Fjodor M. Dostojewski Die Brüder Karamasow

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Inhaltsangabe zu „Die Brüder Karamasow“ von Fjodor M. Dostojewski

Die Brüder Karamasow – 'Roman in vier Teilen, mit einem Epilog' ist das letzte Werk der großen 'Romantragödien ' von Fjodor Michailowitsch Dostojewskij, erschienen 1879/80, ein Jahr vor dem Tod seines Autors. 'Daß ein einzelner Mensch die Karamasows schreiben konnte, ist ein Wunder', so notierte Hermann Hesse, und tatsächlich, Die Brüder Karamasow ist nicht nur eine ausnehmend packende Familiengeschichte im Rußland des 19. Jahrhunderts, ist nicht nur intensivstes erzählerisches und gedankliches Umkreisen einer Idee, wonach am Ende die Erkenntnis des Guten inmitten von unendlich viel Bösem die Menschen erlöse, in dem gewaltigen Romanwerk spiegelt sich auch die gesamte dichterische Welt Dostojewskijs.

Wiederum als Kriminalgeschichte angelegt, diesmal jedoch bleibt der Täter für den Leser bis zum Schluß unbekannt, erzählt Dostojewskij die Geschichte der drei Brüder Karamasow, die als Erwachsene in ihr Elternhaus zurückkehren, wo sie ihrem Vater als einem alten lüsternen Trunkenbold begegnen. Ihre Verachtung ist so groß, daß sie seinen Tod herbeiwünschen. Als er dann wirklich ermordet aufgefunden wird, fällt der Verdacht auf den ältesten Bruder, Dimitrij. Er wird schuldig gesprochen und zu Zwangsarbeit in Sibirien verurteilt. Alle wissen jedoch: Ein anderer hat den greisen Unhold ermordet, und trotzdem nehmen die Brüder die Schuld auf sich …

Inmitten menschlicher Verirrungen und turbulenter Beziehungswirren stehen die Fragen nach dem Gesetz, dem Glauben und der Ethik – eine Antwort darauf werden wir in dem Roman nicht finden, jedoch eine Beschäftigung damit, die uns über die Lektüre hinaus begleitet.

Ein episches Meisterwerk! Stellenweise zäh, doch es lohnt sich!

— diemeeresindblau

Ein philosophisches Meisterwerk, bei dem die Literatur auf der Strecke bleibt.

— janett_marposnel

zu recht als meisterwerk gefeiert! 5 sterne von mir!

— liyah40

Vielschichtig, tiefgründig. Soviele Seiten und doch keine einzige zuviel. Ein hervorragender Erzähler.

— Fryr

Ein Meisterwerk!

— malentendu

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  • Ein Ausflug ins alte Russland

    Die Brüder Karamasow

    christianekoerdel

    31. July 2016 um 11:55

    Zunächst hatte ich richtig Spaß. Ich hatte Urlaub, Zeit im Überfluss, da taucht man gerne mal ein in andere Welten, auch mal langatmigere Welten, auch wenn in diesem Fall nicht in ein Fantasy Welten, sondern ins alte Russland. Nachdem ich damit zurecht kam, dass alle drei Brüder als zweiten Vornamen den ihres Vaters tragen, der stets mit genannt wird, was es nicht einfacher macht, die Jungs auseinander zu halten, fand ich diese Familie sehr interessant. Ich war gespannt, was sich da noch entwickeln würde. Doch dann war der Urlaub zu Ende, die Zeit wurde kostbarer und der Meister verlor mich etwa bei einem Drittel nach einem unsäglichen Monolog, einer Geschichte in der Geschichte. Ob das nur mir so geht? Bin ich zu sehr ein Kind unserer Zeit, ohne die Geduld, die für die Klassiker aufzubringen ist? Dabei sind hier wirklich Passagen dabei, Formulierungen und Charakterstudien vom Feinsten. Aber das alleine, so habe ich dabei gelernt, macht ein Buch, das mir gefällt, eben nicht aus.

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  • Philosophisch hui. Literarisch pfui.

    Die Brüder Karamasow

    janett_marposnel

    26. March 2015 um 16:34

    Die Familie Karamasow mit den Brüdern Dmitri, dem überspannten und verdächtigen Vatermörder, Iwan, dem studierten Agnostiker und Alexej, dem warmherzigen Novizen sowie deren nichtsnutziger und widerwärtiger Vater Fjodor stehen kurz gesagt für die damaligen gesellschaftlichen und politischen Missstände in Russland. Und nicht zu vergessen, Smerdjakow, der Halbruder der drei Halbbrüder, der eine gewichtige Rolle in diesem umfassenden Buch einnimmt. Zugegebener Maßen ist die Dialektik in Dostojewskis Werk nicht zu übersehen, aber mir ist der kompakte Roman zu speziell-individuell, was wohl auch der Grund dafür ist, dass viele alte und neue Philosophen für „Die Brüder Karamasow“ schwärmen. Durch den überwiegend philosophischen Anteil kommt meiner Ansicht nach die literarische Seite zu kurz, sodass die Unterhaltung des philosophisch unbedarften Lesers bei Dostojewski auf der Strecke bleibt und dieses Werk in seiner ganzen Weite somit nur einem eingeschränkten Leserpublikum vorbehalten ist. Für meinen Geschmack sind Dostojewskis Figuren so überspitzt dargestellt, dass sie schon unnatürlich wirken, fast wie eine Farce. (Wobei man bedenken sollte, dass Dostojewski genau das beabsichtigt haben könnte.) Das fängt bei der Sprache an und hört bei den manchmal schon schizophren wirkenden Handlungen auf. Tolstois „Anna Karenina“ wurde um die gleiche Zeit geschrieben und beschäftigt sich, großzügig betrachtet, ebenfalls mit dem damaligen russischen System, aber auf eine heiter-ironische Art und nicht wie bei Dostojewski in fahrig-wirrer Weise. Auf den über 1000 Seiten gibt es vielleicht zwei Landschaftsbeschreibungen. Auch Häuser, Räume, geschweige denn Dörfer oder Städte werden so gut wie gar nicht oder irgendwie nur trist und dunkel am Rande beschrieben, sodass man beim Lesen immer in einen etwas depressiven Zustand verfällt. Bis auf den Gerichtssaal am Ende der Geschichte, als es endlich zu dem Prozess um den Vatermörder kommt, hier gibt sich der Autor plötzlich Beschreibungen in allerhöchstem Maße hin. Nicht nur der Gerichtssaal, auch die Personen werden in ausführlichster Weise beschrieben. Nehmen wir zum Beispiel Doktor Herzenstube, den der Leser im ersten Drittel des Buches kennenlernt und der sporadisch immer wieder Mal auftaucht, jedoch nie wirklich an der Geschichte beteiligt ist, dieser Doktor wird nun zum Schluss so detailliert beschrieben, als würde Dostojewski eine neue Figur einführen. Oft hatte ich den Eindruck, Dostojewskis Romanpersonal springt kreuz und quer durch die Geschichte, was wahrscheinlich durch den Umstand begünstigt wurde, dass der Autor seine Figuren hervorholt und wieder verschwinden lässt, wie es ihm gerade passt, was dem Leser allerdings erschwert, eine Beziehung zu ihnen aufzubauen. Die einzige Figur, mit der ich mich identifizieren konnte, war Alexej. Ohne ihn hätte ich das Buch wahrscheinlich nicht zu Ende lesen können. Er war immer ein kleiner Lichtblick in diesem trostlosen Theater (auch das könnte durchaus von Seiten des Autors beabsichtigt gewesen sein). Die unnatürlichen Dialoge, die mitunter in seitenweise Monologe ausufern, erschwerten zusätzlich meinen Lesefluss. Niemand, auch nicht in Russland um 1870, spricht so debil wie Dostojewskis Figuren. Nehmen wir nur einmal das Wort „Täubchen“, welches gefühlte 250 Mal im Buch vorkommt. Jeder wird von jedem wenigstens einmal als Täubchen betitelt. Und warum bedient sich ein Autor überhaupt unablässig des Diminutivs? Jedes fünfte Wort wird durch die Endung „chen“ künstlich verniedlicht. Härchen, Witwchen Augenblickchen, Nötchen, Verschen etc. Selbstverständlich spielt Gott in diesem philosophischen Drama eine große Rolle. Am interessantesten fand ich Kolja Krasotkins Einstellung zu Gott. Der fast vierzehnjährige, vollkommen überreife Junge, ist der Auffassung, dass Gott nur rein hypothetisch, aber trotzdem wichtig für die Menschen ist, denn sie brauchen ihn für ihre innere Ordnung und damit für die Weltordnung. Dem ist nichts mehr hinzuzufügen. Zusammengefasst lässt sich sagen, dass es sich zwar um ein großartiges Werk handelt, dass es Dostojewski allerdings nur eingeschränkt gelungen ist, eine Brücke zwischen Philosophie und Literatur zu schlagen. 

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  • Schlimm

    Die Brüder Karamasow

    DiagramLajard

    30. December 2014 um 18:26

    Die ganze Anlage des Romans ist durch und durch konstruiert: Der Vater ist die Landwirtschaft, die Söhne stehen für Militär, Intelligenzja und Klerus, dann gibt es noch einen illegitimen Sohn, der ist das Subproletariat: Keine Familie der Welt ist so. Wer den Alten denn nun auf dem Gewissen hat, interessiert den Autor auch nur mäßig, ihm kommt es allein auf die ach so tiefsinnigen Dialoge an, in denen er einem seine Message reinreiben will: Bleibe verwurzelt in deinen (natürlich russischen) Traditionen und nimm die Schuld auf dich, auch wenn du's gar nicht warst. Orthodox-masochistisch, sozusagen. Ich hab das Buch nur aus schierem Durchhaltewillen zu Ende gelesen, was ich besser hätte bleiben lassen. Die eingeschobene Fabel vom Großinquisitor ist aber schön, sonst hätte es nur ein Sternchen gegeben. Die kann man aber auch einzeln lesen.

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  • Leserunde zu "Der grüne Blitz" von Jules Verne

    Der grüne Blitz

    Mare_Verlag

    Wir möchten wieder eine mare-Leserunde mit Euch starten, und zwar diesmal mit einem echten Klassiker. Denn am 24. September erscheint in unserem Verlag die Neuübersetzung von Der grüne Blitz, dem einzigen Liebesroman von Jules Verne! Zum Buch: Die hübsche Helena wächst auf dem schottischen Landsitz ihrer »Zieheltern« Onkel Sam und Onkel Sib auf, die sich nicht nur eine Schnupftabakdose teilen, sondern auch stets die Sätze des jeweils anderen vollenden. Als Helena achtzehn wird, beschließen die beiden, sie mit dem hochseriösen Gelehrten Aristobulus Ursiclos zu verheiraten, der ihnen als Garant für das Glück ihrer Nichte erscheint. Doch diese fordert Bedenkzeit: Aus der Zeitung hat sie vom »grünen Blitz« erfahren, einem seltenen Naturphänomen, das nur an besonders klaren Tagen bei Sonnenuntergang am Meer beobachtet werden kann. Wer den grünen Blitz gesehen hat, wird sich, so besagt die Legende, in Gefühlsdingen nicht täuschen. Mit ihren Onkeln und deren Wunschkandidat im Schlepptau begibt sich Helena auf eine Reise entlang von Schottlands Westküste, auf der Suche nach dem grünen Blitz – und der großen Liebe. Dank dieser Schmuckausgabe liegt Jules Vernes einziger Liebesroman, 1882 im Original erschienen und gut hundert Jahre später von Eric Rohmer als »Das grüne Leuchten« fürs Kino adaptiert, endlich in einer modernen deutschen Übersetzung vor. Mit humorvollem Understatement und hinreißender Leichtigkeit entführt uns der Autor auf diese abenteuerliche Entdeckungsreise, die schließlich eine Entdeckungsreise des Herzens ist. Hier geht's zur Leseprobe Möchtet Ihr zu den 15 Gewinnern gehören*? Dann bewerbt Euch gleich und beantwortet dazu bis zum 22. September 2013 diese Frage: Welche Klassiker habt Ihr zuletzt gelesen? Welcher steht noch auf Eurer „Leseliste“? Wir freuen uns wie immer auf viele Bewerbungen! Euer mareverlag * Bedingung dabei ist, dass Ihr Euch im Gewinnfall zeitnah am Austausch in allen Leseabschnitten beteiligt und abschließend eine Rezension zum Buch schreibt.

