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NiWa

vor 3 Jahren

Ja, ich bin dabei! :-)



Willkommen zur aktuellen Leserunde der Gruppe Klassiker Leserunden

Wir wollen ein bisschen Leben in die altehrwürdige Literaturwelt bringen. Daher haben wir beschlossen, einige Klassiker gemeinsam zu lesen.

Für den August/September haben wir uns ein großes Werk vorgenommen Schuld und Sühne von Fjodor Dostojewski.


Klappentext:

Unter den fünf meisterhaften Romanen des großen russischen Dichters ist "Schuld und Sühne" neben "Die Brüder Karamasow" der wohl berühmteste und wirkungsmächtigste. In berauschender Sprache und ergreifenden Bildern erzählt der "größte Kriminalroman aller Zeiten" (Thomas Mann) die atemberaubende Geschichte des mittellosen Studenten Raskolnikow, der in fortschrittsgläubiger Verblendung einen Doppelmord begeht - und daran zerbricht. Er, der Verbrecher, sehnt sich fortan nach Strafe, um seine Untat zu sühnen, doch wahrhafte Rettung verspricht ihm allein seine Liebe zu der Prostituierten Sonja.

Beginnen werden wir am 1. August und freuen uns über jeden, der sich mit uns an dieses Werk wagen will. :-)

Wichtig ist, dass es von diesem Klassiker viele verschiedene, und vor allem gekürzte Versionen, gibt.

Die Ausgabe vom Anaconda-Verlag ist derzeit mit ca. 800 Seiten eine der vollständigsten Ausgaben. Natürlich kann man auch mit ganz anderen Übersetzungen/Ausgaben mitlesen. Ich habe mich dafür entschieden, weil sie relativ günstig und gebunden ist. 

Dementsprechend wurde auch die Kapiteleinteilung für die Leserunde daraus entnommen.

Soweit man sich in der Leserunde orientieren kann, ist jede andere Version natürlich in Ordnung. (Bitte notfalls bei der Kapiteleinteilung in der Plauderecke ein Veto einlegen - danke!)

Wir freuen uns über zahlreiche TeilnehmerInnen - denn gerade bei so umfangreichen Werken, kann man gemeinsam mehr erreichen! 

  • Bitte schreibt eure Beiträge in die bestehenden Kategorien, damit die Leserunde übersichtlich bleibt.
  • Bitte denkt auch daran, den Spoiler-Haken zu setzen! 


Übrigens, wer sich für weitere Klassiker-Leserunden interessiert, auch bei unserer großen Schwesterngruppe werden fleißig Klassiker der Weltliteratur gelesen.



Anmerkungen zur Kapiteleinteilung der Leserunde

Der Inhalt ist insgesamt in 6 Teile gegliedert.
1. Teil (ca. 130 Seiten)
2. Teil (ca. 150 Seiten)
3. Teil (ca. 120 Seiten)
4. Teil (ca. 110 Seiten)
5. Teil (ca. 110 Seiten)
6. Teil (ca. 170 Seiten)




Autor: Fjodor M. Dostojewskij
Buch: Schuld und Sühne

Slaifchen

vor 3 Jahren

Ja, ich bin dabei! :-)

Ich werde gerne mitlesen und nehme meine Übersetzung von Hoffmann.
Die Seitenanzahlen bei den Teilen sind zwar anders aber das macht ja nichts.

NiWa

vor 3 Jahren

Ja, ich bin dabei! :-)
@Slaifchen

Freut mich sehr! :-)

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leselea

vor 3 Jahren

6. Teil
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NiWa schreibt:
Ich denke, es ist nicht Liebe die ihn an Sofja bindet, sondern Verachtung. Er verachtet sie als Prostituierte und kann ihre Nähe daher ohne schlechtes Gewissen ertragen (das er seine Familie nicht um sich haben kann, wurde uns ja mittlerweile bewiesen).

Ich denke, es ist eine Mischung aus Verachtung und Bewunderung. Sonja umgab ja immer etwas Heiliges - trotz ihrer moralisch fragwürdigen Lage. Ich glaube auch, dass Rodja das an ihr interessant war: Sie hatte eine reine Seele, obwohl sie quasi im Dreck lebt.

