Fiona Shaw

 4,3 Sterne bei 24 Bewertungen
Autor*in von Der Honiggarten, Tell it to the Bees und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Fiona Shaw

Cover des Buches Der Honiggarten (ISBN: 9783426506813)

Der Honiggarten

 (21)
Erschienen am 03.02.2011
Cover des Buches Der Honiggarten: Roman (ISBN: B09DYG67R2)

Der Honiggarten: Roman

 (0)
Erschienen am 01.09.2021
Cover des Buches Tell it to the Bees (ISBN: 9781906994075)

Tell it to the Bees

 (1)
Erschienen am 01.04.2010
Cover des Buches A Stone's Throw (ISBN: 9781846688324)

A Stone's Throw

 (0)
Erschienen am 01.04.2013

Neue Rezensionen zu Fiona Shaw

Cover des Buches The Last Devil To Die: Thursday Murder Club, Book 4 (ISBN: B0BDFZVSQN)
susanne_beck_autorins avatar

Rezension zu "The Last Devil To Die: Thursday Murder Club, Book 4" von Richard Osman

Liebenswerter Senioren-Club löst Mordfälle und bringt uns das Leben im Alter näher
susanne_beck_autorinvor 4 Monaten

Jeder einzelne Charakter des Thursday Murder Club ist interessant, auf seine Weise liebenswert und mit einer gut durchdachten Hintergrundgeschichte. Und das ist für mich schon das Wichtigste an einem Cozy Crime. Natürlich ist auch die Mordermittlung wichtig, das Setting und was uns das Buch sonst noch erzählt - und auch das funktioniert bei Richard Osman für mich großartig, bisher in jedem Band.

Gerade in diesem Band hat er mich aber noch auf besondere Weise berührt, weil er wie ich finde die Auseinandersetzung mit dem Alter, den Krankheiten, den Einschränkungen und auch der gesellschaftlichen Wahrnehmung älterer Menschen auf eine sehr kluge, persönliche Weise führt. Ich mag diese Nebengeschichten mindestens genauso sehr wie die Mordermittlung selbst. 

Eine klare Leseempfehlung und ich freue mich schon riesig auf den nächsten Band!

Cover des Buches Der Honiggarten (ISBN: 9783426506813)
Jorokas avatar

Rezension zu "Der Honiggarten" von Fiona Shaw

Bittersüßer Honig
Jorokavor einem Jahr

Die Geschichte des Buches führt uns zurück in die Zeit nicht lange nach dem 2. Weltkrieg in einen kleinen Ort in England. Dort lebt Lydia mit ihrem Mann und ihrem 10jährigen Sohn Charlie in einer Reihenhaussiedlung. Schon seit längerem kriselt es gewaltig in der Ehe, doch Charlie bekommt davon wenig mit. Erst als sein Vater immer länger außer Haus bleibt, beginnt er die sich verändernden Lebensbedingungen zu erahnen. Viel Zeit verbringt er im verwilderten Garten von Dr. Markham mit den Bienenstöcken, die es ihm besonders angetan haben. Den Bienen vertraut er auch seine Geheimnisse an, die dann später in den Blasen des frischgeschleuderten Honigs gen Himmel entschwinden.


Dr. Jean Markham ist eine Ärztin mit Leib und Seele. Für ein geregeltes Privatleben bleibt da wenig Zeit. So ist sie alleine geblieben und hat nur eine Haushälterin, die sich vor allem um ihr leibliches Wohlergehen kümmert. Als Jean jedoch die Mutter von Charlie näher kennen lernt, erlebt sie zum ersten Mal in ihrem Leben, wie ihr ganzes Wesen von tiefgehenden und sie beunruhigenden Gefühlen durchflutet wird. Als Lydia diese Gefühle erwidert, schweben beiden im 7. Himmel, doch immer mit der Befürchtung im Hinterkopf, etwas Unanständiges und Verbotenes zu verfolgen.


