Erwartungen zurück. Spannung kam so gut wie gar nicht auf und es wurde fast zuviel in die Handlung mithineingepackt.
    Eine Rache, die hinter den Erwartungen blieb

    Achtung dies ist der 2. Band um den Knochensammler und kann eventuell Spoiler enthalten!

    „In seinem Herzen ist er kein Mörder, sondern ein Sammler, berauscht von der Vorfreude darauf, das neueste Stück für sein Museum nach Hause zu tragen.“


    In der Fortsetzung vom Knochensammler geht es darum, dass dieser, nachdem seine Identität aufgedeckt und seine Sammlung zerstört worden ist, erneut versucht eine aufzubauen und auch einen Nachfolger finden will, der seine Arbeit weiterführt. Der kleine Jakey Frith entkam zwar seinen Fängen, aber Clara befindet sich immer noch in seiner Gewalt und Detective Etta Fitzroy sucht weiterhin nach ihr, auch wenn die Hoffnung vielerorts schwindet, sie noch lebend zu finden. Auch die Spur zum Knochensammler ist längst kalt geworden, doch dann verschwindet erneut ein Mädchen und der Knochenmann höchstpersönlich hinterlässt für Etta kleine Präsente. Während Etta alles versucht ihn zu finden, hat dieser bereits in dem 16jährigen Saul Anguish seinen Wunscherben gefunden, der eine große Faszination für den Tod verspürt und definitiv selbst eine dunkle Seite besitzt. Zufälle führen letztendlich alle zum Finale zusammen, doch ob der Knochensammler und sein Erbe wirklich dasselbe wollen?

    „Ein verschlossener Wohnwagen. Eine Käfersammlung. Ein menschlicher Schädel. Ein bösartiges Naturell. Ein mysteriöses Kind mit schiefen Knochen. Ein einsamer alter Mann, der Anschluss suchte. er sollte sich fürchten. Und ja, verdammt, er fürchtete sich.“

    Für mich wurde hier leider versucht auf zu vielen Hochzeiten gleichzeitig zu tanzen, was sich dann bei der Spannung und beim Tempo leider nur allzu deutlich niederschlug. Da gibt es die Geschichte von Saul, seiner Mutter und seinem Vater, die Rückblenden an die Mutter des Knochensammlers, die Eltern von Jakey und Clara und wie ihr Leben weitergeht, Jakey, der immer noch darauf hofft, dass Clara gefunden wird, Clara von der man erfährt was mit ihr passiert ist, der Knochensammler selbst mit seiner Suche nach einem Erben, sowie seine Rache an Etta, Etta mit ihrer privaten Geschichte, der Suche nach dem Knochensammler sowie eine neue Kollegin die ihr an die Seite gestellt wird. Also ganz schön viel um es in eine spannende Geschichte hineinzupacken.

    Einerseits sieht man zwar durch die jeweiligen persönlichen Hintergründe von Saul und dem Knochensammler gewisse Parallelen und man erfährt was es mit den hinterlassenen Kaninchenskeletten auf sich hat, allerdings hätte man die Vergangenheit vom Knochensammler ruhig bereits im 1. Band aufarbeiten können und auch Sauls Mutter wird hier unnötig viel Raum gegeben wie ich finde, genauso wie der Mutter von Clara. Zwar zeigt sie sehr gut wie ihr Leben nach der Entführung weiterverläuft, allerdings hätte man sie jetzt nicht so stark einbinden müssen.

    Ansonsten ist die Handlung durchaus gelungen und erzählt eine Geschichte die von den Trieben des Knochensammlers handelt und wie er seine neue Sammlung wieder neu aufbauen will, allerdings mit Hilfe, da er ja nicht mehr der Jüngste ist und keinen eigenen Sohn hat. Die Wahl fällt auf Saul (warum und wie, sind hier Fragen die nicht genau geklärt werden), der eine sehr komplexe Figur ist und bei dem es schwer abzuschätzen ist ob er wirklich der perfekte Erbe ist, trotz seiner Neigung zu morbiden Gedanken und der Faszination des Todes.

    Es gibt ein paar Momente da taucht wirklich ein spannungsgeladener Funke auf, allerdings hält dieser nie lange an und bei weiterem Nachdenken wirkt vieles einfach zu gewollt, besonders was die ganzen perfekt getimten Zufälle hier angeht. Auch wird zu schnell wieder in der Handlung gewechselt und es plätschert dann wieder eher vor sich hin.

    Große Probleme hatte ich hier einmal mehr mit dem Charakter von Etta Fitroy, die mich teilweise mit ihrer Art eher nervte und zu der ich einfach weiterhin keine Bindung aufbauen konnte, trotz ihrer eigenen Tragödie in der Vergangenheit, konnte ich einfach kein Mitleid für sie empfinden. Sie ist eine Figur die im ersten Band zu weich wirkte und nun wiederum fast schon zu kalt und nüchtern wirkt, aber natürlich ebenfalls wieder ihr ganz persönliches Drama mithineinbringt. Im Gegensatz zu Jakey, der hier wieder der stille, kleine Held für mich war und mein Herz berührte mit seiner Art. Allerdings hatte er viel weniger Szenen als gewünscht, während hier dafür Clara mehr Platz bekam. Irgendwie wurden gerade die Stärken des 1. Bandes leider hier hintenangestellt zugunsten der großen ganzen Geschichte, die aber einfach zuviel erzählen will um dann auch noch temporeich und spannend zu sein.

