Fjodor M. Dostojewskij Das Gut Stepantschikowo und seine Bewohner

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Inhaltsangabe zu „Das Gut Stepantschikowo und seine Bewohner“ von Fjodor M. Dostojewskij

Die Erzählung Gut Stepanchikowo und seine Bewohner, für deren Fertigstellung Dostojewski fast zwei Jahre brauchte, erschien erstmals im Jahre 1859 in der Zeitschrift Otetschestwennyje Sapiski. Ein Jahr später wurde der Kurzroman ohne Änderungen als Buch veröffentlicht.§Bei den Zeitgenossen Dostojewski hinterließ Gut Stepanchikowo keinen bleibenden Eindruck. Erst nach seinem Tod erhielt es Anerkennung von Kritikern und Lesern. Besonders die Figur des scheinheiligen Heuchlers Foma Opiskin wurde zum Gattungsnamen in der russischen Literatur.

Herrliche Überzeichnung der Charaktere oder: wie ein Betrüger die braven Seelen eines Gutes auszunutzen weiß

— Buecherspiegel

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  • Gründliche Charakterstudie von Dostojewski, Lesenswert!

    Das Gut Stepantschikowo und seine Bewohner

    Buecherspiegel

    31. January 2018 um 18:22

    „Das Gut Stepantschikowo und ihre Bewohner“ von Dostojewski mit dem Untertitel „Aus den Aufzeichnungen eines Unbekannten“ wurde im Jahr 1858 verfasst. Um die Sachverhalte richtig einzuordnen ist es gut, wenn man sich die damaligen Verhältnisse ins Gedächtnis ruft. Es gab noch Leibeigene, ganze Dörfer wurden mitsamt ihren Einwohnern gekauft, vererbt, im Einsatz beim Kartenspiel die Besitzverhältnisse verändert. Das Militär, der Beamtenstatus und die Geburt im entsprechenden Gesellschaftsstand, das alles spielte eine große Rolle. Verarmte Adlige, überzählige Geschwister kleinerer Ländereien, gescheiterte Existenzen, sie alle mussten auf Gönner hoffen, die sie durchfütterten. Dieses Milieu zu betrachten, dafür liest man zum Beispiel die Novelle von Dostojewski. Es gibt von diesem Schriftsteller bedeutendere Romane und Schriften, doch lohnt sich dieses Werk aus dem Blickwinkel eines an sich nicht betroffenen Neffen hinsichtlich der Geschehnisse auf dem Gut seines Onkels, dem Oberst Jegor Iljitsch Rostanew. Dass es sich dabei, abgesehen von den Rückblicken vor der beschriebenen Gegenwart und am Ende, unser Neffe ist nun um einiges älter, die Rückblicke nach der Gegenwart, um keine 48 Stunden handelt, will man gar nicht glauben, so viel passiert hier. Gerade will unser Erzähler, der die Leserschaft immer direkt anspricht, eine Begebenheit erzählen, da unterbricht er sich schon selbst und stellt uns erst mal einen der Charakter vor. Wo diese herkommt, warum sie auf diesem Gut ist, was sie in der Vergangenheit alles erlebt hat. Da ist die Mutter seines Onkels, eine Witwe, die eine der Hauptpersonen, nämlich Foma Fomitsch Opiskin aus ihrem Haushalt mitgebracht hat. Dieser hat lange Zeit als persönlicher guter Geist und Privatclown für den verstorbenen Ehemann, einem General, gearbeitet. Und weil es so Sitte war, ist die Witwe nun eben eine Generalin, wie die Tochter eines Oberst, eine Obersttochter ist, und damit eine höhergestellte Person. Auch auf dem Gut, als guter Geist im Hintergrund, wirkt die unverheiratete Schwester des Onkels.Foma Fomitsch Opiskin aber, der keinerlei Lust mehr hat den dummen August zu spielen, hat sich ins Herz der Generalin hineingeschlichen, um ein wie auch immer geartetes Auskommen auf dem Gut zu haben. Denn er ist mit all seinen beruflichen Vorhaben gescheitert. Dafür versteht er es vollkommen, andere Menschen einzuschätzen und zu manipulieren. Sein Glück ist, dass unser Onkel ein herzensguter Mensch ist, der in niemandem etwas Böses sieht, keinen Streit ertragen kann, Allen und Jedem Recht gibt, damit er in Ruhe sein Leben leben kann. Auch er bereits Witwer mit zwei Kindern, möchte so gerne heiraten, doch Foma Fomitsch und seine Anhänger sehen eine andere Braut ins Auge. Und er lässt nicht locker, triezt den Onkel mit Tiraden, Beschimpfungen, Erpressungen, Drohungen. Dostojewski überzeichnet die Personen rund um Foma Fomitsch und demselben so sehr, dass man nicht weiß, ob man lachen oder vor Wut auf diesen Kerl und um den Onkel weinen soll. Am Ende, so soll es sein, wird alles gut. Ich erzähle hier nichts unbekanntes, denn es gibt genug Internetseiten, wo alles nachzulesen ist. Nun lässt uns unser Ich-Erzähler nicht im Stich und berichtet auch von allen anderen Personen, wie es mit ihnen weitergegangen ist. Es liest sich immer noch rund und wunderbar und regt an, sich mehr von diesem Schriftsteller anzuschauen, geschrieben hat er wahrlich genug und seine eigene Lebensgeschichte ein Krimi für sich.

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