Flavia Company Die Insel der letzten Wahrheit

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Inhaltsangabe zu „Die Insel der letzten Wahrheit“ von Flavia Company

Wozu sind wir in Extremsituationen imstande? Wie gehen wir mit absoluter Einsamkeit um? Und können wir einen anderen Menschen wirklich kennen? Oder uns selbst? Ein spannender, intelligenter Abenteuerroman in der Tradition von »Im Rausch der Stille« und »Schiffbruch mit Tiger«. Tagelang treibt Matthew Prendel auf dem Meer, halb wahnsinnig vor Hunger und Durst, von Sonne und Salz verbrannt. Wo er sich genau befindet, weiß er nicht. Er weiß nur, dass er vollkommen allein ist, irgendwo im Atlantischen Ozean, südlich von Afrika. Sein Segelschiff wurde von Piraten überfallen, die Crew getötet. Als er kurz davor ist, das Bewusstsein zu verlieren, spürt er plötzlich Sand zwischen den Fingern. Über ihm, ein dunkler Schatten, steht eben jener Pirat, der ihn ins Meer getrieben hatte. Er gibt ihm zu trinken und zu essen - doch dann verbannt er ihn an einen entlegenen Teil der Insel. Wochen-, monatelang ohne menschlichen Kontakt, droht Matthew an seiner Einsamkeit zugrunde zu gehen ... Flavia Company variiert die Robinsonade auf neue, überraschende Weise und dringt dabei zu den grundlegenden Fragen der menschlichen Existenz vor.

Leider habe ich Schiffbruch mit dem Buch erlitten

— j125
j125

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  • Verwirrender Schiffbruch

    Die Insel der letzten Wahrheit
    j125

    j125

    01. August 2017 um 13:51

    Inhalt:Matthew Prendel ist leidenschaftlicher Segler und zusammen mit Freunden auf dem Meer unterwegs. Sein Schiff wird von Piraten überfallen und während seine Freunde sterben, schafft es Matthew von Bord zu springen. Er strandet auf einer einsamen Insel…Meine Meinung:Wo fängt man bei diesem Buch an? Über den Inhalt kann man fast nicht sprechen ohne zu spoilern, da das Buch nur 160 Seiten hat. Auf der anderen Seite kann man eigentlich bis auf das Ende kaum etwas spoilern, da wenig passiert. Es ist vielmehr ein Nachdenken über Freiheit, Vertrauen und Schuld. Die Geschichte wird angenehm ruhig erzählt, fast schon nüchtern. Aber die Erzählperspektiven wechseln ständig, was ich furchtbar anstrengend fand. Im ersten Part schreibt Phoebe, die langjährige Partnerin des Schiffbrüchigen, die Geschichte auf: Matthew tut dies, Matthew tut das. Im zweiten Teil erzählt zunächst Matthew selbst die Geschichte: Ich tat dies, Phoebe, ich tat das, Phoebe. Später ändert sich auch das wieder. Überhaupt ist die Geschichte mit Phoebe recht seltsam. Bis kurz vor Schluss fand ich sie sowieso überflüssig, da man die Geschichte auch direkt durch Matthew hätte erzählen können, so wie es im zweiten Teil teilweise geschieht. Vor allem der Prolog in dem Phoebe berichtet wie sie Matthew kennen lernte, hat für mich nichts zur Handlung beigetragen. Die Beziehung der beiden habe ich nicht so ganz verstanden. Sie waren ein Liebespaar, siezten sich aber bis zum Schluss. Auch andere Handlungen konnte ich nicht immer ganz nachvollziehen, aber vielleicht versteht man das als Segler besser. Als sie beispielsweise die Piraten entdecken, versuchen sie nicht zu fliehen, sondern warten ruhig bis sie Matthews Boot erreicht haben. Das Ende ist mir leider unverständlich. Es kommt eine große Wendung (oder vielleicht hat der ein oder andere auch was geahnt, wenn er das Buch besser begriffen hat als ich) und ich weiß nicht, was damit gemeint ist. Das finde ich so Schade, weil ich das Gefühl habe etwas verpasst zu haben. Ich empfinde lesen normalerweise nicht als Zeitverschwendung, nicht mal bei Büchern die mir nicht gefallen. Aber hier fühlt es sich fast ein bisschen so an, weil alles was vorher war durch das Ende in ein anderes Licht gerückt wird, ich aber nicht verstehe was jetzt Sache ist. Wie in einem Thriller, wo die Ermittler am Ende zufrieden sind den Täter gefasst zu haben und ich steh da und frag mich, wer es jetzt eigentlich war. Fazit:Leider absolut kein Buch für mich. Ich habe das Ende nicht verstanden und fand das Lesen teilweise recht anstrengend, da beim Erzählen häufig die Perspektive gewechselt wird.

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  • Über die pure Existenz

    Die Insel der letzten Wahrheit
    Krimifee86

    Krimifee86

    22. April 2014 um 13:14

    Inhalt: Tagelang treibt Matthew Prendel auf dem Meer, halb wahnsinnig vor Hunger und Durst, von Sonne und Salz verbrannt. Sein Segelschiff wurde von Piraten überfallen, die Crew getötet. Er ist kurz davor, das Bewusstsein zu verlieren, da spürt er Sand zwischen den Fingern. Über ihm, ein dunkler Schatten, steht einer der Piraten … Cover: Ach, das Cover ist doch eigentlich ganz nett. Ein Meer, Felsen, eine Insel, roter Sonnenuntergang. Fast könnte ein wenig Urlaubsstimmung aufkommen. Jedoch fünf Jahre auf einer einsamen Insel … Nur, wenn es auf der einsamen Insel eine riesengroße Bibliothek gibt, ansonsten ohne mich! :) Schreibstil: Sehr gut. Sehr einfach zu lesen, absolut in Ordnung. Viel mehr kann ich dazu auch nicht sagen. Außer vielleicht, dass mich das Wechseln zwischen der Ich-Perspektive und der Er-Perspektive manchmal ein wenig genervt hat. Aber ganz so schlimm war es nicht. Die Story: Aus der Story an sich hätte man ja fast schon einen Abenteuerroman machen können. Die Autorin hat sich aber dagegen entschieden und etwas völlig anderes daraus gemacht: Einen philosophischen Roman über die Existenz, auf 158 Seiten. Meiner Meinung nach jedoch leider ein wenig zu kurz für die komplexe Thematik. Da hätte ich mir ein wenig mehr Tiefe gewünscht. Zumal der ganze Teil am Anfang, wie Phoebe und Matt sich kennen lernen meiner Meinung nach vollkommen überflüssig war. Ansonsten aber schnell und gut zu lesen. Gestört hat mich nur das Ende, denn das hat mich verwirrt. Und auch jetzt, einige Tage nach dem Lesen sind mir die Zusammenhänge noch nicht ganz klar und ich verstehe es nicht. Vielleicht bin ich auch einfach nur zu dumm, aber schade ist es allemal. Fazit: Das Buch soll zum Nachdenken anregen, es ist sehr philosophisch geschrieben und auch bis zu den letzten paar Seiten richtig gut und auch in gewisser Weise spannend. Das Ende, das ich mir nicht richtig erklären kann, hat aber leider einen faden Geschmack hinterlassen.

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  • Die Insel der letzten Wahrheit • Flavia Company

    Die Insel der letzten Wahrheit
    DominikLeitner

    DominikLeitner

    11. July 2013 um 14:10

    Er hätte tot sein müssen. Piraten hatten sein Segelboot überfallen, seine Crew getötet, nur er blieb am Leben. Treibt tagelang auf dem Meer bis er, mit den Kräften beinahe am Ende, auf einer Insel strandet. Doch er ist nicht allein. Ein aktuelles Thema inklusive altbekannter Szenerie: Die Geschichte rund um brutale Piraten könnte auch heute rund um Somalia stattfinden, der Schiffsbruch hingegen sowie das Stranden als einzige Überlebender auf einer (vermeintlich einsamen) Insel hat gewisser Herr Defoe schon vor 294 Jahren zum Thema seines weltberühmten Romans gemacht. Flavia Companys Werk zeichnet sich aber durch gekonnt manövrierte Wendungen aus, der einen am Schluss schweigend, aufgewühlt und zugleich nachdenklich zurücklässt. Flavia Company geboren 1963 in Buenos Aires lebt seit ihrem 10. Lebensjahr in Barcelona Bisherige übersetze Werke: Die Insel der letzten Wahrheit (2011) Fünf Jahre lang war Prendel verschollen. Fünf Jahre lang lebte er auf einer einsamen Insel, die er sich nur mit einer einzigen Person teilte: Nelson Souza, einem jener Piraten, die seine Crew getötet und sein Boot zerstört haben. Lange Zeit sprach er nicht über seine Erlebnisse auf der Insel, doch kurz vor seinem relativ frühen Lebensende beginnt er zu erzählen: Dabei ensteht ein Psychogramm eines einsamen Menschen, der dem Tod in die Augen gesehen hat, sich von der Einsamkeit vereinnahmen ließ und immer wieder daran dachte, sein Gegenüber zur Strecke zu bringen. Als der Tod Prendel einholt, erzählt Phoebe Westore die Geschichte weiter. Immer tiefer blickt man dabei in die Seele eines Menschen, die der eigenen sicherlich nicht unähnlich ist. Dabei haben die Autoren auf Wikipedia nicht ganz unrecht, wenn sie den Roman als Parabel verstehen: Man kann nicht anders, als die Gedanken und Entscheidungen Prendels auf das eigene Ich umzulegen, sich selbst Gedanken über Einsamkeit und Aussichtslosigkeit zu machen und daraus nicht minder spannende Erkenntnisse zu ziehen. Prendel geht ans Ufer hinunter. Er benetzt seine Füße, seine Hände, erfrischt sich das Gesicht. Er betrachtet den Horizont und denkt, dass es stimmt: Nicht immer, wenn ein Seefahrer festen Boden betritt, hat er auch das Gefühl angekommen zu sein. Company ist es gelungen, auf 158 Seiten einen so spannenden Psychothriller zu schreiben, dass man nach der letzten Seite nur schwer zur Ruhe kommt. Man leiht das Buch her, will, dass es schnell gelesen wird, damit am endlich darüber diskutieren kann. Selten hat mich ein Buch so sehr gefesselt und bewegt, wie es “Die Insel der letzten Wahrheit” vollbrachte. Hoffentlich nicht das letzte Buch der werten Frau Company, dass vom Katalanischen ins Deutsche übersetzt wird.

