Fjodor M. Dostojewski Aufzeichnungen aus dem Kellerloch

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Inhaltsangabe zu „Aufzeichnungen aus dem Kellerloch“ von Fjodor M. Dostojewski

Friedrich Nietzsche hielt die ›Aufzeichnungen aus dem Kellerloch‹ für einen Geniestreich der Psychologie. Und in der Tat: Dostojewskijs brillante Erzählung zeigt, dass Literatur nicht immer aufwendige Reisen durch die Welt unternehmen muss. Da die wahren Abenteuer ohnehin im Kopf stattfinden, erzählen poetische Reisen durch die Labyrinthe der menschlichen Seele oftmals die viel spannenderen Geschichten. Spannender jedenfalls als die Aufzeichnungen des Kellerlochbewohners, der sich voller Ekel von den Lügen der Gesellschaft abwendet, kann Literatur nicht sein. Mit dem Werkbeitrag aus Kindlers Literatur Lexikon. Mit Daten zu Leben und Werk, exklusiv verfasst von der Redaktion der Zeitschrift für Literatur TEXT + KRITIK.

Kellerwohnung, Beruf aufgegeben, bittere Gesellschaftskritik. Rückblicke auf eine von Selbstvorwürfen geprägte Vergangenheit. Toll!

— Ein LovelyBooks-Nutzer
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  • eBook Kommentar zu Aufzeichnungen aus dem Kellerloch von Fjodor M. Dostojewski

    Aufzeichnungen aus dem Kellerloch
    Lena Riess

    Lena Riess

    12. August 2015 um 20:32 via eBook 'Aufzeichnungen aus dem Kellerloch'

    Das Buch ist falsch formatiert. Der gesamte Anmerkungsapparat ist nicht zugänglich. Die Links im Buch führen alle zum Ende des Buchs. Bitte reparieren Sie das Buch und aktualisieren Sie es in Amazon. Danke.

  • Menschlicher Charakterausschlag

    Aufzeichnungen aus dem Kellerloch
    berenstein

    berenstein

    07. January 2014 um 22:03

    Ein Mensch kübelt seinen gesamten Weltekel und Menschenhass aus. Und das ist das Buch, die Essenz des Textes. – Wirklich? – Ja, schon. Aber nicht ganz. Nicht nur. In „Aufzeichnungen aus dem Kellerloch“ seziert Dostojewski einen Charakter, der zwischen Minderwertigkeitskomplexen und Größenwahn, zwischen dem Bedürfnis zu gefallen und dem Hass auf alle und alles changiert; und niemals einen Ruhepunkt finden. Dieses Buch ist intensiv, kraftvoll und auf seine Art verstörend. Man sollte es gelesen haben, wenn man sich für die menschliche Psyche interessiert und die Finger davon lassen, wenn man ein simples, eindimensionales Menschenbild kultivieren möchte.

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  • Rezension zu "Aufzeichnungen aus dem Kellerloch" von Fjodor M. Dostojewski

    Aufzeichnungen aus dem Kellerloch
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    14. July 2012 um 12:10

