Sämtliche Romane und Erzählungen

von Fjodor M. Dostojewskij 
4,0 Sterne bei129 Bewertungen
Sämtliche Romane und Erzählungen
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Inhaltsangabe zu "Sämtliche Romane und Erzählungen"

"Der Spieler", "Schuld und Sühne", "Der Idiot", "Die Teufel", "Die Brüder Karamasow" sind nur ein Teil des Schaffens dieses außergewöhnlichen Genius. Erzählungen und romanartige Aufzeichnungen ergänzen das Werk. Sie verdienen dieselbe Beachtung. Vor uns steht ein Bild des Menschen in seiner Widersprüchlichkeit und Vielfalt. Es entstehen Teufel und Engel von Menschen. Es zeigt sich das Teuflische und Engelhafte im einzelnen. In 16 Bände aufgeteilt, legt der Insel Verlag die zuverlässige und empfehlenswerte Übersetzung in Einzelausgaben vor, die viele Menschen wieder zu Dostojewskis Werk führen sollte.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783458326687
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:0 Seiten
Verlag:Insel Verlag
Erscheinungsdatum:25.01.2010

Rezensionen und Bewertungen

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    Maldorors avatar
    Maldororvor 4 Jahren
    Doch auf einer Stufe mit den ,,großen" Romanen ?

    Eigentlich assoziert der Literaturwissenschaftler bei Dostojewskij's Werken primär Tiefgründigkeit, geballte Psychologie und verstrickte Kompositionsstrukturen, welche einen enormen Interpretationsraum rund um den Sinn menschlicher Existenz zulassen.

    Lange wurde der Roman,,Der Spieler" als für relativ unbedeutend eingestuft und stand im Schatten von "Schuld und Sühne", "Der Idiot", und "Die Brüder Karamasow". 

    Aber mann kann bzw. sollte ja nicht dauerhaft über Metaphysik und Philosophie grübeln. So ist man als Leser doch positiv gestimmt, dass die Handlung schnell und klar skizziert ist und die Grundtthemen Liebe und Spielsucht schnell ausgemacht sind. Hat man sich erst an den Stil Dostojeskijs gewöhnt, was natürlich Schwierigkeiten bereiten kann, galt er doch nie als ausgezeichneter Stilist ( eher ungeordnet in seinen Ausführungen, unruhig, unstet ja vielleicht spröde), taucht man doch recht schnell in die Welt des Glücksspiels in der Mitte des 19. Jahrhunderts ein. 

    Das Spielermilieu hat seinen ganz eigenen Reiz und Dostojewskij konnte dies hervorragend darstellen. Das verwundert aber wenig, so war er doch lange selbst schwer spielsüchtig und diktierte dieses Werk in kürzester Zeit und unter äußerst schwierigen finanziellen Verhältnissen. Durch die Übertragung seiner persönlichen Erlebnisse  gelingt es ihm, dass man wirklich als Leser mitfiebert, wenn die Großmutter bangend am Spieltisch sitzt und verzweifelt darauf wartet das die Kugel auf dem richtigen Feld liegen bleibt.

    Auch Dostojesskijs Stärken in der Personenzeichnung kommen im Werk deutlich zum Ausdruck.

    Die Gestalten sind herrlich einprägsam : z. B. der fiebrige, ungeduldige und leidenschaftliche ,,Ich" Erzähler Alexej Iwanowitsch und die Großmutter Antonida Wassiljewna, welche eine Vielzahl von verschiedene Eigenschaften ( aufbrausend, , trotzdem kindlich, klug aber eigensinnig, ruppig aber auch herzlich) zugleich in sich vereint.

    Und wer doch unterschwellig immer auf der Suche nach Lebensweisheiten und Denkanregungen sucht wird natürlich auch nicht enttäuscht: 

    ,,Was kann ich morgen sein? Morgen kann ich von den Toten auferstehen und von neuem zu leben beginnen! Kann den Menschen in mir wiederfinden, solange er noch nicht ganz abhanden gekommen ist!" ( Gedanken
    des Alexej Iwanowitsch, 17. Kapitel)



    Der Spieler kann definitiv für interessierte Leser als Einstieg in das literarische Werk Dostojewskijs empfohlen werden. 