So beginnt ein Versteckspiel, auch gegenüber Charlie, was sich aber umso schwieriges gestaltet, als er und seine Mutter bei Jean einziehen, nachdem die alte Haushälterin gekündigt hat und Lydia ihre Wohnung verliert, da ihr Mann sich weigert, Unterhalt zu zahlen. Zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen, könnte man denken. Und anderes als die vorhergehende Haushälterin, teilt Lydia fortan nun auch das Bett mit Jean.


Alles Verheimlichen endet letztendlich in einer Sackgasse, die Gerüchteküche brodelt und es ist nur eine Frage der Zeit, bis Robert, der Vater von Charlie davon Wind erhält und dem Treiben ein Ende bereitet......


Der Roman ist in einer recht flüssig zu lesenden Sprache gehalten. Der Handlung gelang es, mich über die kompletten mehr als 400 Seiten bei der Stange zu halten. Interessant sind die eingebauten Perspektivwechsel, in der die Sichtweise von den unterschiedlichen Agierenden ins Auge gefasst werden. Die konzentrieren sich auf Jean und Lydia. Es gibt aber auch die Ebene des Erzählers. Das Verhalten des 10jährigen Charlie gegen Ende des Handlungsverlaufs finde ich jedoch eher ungewöhnlich für ein normal gebundenes Kind diesen Alters.


Es geht klar um eine lesbische Beziehung zwischen Lydia und Jean, in einer Zeit, in der es noch keinen rechtlich geschützten Rahmen für gleichgeschlechtliche Liebe gab. Doch der Fokus wird dabei nicht zu sehr auf die körperliche Seite, sondern auf die emotionale Ebene und die gesellschaftlichen Auswirkungen gelegt. Das Ganze wird eingerahmt von einer kurzen Geschichte des erwachsenen Charlie, der sich auf die Spuren seiner Vergangenheit begibt.


Fazit: Eigentlich eher ein „Frauenroman“, der aber auch mir als Mann recht gut zu gefallen wusste.

Cover des Buches Der Honiggarten (ISBN: 9783426506813)
PeggyLanghanss avatar

Rezension zu "Der Honiggarten" von Fiona Shaw

So zart wie das Summen der Bienen, so wichtig wie ihre Existenz
PeggyLanghansvor 5 Jahren

Wäre ich nicht zufällig über die Filmwerbung ins Kino geleitet worden, wäre diese wertvolle Literatur nicht in meinen Fokus geraten.

Auch ist das Buch nicht mehr in der deutschen Übersetzung erhältlich, was äußerst bedauerlich ist.

So beziehen sich meine folgenden Worte auf die englische Originalversion, die ich mit Hochgenuss gelesen habe.

Die Geschichte der Begegnung zweier Frauen unterschiedlicher Herkunft aus der Sicht des zehnjährigen Charlie geschildert, ist die Geschichte einer großen Liebe im kleinbürgerlichen Milieu. Sie ist in einer Stadt in Schottland zu Beginn der 50er Jahre angesiedelt, ist jedoch in ihrer Problematik noch ebenso aktuell.

Mit wortgewandten, intensiven sprachlichen Bildern gelingt es der Autorin, tief in ihre Charaktere einzutauchen und deren Innenwelt für den/die Leser/in erlebbar zu machen. Ihre detailgenauen Schilderungen erwecken die beschriebene Landschaft, ihre Bewohner und deren Lebenssituationen zu äußerst bewegenden und berührenden Eindrücken.

Mutig entscheiden sich die Liebenden für ihre Liebe und ein Zusammensein entgegen aller herrschenden Widersprüche und Normen. Konsequent erscheint so auch das Ende des Buches, das vom filmischen Ende und dessen Umsetzung massiv abweicht. Damit steht es auch für ein modernes Bild der Frau, die selbstbewusst ihren Weg geht, zu sich steht und sich dafür einsetzt.


Ich wünsche mir mehr solch wunderbarer Literatur von solch herausragenden, intelligenten Schriftstellerinnen, wie Fiona Shaw es ist, in dieser Zeit.

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