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Madame Swann

vor 5 Jahren

Plauderecke

Diese Leserunde gehört zur Reihe "Wir lesen Klassiker der Weltliteratur - Monat für Monat". (Haupt- und Abstimmungsthread: http://www.lovelybooks.de/thema/Wir-lesen-Klassiker-der-Weltliteratur-Monat-f%C3%BCr-Monat-643067688/)

Für April haben wir uns Dostojewskis wohl berühmtestes Werk "Schuld und Sühne" / "Verbrechen und Strafe" aus dem Jahr 1866 vorgenommen.

Alle, die Lust haben mitzulesen, sind wie immer herzlich willkommen!

Autor: Fjodor M. Dostojewskij
Buch: Schuld und Sühne

Das_Leseding

vor 5 Jahren

Eure Ausgabe

Meine Ausgabe ist die kostenlose von amazon (Kindle) mit 573 Seiten. Die Kapitel und die Aufteilung stimmt soweit überein. Ich werde allerdings erst mitte April starten und hoffe, dass ich mein Pensum dann schaffe ;)

loewenkind

vor 5 Jahren

Plauderecke
@Madame Swann

Vielen lieben Dank für das Erstellen der Runde! :-)

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Penelope1

vor 4 Jahren

Fazit
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suse9 schreibt:
Also mich wird das Buch noch eine Weile bewegen. Ich grübele ständig nach, ob und welches Verbrechen Rechtfertigung findet, wenn es von einem "Großen" verübt wird. Spontan sage ich natürlich, dass es keine Rechtfertigung für Mord oder Unrecht gibt, aber in der Geschichte ist dergleichen so oft passiert und geschieht noch, ohne dass jemand aufschreit und anklagt. Allein, weil man weiß, was dieser Jemand sonst Gutes getan hat. Ich finde das eine ziemlich schwierige Frage und wie Dostojewski sie anspricht, gefiel mir. Sowieso hat er eine gute Art, Dinge zu beleuchten und darzustellen.

Ja, mich wird das Buch definitiv auch weiterhin nicht loslassen.
Im Grunde hat er ja Selbstjustiz ausgeübt und sich über alle anderen Menshcen gestellt, auf sie heruntergesehen. Es gibt m.E. keine Rechtfertigung für seine Tat und ich war auch überrascht über die verhältnismäßig geringe Strafe, die aber auch wiederum gut erklärt ist.

Ja, Dostojewski hat eine überaus prägnante und eindringliche Erzählart. Auch wenn der Roman sehr düster war, er kann die Stimmungen und Geschehnisse einfach perfekt schildern und wiedergeben !

suse9

vor 4 Jahren

Fazit
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Penelope1 schreibt:
Ja, Dostojewski hat eine überaus prägnante und eindringliche Erzählart. Auch wenn der Roman sehr düster war, er kann die Stimmungen und Geschehnisse einfach perfekt schildern und wiedergeben !

Hast du schön gesagt :)

Penelope1

vor 4 Jahren

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Also ehrlich gesagt finde ich das Nachwort schwieriger zu lesen als das Buch ;-).
Irgendwie bin ich jetzt ganz verunsichert, weil ich feststellen muss, dass ich einige Dinge doch falsch interpretiert habe.
Liebe soll eher das Leben sein? Habe ich das richtig verstanden?

Mich wundert auf jeden Fall, dass die Übersetzung des russischen Titels tatsächlich eher bei "Verbrechen und Strafe " liegt... Nun gut, mir persönlich gefällt Schuld und Sühne dennoch besser, da meine persönlcihe Interpretation eben doch mehr in diese Richtung geht - aber das ist eben meine ganz persönliche Meinung ;-). Die Anschaffung eines Lektüre-Schlüssels sehe ich nun für mich doch als ratsam... ;-).

Auf jeden Fall war das Nachwort und die HIntergründe sehr interessant und hat sogar Einblick auf weitere Werke Dostojewski's gegeben.
Ich werde auf jeden Fall weitere seiner "Werke" lesen :-).

Mina - Das Irrlicht

vor 4 Jahren

Epilog (2 Kapitel)
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@Penelope1

ich kann es versuchen:
birgit harreß schreibt in der interpretion aus verschiedenen herangehensweisen über das werk schuld und sühne:
zunächst beschreibt sie, was ich schon an anderer stelle erwähnte, nämlich die ungaubliche reaktion des volkes auf dostojweskis werk, das sich auch hier bei uns lesern wiederfand.

sie schreibt weiter, dass d stets von der herangehensweise im idealismus beheimatet sei. das ist ja zumindest zu beginn des werkes für den leser gar nicht so ohne weiteres ersichtlich und ein interessanter aspekt, wie ich vermute. daher ja auch der gedanke r.'s, dass sein verbrechen gerechtfertig sei.

sie greift weiter die gesellschaftskritischen handlungsstränge auf, die im verkauf des menschlichen körpers das größte ausmaß allen elends darstelle. d selbst hat das wohl immer als ganz schrecklich empfunden, wenn menschen sich aus not verkaufen mussten.

weiter geht es um den christlichen glauben in ihren deutungen wie oben erwähnt.

dass es letztlich um liebe gegangen sein soll, bleibt mir anhand der interpretation aber verborgen.

danach kommen noch einige andere interessante aspekte (vergleiche mit dem großen babylon, der angst vor den übermenschen), aber ich muß gestehen, dass mir das zu komplex und lange wäre, um sie hier darzulegen. wer es nachlesen will:
Interpretationen. Dostojewskijs Romane. Reclam. ca. 5 Euro.

Mina - Das Irrlicht

vor 4 Jahren

Fazit
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Rezi/Fazit:
Diese Mammutwerk mit stolzen 1000 Seiten in meiner Ausgabe, habe ich nun über zwei Monate versucht zu lesen und mir anhand einer Sekundärliteratur von Birgit Harreß (Reclam-Verlag) zu erschließen. Versucht deshalb, weil ich mir unerwartet schwer tat.

Dostojewskij lebte von 1821-81 und veröffentlichte Schuld und Sühne als seinen Debütroman im Jahre 1866. Die Zeit, in der publizierte, deckt sich mit der des Realismus in Russland. Laut der Interpretation Harreß‘ ist aber Dostojewskij anders als Tolstoi et al. kein Realist, der dem Göttlichen abgeschworen hat und sich selbst als sich perfektionierenden Übermenschen sieht. Er glaubt daran, dass es eine göttliche Wahrheit gibt, die sich in den einzelnen Werken des Autors wiederfinden.

Schuld und Sühne – manchmal auch Verbrechen und Strafe – erzählt die Geschichte des ehemaligen Studenten Raskolnikow, der ungewollt das perfekte Verbrechen begeht, in dem er eine Frau ermordet. Ein Großteil des Buches geht es nun darum, dass Raskolnikow unter der Tat leidet und auch wieder nicht leidet, verdächtigt wird, aber nicht überführt werden kann. Letztlich gibt er ein Geständnis ab und geht in ein Straflager, in dem er seine innere Freiheit erlangt, obwohl er sie äußerlich aufgeben musste.

Mir fällt es sehr schwer, dass Buch in Form einer ausführlichen Inhaltsangabe darzustellen, da es mir unsagbar schwer viel, mich damit anzufreunden. Zu düster war es mir von Beginn an, zu abstrakt in der Tat, die begangen und erst gegen Ende hin wirklich aufgelöst wurde. Hinzu kamen die vielen, für mich sehr fremden und wenig zugänglichen russischen Namen und Eigennamen, die mich trotz eines Verzeichnisses für eben diese, verwirrten.
Ich bin selbst sehr überrascht, dass ich mit Dostojewskij allem Anschein nach überhaupt nicht warm werde, während ich Tolstois Anna Karenina verschlungen habe.
Mir bleibt nur das saloppe (Fernsehen bezogene) Fazit:
„Schwere Kost. Da esse ich lieber Milchschnitte!“

Penelope1

vor 4 Jahren

Epilog (2 Kapitel)
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@Mina - Das Irrlicht

Mensch, da hast Du Dir aber echt viel Arbeit gemacht - Tausend Dank, Du Liebe :-) !

Ja, da habe ich wohl mit "Liebe" etwas danebengelegen ;-). Von Liebe ist weder in Deiner Erklärung/Interpretation die REde noch im Angang des Buches. Ich habe es dennoch so wahrgenommen, da Raskolnikow ständig gegen dieses Gefühl angekämpft hat und es weder annehmen noch geben konnte. Die Gesellschaftskritik, die Ideologie, der Übermensch, die Prostitution, die Frauenfrage, Religion, dies alles sind natürlich große Themen, mit denen Dostoj. sich hier ja wirklich eindrucksvoll und intensiv auseinandersetzt und alles miteinander kombiniert.

Wie gesagt, mir hat es ausnehmend gut gefallen :-).

Toschi3

vor 4 Jahren

Plauderecke

Uff, ich habe es doch heute tatsächlich geschafft, das Buch auszulesen ;-) Endlich. Also mein Lieblingsbuch wird es nicht aber der Aufbau und der Stil sind schon wirklic beeindruckend. Ich schließe mich Euch übrigens an: ein großer Sympathiträger der Weltliteratur wird Raskolnikow wohl nicht mehr werden. Besonders interessant fand ich die Beschreibungen der Lebensverhältnisse in der damailgen Zeit. Echt gruselig...

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