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    sabatayn76vor 7 Jahren
    Rezension zu "Der Spieler" von Fjodor M. Dostojewski

    Psychogramm einer Impulskontrollstörung

    Inhalt:
    Der Ich-Erzähler Alexéi Iwánowitsch arbeitet als Hauslehrer für den finanziell ruinierten General und seine Familie. Er ist verliebt in die Stieftochter des Generals - Polína Alexándrowna - und kann ihr keinen Wunsch abschlagen. Da Polína Geld braucht, spielt er ihr zuliebe Roulette und versucht, zu Geld zu kommen. Doch wie so viele andere kann er sich gegen die Versuchungen des Casinos nicht wehren und verliert schließlich jeden Bezug zur Realität.

    Mein Eindruck:
    Der Roman 'Der Spieler' beruht auf Dostojewskis eigenen Erfahrungen mit pathologischem Spielen und wirkt dadurch so authentisch, dass man sich in jeden Spieler, in die große Hoffnung, in das Gefühl, dass man das Casino als Gewinner verlässt, dass die Pechsträhne endlich vorüber ist, hinein versetzen kann. Die Protagonisten sind so glaubwürdig und großartig konstruiert, dass ich beim Lesen das Gefühl hatte, vor Ort zu sein und zu den Charakteren eine persönliche Beziehung zu haben. Dieses Gefühl, das ich stets bei Dostojewskis Werken habe, finde ich hier umso erstaunlicher, denn hier gelingt dem Autor die für ihn typische Komplexität und Lebendigkeit auf nur 200 Seiten.

    Mein Resümee:
    'Der Spieler' bietet neben großartigen Charakteren auch tiefe Einblicke in die Psychologie des (pathologischen) Spielens.

    Sehr empfehlenswert und meiner Meinung nach sehr gut für Dostojewski-Anfänger geeignet.

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    Sokratess avatar
    Sokratesvor 7 Jahren
    Rezension zu "Der Spieler" von Fjodor M. Dostojewski

    Dostojewski: Der Spieler - Späte Romane und Novellen
    .
    Der Spieler: Leider bereits mein zweites Buch von Dostojewski, das ich abbrechen musste, weil ich einfach daran verzweifelt bin.
    Dostojewski beschreibt aus der Ich-Perspektive das Leben des Aleksej Iwanowitsch, der in der fiktiven Stadt Roulettenburg zunächst als Hauslehrer ein Generals tätig ist und begierig den Tod seiner reichen Erbtante in Moskau herbeisehnt. Er selbst steht knapp vor dem eigenen finanziellen Ruin. Als plötzlich seine Erbtante in Roulettenburg auftaucht und an einem Tag am Spieltisch all ihr Vermögen verspielt, hat Aleksej ein arges Problem: er muss andere Geldquellen erschließen und verfällt - wie sollte es anders sein an diesem Ort - stetig immer mehr der Spielsucht.
    Mir bekannt ist, dass dieser kurze Roman von Dostojewskis Leben selbst inspiriert ist und insoweit große autobiographische Züge trägt. Erzählstil und Dramatik lassen jedoch - so mein Geschmack - arg zu wünschen übrig: der Erzählstil ist ohne Charisma, Spannung kommt nicht im Mindesten auf. Es war sogar reichlich quälend, sich wenigstens bis zur Hälfte dieses kleinen Heftchens vorzukämpfen. Nicht dass ich Dostojewski nicht mag: "Schuld und Sühne" war ein Genuss, und so bin ich einmal mehr enttäuscht von seinen übrigen Werken, die so garnicht an die Genialität des großen 'Leuchtturms' heranzureichen vermögen. Schade.

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    Sokratess avatar
    Sokratesvor 7 Jahren
    Rezension zu "Der Spieler" von Fjodor M. Dostojewski

    Leider bereits mein zweites Buch von Dostojewski (vgl. meine Rezensionen), das ich abbrechen musste, weil ich einfach daran verzweifelt bin.
    -
    Dostojewski beschreibt aus der Ich-Perspektive das Leben des Aleksej Iwanowitsch, der in der fiktiven Stadt Roulettenburg zunächst als Hauslehrer ein Generals tätig ist und begierig den Tod seiner reichen Erbtante in Moskau herbeisehnt. Er selbst steht knapp vor dem eigenen finanziellen Ruin. Als plötzlich seine Erbtante in Roulettenburg auftaucht und an einem Tag am Spieltisch all ihr Vermögen verspielt, hat Aleksej ein arges Problem: er muss andere Geldquellen erschließen und verfällt - wie sollte es anders sein an diesem Ort - stetig immer mehr der Spielsucht.
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    Mir bekannt ist, dass dieser kurze Roman von Dostojewskis Leben selbst inspiriert ist und insoweit große autobiographische Züge trägt. Erzählstil und Dramatik lassen jedoch - so mein Geschmack - arg zu wünschen übrig: der Erzählstil ist ohne Charisma, Spannung kommt nicht im Mindesten auf. Es war sogar reichlich quälend, sich wenigstens bis zur Hälfte dieses kleinen Heftchens vorzukämpfen. Nicht dass ich Dostojewski nicht mag: "Schuld und Sühne" war ein Genuss, und so bin ich einmal mehr enttäuscht von seinen übrigen Werken, die so garnicht an die Genialität des großen 'Leuchtturms' heranzureichen vermögen. Schade.

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    die_Leserinvor 8 Jahren
    Rezension zu "Der Spieler" von Fjodor M. Dostojewski

    Dostojewski beschreibt die manische Liebe eines Hauslehrers zur stolzen Tochter des Generals, bei dem er angestellt ist. Immer bereit sein Leben auf ein Wort der hochmütigen Polina hin wegzuwerfen, scheint er dennoch oft genug der vernünftigste Mensch im Kreise der russischen Familie zu sein - und auch derjenige, der am wenigsten von den familieninternen Intrigen, finanziellen Abhängigkeiten und selbstsüchtigen Intentionen weiß.
    Auch wenn man den Hang zu riskanten Wetten bereits daran erkennen kann, dass der gute Hauslehrer sich zum Sklaven Polinas und damit sein Vermögen, Ansehen und Leben von ihren Launen abhängig macht, steht er dem Roulette zu Beginn eher skeptisch gegenüber. Selbst als er an den Roulettetisch tritt um im Auftrag seiner Herzdame zu setzen, zeigt er keinerlei Neigung zur Spielsucht. Vielmehr macht sich eine unheilvolle Überzeugung in seinem Innersten bemerkmar - nämlich die, dass er, setzte er sein eigenes Geld, nur gewinnen kann.
    Als er schließlich gezwungen wird sein Geld so rasch als möglich zu vermehren, tritt er an den Roulettetische, setzt sein eigenes Geld und gewinnt. Innerhalb einer Nacht ist er ein gemachter Mann. Jedoch hat ihn nun die Spielsucht erbarmungslos im Griff…

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 9 Jahren
    Rezension zu "Der Spieler" von Fjodor M. Dostojewski

    Auch wenn ich anfänglich damit gerechnet hatte, dass diese biografisch angelehnte Lektüre recht trocken vonstatten gehen würde, wurde ich teilweise sehr überrascht. An die doch etwas veraltete Sprache des "Spielers" musste ich mich auf den ersten Seiten gewöhnen, auch an die Beschreibung der feinen Gesellschaft und ihren Umgangsformen, in denen sich der Protagonist Alexei bewegt. Doch erst einmal eingetaucht, bietet dieses Werk allerhand Einblicke in die Charaktere der Figuren, die meines Erachtens sehr gut darstellt worden sind und die Geschichte selbst. Eine Figur, die ich dabei hervorheben möchte, ist die der "alten Tante", die mir von Anfang an wirklich sehr amüsant und sympathisch erschien mit ihrer überladenen, herrischen Art und die so gar nicht in die dargestellte Gesellschaft passen wollte. Alexeis Verhalten gegenüber dem Roulette und seiner hochverehrten Polina sind wirklich ausladend beschrieben und man fühlt den regelrechten "Leidensweg" und Absturz des in die Spielsucht Getriebenen, den das Spiel selbst am Ende immernoch beherrscht. Ein guter, vergnüglicher Roman.

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    K
    kleinivor 11 Jahren
    Rezension zu "Der Spieler." von Fjodor M. Dostojewski

    dtv Klassik

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