Tram 83

von Fiston Mwanza Mujila 
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Tram 83
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Zufluchtsort der Gescheiterten

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Ein interessantes Werk, mir persönlich zu vulgär und zu einseitig in der Darstellung.

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Inhaltsangabe zu "Tram 83"

Eine heruntergekommene afrikanische Stadt – wer hierherkommt, hat ein Ziel: Geld machen, egal wie. Das Tram 83 ist hier der einzige Nachtclub, das pulsierende Zentrum. Verlierer und Gewinner, Profiteure und Prostituierte, Ex-Kindersoldaten und Studenten, sie alle treffen in dieser Höhle aufeinander, um zu essen, zu tanzen, um sich zu betrinken und sich zu vergessen. Hier, an diesem von Kriegen und Korruption gezeichneten Ort, treffen sich auch zwei ungleiche Freunde wieder: Lucien, der Schriftsteller, findet auf der Flucht vor Erpressung und Zensur Schutz bei Requiem, der sich durch das Leben gaunert.

Rhythmisch und rau erzählt Fiston Mwanza Mujila die Geschichte zweier ungleicher Freunde.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783293208032
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:208 Seiten
Verlag:Unionsverlag
Erscheinungsdatum:16.07.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    aus-erlesenvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Zufluchtsort der Gescheiterten
    Last exit hell

    Keine Bahnlinie, die einem von A nach B bringt. Keine Schunkelkutsche, die den einen Alltag gegen einen andere eintauscht. Wer ins Tram 83 eintaucht, kommt als anderer Mensch wieder heraus. Das Tram 83 ist eine Bar, eine Kaschemme, ein Sündenpfuhl im Nirgendwo des schwarzen Kontinents. Auf nur ein Bier kommt hier niemand vorbei. Die Trostlosen, die Trostsuchenden, die Glücksritter der Verliererstraße trinken hier um die Wette, und sich als Gewinner zu fühlen. 
    Lucien, der Schriftsteller ist auch hier. Wieder. Wieder in seiner Heimatstadt, am Bahnhof von Requiem empfangen. Der ist einer der Typen, die es nur im Roman zu geben scheint. Ein Gauner mit der Nase fürs Geschäft. Kurzlebig, gerissen, gewissenlos. Doch auch liebenswert, mit männlichen Trieben ausgestattet, dass man ihn dafür pausenlos ohrfeigen könnte. Fragt ein Mädchen im Bus, ob der Platz neben ihm noch frei sei, wird sie erst einmal gemustert und in Gedanken schon mal zur Probe flachgelegt. Was zu einer anderen Zeit eventuell gerade noch so als pubertär durchgehen könnte, ist bei Requiem „normal“. Bezeichnenderweise wohnt er auch noch im Viertel Les Vampires…
    Lucien ist also wieder zurück bei Requiem in dieser afrikanischen Großstadt ohne Namen, die ihn einst ohne Vorwarnung ins Leben kotzte. Als Schriftsteller war er immer wieder wegen seiner Schriften Anfeindungen ausgesetzt. Bei Requiem fühlt er sich sicher. Warum, weiß er selber nicht. Denn Requiem kann man nicht trauen, weder im Hellen noch im Dunkeln. Werde bei Tag noch bei Nacht. 
    Ferdinand Malingeau kreuzt den Weg der beiden ungleichen Freunde. Er ist Verleger aus der Schweiz und mächtig interessiert an Luciens Werk. Dass dies heute noch nicht generell auf Zustimmung stößt, heizt seine Begeisterung für den aufstrebenden Autor noch mehr an. Doch Lucien tappt da in eine Falle! Denn hinter seinem Rücken dealen Ferdinand und Requiem. Dieses verdammte Tram 83. Ist denn hier keiner, der auch nur einen Hauch Anstand in sich trägt…
    Fiston Mwanza Mujila führt den Leser gezielt in einen afrikanischen Moloch, der ungeschminkt das Dilemma einer ganzen Generation darstellt. Wenn die Hoffnung – als Letztes – schon längst verwest unter der Erde liegt, bleibt nicht mehr viel übrig, um dem Begriff Hoffnung selbige zu verleihen. Die Dirnen prahlen grußlos mit ihrer Sprachgewalt. Die Kindersoldaten sind frei in ihrer Rohheit und der Alkohol dient schon lange nicht mehr als Ausrede für den Wegfall der guten Manieren. Das Geld regiert hier in seiner pursten Form. Verhandlungen? Pah, was’n das?! Der direkte Weg ist die einzige Schneise im Dschungel der Ungerechtigkeit. Da passt einer wie Lucien eigentlich gar nicht rein. Doch ohne ihn, wäre das Tram 83 nichts, gar nichts, weniger als nichts. 

