Flavia Company

 4 Sterne bei 39 Bewertungen

Lebenslauf von Flavia Company

Flavia Company, 1963 in Buenos Aires geboren, lebt seit ihrem zehnten Lebensjahr in Barcelona. Sie hat mehrere Romane veröffentlicht und ist Leiterin eines Kulturprogramms im katalanischen Fernsehen.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Flavia Company

Cover des Buches Die Insel der letzten Wahrheit (ISBN:9783833308208)

Die Insel der letzten Wahrheit

 (35)
Erschienen am 17.03.2012
Cover des Buches Die Insel der letzten Wahrheit (ISBN:9783869740843)

Die Insel der letzten Wahrheit

 (4)
Erschienen am 01.04.2011

Neue Rezensionen zu Flavia Company

Neu

Rezension zu "Die Insel der letzten Wahrheit" von Flavia Company

Spannender kurzeweiliger Thriller gut produziert
EmmaZeckavor 10 Monaten

Inhalt
Bei Die Insel der letzten Wahrheit handelt es sich um eine kurze, aber definitiv spannende Geschichte. Wir haben hier zwei Handlungsstränge: Zuerst lernen wir eine weibliche Protagonistin kennen. Sie soll die Geschichte ihres Freundes niederschreiben. Und schwupps sind wir im zweiten Handlungsstrang. Ihr Freund ist nämlich ein bekannter Arzt, der gern zur See gefahren ist. Bis er dort von Piraten überfallen und auf einer einsamen Insel ausgesetzt wurde. Und da stellt sich die Frage: Wie hat er es geschafft, diese Insel zu verlassen?

Das Spannende ist, dass die Geschichte aus diesen zwei Perspektiven erzählt wird. Natürlich steht der Arzt im Mittelpunkt der Geschichte. Dennoch gibt es immer wieder Episoden, die auch aus der Sicht der Frau erzählt werden und uns eine andere Perspektive auf den Arzt ermöglichen.

Flavia Company baut den Spannungsbogen der Geschichte sehr gut auf. Während ich anfangs noch nicht ahnte, worauf die Geschichte hinaus läuft, zieht die Autorin die Schlinge langsam aber sicher zu. Und gerade das Ende hat mich wirklich überrascht und ich hatte direkt das Bedürfnis die Geschichte nochmal zu hören, weil ich glaubte, so die Auflösung schon früher nachvollziehen zu können.

Meinen einzigen Kritikpunkt muss ich bei der Herstellung des Hörbuches anbringen. Allerdings hat mir eine Mitarbeiterin des Verlages erzählt, dass das Hörbuch in dieser Form gar nicht mehr hergestellt wird. Deswegen bezieht sich meine Kritik ausschließlich auf die Ausgabe, die mir vorliegt. Zu neueren Gestaltungen kann ich daher also nichts sagen.

Die CDs sind in einzelnen Papierhüllen gelagert und werden von einer Papierhülle zusammengehalten. Um an die CDs heranzukommen, muss man diese aus der Hülle herausschieben. Allerdings vermute ich, dass Grobmotoriker hier an ihre Grenzen kommen und je nachdem, wie man die CDs herausholt, eine schöne Zusammensetzung nicht immer möglich ist.

Da ich zu den Buchlingen gehöre, die sich die Hörbücher gerne ins Regal stellen, störte mich dieser Effekt etwas, weil ich das Hörbuch gefühlt nicht mehr ordentlich zusammenbekommen habe. Allerdings konnte ich auch den Gedanken bei der Herstellung des Hörbuches nachvollziehen: Die Herstellung fand nämlich unter dem Motto Taschenhörbuch als Alternative zum Taschenbuch statt. Und diesen Schachzug fand ich auch sehr clever.

Kommen wir nun aber zu den Sprechern der Geschichte: Die Insel der letzten Wahrheit wird von Romanus Fuhrmann und Nadja Schulz-Berlinghoff gelesen. Beide Interpreten haben sehr gut miteinander harmoniert. Während man bei vielen Romanen, die aus mehreren Perspektiven erzählt werden, nach einer bestimmten Zeit weiß, wann es einen Perspektivenwechsel gibt, wurde ich hier häufig überrascht, was aber kein Nachteil war.

Was mir außerdem sehr gut gefallen hat war, dass das Hörbuch ungekürzt produziert wurde. Ich hätte beim besten Willen nicht gewusst, welche Stellen gekürzt werden könnten.

Flavia Company hat einen flüssigen Schreibstil, der mir einen schnellen Einstig in die Geschichte ermöglichte. Was die Formulierungen betrifft, wird zwar klar, dass die Geschichte zu einer schon lange vergangenen Zeit spielt. Dennoch konnte ich das Hörbuch quasi in einem Rutsch durchhören und bin nicht an bestimmten Formulierungen hängen geblieben.

Die Perspektivenwechsel haben mich hier und da etwas verwirrt, aber meinen Hörfluss nicht negativ beeinflusst.

Gesamteindruck
Die Insel der letzten Wahrheit hat mich positiv überrascht, was vor allem mit dem überraschenden Ende der Geschichte zusammenhängt. Nie wäre ich auf die Idee gekommen, dass sich hinter dieser Geschichte ein so packender Thriller versteckt. Die Insel der letzten Wahrheit ist also mein Geheimtipp an euch. 

