Fjodor M. Dostojewski Der Großinquisitor

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Inhaltsangabe zu „Der Großinquisitor“ von Fjodor M. Dostojewski

Dostojewskis große Parabel vom Kampf gegen entleerte Institutionen, für die Selbstbestimmung des Menschen und seine geistige Freiheit.

Die Firma Kirche versus Jesus.

— Goodread

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  • Ein Kapitel aus "Die Brüder Karamasow" – Der Großinquisitor

    Der Großinquisitor

    juni_mond

    05. November 2015 um 13:15

    Iwan Karamasow trägt in diesem kurzen Auszug aus "Die Brüder Karamasow" seinem Bruder Aloscha seine Dichtung über einen Inquisitor vor. Der Großteil dieser Dichtung besteht aus einem Monolog des Inquisitors, der Jesus eine Vorhaltung dazu macht, dass er, hätte er den drei Versuchungen in der Wüste nicht widerstanden, die Menschheit hätte glücklich machen können. Er, der Inquisitor, liebe nämlich die Menschen und hätte erkannt, wer sie wirklich seien und was sie wirklich brauchten. Dies würde ihnen im Zuge der Inquisition gewährt und daher machten sie die Menschen glücklich... Jesus, der wieder auf die Erde zurückgekehrt ist, störe das Ganze nur unnötig...   Bruder Aloscha ist empört was sein Bruder da zusammengesponnen hat und zweifelt an der inneren Haltung Iwans.   Mir hat der kurze Einblick in "Die Brüder Karamasow" gefallen, allerdings halte ich es nicht für sinnvoll, dieses Kapitel separiert zu haben. Ich werde wohl den vollen Roman lesen.

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  • gute Idee, schlechtes Ende

    Der Großinquisitor

    dominona

    19. October 2014 um 17:16

    Dies ist das 5. Kapitel aus "die Brüder Karamasov" und hat es eigenständig zu Ruhm gebracht. Da erscheint Jesus Christus im 16.Jahrhundert wirklich und ein Großinquisitor lässt ihn festnehmen,um ihm eine Predigt zu halten, warum er ihn nicht am leben lassen kann. Er rechtfertigt das Verhalten der Inquisition und der Menschheit allgemein und klagt Gottes Sohn offen an, indem er meint, wenn jemand auf diesen Scheiterhaufen gehöre, dann wohl er. Ich war erstaunt über die Klarheit der Schilderung und die Unverfrorenheit mit der der Großinquisitor argumentiert. So offen findet man Kritik sowohl am Konzept der Religion als auch an der Menschheit selten, aber ich hätte mir einen anderen Schluss gewünscht, was das Poem leider nur mehr als mäßig ausklingen lässt.

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  • Rezension zu "Der Großinquisitor" von Fjodor M. Dostojewski