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    Buecherherbstvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Wild, rasant, unzähmbar, gewagt – einfach herausragend ungewöhnlich und ungewöhnlich herausragend, aber einer mitreißenden Melodie folgend.
    Alle Wege führen ins Tram

    Wonach strebt ein Mensch, wenn die Umgebung das Leben unermüdlich erschwert? In einer Großstadt namens Stadtland, ein fiktiver Ort irgendwo in Afrika, lernt man das Leben von seiner ungemütlichen Seite kennen. Das Einzige, das hier zählt, ist die kurzfristige Befriedigung des Glücks. Es herrschen Kriminalität, Drogen und der Rausch nach Diamanten und dem schnellen Geld: „Im Anfang war der Stein, und der Stein schuf den Besitz und der Besitz den Rausch, und im Rausch kamen Menschen jedweder Gestalt, die schlugen Bahntrassen in den Fels, fertigten ein Leben aus Palmwein und erdachten zwischen Markt und Minen ein System.“ Stadtland hat sich militärisch vom Hinterland losgesagt. Es wird von einem abtrünnigen General regiert, der auch die Macht über die Diamantenminen hat.

    Die vollständige Rezension unter https://buecherherbst.wordpress.com/2017/02/16/alle-wege-fuehren-ins-tram-rezension-fiston-mwanza-mujila-tram-83-buecherherbst-buecherblog-buchtipp-paul-zsolnay-verlag/

    Fiston Mwanza Mujila beschreibt in seinem Roman Tram 83 das Leben in einer „failed City“, in der Moral keine Rolle mehr spielt. Eine Stadt, in der der Strom rationiert ist, und die auf „den Grundsätzen Überlebenskampf, Edelsteine und Kalaschnikows beruhte“ – eine Stadt, welche die Globalisierung vielleicht schon weit hinter sich gelassen hat; oder noch weit davon entfernt ist. Der Mittelpunkt der Stadt ist das Tram 83, eine Mischung aus Bar und Bordell. Wenn die Nacht anbricht, kommen hier alle gesellschaftlichen Schichten zusammen, um die Härte des Alltags zu vergessen: Minenarbeiter, Studenten, Prostituierte und auch die ausländischen Geschäftsleute. Hier verdichtet sich die Atmosphäre: es ist laut, schwitzig, düster, exzessiv, ungezähmt und gesetzlos. Hier geht es einzig um Geld, Drogen und Sex. In Teilen ist es nichts anderes als eine Art Studio 54 Afrikas.

    Mit Tram 83 hat Fiston Mwanza Mujila einen Roman vorgelegt, der mit einem atmosphärisch dichten, stets dem Gefühl des Getriebenen nahen Erzählgeschwindigkeit daherkommt. Man muss sich womöglich erst an diesen Sprachstil voller Einschübe, Aufzählungen, Unterbrechungen („Was sagt die Uhr?“) und bewusster Wiederholungen („Was sagt die Uhr?“) gewöhnen. Wie wirre Stimmen in einer lauten Disko mutet es an. Doch nach der Eingewöhnung folgt der Rausch. Wild, rasant, wirr, unzähmbar, gewagt – einfach herausragend ungewöhnlich und ungewöhnlich herausragend, aber stets einer mitreißenden Melodie folgend.

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    sabatayn76vor 2 Jahren
    ‚Der Tod hat keinerlei Bedeutung, weil man noch nie wirklich gelebt hat.‘

    Inhalt:
    Das Tram 83 ist der einzige Nachtclub in einer heruntergekommenen afrikanischen Großstadt, die der Autor ‚Stadtland‘ nennt.

    An diesem fiktiven Ort treffen zwei alte Freunde aufeinander, die zusammen studiert haben, aber nun nichts mehr miteinander gemein haben: Lucien ist Schriftsteller, hat seine Frau und seinen Sohn verloren, war im Gefängnis und ist sich trotz aller Schwierigkeiten selbst treu geblieben. Requiem schlägt sich mit Gaunereien und Betrügereien durchs Leben, lässt z.B. Prostituierte für sich arbeiten, die ihre Freier fotografieren, damit Requiem diese erpressen kann.

    Mein Eindruck:
    Ich habe schon sehr viel über Afrika im Allgemeinen und den Kongo im Besonderen gelesen und war deshalb sehr gespannt auf den kontrovers diskutierten Roman ‚Tram 83‘.

    Mwanza Mujila erzählt in seinem Roman von Sex und Prostitution, Gewalt und Tod, der Arbeit in den Minen und Minenunfällen, Drogen und Armut, Folter und Gefängnis. Die Stimmung im Buch ist dementsprechend düster, unheilvoll und hoffnungslos. Dabei werden in Nebensätzen oft tragische Einzelschicksale erwähnt, wobei die Dramatik durch die Beiläufigkeit noch erhöht wird.

    Der Einstieg in den Roman hat mir sehr gut gefallen, und trotz der oft sehr vulgären Sprache und des eigenwilligen Stils mit den stakkatoartigen Sätzen, den endlosen Aufzählungen und den immer wiederkehrenden Wiederholungen bestimmter Phrasen, die sich durch das ganze Buch ziehen und teilweise sonderbar unverständlich bleiben, habe ich gut und schnell Zugang zu der Geschichte über Lucien, Requiem und das Tram 83 gefunden.

    Im weiteren Verlauf empfand ich die explizite und vulgäre Sprache, den Schreibstil sowie die gebetsmühlenartigen Wiederholungen jedoch als ermüdend, und die Lektüre konnte mich nicht mehr begeistern wie zu Beginn des Romans. Am Ende muss ich sagen, dass mir ‚Tram 83‘ trotz der spannenden Einblicke und der glaubwürdigen Schilderungen fremd geblieben ist.

    Mein Resümee:
    ‚Tram 83‘ zeichnet ein düsteres Bild vom Leben in einer afrikanischen Großstadt und ermöglicht es, besser verstehen zu können, warum sich Menschen, die dort leben, eine hoffnungsvollere Zukunft wünschen.

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    Nils avatar
    Nilvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein interessantes Werk, mir persönlich zu vulgär und zu einseitig in der Darstellung.
    "Was sagt die Uhr?"

    Tram 83 ist ein Club, eine Bar, ein Nachtetablissement irgendwo in Zentralafrika in einer fiktiven Stadt, die von einem "abtrünnigen General" wie von einem Diktator geführt wird.

    Hier an diesem Ort leben Requiem und Lucien. Der Erste macht Geld mit allem und jedem und der Zweite hat lyrische Schriftstellerambitionen. 

    Dieses Debüt vom Kongolesen Fiston Mwanza Mujila ist ein sehr ambivalentes Werk. Einerseits recht poetisch, sehr unkonventionell und eine frische afrikanische Stimme. Andererseits extrem vulgär und zu sehr auf die dunklen Seiten fokussiert.

    Fazit: Ein interessantes Werk, aber an sich keine überzeugende Handlung. Gibt einen Einblick in die harte Wirklich Afrikas, aber keine vergnügliche Lektüre.

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    Julinovor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Für mich ist die Darstellung des krassen Sexismus im Roman problematisch. Ansonsten ein interessantes Buch.
    Bunte Hülle, dunkler Kern

    Dunkler Kern in bunter Hülle: Fiston Mwanza Mujila zeichnet in seinem 2014er Debütroman Tram 83 das düstere Bild eines fiktiven mittelafrikanischen Landes in den Wirren eines endlosen Bürgerkriegs. Im Juli 2016 erschien die Übersetzung aus dem Französischen bei Zsolnay.

    Ein kurzer Schwenk durch die Handlung: Lucien, Historiker und Schriftsteller, kommt aus der Provinz in die Stadt zu seinem Kindergartenfreund Requiem. Der stadtbekannte Kriminelle nimmt ihn zähneknirschend bei sich auf. Lucien schnorrt sich durch und lernt schließlich bei einem Trinkgelage den Verleger Malingeau kennen, der sein ebenso verworrenes wie hochpolitisches Historienstück nach großem Hin und Her gegen den anfänglichen Widerstand Requiems veröffentlicht. Dass dieses am Ende einen Aufstand der Stadtbevölkerung gegen die Militärjunta auslöst, ist zu Anfang kaum vorstellbar.