Apfelgruen

vor 3 Jahren

6. Teil
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NiWa schreibt:
Ich glaube nicht, dass er tatsächlich zum Glauben gefunden hat. Im Gefängnis bleibt ihm ja keine andere Wahl, er hat nur Sofja und klammert sich an sie. Das Buch unter seinem Kopfkissen ist die Verbindung zu ihr und nur aus diesem Grund beschäftigt er sich damit. Ich bin auch nicht der Meinung, dass er Sofja wirklich liebt. Für mich steckt keine Liebe darin, wenn man den geliebten Menschen so viel Leid zufügt. Hätte er sie wirklich aus ganzem Herzen geliebt, hätte er sie niemals so sehr gequält. Er beichtet ihr aus Eigennutz die Tat, hält sich an ihrem Rockzipfel fest und begeht nicht eine Tat, die ihr tatsächlich das Leben erleichtert. Hätte er sie tatsächlich geliebt, dann hätte er das ganze Diebesgut still und heimlich verkauft, ihr das Geld zugespielt und das Verbrechen gestanden ohne sie weiter damit zu belästigen. Das wäre Liebe gewesen. Ich denke, es ist nicht Liebe die ihn an Sofja bindet, sondern Verachtung. Er verachtet sie als Prostituierte und kann ihre Nähe daher ohne schlechtes Gewissen ertragen (das er seine Familie nicht um sich haben kann, wurde uns ja mittlerweile bewiesen).

Also das sehe ich nun aber GANZ anders. :-) Ich glaube, dass er sie von Anfang an liebt und ihr reines Wesen sieht (auf keinen Fall verachtet er sie!), ABER es sich nicht eingestehen kann oder will, weil er sich selber unbewusst bestrafen oder quälen will, es nicht schafft sich wieder zur Gesellschaft hinzuwenden, von der er sich selber abgespalten hat und abgespalten fühlt. Außerdem hängt er natürlich noch seiner Idee an und ärgert sich, dass niemand sein Genie erkennt bzw. dass er eben doch nicht das Genie ist, für das er sich selber hielt, er ist also so gefangen in seiner Wut über sich selbst und andere, dass er keinen Zugang zu anderen findet, aber insgeheim liebt er sie die ganze Zeit, glaube ich. Man kann auch Leute verletzen, die man liebt... keine Frage dass das nicht nett ist, aber das gibt's nun mal.

Apfelgruen

vor 3 Jahren

6. Teil
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leselea schreibt:
Nein, entscheidend ist ist es wirklich nicht. Wollte nur zeigen, dass Wikipedia als Quelle vielleicht nicht so gut geeignet ist, wenn in ein und demselben Kapitel zwei Meinungen vertreten werden ;) Und ich bin immer etwas vorsichtig, wenn ich so etwas wie "Autobiographische Interpretation" lese.

Naja, das Wikipedia nun nicht die beste Quelle ist ist klar, ich fand nur den Hintergrund interessant, dass Dostojewski selber im Straflager war und dort zum Glauben fand, von daher wäre es doch MÖGLICH es so zu interpretieren, dass auch Raskolnikoff zum Glauben fand, was mir, als ich es gelesen habe, eben nicht so erschien.

NiWa

vor 3 Jahren

6. Teil
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Apfelgruen schreibt:
Also das sehe ich nun aber GANZ anders. :-) Ich glaube, dass er sie von Anfang an liebt und ihr reines Wesen sieht (auf keinen Fall verachtet er sie!), ABER es sich nicht eingestehen kann oder will, weil er sich selber unbewusst bestrafen oder quälen will, es nicht schafft sich wieder zur Gesellschaft hinzuwenden, von der er sich selber abgespalten hat und abgespalten fühlt. Außerdem hängt er natürlich noch seiner Idee an und ärgert sich, dass niemand sein Genie erkennt bzw. dass er eben doch nicht das Genie ist, für das er sich selber hielt, er ist also so gefangen in seiner Wut über sich selbst und andere, dass er keinen Zugang zu anderen findet, aber insgeheim liebt er sie die ganze Zeit, glaube ich. Man kann auch Leute verletzen, die man liebt... keine Frage dass das nicht nett ist, aber das gibt's nun mal.