    Der Großinquisitor

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    14. July 2012 um 11:40

    Es ist ein Auszug aus Dostojewski letztem Roman "Die Brüder Karamasow", wegen seiner essentialen Aussage jedoch oft alleinstehend veröffentlicht. Um was gehts: Jesus kehrt auf die Erde zurück und bekommt Ärger mit der Inquisition. Konkret wird Jesus vom Oberinquisitor festgenommen und bekommt vom selbigen in der Zelle die Leviten gelesen. Jesus wird vorgeworfen, die Menschen mit einer Freiheit zurückgelassen zu haben, mit der sie nicht umgehen können und nach der sie kein wahrliche Verlangen besitzt. Hier trifft der Inquisitor uneingeschränkt auf meine Zustimmung. Jesus übrigens spricht im ganzen Text nicht ein einziges Wort. Um diesen Fakt allein schon streiten sich Literaturwissenschaftler und Philosophen. Übrigens ohne Aussicht auf Erfolg. . . Noch wenig Weiterführendes: Torquemada hat Dostojewskij „Don Carlos“ entlehnt. Doch ging es beiden lediglich vordergründig um den Widerspruch zwischen christlicher Lehre und kirchlicher Praxis. Wolle, Stefan; Die heile Welt der Diktatur S. 126 Fjodor lektorierte die Übersetzung seines Bruders Michael, die 1848 erschien. Also kannte der Dichter die Figur des Großinquisitors aus dem »Don Carlos«. Vermutlich hat er auch von Schillers Äußerung Notiz genommen, der in seinem zweiten Brief über »Don Carlos« schrieb: »Sagen Sie selbst, mein Freund – das kühnste Ideal einer Menschenrepublik allgemeiner Duldung und Gewissensfreiheit, wo konnte es besser und wo natürlicher zur Welt geboren werden als in der Nähe Philipps II. und seiner Inquisition?« Niederstein, Peter; Dostojewskis politische Theologie Von: „Ein lohnendes und spannendes Unternehmen ist es, die Gestalt des Großinquisitors in Schillers »Don Carlos« (V. Akt, 10. Auftritt) mit dem Großinquisitor in Dostojewskijs Roman »Die Brüder Karamasow« (5. Buch, Kapitel V) zu vergleichen. (. . . ) Wir befinden uns im Spanien des 16. Jahrhunderts. Ins Auge fällt sofort, dass beide Gestalten im Alter und in ihrer Erscheinung sich sehr ähnlich sind. Beide sind Greise von neunzig Jahren, asketisch in ihrem Aussehen. Beide sind Ankläger und beherrschen das Gespräch. Beide sind unerbittliche Gegner menschlicher Freiheit und Verkörperungen totalitärer Unmenschlichkeit.“ Schuchhardt; Der Großinquisitor, Schiller und Dostojewskij

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  • Rezension zu "Der Großinquisitor" von Fjodor M. Dostojewski

    Der Großinquisitor

    Hallogen

    19. January 2010 um 23:26

    Hat mir nicht besonders gefallen. Aus einer tollen Idee (Jesus kommt im Sevilla der Inquisitionszeit erneut unter die Menschen, wird erkannt, aber dann als Ketzer verhaftet) wird nichts gemacht, noch nicht mal ein Verhör oder ein Rededuell, sondern das was folgt, ist ein theologischer Monolog, der zwei Drittel der 'Erzählung' ausmacht. Statt einer Kritik an den fanatischen Auswüchsen des Christentums, mit der er deutlich dargestellt hätte, dass es mehrere Seiten gibt, und die Inquisition nicht zu den guten zählt, läßt Dostojewski den Großinquisitor rumschwafeln und die Gründe im katholischen Papsttum suchen. Aber er kritisiert auch, dass es Armen schwerer fällt, sich mit den Vorschriften abzufinden. Einen Satz wie "Wir werden ihnen das stille Glück, den Frieden der schwächlichen Menschen geben, zu dem sie ach geschaffen sind." kann man so oder so lesen, und so ist auch Gesamteindruck: er war bemüht beiden Seiten gerecht zu werden, und hat dadurch den Faden verloren, der am Ende eher plakativ wiedergefunden wird. Auf der einen Seite kein Glaube an ein Leben nach dem Tod, auf der anderen das Schweigen Jesu. Nur weil er auch allgemeingültige Ansichten zur Religion und 'Götzendiensten' entwickelt (Streben nach Welteinheit), zwei Sterne, aber ein Lesespaß war das nicht.

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  • Rezension zu "Der Grossinquisitor." von Fjodor M. Dostojewski

    Der Großinquisitor

    Sokrates

    09. February 2007 um 16:39

    Der "Großinquisitor" ist aus Dostojewskis "Die Brüder Karamasoff" entnommen. Erzählt wird, wie im Mittelalter Christus nochmals auf die Erde kommt. Wieder kann er die Menschen für seine Sache begeistern. Doch die Inquisition wird auf ihn aufmerksam, und weil er der Kirche in die Quere kommt, verurteilt ihn die Inquision zum Tod auf dem Scheiterhaufen. - Dieses kleine Heftchen sollte man unbedingt gelesen haben. Es ist eine sehr gelungene Parabel auf die Dummheit des Menschen, auf seine Engstirnigkeit, auf seine mangelnde Lernfähigkeit und ein deutliches Zeichen dafür, dass es bei allen Glaubensfragen weniger um die Wahrheit, denn um Macht und Einfluss geht.

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