Fiona Macleod

 3,3 Sterne bei 3 Bewertungen

Lebenslauf

Fiona Macleod ist das Pseudonym des schottischen Schriftstellers William Sharp, geboren am 12. September 1855 in Paisley. Unter dem Pseudonym Fiona Macleod, das er zeit seines Lebens geheim hielt, verfasste er feinsinnige, mystische Gedichte und Prosa. Er war als fortschrittlicher Denker und Verfechter der Rechte der Frauen bekannt. Außerdem war er ein führender Vertreter der keltischen Renaissance und setzte sich für schottische Kultur und Identität ein. Am 12. Dezember 1905 verstarb er in Bronte, Sizilien.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Fiona Macleod

Neue Rezensionen zu Fiona Macleod

Cover des Buches Keltische Sagen und Legenden (ISBN: 9783730615133)
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Rezension zu "Keltische Sagen und Legenden" von Fiona Macleod

Angie*
Fantasiereiche gälische Geschichtenwelt….

Meine Meinung zum Buch:

Für lesebegeisterte Liebhaber  von mystischen, gälischen  Sagen und Legenden, auch keltischen Ursprungs, ist dieses ältere Werk von William Sharp, der ein Zeitgenosse von WILLIAM BUTLER YEATS war, genau das Richtige zum Schmökern an dunstigen und verregneten Herbst- und Wintertagen vor dem Kaminofen oder gar offenem Feuer. 

Der schwülstige und oft etwas überladene Schreibstil des Autors entspricht genau der Mode und dem Geschmack der damaligen  Leser dieses Genre.  Die Bände *Wind und Woge* sowie *Von der Welt die war* ordne ich gern in die bunte Welt der Fantasie ein, entstanden durch mündlich weitergegebene, erzählte Geschichten in der gälisch sprechenden Bevölkerung von Irland, Schottland, der Bretagne, Wales, Cornwall, der Isle of Man, Galizien und den vielen kleinen Inseln, gelegen im Atlantik vor der schottischen Küste. Leider finden sich in diesem Buch fast nur Erzählungen aus Schottland und den schottischen Inseln. Das ist sehr bedauerlich und hat mich etwas enttäuscht, denn die gälische Kultur mit ihrer speziellen Sprache, den Sitten und Gebräuchen hat sich eben doch auch in den oben genannten Gebieten weit verbreitet. 

Doch wer trotzdem Gefallen an gut zu lesenden Einzelgeschichten über Robben, die sich in Menschen verwandeln, düsteren Burgen, blutigen und grausamen Geschehnissen, Lust auf übernatürliche Wesen aus der Anderswelt , denen Nebel und sprechende Krähen um die Köpfe flattern findet, der wird mit diesen über fünfhundert Seiten sicher bestens unterhalten und darf sich gruseln. 

Meine Bewertung: VIER **** STERNE !

Cover des Buches Wind und Woge - Keltische Sagen (ISBN: 9783730601761)
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Rezension zu "Wind und Woge - Keltische Sagen" von Fiona Macleod

Wermoewe
Sagen - Ja. Keltisch - Naja.

Der Name der Autorin ist das Pseudonym des schottischen Schriftstellers William Sharp( 1855-1905). Unter diesem Pseudonym verkauften sich seine Bücher besser.
Wind und Woge erschien erstmals als Wind and Wave 1902 ohne den Zusatz "Keltische Sagen" und wurde 1922 von Diederichs in Deutschland herausgebracht. Diese Ausgabe stammt von Anaconda Verlag.

Der Titel "Wind und Woge" hat in mir die Assoziation an Feen, das Meer und grüne Hügel geweckt. Leider wurden diese nur teilweise bestätigt.
Das Buch ist in die Teile "Von der Welt die ist" und  "Von der Welt die war" geteilt. Das Vorwort aus dem Original wurde nicht übernommen. Meiner Meinung nach ein Fehler. Vielleicht hätte man so die die Sagen besser einzuordnen gewusst.

Alle Geschichten spielen in Schottland und sind vom Genre unterschiedlich. Eine ist ein Thriller, andere Geister- oder Liebesgeschichten und auch ein paar legendenähnliche Geschichten findet man.
Vor allem im ersten Teil stellt man schnell beim lesen fest: diese Geschichten könnten so auch im 19. Jahrhundert statt gefunden haben. In der Mehrheit der Erzählungen, auch im zweiten Teil, gibt es viele Bezüge zum Christentum. Es gibt im gesamten Buch nur eine Geschichte in der die Kleinen Leute auftauchen. Zwar findet man eine Geschichte mit einem Stamm Menschen, der von Robben abstammt. Aber die christlichen Verweise haben mir doch etwas die Lust am lesen genommen.
Im zweiten Teil, wie der Name verspricht geht es doch noch etwas in der Zeit zurück. Hier trifft man nun auf Wikinger die in das Land einfallen. Jetzt könnte man denken es käme zur heroischen Schlacht zwischen den Invasoren und den Kelten - aber nein. Es wird gegen Christen und Klöster ins Feld gezogen, welche natürlich kaum eine Chance haben.
In einer der folgenden Geschichten taucht nun das Kleine Volk auf und hilft prompt dem Bösen. Diese Geschichte war eine der wenigen Geschichten die ich wirklich als Keltische Sage einstufen würde.


Wenn man dieses Buch als Sammlung schottischer Sagen sieht, dann kann ich sagen: ja, das sind alle enthaltenen Erzählungen. Aber ich würde nur wenigen zusprechen keltisch zu sein.
Es war interessant zu lesen, aber ich hatte anderes erwartet. Vor allem die sich durchziehenden christlichen Bezüge waren ganz und gar nicht mein Geschmack und finde ich haben mit keltischen Sagen kaum etwas zu tun.

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