Firas Alshater Ich komm auf Deutschland zu

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Inhaltsangabe zu „Ich komm auf Deutschland zu“ von Firas Alshater

Firas Alshater ist ein ganz normaler Berliner mit Hipsterbart und Brille, ein Comedian und erfolgreicher YouTuber. Nur, dass er bis vor zwei Jahren in Syrien für seine politischen Videos sowohl vom Assad-Regime als auch von Islamisten verhaftet und gefoltert wurde. Erst die Arbeit an einem Film erbrachte ihm das ersehnte Visum für Deutschland, und Firas betrat den größten Kokon der Welt: den Westen. Seitdem versucht er, uns zu verstehen: das Pfandsystem, private Briefkästen, Fahrkartenautomaten und die deutsche Sprache („Da reicht ein Leben nicht für“). Doch als sein Bruder mit Familie über das Mittelmeer nach Europa kommt, erkennt Firas: Ich bin schon total deutsch. Kann also noch was werden mit uns und diesem neuen Land. Von seinen Erlebnissen in Deutschland und Syrien erzählt Firas witzig, tragikomisch, offen und immer liebenswert frech.

Supertolles Buch!

— Kiwihexe
Kiwihexe

Kurzweiliges Lesevergnügen zu einem aktuellen Thema, leider ohne wirklich neue Aspekte.

— MotteEnna
MotteEnna

Ein großartiges, humorvolles, sehr berührendes Buch.

— ekoepping
ekoepping

Firas findet genau die richtigen Worte - er berührt, macht Spaß und erklärt so einiges. Ein Muss!

— Svenjas_BookChallenges
Svenjas_BookChallenges

Unbedingt lesen! Ernstes Thema locker und mit viel Humor. Gewagt, aber absolut gelungen

— seitenjunkie
seitenjunkie

Unbedingt lesen!

— Annhue
Annhue

Unbedingt lesen!

— Annhue
Annhue

Unbedingt lesen!

— Annhue
Annhue

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  • Rezension: Ich komm auf Deutschland zu

    Ich komm auf Deutschland zu
    Kiwihexe

    Kiwihexe

    11. April 2017 um 14:36

    Firas Alshater ist anscheinend der bekannteste Flüchtling Deutschlands. Was ich aber nicht wusste, als ich mir das Buch zugelegt habe. Ich dachte nur: „Cooler Titel, der Klappentext gefällt mir auch, nehm ich mit.“Er ist wohl der berühmteste Flüchtling Deutschlands und seit dem Buch bin ich auch Fan. Seine Youtube Videos kannte ich vorher noch nicht, habe mir sie dann aber zumindest zum Teil angesehen. Firas schildert in dem Buch sehr humorvoll die Unterschiede zwischen Syrien und Deutschland (Stichwort: Toiletten, aber lest es selbst) und wie ihn die deutsche Bürokratie fast in den Wahnsinn getrieben hat, vor allem weil er die Schriftstücke zum Teil nicht lesen konnte (mit dem Amtsdeutsch habe sogar ich Schwierigkeiten, wie geht es da einem, dessen Muttersprache eben nicht deutsch ist). Firas erzählt aber auch aus seiner Gefangenschaft in den syrischen Foltergefängnissen in denen er mehrmals (!) inhaftiert war. Trotz der zum Teil schockierenden Erlebnisse die er hatte, ist der Grundton des Buches äußerst positiv. Der Schreibstil gefällt mir sehr gut. Zum Teil musste ich beim lesen sogar wirklich laut lachen (besonders bei dem Kapitel Tag eins in Deutschland und als Firas sich so seine Gedanken über deutsche Formulare gemacht hat). Firas berichtet aber auch über die (damaligen) Zustände im LaGeSo und in den Flüchtlingsheimen. Denn eigentlich ist es ja so, dass die Menschen ja zu uns kommen um frei zu sein. In den Unterbringungen sind sie aber alles andere als frei. Trotzdem verliert Firas nie seine positive Einstellung zum Leben und vor allem nicht seinen Humor. „Ich komm auf Deutschland zu“ hat mir supergut gefallen und bekommt von mir definitiv eine Empfehlung: Unbedingt lesen! 

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  • Typischer YouTube-Stil

    Ich komm auf Deutschland zu
    MotteEnna

    MotteEnna

    26. March 2017 um 22:12

    In dem Buch beschreibt Firas Alshater, wie er als Flüchtling nach Deutschland gekommen ist und wie er zu einem YouTube-Star geworden ist. Dabei versucht er auf lockere Weise seine ersten Eindrücke von uns Deutschen zu beschreiben und von seinen Erlebnissen in Syrien.Das Buch ist gut zu lesen, aber man merkt deutlich den SocialMedia-Einfluss. Auch sehr ersten Erlebnisse werden mit einem Schulterzucken abgetan und schnell zum nächsten lustigen Erlebniss übergeleitet. Man kann es gut lesen, aber wird nicht nachhaltig beeinflusst und vieles ist nach dem Lesen auch wieder direkt aus dem Gedächnis verschwunden.Zu empfehlen für Fans, Personen, die sich erstmalig mit dem Thema Flucht und Immigration beschäftigen wollen oder Leute, die einfach eine weitere persönliche Erfahrung eines Flüchtlings kennenlernen möchte.

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  • Großartig, humorvoll, emotional

    Ich komm auf Deutschland zu
    ekoepping

    ekoepping

    16. December 2016 um 21:49

    Firas Alshater durchschaut die deutsche Mentalität mit großem Verständnis und noch größerem Humor - wo man vor Verzweiflung weinen möchte, gelingt es ihm treffsicher, den deutschen Behördendschungel, Nazis und Männer (und Frauen) mit und ohne Bärte zu durchschauen und in seiner ihm ganz eigenen Weise mit Witz und Verstand zu entlarven. Chapeau - ein gut geschriebenes, humorvolles, ehrliches und sehr emotionales Buch. Das gehört unter jeden Weihnachtsbaum.

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  • Ein Buch, das man unbedingt gelesen haben muss!

    Ich komm auf Deutschland zu
    Svenjas_BookChallenges

    Svenjas_BookChallenges

    16. November 2016 um 18:45

    Firas Alshater ist wohl der berühmteste Flüchtling Deutschlands und auch ich zähle mich zu seinen Fans. Seine Youtube-Serie "Zukar" habe ich mir mit großem Genuss angeschaut (ernsthaft: Macht das auf jeden Fall!), einfach weil Firas mit seinen satirischen Videos den Nerv der Zeit trifft. Auf witzige Weise räumt er mit Vorurteilen über Araber und Flüchtlinge im Allgemeinen auf und setzt sich mit seiner neuen Heimat Deutschland auseinander. Denn er möchte vor allem eines: Nachdem seit Monaten (eigentlich nun schon Jahren) in sämtlichen Medien und in der Politik immer nur ÜBER Flüchtlinge gesprochen wird, will er, dass man endlich mal MIT ihnen spricht, denn sonst kann Integration gar nicht funktionieren. Und damit wir als Deutsche das besser verstehen können, erzählt Firas nun in seinem Buch Ich komm auf Deutschland zu seine Geschichte.Zunächst einmal ein paar Worte zum Schreibstil: Der ist relativ einfach und manchmal etwas unbeholfen, wirkt dadurch aber besonders authentisch. Zumindest ich (da ich ja die Videos kenne) hatte beim Lesen gleich Firas' Stimme im Kopf und so merkt man, dass er sich auch beim Schreiben treu geblieben ist, obwohl man ja davon ausgeht, dass der Lektor zumindest in Bezug auf Rechtschreibung und Orthografie viel korrigieren musste. Vor allem aber erzählt Firas, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, ohne auf die Tränendrüse zu drücken und dabei überraschend heiter, humoristisch und komisch. Obwohl auch viele schmerzhafte, bewegende und traurige Stellen dabei sind, spürt man, dass Firas sich mit seiner Vergangenheit abgefunden hat. Er will kein Mitleid, er will einfach nur erzählen. Wie so vieles macht ihn das unglaublich sympathisch.Firas erzählt nicht streng chronologisch, schweift zwischen drin immer mal wieder ab und webt die Erinnerungen an seine Heimat Syrien in den Bericht über seine Ankunft in Deutschland mit ein. Es wirkt, als würde er vor einem sitzen und sich beim Erzählen immer mal wieder an dieses und jenes erinnern. Und da macht es gar nichts, dass manche Dinge ein wenig durcheinander gewürfelt sind. Im Gegenteil, denn auch das trägt zur Authentizität bei. Und authentisch ist Ich komm auf Deutschland zu ja auch, denn schließlich ist es die Geschichte eines Syrers, der in seinem Heimatland verfolgt und gefoltert wurde, es auch in Deutschland anfangs nicht leicht hatte und es schließlich durch viel Mut und harte Arbeit ziemlich weit nach oben schaffte.Auf jeder einzelnen Seite spürt man, dass Firas ein Mensch ist, der vor allem eines liebt: Die Freiheit. Und das ist es, was ihn in Syrien zur Persona non grata macht. Firas berichtet anschaulich und vereinfacht, was das Assad Regime für ihn bedeutet und weswegen er sich dagegen stellte, an Demonstrationen teilnahm, Protestaktionen organisierte und die Verbrechen, die die Schergen des Diktators in seinem Auftrag begingen, auf Fotos und Videos festhielt. Als junger Mann, fast noch Jugendlicher, kämpfte Firas mit aller Kraft gegen das Regime, das sein Volk unterdrückte, und wurde dafür mehrmals gefangen genommen und aufs Schlimmste gefoltert. Einige Dinge schildert er brutal offen und man kann bei diesen Worten nur einen Kloß im Hals bekommen. Über einige Dinge kann er aber auch gar nicht schreiben, er ist einfach nicht dazu imstande und gibt das ganz offen zu - same here! Ich finde seine Worte sehr wichtig und sehr bedeutsam, denn sie erklären, weshalb so viele Syrer ihr Land verlassen mussten, wenn sie überleben wollten. Firas ist davon überzeugt, dass er einen fünften Gefängnisaufenthalt nicht überlebt hätte. Und bei dem, was er erzählt, hat man keine Zweifel daran.Aber auch mit anderen Vorurteilen räumt Firas auf. Viele Deutsche (sogar einige in meinem Bekanntenkreis) denken immer noch, dass Syrien so eine Art Dritte-Welt-Land ist, und es daher nicht sein kann, dass die syrischen Flüchtlinge, die hierher kommen a) Dinge wie Smartphones und Laptops besitzen (was dort tatsächlich aber auch schon seit einer Weile zum Lebensstandard gehört) und b) etwas für die Wirtschaft tun, sprich: hier arbeiten könnten. Dass Firas, der keinesfalls aus einer reichen Familie stammt, Proteste und Demonstrationen in Syrien per Facebook organisiert hat und dort auch einen Studienplatz hatte, beweist ja wohl das Gegenteil. Er gibt nicht nur einen Einblick in den Bürgerkrieg, der in seinem Land tobt, sondern eben auch in den syrischen Alltag, den sich viele Deutsche immer noch nicht vorstellen können.Und dann sind da natürlich die Teile, in denen Firas über Deutschland spricht, seine neue Heimat, wie er sagt. Man spürt, wie dankbar und glücklich er ist, hier gelandet zu sein und wie wohl er sich fühlt - einfach, weil hier Frieden herrscht. Er spricht aber auch darüber, dass er sich vor allem in der Anfangszeit im Flüchtlingsheim nicht wirklich frei, sondern eher wie ein bevormundetes Kleinkind fühlte. Er versteht die unnütze Bürokratie und chronische Ineffizienz in Deutschland nicht, er versteht nicht, wieso er staatliche Stütze beantragen muss, obwohl er doch eigentlich arbeiten kann und unbedingt will. Er versteht nicht, wieso er zunächst in keinen und dann in einen Deutschkurs gesteckt wird, in dem nur Araber sind, die sich logischerweise nur auf Arabisch unterhalten. Und ganz ehrlich: Wer von uns kann all diese unnützen Regeln eigentlich verstehen? Firas' Geschichte zeigt auf jeden Fall, dass in der Flüchtlingspolitik noch einiges passieren muss, auch wenn sich seit seiner Ankunft 2013 schon etwas getan hat.Natürlich setzt sich Firas auch mit der von den Medien so betitelten "Flüchtlingskrise" auseinander und dabei wird klar: Die Politik und die Medien schaffen an vielen Stellen künstlich Probleme, die gar keine sind. Firas malt keinesfalls alles rosarot, aber macht deutlich, dass man endlich mal damit aufhören sollte, geflüchtete Menschen zu bevormunden, um damit anzufangen, sie selbst zu Wort kommen zu lassen. Ganz nebenbei wirft er (für uns Deutsche) unbequeme Fragen auf, die aber wichtig sind und thematisiert werden müssen. Und (und das ist das Bemerkenswerte) das tut er ganz, ohne jemanden zu verurteilen oder an den Pranger zu stellen. Aber immer, wenn Firas erzählt, dass ihm irgendeiner an den Kopf geworfen hat, er könne nicht verstehen, weshalb er sein Land verlassen hat anstatt zu kämpfen, möchte ich gerne ausflippen. Niemand von uns kennt die Geschichte jedes einzelnen Syrers, der zu uns gekommen ist, und genau deswegen haben wir einfach nicht das Recht, jedem erstmal nach dem Gießkannenprinzip irgendetwas zu unterstellen. Jetzt kennen wir Firas' Geschichte und die zeigt: Der Krieg in Syrien ist schlimm und nur, weil wir in Europa die Augen vor der Gewalt, die dort an der Tagesordnung ist, verschließen, wird er dadurch nicht weniger schlimm.Ich bewundere Firas Alshater. Dafür, dass er sich nach all den Grausamkeiten, die er durchgemacht hat, nach all den Steinen, die ihm die Bürokratie in unserem Land anfangs in den Weg legte, seinen Humor bewahrt hat. Dafür, dass er sich selbst davor hütet, alle Deutschen über einen Kamm zu scheren. Er zeigt: Man kann nichts pauschalisieren und einige Dinge muss man einfach mit Humor nehmen!Mein Fazit:Firas kommt auf Deutschland zu und das ist für uns auf jeden Fall eine Bereicherung - genau wie sein erstes Buch. Mit Feingefühl, viel Humor und einer bestechenden Ehrlichkeit erzählt Firas seine teils bewegende und traurige, teils aber auch unglaubliche und hoffnungsvolle Geschichte und bleibt dabei ganz er selbst. Er berichtet über die Zustände in Syrien und über das Deutschland, das er als Flüchtling kennengelernt hat. Solche Stimmen braucht unser Land!

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  • Gewagt und gelungen! Unbedingt lesen!

    Ich komm auf Deutschland zu
    seitenjunkie

    seitenjunkie

    13. November 2016 um 18:30


    Unbedingt lesen!
    Ernstes Thema locker und mit viel Humor.
    Gewagt, aber absolut gelungen

  • Es ist eigentlich ganz einfach

    Ich komm auf Deutschland zu
    dominona

    dominona

    26. October 2016 um 08:36

    Man sollte sich für dieses Buch Zeit nehmen, weil es sich lohnt, über vieles nachzudenken.  Da wäre zum einen die Tatsache, dass jeder anders ist, aber man doch irgendwie miteinander klarkommen kann und dann ist in erster Linie ein Mensch genau das, Mensch - nur wird das nicht überall deutlich, in Syrien nicht und auch in Deutschland. Auch wahr ist, dass man die Wahl hat zu hassen oder das Gespräch zu suchen - was viel zu wenige tun. Das Buch hat mich berührt und ist erfrischend ehrlich im Bezug auf alles Mögliche.  Öffnet euch einfach wieder für die Menschen um euch herum und lasst euch nicht verrückt machen, von Medien und was weiß ich, miteinander leben, nicht gegeneinander.

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