Wow, das ist total interessant wie unterschiedlich wir das sehen! Bin ich die Pessimistin und du hast den optimistischen Blick? Aber du hast schon recht, auch so kann man es sehen.

NiWa

vor 3 Jahren

Fazit/Rezensionen

Ich habe dann auch mal meine Rezension geschrieben:

http://www.lovelybooks.de/autor/Fjodor-M.-Dostojewskij/Schuld-und-S%C3%BChne-Roman-936816342-w/rezension/1111522856/1111524206

Apfelgruen

vor 3 Jahren

6. Teil
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NiWa schreibt:
Wow, das ist total interessant wie unterschiedlich wir das sehen! Bin ich die Pessimistin und du hast den optimistischen Blick? Aber du hast schon recht, auch so kann man es sehen.

Ja, ich find's auch interessant. Und wie schön, dass ICH mal die Optimistin sein soll, das kommt nicht allzu oft vor. :D

SandraWer

vor 2 Jahren

1. Teil

Also ich bin noch nicht ganz fertig mit diesem Abschnitt, aber soweit mag ich das Buch und den Schreibstil. Ich finde es ist unglaublich gut zu lesen bzw. gut geschrieben. Das Thema ist kompliziert und es werden viele Namen genannt und trotzdem konnte ich bis jetzt immer den überblick behalten. Trotzdem merke ich mir die Namen nicht und musste jetzt nochmal nachlesen, wie der Hauptprotagonist heisst, also Raskolnikow.
Zur Geschichte:
Kapitel 1 ist eine kurze Einführung in das Leben des R. Wohnverhältnisse, sein Sozialverhalten und seine sinanzielle Not wird dem Leser nähergebracht.
Kapitel 2 beinhaltet hauptsächlich den Monolog des Marmeladow über dessen missliche Lage, die so verzwickt ist, dass er da nicht mehr rauskommen kann.
Kapitel 3 beinhaltet den Brief der Mutter, die sich seit einiger Zeit nicht mehr gemeldet hat. Sie hat große Neuigkeiten, denn R.'s Schwester wird in Kürze einen Mann heiraten, der in einer besseren finanziellen Lage ist als R.'s Familie. R. musste ja aufgrund von finanziellen Nöten sein Studium abbrechen. Die Mutter erhofft sich durch die Hochzeit, dass R. sein Studium wieder aufnehmen bzw. sogar eine Arbeitsstelle in Aussicht gestellt werden könnte. Allerdings erwähnt sie auch Dinge, die man durchaus als negativ betrachten könnte. Zum Beispiel, dass der zukünftige Bräutigam meinte, er wolle eine Frau heiraten, die die Not kenne und ihn deshalb sozusagen als Wohltäter betrachten würde.
Kapitel 4 zeigt die Verzweiflung R.'s über die bevorstehende Hochzeit, die er sich zu verhindern vornimmt. Allerdings hat er selbst noch keine Idee, wie er das bewerkstelligen solle, da die Not der Familie doch tatsächlich sehr groß ist und er weder Macht noch Mittel hat, um die Familie zu unterstützen.
Dann folgt eine Szene mit einer betrunkenen minderjährigen, der ein Mann folgt. R. meldet das einem Polizisten, dem er über den Weg läuft.
Kapitel 5 beginnt mit einem Albtraum in dem ein Pferd zu Tode gepeitscht wird. Das Kapitel endet mit einem gewissen Vorhaben R.'s. Er erfährt, dass eine bestimmte alte Frau an jenem Abend alleine zuhause sein wird und will ihr einen Besuch abstatten. Genau weiß man es nicht, aber er scheint böse Absichten zu haben. Womöglich Mord?
Kapitel 6: Der Mord. Ich finde es richtig spannend und alles so knapp! Ich war wirklich nervös und wollte nicht das R. erwischt wird. Er hat zwar eigentlich 2 Menschen brutal ermordet und eigentlich sollte man ihm doch wünschen aufzufliegen, aber nein... So ist das nun mal bei Krimis aus der Perspektive des Mörders, da fiebert man schon mit dem Täter mit.

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