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  • Rezension zu "Die Insel der letzten Wahrheit" von Flavia Company

    Die Insel der letzten Wahrheit
    kleinerBuecherwurm

    kleinerBuecherwurm

    24. January 2013 um 21:49

    Matthew Prendel erzählt seiner Verlobten, dass er vor fünf Jahren nach einer EInladung seiner zwei Freunde mit einer Yacht den Atlantik überqueren. Doch sie werden von Piraten angegriffen. Einen kann Prendel mit einer Pistole anschießen, doch daraufhin werden seine zwei Freunde getötet. Er selbst versucht sich mit seinem verletzten Bein mit einem Sprung ins Wasser zu retten. Tage treibt er auf dem offenen Meer, bis er zu einer einsamen Insel kommt, auf der er von einem fremden Mann gerettet wird. Von ihm wird in den hintersten Winkel der Insel verbannt, denn niemand darf sein Geheimnis erfahren.... Das Cover dieses Buches ist nicht gerade ansprechend, auch der Klappentext gibt nicht viel her. Doch wenn man darüber hinweg sieht und es einmal liest, stellt man fest, dass ein wirklich gutes Buch ist. Die Fakten sind gut recherchiert und die Idee hinter diesem Buch ist faszinierend. Es ist sehr psychologisch, aber auch sehr spannend. Man braucht allerdings nicht lange, bis man es gelesen hat. Es hat ja nur 160 Seiten. Aber sie sind unheimlich spannend erzählt.

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  • Rezension zu "Die Insel der letzten Wahrheit" von Flavia Company