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  • Ein „Russe“ wie er im Buch steht…

    Die Brüder Karamasow

    stefwies86

    16. August 2013 um 10:05

    … im wahrsten Sinne des Wortes. Sprachgewaltig, geradezu verschwenderisch in der Figurenbildung und wie immer bei den Russen subtil (Hüstel) moralisch. Ich würde dieses Buch auf jeden Fall als Einstiegsdroge in die russische Literaturseele empfehlen, da es im Gegensatz zu bspw. Schuld und Sühne wenigstens etwas Humor mitbringt – wenn man es schafft, über diese gescheiterten auch mal zu Schmunzeln.

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  • endlich

    Die Brüder Karamasow

    annchen2004

    27. July 2013 um 12:45

    Endlich als E-Book
    Danke an den Verlag, dass er dieses Buch nun endlich auch als EPUB herausgebracht hat, sonst hätte ich mir wohlmöglich noch ein eipatt kaufen müssen.

  • Rezension zu "Die Brüder Karamasow - Vollständige Ausgabe, mit interaktivem Personenverzeichnis" von Fjodor M. Dostojewski

    Die Brüder Karamasow

    jennifer_huber

    31. October 2012 um 16:44

    Ein wuchtiger, russischer Roman. Volle Punktzahl für diese Umsetzung

  • Rezension zu "Die Brüder Karamasoff" von Fjodor M. Dostojewski

    Die Brüder Karamasow

    siggi88

    25. March 2011 um 10:27

    Das erste Buchl, dass ich nicht zu Ende gelesen habe. Und ich muss ehrlich sein: Ich habe es nicht vertsanden. Dabei haben mich vor allem die vielen fremden Namen letzenendes dazu gebracht, das Verstehen versuchen nach dem ersten Teil aufzugeben

  • Rezension zu "Die Brüder Karamasow" von Fjodor M. Dostojewski

    Die Brüder Karamasow

    Minze

    03. October 2010 um 13:36

    wenn man Dostojewski liest, blättert man ehrfürchtig die Seiten um....großartige Literatur, die einen den Atem stocken lässt

  • Rezension zu "Die Brüder Karamasow" von Fjodor M. Dostojewski

    Die Brüder Karamasow

    Molks

    04. July 2010 um 19:32

    Es war ein hartes Stück Arbeit sich durch die beinahe 1.300 Seiten zu lesen. Aber es war nicht nur trockene russische Literatur der Extraklasse, sondern teilweise auch amüsant, so dass mir doch das ein oder andere Schmunzeln über das Gesicht huschte. Im Grunde lässt sich der Inhalt grob mit Vatermord beschreiben, aber Dostojewski versteht es wie kaum ein Anderer, die Nebenschauplätze und sämtliche Charaktere exakt und interessant zu beschreiben. Kein Buch, das ich ein zweites Mal lesen würde, aber eins, das mir wohl mein Leben lang im Kopf bleiben wird.

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  • Rezension zu "Die Brüder Karamasow" von Fjodor M. Dostojewski

    Die Brüder Karamasow

    Taja

    16. December 2009 um 20:33

    Das ist ein beispielloses Geniewerk. Da dieses Buch zu den besten der Weltliteratur zählt, kann man es überall nachlesen, worum es eigentlich geht. Es geht um eine Familiengeschichte. Ich war absolut überwältigt. Das ist das erste Buch, das ich sofort nach der letzten Seite noch einmal lesen würde,um es richtig zu zelebrieren. Man kann ein Paar Werke neben dem Buch stellen,aber höher geht's einfach nicht. Absolut fantastisch. Wer es nicht schafft, soll etwa noch einmal in 10 Jahren versuchen. Es lohnt sich. Ich habe mit 20 versucht und in die Ecke geworfen. Ich habe jetzt das Buch förmlich verschlungen, allerdings im Original, nicht dass ich ein Sprachgenie bin, sondern gebürtig aus Russland komme. Aber die neue Übersetzung von Svetlana Geier soll sehr gut sein. Auf jeden Fall sehr empfehlenswert . Ich finde-einmal im Leben muss man "Brüder Karamasow" gelesen haben. Dann also....

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  • Rezension zu "Die Brüder Karamasow" von Fjodor M. Dostojewski

    Die Brüder Karamasow

    Rodion

    03. November 2009 um 19:55

    Bei „ die Gebrüder Karamasow“ handelt es sich um Dostojewskis umfangreichsten Roman und viele halten ihn für sein Meisterwerk. Es ist wieder so ein Buch bei dem man auf die Frage „Worum geht’s da?“ eigentlich nur ganz nüchtern „Naja… um Vatermord“ erwidern kann, doch die Gewichtigkeit dieses Werkes, die psychologische Feinfühligkeit und die absolut hervorragende Erzählkunst Dostojewskis kann man eigentlich kaum in Worte fassen, geschweige denn „kurz umreißen“. Deshalb meine dringende Empfehlung: Lesen! Der Einstieg ist etwas schwierig, denn zu Beginn des Romans hakt Dostojewski fasst systematisch alle möglichen Beziehungen, die dem Leser bekannt sein sollten ab. Bei dieser etwas hölzern wirkenden Erzählmethode, versucht Dostojewski dem Leser während der Beschreibung der Familienverhältnisse schon zu erklären, warum er diese vorweg nimmt, dabei wird vermutlich bei manchen Lesern das Durchhaltevermögen strapaziert (ähnlicher Erzählstil wie „Gruppenbild mit Dame“). Als nächstes taucht der Leser in das Leben der Karamasows ein. Dimtrij, der Soldat, Iwan, der Gelehrte und Aljoscha, der Mönch, sind 3 Brüder wie sie ungleicher nicht sein könnten. Ihr Vater ist ein Hans Wurst wie er im Buche steht. Unendlich viele Themen werden in diesem Buch behandelt und beschrieben. Doch spätestens bei der Parabel vom „Großinquisitor“, die Iwan seinem kleinen Bruder Aljoscha erzähl, sollte wirklich jeder gepackt sein, sie veranlasst zum tagelangen Nachdenken und eignet sich sehr gut als Diskussionsgrundlage: „Brot und Freiheit – Ist das beides möglich?“, der gläubige Dostojewski sagt in seiner Parabel: Nein! Gerade für die aktuelle Debatte von Sloterdijk und Honneth, ist diese Geschichte sehr interessant. Man muss diesen Roman zwar irgendwie zusammenfassen und dar der Vatermord schon im Mittelpunkt steht, jedoch erst auf Seite 500-600 geschieht, bietet sich dieser schon an, allerdings ist es viel mehr. Der Roman beschreibt eine Zeit. Wie in dieser Zeit gedacht wurde, was in dieser Zeit gemacht wurde und ist dabei so unglaublich feinfühlig und beobachtend. Das Hauptthema zu jener Zeit ist jedoch (wenn man genau liest) genau das gleiche wie heutzutage, nämlich: Geld!

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  • Rezension zu "Die Brüder Karamasow" von Fjodor M. Dostojewski

    Die Brüder Karamasow

    kleinechaotin

    05. August 2008 um 17:09

    Ich habe dieses Buch gelesen, da ich schon von Schuld und Sühne sehr überzeugt war. Dieses Buch hat mich nicht enttäuscht und meine hohen Erwartungen, die ich an dieses Werk gestellt habe, wurden alle erfüllt..

  • Rezension zu "Die Brüder Karamasow" von Fjodor M. Dostojewski

    Die Brüder Karamasow

    Kaivai

    22. March 2007 um 20:46

    Dies Buch war eine Wucht.Ich hab es mit 25 gelesen und das ist schon fast mein halbes Leben her,doch die Erschütterung spür ich immer noch.Als ich es las war ich in Malaysia.Einen Monat hab ich an dem Roman festgehangen.Die Tropen und dies Buch,das mir selbst wie ein Dschungel erschien,mischten sich auf eindringliche Art und Weise.Es war wie ein Ruf: Seele steh auf und lebe! Die Story ist ein Krimi.Es geht um den Mord an Fjodor Pawlowitsch Karamasow,einem versoffenen Wüstling.Im Verdacht steht sein Sohn Dimitrij.Dimitrij hat zwei Brüder:Iwan und Alexej. Alexej,genannt Aljoscha,war mein Held.Nie hab ich mich einer Romanfigur so verwandt gefühlt. Die Spannung der Tätersuche(erst kurz vor Schluß wird der Mörder überführt) war mir damals nicht so wichtig.Für mich war das Buch durch und durch wesentlich und das auf einer sehr tief gefühlten Ebene.Das war es was mich so traf.

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