    Klingt wenig? Ist es auch. Natürlich passiert noch mehr als in diesem kurzen Abriss dargestellt, doch kann die Handlung getrost als Vehikel bezeichnet werden, das die Lesenden durch das fiktive mittelafrikanische Land führt. Nicht mehr, nicht weniger. Und dieses Land hat es in sich.

    Mujila zeichnet mit groben Strichen die Dystopie eines zerfetzten Staates, der sich in das Hinterland und die Hauptstadt, einfach Stadtland genannt, teilt. Stadtland ist der Moloch, dessen nächtliches Herz das Tram 83 ist, eine Spelunke, in der alles zusammenkommt, was die Gesellschaft auszeichnet: verrohte Grubenarbeiter, streikende Studenten, Kriminelle und „gewinnorientierte“ Touristen, Ausländer, die nicht allein zum Spaß im Land sind.

    Dass ich bei den Bezeichnungen nicht gegendert habe, hat seine Richtigkeit: Frauen werden bis auf wenige Ausnahmen nur in drei (Alters-)Klassen unterteilt: Küken (<16), Single-Mamis (>16) und Frauen-ohne-Alter (=41). Wie auch bei den männlichen Berufsgruppen heiligt bei den Frauen der Zweck die Mittel. Der Zweck, das ist das Überleben. Das Mittel dazu ist Geld, welches nur die Männer mal mehr, mal weniger legal verdienen können – was liegt da näher, als den eigenen Körper zu verkaufen? Westliche Konzepte von Gleichberechtigung, Kindheit, Unschuld oder gar Liebe haben dabei keine Relevanz.

    Überhaupt zeichnet eine allgemeine Verrohung die Gesellschaft aus: entfesselte neoliberale Konkurrenz, postkoloniale wirtschaftliche Desorganisation und offene Korruption sowie ungehemmte, allgegenwärtige Sexualisierung sind die Pfeiler, auf denen Mujilas Konstrukt fußt. Raub ist das Hauptmotiv: Die Grubenarbeiter entreißen der Erde die knapp gewordenen Rohstoffe unter immer höheren Risiken, um sie für stetig schrumpfende Beträge an „Touristen“ mit Gewinnorientierung, ausländische Investoren und Händler, zu verkaufen. Die Kriminellen rauben wiederum die bettelarme Bevölkerung aus, auch wenn Touristen bevorzugte Ziele sind. Die Frauen betreiben zu guter – eher schlechter – Letzt Raubbau an ihren eigenen Körpern. Die Todesspirale eines zerrütteten Landes.

    Geschildert wird all dies in einem betont derben, übersexualisierten Ton, dem Sound von Stadtland. Der Erzähler steigert sich dabei von einem eher zurückhaltenden, in vielen Wiederholungen leicht rhythmischen Tonfall am Anfang des Romans bis hin zu einem pathetischen Ton am Ende, der ihn immer wieder in das Wir wechseln lässt und sich damit als so etwas wie eine kollektive Stimme von Stadtland zu erkennen gibt (und nein, er ist nicht das Volk).

    Alle Küken aus dem Tram 83 träumten von ihm. Sie liebten ihn, wollten mit ihm flirten, verehrten ihn, himmelten ihn an … Sie behaupteten, dass er der netteste Mann auf Erden sei. Sie lagen ihm zu Füßen, bettelten: »Nimm uns mit ins Bett, wir haben noch nie mit einem Intellektuellen gebumst, schon gar nicht mit einem Schriftsteller!« Aber Lucien, der keinerlei Schamgefühl besaß, flüchtete sich in seine Zettelsammlung, verschanzte sich in seiner Literatur, verließ das Tram schon vor 22 Uhr, weigerte sich, mit der Aushilfskellnerin mit den dicken Lippen zu tanzen, die ihn nicht mehr aus den Augen ließ, während wir anderen von derartiger Beliebtheit beim weiblichen Geschlecht nur träumen konnten. All diese Unschicklichkeiten verärgerten Requiem, für den Lucien, wir zitieren, »eine Beleidigung für die Männlichkeit« war.

