Fjodor M. Dostojewski Arme Leute

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Inhaltsangabe zu „Arme Leute“ von Fjodor M. Dostojewski

Die Liebe eines armseligen Kanzleibeamten zu der weitaus jüngeren Warwara schildert dieser Roman, der den vierundzwanzigjährigen Autor mit einem Schlag berühmt machte. Die beiden Hauptpersonen leben in einem Petersburger Armenviertel. Der Beamte Makar verzichtet auf persönliche Zusammenkünfte, um Warwara nicht ins Gerede zu bringen. So schreibt man sich ein Jahr lang Briefe. Doch die herbstliche Enttäuschung läßt nicht auf sich warten: Warwara heiratet einen reichen Gutsbesitzer, der sich ein Jahr zuvor an ihr verging, und verläßt Petersburg auf immer. Das Werk, das die Wirkung finanzieller Not auf die Seele der Menschen zum Thema hat, wurde von der zeitgenössischen Kritik hymnisch gefeiert.

Mein Lieblingsautor eben! Kann aber nicht die deutsche Übersetzung beurteilen, weil ich das Buch auf russisch gelesen habe

— malentendu
malentendu

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    Arme Leute
    SiCollier

    SiCollier

    Aber das wird mir wahrscheinlich schon von Geburt an so bestimmt gewesen sein, das war eben mein Schicksal, - dem Schicksal aber entgeht man nicht, wie Sie wissen. (Makar Alexejewitsch; Seite 113) Meine Meinung Einen Briefroman habe ich, wenn ich das recht überblicke, bisher noch nicht gelesen. Nachdem ich kürzlich „Die Dämonen“ gelesen habe, was lag näher, in so einem Falle zu einem Werk des gleichen Autors zu greifen. „Arme Leute“ ist ein recht kurzes Werk, rund zweihundert Seiten, und es ist Dostojewskis Debutroman, mit dem er auf Anhieb großen Erfolg hatte. Wie man aus den jeweiligen Datumsangaben der Briefe entnehmen kann, erstreckt sich die Handlung über einen Zeitraum von einem knappen halben Jahr. Die Handlung, wenn man von einer solchen sprechen kann, entwickelt sich aus zwei verschiedenen Blickwinkeln heraus. Dabei bleibt manches vage, wird nur angedeutet, denn die Briefeschreiber wissen ja, worauf sie sich beziehen. So etwa jenes Ereignis, auf Grund dessen Warwara Dobrossjolowa in ihre derzeitige etwas mißliche Situation gekommen ist. Es gibt Hinweise, als Leser stellt man Vermutungen an, und kann doch nur hoffen, daß einer der beiden das irgendwann einmal deutlicher in einem Brief erwähnt. Wie der Titel nahelegt, gehören die beiden Briefeschreiber - wie auch die meisten der sonst erwähnten Personen - eher der ärmeren Bevölkerungsschicht Rußlands um 1845 an. Man bekommt dadurch einen recht guten Einblick in die Situation solcher „kleinen Leute“; vieles entsprach dabei dem, was ich auch in anderen Büchern schon so oder ähnlich vorgefunden habe, so daß das „Kopfkino“ von ganz alleine angesprungen ist. Dostojewski beschreibt ein Rußland mit seinen Menschen, wie ich es mir vorgestellt habe. Makar Alexejewitsch ist rund dreißig Jahre älter als seine Briefpartnerin, und so ganz genau erfährt man nicht, in welchem Verhältnis die beiden zueinander stehen. Ist es Verwandtschaft, ist es Liebe - beides kommt vor. Aber wohin sollte eine Liebe zwischen den beiden führen - darüber haben sie wohl selbst nicht nachgedacht, und so nimmt denn auch alles seinen Lauf. In meiner Übersetzung von E. K. Rashin gibt es immer wieder Anmerkungen zu erwähnten Namen oder historischen wie literarischen Bezügen, die für ein besseres Verständnis hilfreich sind. Ich hatte durchaus etwas Mühe mit der Vorstellung, daß dies Dostojewskis erstes Werk ist, so durchdacht und stilistisch auf hohem Niveau erschien mir der Roman. Schon hier hat es Dostojewski für mein Empfinden vermocht - wie später in den „Dämonen“, die genau richtige Balance zwischen Nähe und Distanz zu den Figuren zu erzeugen, so daß ich über weite Strecken das Gefühl hatte, als „stiller Beobachter“ direkt neben den Figuren zu stehen, sie zu beobachten, ihnen zuzuhören, aber dennoch so viel Abstand hatte, daß es mich in den düsteren Stellen nicht mit hinunterziehen konnte. Das ganze Buch ist von einer leichten Melancholie durchzogen, die ich niemals als depressiv empfunden habe, sondern - um das fast schon klischeehaft auszudrücken - als „typisch russisch“. Am Ende des Briefwechsels angelangt ist alles klar und doch manches offen. Und es bleibt die Überlegung, wie es den beiden wohl in ihrem weiteren Leben ergangen ist. Das aber muß jeder selbst für sich herausfinden. Ein Buch, das noch eine ganze Weile nachwirken wird. Kurzfassung Ein Frühwerk Dostojewskis, das bereits deutlich seine Meisterschaft zeigt. Anmerkung: Gelesen habe ich den Roman in Band 1 der Ausgabe „Sämtliche Werke in 10 Bänden“ ca. 200 Seiten (für "Arme Leute"), gebunden Originaltitel: Bednye ljudi Aus dem Russischen von E. K. Rashin Verlag: Piper Verlag, München/Zürich 1980

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