Kommentieren0
0
Teilen

Rezension zu "Die Insel der letzten Wahrheit" von Flavia Company

Verwirrender Schiffbruch
j125vor 3 Jahren

Inhalt:
Matthew Prendel ist leidenschaftlicher Segler und zusammen mit Freunden auf dem Meer unterwegs. Sein Schiff wird von Piraten überfallen und während seine Freunde sterben, schafft es Matthew von Bord zu springen. Er strandet auf einer einsamen Insel…

Meine Meinung:
Wo fängt man bei diesem Buch an? Über den Inhalt kann man fast nicht sprechen ohne zu spoilern, da das Buch nur 160 Seiten hat. Auf der anderen Seite kann man eigentlich bis auf das Ende kaum etwas spoilern, da wenig passiert. Es ist vielmehr ein Nachdenken über Freiheit, Vertrauen und Schuld.

Die Geschichte wird angenehm ruhig erzählt, fast schon nüchtern. Aber die Erzählperspektiven wechseln ständig, was ich furchtbar anstrengend fand. Im ersten Part schreibt Phoebe, die langjährige Partnerin des Schiffbrüchigen, die Geschichte auf: Matthew tut dies, Matthew tut das. Im zweiten Teil erzählt zunächst Matthew selbst die Geschichte: Ich tat dies, Phoebe, ich tat das, Phoebe. Später ändert sich auch das wieder.

Überhaupt ist die Geschichte mit Phoebe recht seltsam. Bis kurz vor Schluss fand ich sie sowieso überflüssig, da man die Geschichte auch direkt durch Matthew hätte erzählen können, so wie es im zweiten Teil teilweise geschieht. Vor allem der Prolog in dem Phoebe berichtet wie sie Matthew kennen lernte, hat für mich nichts zur Handlung beigetragen. Die Beziehung der beiden habe ich nicht so ganz verstanden. Sie waren ein Liebespaar, siezten sich aber bis zum Schluss. Auch andere Handlungen konnte ich nicht immer ganz nachvollziehen, aber vielleicht versteht man das als Segler besser. Als sie beispielsweise die Piraten entdecken, versuchen sie nicht zu fliehen, sondern warten ruhig bis sie Matthews Boot erreicht haben.

Das Ende ist mir leider unverständlich. Es kommt eine große Wendung (oder vielleicht hat der ein oder andere auch was geahnt, wenn er das Buch besser begriffen hat als ich) und ich weiß nicht, was damit gemeint ist. Das finde ich so Schade, weil ich das Gefühl habe etwas verpasst zu haben. Ich empfinde lesen normalerweise nicht als Zeitverschwendung, nicht mal bei Büchern die mir nicht gefallen. Aber hier fühlt es sich fast ein bisschen so an, weil alles was vorher war durch das Ende in ein anderes Licht gerückt wird, ich aber nicht verstehe was jetzt Sache ist. Wie in einem Thriller, wo die Ermittler am Ende zufrieden sind den Täter gefasst zu haben und ich steh da und frag mich, wer es jetzt eigentlich war.

Fazit:
Leider absolut kein Buch für mich. Ich habe das Ende nicht verstanden und fand das Lesen teilweise recht anstrengend, da beim Erzählen häufig die Perspektive gewechselt wird.

Kommentieren0
2
Teilen

Rezension zu "Die Insel der letzten Wahrheit" von Flavia Company

Über die pure Existenz
Krimifee86vor 6 Jahren

Inhalt: Tagelang treibt Matthew Prendel auf dem Meer, halb wahnsinnig vor Hunger und Durst, von Sonne und Salz verbrannt. Sein Segelschiff wurde von Piraten überfallen, die Crew getötet. Er ist kurz davor, das Bewusstsein zu verlieren, da spürt er Sand zwischen den Fingern. Über ihm, ein dunkler Schatten, steht einer der Piraten …

Cover: Ach, das Cover ist doch eigentlich ganz nett. Ein Meer, Felsen, eine Insel, roter Sonnenuntergang. Fast könnte ein wenig Urlaubsstimmung aufkommen. Jedoch fünf Jahre auf einer einsamen Insel … Nur, wenn es auf der einsamen Insel eine riesengroße Bibliothek gibt, ansonsten ohne mich! :)

Schreibstil: Sehr gut. Sehr einfach zu lesen, absolut in Ordnung. Viel mehr kann ich dazu auch nicht sagen. Außer vielleicht, dass mich das Wechseln zwischen der Ich-Perspektive und der Er-Perspektive manchmal ein wenig genervt hat. Aber ganz so schlimm war es nicht.

Die Story: Aus der Story an sich hätte man ja fast schon einen Abenteuerroman machen können. Die Autorin hat sich aber dagegen entschieden und etwas völlig anderes daraus gemacht: Einen philosophischen Roman über die Existenz, auf 158 Seiten. Meiner Meinung nach jedoch leider ein wenig zu kurz für die komplexe Thematik. Da hätte ich mir ein wenig mehr Tiefe gewünscht. Zumal der ganze Teil am Anfang, wie Phoebe und Matt sich kennen lernen meiner Meinung nach vollkommen überflüssig war. Ansonsten aber schnell und gut zu lesen. Gestört hat mich nur das Ende, denn das hat mich verwirrt. Und auch jetzt, einige Tage nach dem Lesen sind mir die Zusammenhänge noch nicht ganz klar und ich verstehe es nicht. Vielleicht bin ich auch einfach nur zu dumm, aber schade ist es allemal.

Fazit: Das Buch soll zum Nachdenken anregen, es ist sehr philosophisch geschrieben und auch bis zu den letzten paar Seiten richtig gut und auch in gewisser Weise spannend. Das Ende, das ich mir nicht richtig erklären kann, hat aber leider einen faden Geschmack hinterlassen.

Kommentieren0
9
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 52 Bibliotheken

auf 3 Wunschlisten

von 2 Lesern aktuell gelesen

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks