Fiona Neill Alles so weit im Griff

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Inhaltsangabe zu „Alles so weit im Griff“ von Fiona Neill

Für Lucy Sweeney bedeutet Mutterglück vor allem eines: den permanenten Ausnahmezustand. Zeit für biologisch-dynamische Kinderkost? Verführerisches Outfit? Oder gar Sex mit dem Ehemann? Schön wär's. Die täglichen Herausforderungen, die das bunte Chaos namens Familienleben mit sich bringt, erfordern Lucys ganzes Improvisationstalent. Und von dem geheimnisvollen Robert, der sie zu verwegenen Tagträumen inspiriert, wollen wir gar nicht erst reden ... Oder doch?

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  • Rezension zu "Alles so weit im Griff" von Fiona Neill

    Alles so weit im Griff

    Buchstabenzauber

    23. September 2009 um 16:15

    Nachdem ich den Klappentext und die dazugehörigen Lobpreisungen gelesen hatte, hatte ich wirklich hohe Erwartungen an Fiona Neills Debütroman - schließlich wird er offensichtlich als Konkurrenz für Helen Fieldings „Bridget Jones“ angesehen. Wenn ich die beiden nun miteinander vergleiche, steht der „Gewinner“ ganz klar fest: Helen Fielding. Ich muss zugeben, dass viele Passagen wirklich lustig sind und nicht nur an Bridget Jones, sondern auch an Sophie Kinsellas Becky Bloomwood erinnern. So versteckt auch die Protagonistin Lucy Sweeney beispielsweise ihre ungeöffneten Rechnungen heimlich in einer Schublade und stürzt sich kopfüber von einem Fettnäpfchen ins nächste. Das ist aber auch – leider – das einzige, das mir an diesem Buch gefallen hat. Ich erwartete eine lustige Mischung aus den in der Inhaltsangabe genannten Stichpunkten, doch je mehr Seiten ich gelesen hatte, desto mehr hatte ich das Gefühl, dass sich der Roman eigentlich hauptsächlich nur darum dreht, ob Lucy nun eine Affäre mit Robert eingeht oder nicht. Alles andere gerät mehr und mehr in den Hintergrund, was wirklich schade ist, weil die Grundidee – eine überforderte Mutter, die im Chaos versinkt und nebenbei (!) auch noch verbotenerweise einen anderen Vater anhimmelt - eigentlich gar nicht so schlecht ist. Fiona Neills Schreibstil mag zwar an sich klar, unterhaltsam und gut verständlich sein, die gesamte Geschichte und die dazugehörigen Charaktere sind jedoch hauptsächlich konfus, widersprüchlich und Nerven aufreibend. Die Handlung ist vom Anfang bis zum Ende mit Flashbacks durchzogen, die für die eigentliche Handlung größtenteils völlig unwichtig sind und bloß verwirren. Der Leser erwartet möglicherweise, dass der Flashback auf etwas Wichtiges hinweisen wird, was er dann aber doch nicht tut, sondern den Roman nur unnötig in die Länge zieht. Auf der einen Seite wird Lucy Sweeney als eine chaotische, aber dennoch sehr liebevolle Mutter dargestellt, die sich um das Wohl ihrer Kinder sorgt. Auf der anderen Seite lässt sie ihren sensiblen, fünfjährigen Sohn ohne große Bedenken Nazi-Filme schauen und das ist bei weitem nicht der einzige Widerspruch: Die Protagonistin kämpft mit sich selbst und der Frage, ob sie sich von Robert fernhalten oder ihren Gefühlen freien Lauf lassen soll. Wie der Leser später erfährt, hat sie ihren Mann bereits sowieso schon zweimal ohne großartig zu zögern betrogen und warum um das vermeintliche dritte Mal dann überhaupt so ein Tamtam gemacht wird, bleibt mir ein Rätsel. Um viele der ebenfalls nicht wirklich notwendigen Nebencharaktere gibt es ähnliche Ungereimtheiten. Das Ende, das in einer Vielzahl von unglaubwürdigen Ereignissen gipfelt, war für mich die größte Enttäuschung. Lucy fasst im Laufe des Romans öfter den Entschluss, sich nicht auf Robert einzulassen und erklärt diese Entscheidung jedes Mal als endgültig. Letztendlich endet sie jedoch zusammen mit ihm in einem Hotelzimmer und lediglich die Tatsache, dass der Zimmerservice „die Stimmung ruiniert“, scheint sie im letzten Moment doch vom Seitensprung abzuhalten. Mich hat das Ende absolut nicht überzeugt und ich erkenne insgesamt auch keine Weiterentwicklung der Protagonistin. Vielleicht waren meine Erwartungen einfach zu hoch, aber als ich die letzte Seite umgeblättert habe, war ich nicht nur insbesondere vom Ende enttäuscht, sondern auch vor allem froh, das Buch endlich ausgelesen zu haben. Ich habe die ganze Zeit gehofft, dass Fiona Neill doch noch die Kurve kratzen und mich überzeugen würde – leider vergeblich. Einen Stern vergebe ich für die wirklich lustigen Passagen, die tatsächlich von einer chaotischen Mutter im Familienwahnsinn handelten, aber die Geschichte bedauerlicherweise auch nicht mehr retten konnten.

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