Fjodor M. Dostojewski Der Doppelgänger

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Inhaltsangabe zu „Der Doppelgänger“ von Fjodor M. Dostojewski

"Der Spieler", "Schuld und Sühne", "Der Idiot", "Die Teufel", "Die Brüder Karamasow" sind nur ein Teil des Schaffens dieses außergewöhnlichen Genius. Erzählungen und romanartige Aufzeichnungen ergänzen das Werk. Sie verdienen dieselbe Beachtung. Vor uns steht ein Bild des Menschen in seiner Widersprüchlichkeit und Vielfalt. Es entstehen Teufel und Engel von Menschen. Es zeigt sich das Teuflische und Engelhafte im einzelnen. In 16 Bände aufgeteilt, legt der Insel Verlag die zuverlässige und empfehlenswerte Übersetzung in Einzelausgaben vor, die viele Menschen wieder zu Dostojewskis Werk führen sollte. (Quelle:'Flexibler Einband/01.10.1995')

Zählt neben "Schuld und Sühne" zu meinen Favoriten von Dostojewski

— Second993

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  • Rezension zu "Der Doppelgänger" von Fjodor M. Dostojewski

    Der Doppelgänger

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    11. July 2012 um 07:38

    Was folgt ist keine eigentliche Rezension. Es sind einige Informationen zum Buch, die entweder neugierig machen oder auch bei der Rezeption unterstützen sollen. Sollte diese Platzierung als unpassend empfunden werden, möge man mir da bitte mitteilen. Veröffentlichung 1846 erstmalig in der Zeitschrift "Vaterländische Analen" Handlung Ein Beamter wird von seinem sich zunehmend vergegenständlichenden Ego zunehmend aus dem eigenen Leben verdrängt und endet im Wahnsinn. Anmerkungen November 1845 Dostojewski an seinen Bruder Michail „Ja Bruder, wenn ich Dir alle meine Erfolge aufzählen wollte, so mir das Papier dazu nicht ausreichen. Ich glaube, daß ich bald viel Geld haben werde. Goljadkin geling mir großartig; es wird meine Meisterwerk werden.“ Briefe; Piper S.51 „Das Phantastische erinnert an Gogols Petersburger Erzählungen, vor allem an die Aufzeichnungen eines Wahnsinnigen und an Die Nase. Nicht zu übersehen sind auch die Vorbilder aus der westeuropäischen Literatur insbesondere der grotesk-romantischen Werke E.T.A. Hoffmanns.“ Dostojewski; Weiße Nächte – Frühe Prosa II, Aufbau Verlag 1986 S.497 April 1846 Dostojewski an seinen Bruder Michail „Unangenehm und qualvoll ist es jedoch für mich, daß mein eigenen Freunde, Belinskij und die anderen, mit meinem Goljadkin unzufrieden sind. Der erste Eindruck war ein unbewusstes Entzücken, großes Aufsehen und großes Gerede. Der zweite Eindruck war Kritik. Alle, das heißt meine Freunde und das Publikum, erklärten einstimmig, daß mein Goljadkin langweilig und fad sei und so sehr in die Länge gezogen, daß man ihn unmöglich lesen könne.“ ebenda S.55 „Bei der ersten Lesung war Belinskij noch begeistert von den `erstaunlichen psychologischen Feinheiten` ,wie sie nur Dostojewski beherrsche. Ein Jahr später, als der ganze Roman vorlag, schrieb Belinskij, der Doppelgänger sei von einem `Kolorit der Phantastik` gekennzeichnet, das nicht von Poeten, sondern von Ärzten behandelt werden müsse.“ ebenda S.531 Auch Belinskij hat bei aller Schärfe seiner Kritik nicht geleugnet, daß `der Autor große schöpferische Kraft an den Tag gelegt, und der Charakter des Helden gehört zu den tiefsten und kühnsten Konzeptionen, deren sich die russische Literatur rühmen kann; Geist und Wahrheit gibt es in diesem Werk eine Unmenge, ebenso künstlerische Meisterschaft`." Onasch, Konrad; Dostojewski als Verführer S.113 „Später plante er die Umarbeitung des Werkes. 1859 teilte er aus Twer seinem Bruder mit: `Währenddessen will ich Dir Mitte Dezember den aufgebesserten `Doppelgänger` senden (oder persönlich bringen). Glaube mir Bruder, diese Umarbeitung, unter Hinzufügung eines Vorwortes, wirkt ganz ebenso, als ob es ein ganz neuer Roman sei. Das Publikum wird endlich erkennen, was eigentlich der `Doppelgänger` vorstellt! Ich hoffe, sogar allzu großes Interesse damit zu erregen. Mit einem Wort, ich fordere alle zum Kampfe heraus. Und endlich, wenn ich auch den `Doppelgänger` jetzt nicht umarbeite, wann werde ich denn sonst dazu kommen? Weshalb soll ich aber eine vortreffliche Idee verloren geben, einen sehr bedeutsamen Typ, was seine gesellschaftliche Wichtigkeit anbetrifft, den ich zuerst entdeckte und dessen Verkünder ich gewesen bin?“ Dostojewski F. M.; Briefe 1937 – 1981 Als schwanke der Boden unter mir, Verlag der Greif Wiesbaden S.148 Die geplante Neubearbeitung kam nicht zustande. Allerdings finden sich in Dostojewskis Notizbüchern der Jahre 1861 bis 1864, Entwürfe zu einigen neuen und aufschlussreichen Episoden zum Doppelgänger.“ Dostojewski; Weiße Nächte – Frühe Prosa II, Aufbau Verlag 1986 S.499 „Für die spätere Entwicklung Dostojevskijs ist dieses Werk sehr wichtig. Es enthält bereits vieles, was später in den weiteren Werken ausgearbeitet wurde. Der innere Zwiespalt, der Kampf gegen das eigene Minderwertigkeitsgefühl, die Personifizierung des `Ichs` in Gestalt eines Zerrbildes – all diese Motive findet man in der Reifezeit Dostojevskijs wieder.“ Trubetzkoy; Dostojevskij als Künstler S.51

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