Fjodor M. Dostojewski Die Dämonen

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Inhaltsangabe zu „Die Dämonen“ von Fjodor M. Dostojewski

Die Dämonen – das sind Stawrogin, ein von Machtgier und Zerstörungslust Besessener, der ein Leben voller Ausschweifungen und Grausamkeiten führt, und der Anarchist Stepanowitsch, der selbst vor Mord und Terror nicht zurückschreckt. Sie versetzen eine ganze Gesellschaft in Angst und Schrecken.
Die Dämonen ist Dostojewskis machtvollster Roman. Es ist eine spannende Beschreibung der russischen Gesellschaft am Vorabend der Revolution und eine beeindruckende Parabel menschlicher Psyche.

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  • Rezension zu "Die Dämonen" von Fjodor M. Dostojewski

    Die Dämonen

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    11. July 2012 um 07:33

    Was folgt ist keine eigentliche Rezension. Es sind einige Informationen zum Buch, die entweder neugierig machen oder auch bei der Rezeption unterstützen sollen. Sollte diese Platzierung als unpassend empfunden werden, möge man mir da bitte mitteilen. Alias Die Besessenen Die Teufel Böse Geister Veröffentlichung 1871 erstmalig in der Zeitschrift "Der Russische Bote" Handlung Eine vermeintlich revolutionäre Zelle, ist faktisch totalitär strukturiert. Dieser Geheimbund gebiert genau aus diesem Grunde einen Mord in den eigenen Reihen. Anmerkungen zur Entstehungsgeschichte „Etwa einen Monat nach der Geburt von Ljubow, kommt Annas jüngerer Bruder zu Besuch nach Dresden. Er ist Student an der Moskauer Landwirtschaftshochschule und berichtet von Unruhen die dort unter seinen Kommilitonen ausgebrochen sind. Zu einem dieser Studenten, einem gewissen Iwanow, hatte er gute persönliche Beziehungen. Er schildert ihn als sympathisch, kameradschaftlich und sehr um ihn besorgt. Iwanow hat ihm zugeredet, Moskau zu verlassen und den Besuch bei seiner Schwester nicht aufzuschieben.“ Elsässer-Feist, Ulrike; Fjodor M. Dostojewskij S.128 „Nach Frau Dostojewski haben Erzählungen ihres Bruders, damals Student und mit den revolutionären Umtrieben vertraut, der das Paar in Dresden besuchte, starken Einfluss auf Stoff und Tendenz des Romans ausgewirkt.“ Meier-Graefe, Julius; Dostojewski S.488 „Auf die Entstehung des neuen Themas hatte die Ankunft meines Bruders Einfluß. Fjodor Michailowitsch, der verschiedene ausländische Zeitungen las (dort wurde vieles gedruckt, was in russischen Zeitungen nicht erschien), war nämlich zu dem Schluß gekommen, dasß in der Petrowsker Landwirtschaftsakademie in allernächster Zeit politische Unruhen ausbrechen würden.“ Dostojewskaja; Erinnerungen S.210 „Fjodor Michailowitsch interessierte sich für seine (Dostojewskajas Bruder) Arbeit, seine Bekanntschaften und überhaupt für das Leben und die Stimmung der studentischen Welt. Hier kam Fjodor Michailowitsch der Gedanke, in einer seiner Erzählungen die damalige politische Bewegung darzustellen und zu einem Haupthelden den Studenten Iwanow (unter dem Namen Schatow) zu machen, der später von Netschajew ermordet wurde.“ Ebenda „Dostojewskis Bestürzung war groß, als er wenige Wochen später las, eben dieser jene Iwanow sei in einem Park in der Nähe der Landwirtschaftlichen Hochschule ermordet worden. Fünf Männer hatten den Mord begangen. (. . .) Hinter dem Mord an Iwanow am 21. November 1869 stand der junge Student Netschajew, einer von damals vielen Nihilisten, nur gefährlicher als alle anderen.“ Kjetsaa, Geir; Dostojewski – Der gewaltigste unter den russischen Giganten S.318 Auch über die Brandstiftungen dürfte Dostojewski, abgesehen von Zeitungsberichten, durch den Schwager informiert gewesen sein. Meier-Graefe, Julius; Dostojewski S.489 April 1870 Dostojewski in einem Brief an Strachow: „Ich setze auch auf die Arbeit, die ich jetzt für den Russischen Boten schreibe, große Hoffnungen; ich meine nicht künstlerische, sondern die tendenziöse Seite, ich will gewisse Gedanken äußern, wenn dabei auch alles Künstlerische zugrunde geht. Aber die die Gedanken die sich in meinem Kopf und meinem Herzen angesammelt haben, drängen mich dazu, wenn es auch nur ein Pamphlet wird, jedenfalls werde ich darin alles, was ich auf dem Herzen habe, aussprechen. Ich hoffe auf Erfolg.“ Dostojewski Gesammelte Briefe 1833 – 1881, Piper S.341 Oktober 1870 Dostojewski in einem Brief an Katkow: „Ich will gleich dazu bemerken, dass ich alles, was ich von Iwanow, Netschajew und den Einzelheiten des Mordes weiß, nur aus den Zeitungen weiß.“ Ebenda S.369 März 1871 Dostojewski in einem Brief an Majkow: „Die I d e e hat mich verführt und ich habe sie furchtbar liebgewonnen; ob ich mir ihr fertig werde, ob ich nicht den ganzen Roman verkacke, das ist meine große Sorge.“ Ebenda S.391 Mai 1871 Dostojewski in einem Brief an Strachow: „Den Roman werde ich entweder bis zur Unkenntlichkeit und großen Schande verunstalten (ich habe damit schon angefangen), oder ich werde ihn schaffen, so dass wenigstens etwas Gutes dabei herauskommt. Ich schreibe auf gut Glück. Das ist meine jetzige Devise. (Das bleibt um Gottes Willen alles unter uns.)“ Dostojewski Gesammelte Briefe 1833 – 1881, Piper S.404 „Man darf annehmen, dass Dostojewski von Netschajew selbst wenig wusste, aber seinem Werchowjenski dieselben konsequenten Argumente in den Mund gab, wie sie in dem `Revolutionären Katechismus` des Anarchisten Netschajews entwickelt waren.“ Dostojewski Gesammelte Briefe 1833 – 1881, Piper Anmerkungen S.676 Die Dämonen gelten als jenes Werk Fedor Dostoevskijs, das sich dem Verständnis des Lesers am schwersten erschließt. Das Verhältnis von historischem Material und fiktionaler Verarbeitung ist insofern komplex, als Züge mehrerer historischer Persönlichkeiten in einer einzigen literarischen Figur vereinigt sind und umgekehrt Merkmale einer einzigen Person auf mehrere literarische Gestalten verteilt. Vgl. Braunsperger, Gudrun: Sergej Netschajew und Dostoevskijs Dämonen. Die Geburt eines Romans aus dem Geist des Terrorismus. 2002 Katkow war gegen eine vollständige Veröffentlichung der „Dämonen“ und lehnte es ab, den als "Die Beichte Stawrogins" bekannten Abschnitt zu veröffentlichen.

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  • Rezension zu "Die Dämonen, in 2 Bdn." von Fjodor M. Dostojewski

    Die Dämonen

    StevenOmen

    20. July 2010 um 22:57

    Wer Dostojewski mag, der wird um dieses Buch nicht herumkommen. Vor allem der dritte Teil ist ein Meisterwerk mit dem Fest und dem Ausbruch des Feuers. Interessant ist die Person des Kirillow, der sich selbst umbringen will, um zu beweisen daß es Gott nicht gibt. Ein Muss für alle Fans der russischen Literatur des 19. Jahrhunderts.

  • Rezension zu "Die Dämonen" von Fjodor M. Dostojewski

    Die Dämonen

    Maus86

    11. October 2008 um 22:41

    "Die Dämonen" kommt in meinen Augen nicht ganz an "Schuld und Sühne" oder "Die Brüder Karamasow" heran, ist aber in jedem Fall auch sehr lesenswert. Man sollte natürlich schon eine Schwäche für dicke, russische Wälzer haben...(-;

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