    Fazit: Eine leider schwache Fortsetzung bei der so gut wie keine Spannung aufkommt. Zwar kann es psychologisch besonders in Hinblick auf Saul punkten und auch die anderen Kinder bzw. Opfer, die ins Visier des Knochensammlers fallen, berühren einen, aber das wars dann auch. Die Geschichte ist jetzt an und für sich ein guter Abschluss, aber für einen Thriller viel zu ruhig und unspektakulär, was vor allem den vielen verschiedenen Handlungssträngen und Perspektiven geschuldet ist. Zusätzlich gibt es dann auch wieder ein paar Dinge die nicht gerade logisch wirken. Dies kam zwar auch im 1. Band vor, aber dafür war dort Tempo und Spannung angesagt, welches hier einfach fehlte um das auszugleichen. Großartig und für mich am herausragendsten war die Rolle des Saul für mich, die man gerne noch ausweiten hätte können, zugleich aber dazu beitrug die Geschichte um den Knochensammler zu schwächen, weil er einen mehr fesselte als die eigentlich titelgebende Figur. Für mich, wie gesagt, alles in allem ein guter Abschluss, wobei das Finale ruhig spektakulärer hätte ausfallen können, aber dafür konnte am Schluss einmal mehr Saul punkten, der einen als Leser ein wenig beunruhigt zurücklässt. Dennoch weit entfernt vom richtigen Thrillerfeeling, wo man das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann. Daher nur 2,5 Sterne von mir.

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    Taluzis avatar
    Taluzivor einem Jahr
    Kurzmeinung: Das Naturell vom Knochensammler als auch von Saul waren recht komplex, verderblich und tugendhaft. Nicht schwarz, nicht weiß.
    ein Nachfolger für den Aufbau des Ossariums

    Brian Howley hat es nach seiner Verhaftung geschafft zu fliehen. Seitdem versteckt er sich in einem kleinen Ort am Meer. Er muss seine Sammlung aus deformierten menschlichen Knochen wieder aufbauen. Seine letzte Sammlung wurde bei einem Feuer vollständig zerstört.

    Sein erstes Objekt hält er in einem Wohnwagen gefangen. Clara hat Spalthände.

    Mr Silver, wie sich der Knochensammler nun nennt, ist sich seines Alters bewusst und beschließt sein Wissen weiterzugeben. Als seinen Nachfolger hat er den 16jährigen Saul erkoren. Sauls Vater ist spurlos verschwunden und seinen Mutter dem Alkohol verfallen.

    Gemeinsam mit Saul will er sein Ossarium wieder aufbauen und Rache nehmen an Detective Sergeant Etta Fitzroy.


    Es macht Sinn den Vorgängerband „Der Knochensammler – die Ernte“ vorher zu lesen, damit man gut in die Story reinkommt und die Zusammenhänge versteht.

    Diesmal stehen der Knochensammler, seine und Sauls Lebensgeschichte im Vordergrund. Die Entwicklung der Geschichte wird nicht ausgebremst durch zu viele unnötige Details über die Charaktere und deren Familienleben. Die meisten Personen sind einem vertraut aus dem 1. Teil und müssen nicht mehr aufwendig eingeführt werden. Dadurch kann die Spannung stetig ihren Lauf aufnehmen und sich am Ende noch mal gehörig steigern.

    Die Geschichte wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Besonders ergreifend waren die Rückblicke in das Jahr 1955, die aus Sicht von Sylvie Howley, der Mutter des Knochensammlers, geschrieben wurden.

    Das Naturell vom Knochensammler als auch von Saul waren recht komplex, verderblich und tugendhaft. Nicht schwarz, nicht weiß. Als Leser war man hin und her gerissen.

    Leider gab es diesmal zu wenig Report über den geplanten Aufbau des Ossariums. Die anatomischen Beschreibungen der unterschiedlichen Krankheiten und ihre Auswirkungen fehlten diesmal leider.

    „Der Knochensammler – die Rache“ sollte nach dem Vorgängerband gelesen werden, ist spannender als der 1. Teil und beide zusammen sind ein interessantes Werk.

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    Kitsune87vor einem Jahr
    Kurzmeinung: „Die Rache“ ist der krönende Abschluss der Jagd nach dem Knochensammler.
    Der Knochensammler "Die Rache"

    Da es sich hierbei um den zweiten Teil der Reihe handelt und die beiden aufeinander aufbauen, solltet ihr die Rezension und auch das Buch erst lesen, wenn ihr bereits Teil 1 gelesen habt.


