SCHWACHER REIHENSTART...
Die Journalistin Maisie Jacob - eine überzeugte Londoner Stadtpflanze - wird ins Hafenstädtchen Littleport in Cornwall strafversetzt. Kaum ist sie angekommen, bricht ein Stück der Klippe ab und stürzt ins Meer. Ausgerechnet der Friedhof ist betroffen. So entdeckt Maisie, dass in einem der Särge eine Leiche zu viel liegt! Wurde hier ein Mord vertuscht? Mit Hilfe der exzentrischen Hotelbesitzerin Lady Lavinia geht Maisie einem bösen Verdacht nach. (Verlagsbeschreibung)
Maisie Jacob wird wegen eines üblen Fehlers in ihrer Berichterstattung von dem Zeitungsverlag in London in die "Verbannung" nach Cornwall geschickt. Dort wird sie von ihrem neuen Chef allerdings nicht gerade mit offenen Armen empfangen. Als ein Stück der Klippe abbricht und damit der Friedhof des Hafenstädtchens Littleport abstürzt, ist es Maisie, die entdeckt, dass in einem der nun offenstehenden Särge mehr als eine Leiche liegt.
Natürlich ist dies ein wunderbarer Stoff für einen Zeitungsartikel (und damit womöglich auch für Maisies Rehabilitation), doch der Chef der örtlichen Zeitung reißt die Berichterstattung an sich und beauftragt Maisie stattdessen, über das kommende Frühjahrsfest der Landfrauen zu schreiben. Und als ob das nicht reichen würde, hat Maisie es auch noch mit dem offenbar völlig vertrottelten Dorfpolizisten zu tun, der trotz der unverkennbaren Würgemale am Hals der überzähligen Toten behauptet, dass es sich bei der Todesursache der unbekannten Leiche um Selbstmord handeln müsse.
Maisie recherchiert selbstverständlich trotz aller Widerstände weiter, da sie die Vermutung hegt, dass hier ein Mord vertuscht werden soll. Doch sie kennt weder die Menschen im Ort noch die Gegebenheiten, und so ist sie froh, dass die Besitzerin des Hotels, in dem Maisie untergekommen ist, ihr zur Seite steht. Zuallererst müssen sie herausfinden, um wen es sich bei der unbekannten Toten handelt...
Für den ersten Band der Cosy Crime Reihe um Maisie Jacob kann ich leider nur knappe 3 Sterne vergeben. Dies liegt zum einen an den überzeichneten, stereotypen Figuren (die reiche und exzentrische Lady, die bereits etliche Male verwitwet ist; der Pfarrer mit Rastalocken und Haschkeksen für eingeweihte "Bedürftige", der kauzige Butler u.a.m.). Zum anderen gerät die Handlung etliche Male doch reichlich überzogen und unglaubwürdig, so dass man sich beim Hören stellenweise doch etwas veräppelt vorkommt.
Alles in allem eine flache Geschichte, die keine Stereotypen auslässt und jede Tiefe vermissen lässt. Und am Ende wird holterdiepolter ein derart lahmer Schluss präsentiert, dass man nur noch staunen kann.
Auch wenn Nora Jokhosha als Sprecherin der ungekürzten Hörbuchausgabe (5 Stunden und 34 Minuten) stimmlich eine passende Besetzung für die Journalistin Maisie ist, betont ihr Vortrag doch auch die dahinplätschernde Handlung, die leider recht spannungsarm ist. Der gelegentlich aufblitzende Humor rettete hier für mich den dritten Stern.
Ob ich der Reihe mit dem zweiten Band noch eine Chance gebe, ist derzeit noch ungewiss...
© Parden