    Die vielbeschworene Musikalität der Sprache, die an den Sound von John Coltrane erinnern soll, wie kein Werbetext müde wird zu betonen, habe ich dabei aber nicht so ganz erkennen können. Rau ist die Sprache, ja, derb vor allem, und durch viele, immer wieder in den Erzählfluss eingesprengte Wiederholungen wird auch eine Rhythmik erzeugt, ja. Auch die meist kurzen Sätze tragen dazu bei. Aber ist das Jazz? Vielleicht kann der lesende Autor ihn aus dem Text kitzeln, mir ging die Musikalität beim Lesen ab. Die ständigen Aufzählungen und Wiederholungen wirken auf mich mit zunehmender Dauer vielmehr unmotiviert, manchmal nervtötend. Das folgende Zitat ist das erste Drittel einer der Aufzählungen, die aber in dieser Länge nur ein paar Mal vorkommen:

    Schrottkarren im Straßengraben, Tiefkühlkost von den Galapagosinseln, Plunder, Ventilatoren, Ölwechsel, Schafe, Sarkasmen, Leichenwagen auf der Suche nach Frischfleisch, melaninverseuchte Eier, Reliquien, Minarette, so weit das Auge reicht, Kneipen, Bäckerei-Miederwaren-Fleischerei-Sägewerk-Fischläden, Telefonkabinen, Internetcafés, Vorstrafenregister, stehende Pfützen, hart umkämpfte Abfalleimer, herrenlose Hunde, Straßensperren, Müllberge, Schwarzmarkt für Ware und ihre Derivate […]

    Entscheidender aber ist für mich am Ende die Frage, was der Roman sagen will. Konkret: Wozu das alles? Wozu die Darstellung des verrohten Mikrokosmos rund um das Tram 83, der vollkommenen Verdinglichung der Frauen, der postkolonialen Verwahrlosung?

    Wichtig ist das Ende (SPOILERALARM!), der Aufstand der Bürger gegen die Herrschaft des Militärs in Person des „abtrünnigen Generals“, der schließlich zu Fall gebracht wird. Licht am Ende des Tunnels, wenn auch durch den dumpfen Boden einer leeren Bierflasche gebrochen. Die Emanzipation der Verlorenen, trotz allem.  

    Zu betonen bleibt aber genauso, dass gerade die Darstellung des krassen Sexismus im Roman meiner Meinung nach problematisch ist. Sie ist zwar durch das gesellschaftliche Setting der Dystopie durchaus motiviert; das emanzipatorische Moment des Romanendes gibt es für die Frauen aber so nicht, auch eine wie subtil auch immer geartete Kritik an den Verhältnissen ist nicht zu finden. Dies verleiht dem Buch einen faden Beigeschmack, der durch seine Allgegenwart vielen Lesenden wohl sauer aufstoßen dürfte.

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    miss_mesmerizedvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein sprachliches Feuerwerk dem ganz eigenen afrikanischen Rhythmus folgend.
    Fiston Mwanza Mujila - Tram 83

    Äquatorialafrika, es könnte Kongo sein, es könnte überall sein. Ein Ort namens Stadtland bildet die Kulisse für ein unglaubliches Schauspiel. Im „Tram 83“, eine Mischung aus Bar, Bordell und lokalem Handelsplatz für quasi alles, nahe des Bahnhofs gelegen, treffen sich allabendlich die Bewohner und die Touristen. Junge Mädchen, genannt Küken und kaum die Pubertät erreicht, bieten ihre Körper ebenso an wie erwachsene Frauen. Die Arbeiter der nahegelegenen Minen betrinken sich ebenso wie die Studenten. Ex-Kindersoldaten versuchen zu vergessen, ebenso wie die Verlierer des korrupten Staates. Unter ihnen auch Requiem, der sich mit Erpressung und zwielichtigen Geschäften ganz gut positionieren konnte. Lucien wiederum, erfolgloser Schriftsteller und Träumer, hat weniger Glück und die Tatsache, dass Requiem noch eine Rechnung mit ihm offen hat, wird es nicht leichter machen. Alle versuchen zu überleben in einem Land, das von regelmäßigen Stromausfällen, unsicherer politischer Lage und ausländischen Kräften geprägt wurde. Im Tram 83 verschwinden die Unterschiede jedoch manchmal, denn die Kellnerinnen schnauzen alle gleichermaßen an.

    „Am Anfang war der Stein, und der Stein schuf den Besitz und der Besitz den Rausch“ – man sagt guter Literatur nach, dass sie im ersten Satz schon alles unterzubringen mag, was die danach folgenden Seiten beinhalten. Fiston Mwanza Mujila hat sehr viel seines Romans hineingepackt in diesen ersten Satz: die Steine der Diamantminen, eine schier unerschöpfliche Geldquelle – für wenige. Ursache von Korruption und Verderbtheit. Schuld nicht nur an unsäglicher Armut, sondern auch der Suche nach dem Rausch und der Flucht vor der Realität. Der Alltag in Afrika, den uns der Autor präsentiert und den er nicht an einen Ort oder ein Land bindet, ist für uns Europäer verschreckend. Nichts lässt mich jedoch daran zweifeln, dass das Leben vielerorts genauso ist, wie wir es in „Tram 83“ kennenlernen. Was sonst hören wir aus Afrika außer Korruption, Drogen- und Alkoholabhängigkeit, Prostitution schon von Minderjährigen, kriegswilde Generäle, tödliche Minen etc. Viel Hoffnung auf Besserung gibt uns auch dieses Buch nicht.

    Was fasziniert jedoch so an diesem Roman, der dem Autor zahlreiche Preise eingebracht hat und in vielen Ländern von der Presse bejubelt wird? Wir haben keine Erzählung und Handlung, der ein Erzähler stringent folgt. Viel mehr folgt das Geschehen dem afrikanischen Rhythmus, wird unterbrochen, hat Wiederholungen, bestimmte Segmente tauchen regelmäßig auf. Wie im Jazz wird mal scheinbar improvisiert, dann geben wieder klare Regeln den Takt vor. Der Ton ist manchmal brutal laut, dann in einem fast heiteren Allegro bis hin zu einem leisen Piano, kulminierend in einem immer mehr Fahrt aufnehmenden Crescendo. Man muss sich in den ungewohnten Rhythmus einlesen, findet aber zunehmend Gefallen daran.

    Ein afrikanischer Roman also – jein. Man merkt, dass Fiston Mwanza Mujila Europa und seine Kultur kennt. Die oben bereits zitierte Stelle, die jedem Christen sofort das Johannesevangelium in Gedächtnis ruft, deutet an, dass hier auch mit der Frage des Kolonialismus gespielt wird. Es kam kein Erlöser nach Afrika; die Europäer, denen man im Roman begegnet, sind reiche Touristen oder Nachfahren der Kolonialzeit, die in abgeschotteten Stadtvierteln unter sich bleiben. Nur zum Vergnügen kehren sie ins „Tram 83“ ein und mischen sich unter die Einheimischen. Abgelöst werden sie nach und nach von den Chinesen, die möglicherweise ein neues Zeitalter einläuten werden. Das muss auch Lucien merken, der seine Literatur nach Europa verkaufen will – aber dort hat man schon kein Interesse mehr an Afrika. Zu wenig exotisch ist es mittlerweile. Bleibt am Ende nur noch, sich ins Getümmel des Tram zu stürzen und sich zu vergnügen, denn der Morgen hat wenig zu bieten. 

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    emilayanas avatar
    emilayanavor 2 Jahren
    Ein unglaubliches Feuerwerk der Gegenwartsliteratur

    Tram 83

     

    Genre: Gegenwartsliteratur

    Autor: Fiston Mwanza Mujila

    Verlag: Zsolnay

    Preis: 20 €

    Seiten: ca. 200

     

    1.     Handlung: Eine heruntergekommene Großstadt in Afrika, wer hierher kommt, hat ein Ziel: Geld zu machen, egal wie. Das „Tram 83“ ist der einzige Nachtclub der Stadt, ihr pulsierendes Zentrum. Verlierer und Gewinner, Profiteure und Prostituierte, Ex-Kindersoldaten und Studenten, sie alle treffen in dieser Höhle aufeinander, um sich zu vergessen. Hier, an diesem von Kriegen, Korruption und Globalisierung gezeichneten Ort, sehen sich auch zwei ungleiche Freunde wieder: Lucien, der Schriftsteller, findet auf der Flucht vor Erpressung und Zensur Schutz bei Requiem, der sich durch das Leben gaunert.

    2.     Schreibstil: Der Schreibstil des Autors ist unglaublich einzigartig. Ich habe in meinem Leben noch nie ein solches Buch gelesen. Um davon einen guten Eindruck zu bekommen werde ich nun eine Stelle zitieren: (S. 27 ff.)

    Die ersten Europäer, die die Gegend in Beschlag nahmen, starben wie gewohnt an den Folgen der

    >>Lebt ihr allein?<<

    >>Ja.<<

    >>Wir verstehen uns aufs Blasen.<<

    prekären hygienischen und klimatischen Bedingungen.

    So wie dieser Ausschnitt ist das ganze Buch geschrieben. Es gibt Sätze die eine Seite lang sind und eine ewige Aufzählung bilden. Zudem zieht sich der Satz: „Was sagt die Uhr?“ durch den ganzen Roman, was eigentlich Kurzgeschichtentypisch ist. Der Autor verfügt zudem über eine ungeheure Wortgewalt und Vielfalt. Außerdem schreckt er vor keinen Begriffen zurück und schildert die harte Wahrheit auf harte Weise. So ist der erste Satz in dem Buch den man liest: „Im Schweiße deiner Titten sollst du essen.“

    3.     Charaktere: Die Charaktere werden sehr interessant in die Geschichte eingeführt und entwickeln sich. Man begleitet mehrere Charaktere innerhalb des Buches, kann sich allerdings am meisten mit dem Schriftsteller Lucian, dem Bruder von Requiem, identifizieren. Vor allem beobachtet man wie sich die Beiden verhalten, nämlich extrem unterschiedlich. Auch die Vergangenheit wird anhand von Geschichten beleuchtet, von denen man allerdings nie weiß ob diese auch wirklich wahr sind. Es gibt auch einige Nebencharaktere von denen einige weniger beleuchtet werden als andere, die allerdings alle für sich stehen. Sie sind aus allen Schichten der Gesellschaft und

    4.     Umsetzung: Die Tram 83, die man auch schon fast als Charakter bezeichnen kann, da sich in ihr die unterschiedlichen Kulturen vereinen, ist der Hauptschauplatz der Handlung, die alles andere als stringent aufgebaut ist. Man erlebt wie die Diva die Menge in den Bann zieht und auch wie Lucian keine Chance hat gegen den Willen der Menge. Man bekommt ein Gefühl für die vonstattengehenden Korruption und das einfache Volk. Es ist allerdings nicht alles positiv. Man kommt nur schwerlich in das Buch hinein, da der Schreibstil und die seitenlangen Aufzählungen am Anfang sehr stören können und auch das ende des Buches zieht sich nach dem finalen Streich von Requiem ein wenig.

    5.     Cover: Ich finde das Cover wunderschon und auch passend. Mich erinnern die Formen darauf ein wenig an den oft beschriebenen Bahnhof. Übrigens wird dieser bis zu den letzten Seiten immer mit den gleichen Worten und Phrasen beschrieben.

    6.     Ende: Das Ende des Buches lässt sich nicht gut in Worte fassen. Im Grunde geht das Buch zu Ende wie es angefangen hat. Es hat sich fast nichts in der Stadt verändert obwohl so viel geschehen ist. Die Korruption nimmt weiter ihren Lauf und die Musik in der Tram 83 spielt immer noch lustig weiter und begleitet einen durch die Nacht.

    7.     Bewertung:

     

    1.     Handlung:           35 / 40

    2.     Schreibstil:         15 / 15

    3.     Charaktere:        18 / 20

    4.     Umsetzung:        8  / 10

    5.     Cover:                  5  / 5

    6.     Ende                     7 / 10

     

                                                            88 / 100

     

    Gesamtwertung:   8.8 P

    Genrewertung:      9 P

     

    Ein absolut grandioser Debütroman eines afrikanischen Autors der die unbeschönigte Wahrheit zeigt und schon mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet wurde.