    Zur Rezension von Teil 1

    Daten:


    Titel: Der Knochensammler "Die Rache"
    Originaltitel: The Collector
    Autor: Fiona Cummins
    Übersetzer: Birgit Schmitz
    Verlag: Fischer Scherz
    Genre: Thriller
    Seiten: 432
    Erscheinungsdatum: 24.08.2017
    ISBN: 978-3651025011



    Meinung:


    Wenn mir Bücher richtig gut gefallen haben und bereits eine Fortsetzung angekündigt worden ist, bestelle ich diese meist direkt vor. Liegt das Erscheinungsdatum einige Monate in der Zukunft, kann es durchaus passieren, dass ich den Release vergesse. Dies führt immer wieder zu tollen Buchpostüberraschungen, die sich fast ein wenig wie Weihnachten anfühlen. Nur eben ohne Lametta. Bei dem zweiten Teil der Knochensammlerreihe ist dies auch wieder eingetreten und natürlich war die Freude meinerseits riesig.

    Am meisten wird für diesen Thriller sprechen, dass ich ihn innerhalb zweier Nächte ausgelesen habe. Eine Angewohnheit, die ich mir eigentlich abgewöhnt habe, um die Tage zu überstehen. „Die Rache“ wartete jedoch mit solch einer Spannung auf, dass ich es nicht zur Seite legen wollte, bis ich zur Lösung des Falls angekommen war.

    Der zweite Teil der „Knochensammler“ Reihe steigert dabei das Tempo und prescht den Leser durch die Handlung. Hierbei geht auch der Plan der Autorin, den Fall um den Knochensammler in zwei Teile zu packen, voll und ganz auf. Waren in die „Die Ernte“ noch der Charakteraufbau und das Heranführen an den Fall im Vordergrund, rückt in „Die Rache“ die Jagd nach dem Knochensammler in den Fokus.

    „Die Rache“ hat mich nicht mehr so zerstört zurück gelassen, wie es noch bei „die Ernte“ der Fall gewesen ist und doch haben mich die Gefühle der Charaktere teilweise wieder sehr hart erwischt. Was Cummins besonders gut beherrscht ist das Erschaffen von vielschichtigen Charakteren. Ein klassisches „gut vs. böse“ wird man hier vergebens suchen. Motive werden schlüssig aufgeklärt und besonders eine Reise in die Vergangenheit bringt Licht ins Dunkeln.

    Im vorherigen Band fiel es mir besonders schwer, mit Sergeant Etta Fitzroy Sympathien aufbauen zu können. Dies lag vor allem daran, dass mir die direkte Verbindung zu ihr fehlte. Wo die Gefühle der anderen Figuren – auch in Bezug auf die Erzählperspektive – gut rüber gebracht werden konnten, war bei ihr immer eine gewisse Distanz zu spüren. Dies änderte sich in diesem Band, da Fitzroy mehr Platz zur Entfaltung ihres Charakters geschenkt wurde. Weiteren Thrillern, abseits der Knochensammlerfälle mit ihr wäre ich nicht abgeneigt.

    Es darf auch nicht unerwähnt bleiben, dass man sich anscheinend der Kritiken aus der Leserunde im April auf Lovelybooks zu „Die Ernte“ angenommen hat. Der Buchrücken war bei diesem sehr instabil, so dass (selbst bei so einem pingeligen Leser wie mir) Leserillen entstanden sind. Dies ist hier zum Glück nicht geschehen.

    Fazit:


    Fiona Cummins ist die Meisterin der menschlichen Abgründe. „Die Rache“ ist der krönende Abschluss der Jagd nach dem Knochensammler. Noch rasanter und mit mehr Spannung beladen als der erste Teil und doch erst in der Kombination unschlagbar ist die Reihe um den „Knochensammler“ meine absolute Leseempfehlung an euch. Und ich hoffe doch sehr, dass es nicht das letzte Mal gewesen ist, dass wir etwas über Sergeant Etta Fitzroy lesen durften.

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    Tichiros avatar
    Tichirovor einem Jahr
    Kurzmeinung: Deutlich schwächer als der erste Teil.
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    juli.buechers avatar
    juli.buechervor einem Jahr
    Kurzmeinung: Wieder etwas weniger Spannung, aber eine tolle Geschichte
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    SuuperMichis avatar
    SuuperMichivor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine Spannende Fortsetzung des derbsten Teils. Ob es nach diesem Ende noch Stoff für mehr gibt?
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    AberRushs avatar
    AberRushvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Leider nicht besser als Teil 1. Schade, hätte echt gut werden können.
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    Der zweite Teil der Serie ist mindestens genauso spannend wie der erste.

    Auch im zweiten Teil der Thriller-Serie von Fiona Cummins schleicht sich die Spannung unbemerkt heran. Aber dann!

    Man möchte das Buch gar nicht aus der Hand legen und atmet erst am Ende, zumindest ein bisschen, auf.

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