    Alias Aufzeichnungen aus dem Untergrund Aufzeichnungen aus dem Dunkel der Großstadt Veröffentlichung 1864 erstmalig in der Zeitschrift "Die Epoche" Handlung Ein von Selbsthass zerquältes und verbittertes Individuum ist von der Gesellschaft und deren Lügen angewidert. Anmerkungen „Die Aufzeichnungen aus einem Kellerloch sind das erste Werk Dostoevskij, in dem er eine Ideologie als Mittel der Charakteristik verwendet. Die Ideologie des Mannes aus dem Kellerloch, so wie sie im ersten Teil gegeben ist, bildet mit dessen Charakter ein Ganzes. Man weiß nicht ob die Ideologie aus dem Charakter oder der Charakter aus der Ideologie entstanden ist, was das Primäre und was das Sekundäre ist.“ Trubetzkoy, Dostoevskij als Künstler S. 119 Eine andere Umschreibung vermeintlich dieses Sachverhaltes: „Insgesamt also eine Mischung aus echtem Dostojewskij, einem modifizierten Dostojewskij und einem Nicht-Dostojewski.“ Braun, Maximilian; Dostojewskij-Das Gesamtwerk als Vielfalt und Einheit S. 97 Nur drängt sich hier die rhetorische Frage auf: Für welches Werk von Dostojewski gilt dies nicht?! „Wenn Stil Persönlichkeit und Weltanschauung ist, dann hat Dostojewskij zum ersten Mal seinen Stil der schonungslosen psychologischen Wahrheit in den Memoiren aus dem Untergrund.“ Maurina, Dostojewskij S. 256 „>Die `Aufzeichnungen aus dem Untergrund` sind ein herzzerreißender Angstschrei, einem Menschen entfahrend, der ganz plötzlich feststellen musste, sein ganzes Leben lang gelogen und getäuscht zu haben, als er sich und die anderen davon überzeugte, dass höchste Daseinsziel bestehe im Dienst am niedrigsten Menschen. Bis zu diesem Zeitpunkt sah er sich vom Schicksal bevorzugt, für eine große Sache vorherbestimmt. Jetzt aber hat er ganz plötzlich erkannt, dass er um nichts besser ist als andere Menschen, dass ihm genauso wenig an irgendwelchen Ideen liegt wie einem gewöhnlichen Sterblichen.< (. . .) Die Untergrundaufzeichnungen bezeugten, so Šestov, dass Dostoevskij nicht länger zurückhalten konnte, was da an Grauenhaftem in seiner Seele erwacht war. Komme was wolle, seine Lebenslüge war nicht länger zu ertragen und darum habe er sich öffentlich, aber nicht offenherzig, von seiner Vergangenheit losgesagt." Gubo, Viola Karin; Das Dostoevskij-Bild im Werk von Lev Šestov „Dostoevskij dringt sozusagen in das Innere des Mannes aus dem Kellerloch ein, stellt sich vollständig auf den Standpunkt und sieht alles mit den Augen des Helden. Seinen eigenen Standpunkt, seine Fratze* zeigt er nicht. In den Aufzeichnungen aus einem Kellerloch ist dieser Kunstgriff, dieses restlose Aufgehen im Helden, so gelungen, dass die meisten Leser, ja nicht nur Leser, sondern auch ernsthafte Literaturforscher und Denker, bis heute sich dadurch täuschen lassen. Große Denker wie Lev Šestov, feine Kenner Dostoevskijs wie Leonid Grossmann und Komarovič behaupten, Dostoevskij habe sich in diesem Werk von seinen früheren humanistischen Idealen losgesagt – ohne den Umstand zu berücksichtigen, dass die Aufzeichnungen in den ersten Heften der Epocha erschienen, deren Anliegen es war, die idealistische Richtung so gut wie möglich zu betonen, sodaß schon aus diesem Grunde eine Lossagung vom Idealismus ganz ausgeschlossen wäre.“ Trubetzkoy, Dostoevskij als Künstler S. 120 * Die Formulierung Fratze bezieht sich auf die Passage eines Briefes Dostojewskis im Februar 1846 an seinen Bruder Michail bezüglich seines Romans Arme Leute: „Unser Publikum hat wie jeder Pöbel den richtigen Instinkt, doch keine Bildung. Sie können nicht begreifen, wie man einen solchen Stil schreiben kann. Sie sind es gewöhnt, in jedem Werk die Fratze des Verfassers zu sehen. Ich habe aber die meinige nicht zeigen wollen. Sie wollen es gar nicht einsehen, dass diese oder jene Ansichten von Djewuschkin und nicht von mir ausgesprochen werden.“ Briefe; Piper S. 53 Weiterführende Literatur: Dostoevskijs Auseinandersetzung mit dem Gedankengut Tschernyschewskijs in "Aufzeichnungen aus dem Untergrund" 1980 Lambeck, Barbara Der einsame Mann im Untergrund. F. M. Dostojewskij, „Aufzeichnungen aus dem Untergrund“. In: DDG Jahrbuch S. 31-48 Schwarzwäller, Klaus Dostojewskijs „Paradoxalist“. Anmerkungen zu den Aufzeichnungen aus einem Kellerloch. In: Das Paradox. Eine Herausforderung des abendländischen Denkens S. 481-497 Gerigk, H. J. Die Psychologie der Erniedrigung. Überlegungen zu den „Aufzeichnungen aus einem Kellerloch“ von Dostojewskij. In: DDG Jahrbuch 11 S. 67-87 Flick, Verena

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  • Rezension zu "Aufzeichnungen aus dem Kellerloch" von Fjodor M. Dostojewski

    Aufzeichnungen aus dem Kellerloch
    Sokrates

    Sokrates

    27. January 2011 um 11:24

    Nein, so richtig wollte der Funke nicht überspringen. Der Roman besteht aus zwei Teilen, von denen der erste wie ein innerer Monolog aufgebaut ist, der zweite ähnlich einer Novelle. Die Stimmung ist bedrückt. Es wird nur gemeckert, alles ist Schlecht, das Böse gehört zum Erzähler, sein Leben ist misslungen, verbittert und mit zynischem Unterton bekrittelt er alles und jeden, die gesamte Gesellschaft einschließlich der Naturwissenschaft erhalten eine negative Bewertung. Interessant erscheint auf der ersten Seite eine von Dostojewski eingefügte Fußnote: der Roman wäre eine reine Erfindung, die Handlung ein Produkt der eigenen Fantasie, dass sich Parallelen in der Wirklichkeit finden liesen, sei indes nicht ausgeschlossen. Ich bin nicht weit gekommen, habe - da der Erzählstil mich nie mitgerissen hat - abgebrochen. Vielleicht ein andermal wieder...

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