     

    Hier einmal der Amazon-Link: Tram 83

    Und der Link zu dem Verlag: Zsolnay

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    JulesBarroiss avatar
    JulesBarroisvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Genießen Sie einfach diesen Roman, der daherkommt wie eine literarische Lokomotive, wie ein Vulkan.
    Genial, brillant, ohne Tabus

    Tram 83 - Fiston Mwanza Mujila (Autor), Katharina Meyer (Übersetzerin), Lena Müller (Übersetzerin), 208 Seiten, Paul Zsolnay Verlag (25. Juli 2016), 20 €, ISBN-13: 978-3552057975


    Requiem und Lucien, zwei Freunde oder zwei Feinde. Lucien, ein edler Dramatiker, keusch wie ein Mönch. Requiem, nicht sehr edel, Verbrecherchef, Soldat, Unternehmer, endlos hungrig. Diese beiden treffen sich in einer unbenannten kongolesischen Bergbaustadt. Ein Ort, an dem Lucien viele Jahre verbracht hat, um zu kämpfen. Kämpfen für sein Schreiben. Bestraft für sein Schreiben. Bestraft zu schreiben?

    Zentrum ist Tram 83, das schlagende Herz dieser Bergbaustadt, Auge des Sturms, wo Künstler, Arbeiter, Intellektuelle, Prostituierte, Arbeiter verschmelzen. Eine Bar, ein Bordell, ein Tanzschuppen, eine Jazzkneipe, ein Treffpunkt für Gescheiterte und Hoffnungsvolle, Resignierte und Verzweifelte, gebrochene Existenzen, Elemente des Elends, Korruption und Gelegenheit sammeln sich in einem Dunst von Drogen in betrunkenen Tänzen, durch die Sexualität, Philosophie und Politik wabert. Alle gefangen in einer gesellschaftspolitischen Kultur, in der Bewohner und Besucher gleichermaßen konkurrieren.

    Und dann beginnt ein polyphoner Wirbelsturm, der mehr ist als ein Roman. Das ist Rumba, Salsa, Jazz, Klassik, Rock und alle möglichen Fusionen. Das ist ein Theaterstück aus Gesprächen und Gesprächsfragmenten, eines auf das andere geschichtet. Eine schwarze Komödie, obwohl schreckliche Dinge passieren, kommt das Lachen bemerkenswert leicht. Das ist ein Text, gleichzeitig für Augen und Ohren.

    Tram 83 ist brillante afrikanische Literatur, ehrlich und erfrischend. Zum großen Teil besteht er aus faszinierenden Dialogen. Diese Sprache entwickelt eine eigentümliche Magie und einen betörenden Rhythmus. Ein frenetischer und bunter Stil. Ehrlich, unerbittlich und intellektuell herausfordernd. Fiston Mwanza Mujila schreibt mit einem siebten Sinn für Tempo und Timing. Ein Epos von Gewalt, Verzweiflung und Ablenkung

    Ich habe den Eindruck, dass er versucht, die Wahrheit wieder herzustellen oder besser, zusammenzusetzen. Dabei steigt er tief in ein kollektives Gedächtnis.

    Genießen Sie einfach diesen Roman, der daherkommt wie eine literarische Lokomotive, wie ein Vulkan. Genießen Sie diese magnetische Atmosphäre, diese Lava von Wörtern, dieses Stück Freiheit und Unabhängigkeit der Sprache und der Weltanschauung. Machen Sie sich selber ein Bild von diesem afrikanischen Realismus der Hinfälligkeit.


    Hier geht es direkt zum Buch auf der Seite des Zsolnay Verlages

    https://www.hanser-literaturverlage.de/buch/tram-83/978-3-552-05797-5/

    Fragen Sie in Ihrer örtlichen Buchhandlung nach diesem Buch. Wenn Sie in meiner Gegend „Landkreis Merzig-Wadern“ leben, dann wenden Sie sich an die Rote Zora: http://www.rotezora.de


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    stzemps avatar
    stzempvor 2 Tagen
    Kurzmeinung: Völlig neue Leseerfahrung. Zu Beginn gewöhnungsbedürftig, am Ende recht flott.
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    Siris27s avatar
    Siris27vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: wow, einfach nur WOW! Dieser Schreibstil ist einfach nur unglaublich. Rau, direkt und ohne Kompromisse.
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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    abas avatar


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