    Die Insel der letzten Wahrheit
    Morella

    Morella

    22. April 2012 um 17:03

    BC-ID: 640-11069981

  • Rezension zu "Die Insel der letzten Wahrheit" von Flavia Company

    Die Insel der letzten Wahrheit
    Katzenpersonal_Kleeblatt

    Katzenpersonal_Kleeblatt

    14. April 2012 um 07:44

    Während eines Segelturns, den der Arzt Matthew Prendel mit seinen beiden Freunden macht, werden sie von Piraten angegriffen. Als Prendel sich zur Wehr setzt und einen der Piraten erschießt, werden seine beiden Freunde getötet und er kann nur durch einen Sprung ins Wasser sein Leben retten. Eigentlich sieht er das für sich selbst nur als Verzögerung seines Todes an, denn er weiß, dass die nächste Küste 600 Meilen von seinem Standort entfernt ist und er keine Chance auf Rettung hat. Trotzdem gibt er nicht auf, er kämpft verbissen um sein Leben. Am dritten Tag fühlt er plötzlich Sand unter seinen Händen und eine Stimme sagt zu ihm, dass er trinken soll. Bevor er wieder in Ohnmacht fällt, konnte er noch erkennen, dass die Stimme einem der Piraten gehörte, die sie überfallen haben. Es war der Pirat, den er erschossen hat ... Sie sind beide auf einer kleinen Insel mitten im Atlantik, an der Westküste Afrikas gestrandet. Sie haben Wasser und können sich Nahrung aus dem Meer holen. Beide trauen einander nicht und der Pirat, der die gewichtigeren Argumente in Form von Waffen hat, bestimmt, wer auf welcher Seite der Insel leben wird. Unter Androhung von Gewalt verbietet er Prendel, sich in seinem Teil der Insel aufzuhalten. Er verspricht ihm, zu gegebener Zeit würde er die Insel verlassen und ihn mitnehmen, er hätte einen Plan, aber den Zeitpunkt würde er bestimmen. Wird der Pirat sein Versprechen einlösen und werden sie die Insel beide eines Tages verlassen können? ... Flavia Company ist mit diesem Roman ein kurzer, aber sehr eindrucksvoller Roman gelungen. Die Erlebnisse des Arztes Matthew Prendel auf der Insel werden von seiner letzten Freundin erzählt, der er die Geschichte kurz vor seinem Tod berichtet hatte. Die Geschehnisse auf der Insel haben ihn für den Rest seines Lebens geprägt. Die Insel war für ihn ein Gefängnis, das er bis zu seinem Tod mit sich herumtrug. Prendel leidet auf dieser Insel, trotzdem sie dort zu zweit sind, unter massiver Einsamkeit. Er versucht ihr zu entkommen, indem er immer wieder Kontakt zum Piraten sucht, der aber verweist ihn in seine Schranken. Er kämpft mit sich, schmiedet Pläne, wie er dem entkommen kann und fällt in die Hoffnungslosigkeit zurück. Er gelangt bis an seine Grenzen. Von der Autorin erfolgte eine sehr umfassende Charakterstudie, so dass man sich als Leser sehr gut in die Gemütslage des Protagonisten hineinversetzen konnte. Das Buch weist keine Längen auf und ist flüssig geschrieben. Das Ende des Buches bringt jedoch noch einmal eine Überraschung, mit der zumindest ich nicht gerechnet hatte. Nach Beendigung des Buches schwirrten in meinem Kopf die Fragezeichen.

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  • Rezension zu "Die Insel der letzten Wahrheit" von Flavia Company

    Die Insel der letzten Wahrheit
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    04. April 2011 um 12:29

    Gegeneinander Überleben Nur knapp 130 Seiten umfasst dieses schmale Buch, Seiten, die nur auf den ersten Blick das altbackene Thema eines Schiffbrüchigen auf einer einsamen Insel aufwärmen, die sich aber auf den zweiten Blick als ein intensives und dichtes Psychogramm zweier Männer herauskristallisieren, die in wunderbarem Stil niedergeschrieben sind und am Ende mit einer faustdicken Überraschung aufwarten. Matthew Prendel ist wieder da. Fünf Jahre war er verschollen und nun ist er wieder, allerdings nur rein körperlich, wieder Teil der Gesellschaft. Verändert hat er sich, stark. Vermögend plötzlich, das zum einen, aber vor allem irgendwie innerlich nie ganz anwesend, wie über den Dingen, den Menschen schwebend. Sein Segelboot wurde zu Zeiten von Piraten aufgebracht, seine Begleiter sind nie wieder aufgetaucht, auf einer Insel soll er ausgeharrt haben. Phoebe, durch deren Augen Flavia Company die Geschichte erzählt, erobert diesen Mann für sich und wird am Ende seines eher kurzen Lebens die ganze Geschichte aus seinem eigenen Mund erfahren. Wie er nach dem Überfall auf einer Insel strandete, gerettet von einem der Männer, der Teil der Piratengruppe war und nun ebenfalls mit Prendel auf der Insel gestrandet ist, der aber, im Gegensatz zu Prendel, damit ein ganz konkretes Ziel verfolgt. Ein Ziel, zu dessen Erreichung Prendel durchaus eine Rolle spielen soll. Prendel, der als Freidenker der Maxime folgte, dass „wir alle jemand in uns tragen, der aus dem Alltagstrott ausbrechen will, jemand, der sich beweisen will, dass wir einzigartig sind“, und der nun in einer Art und Weise aus seinem freiheitsliebenden und segelndem Alltagstrott herausgenommen wird, die ihn an die Grenzen seiner Belastbarkeit und seines Verstandes führt. Wird sich herausstellen, dass er wirklich „besser ist als seine äußere Hülle“? Eine intensive Geschichte ist es, die Flavia Company erzählt. Weniger das Leben als moderner Robinson steht dabei im Mittelpunkt ihrer Darstellungen, sondern die inneren Abläufe, Kämpfe gegen sich selbst, Auseinandersetzungen mit dem Piraten Nelson Souza, das Misstrauen, die Finten, die Gewalt gegeneinander und das, was am Ende des Tages übrig bleiben wird. Ein innere Weg, der zu tiefen Erkenntnissen über sich selbst führen wird. Darüber, was das Leben wirklich ausmacht, ob es tatsächlich nur der immerwährend fast gleiche „Ablauf äußerer Ereignisse“ ist. Ebenso werden nach der Rettung aus der Notlage Wahrheiten weiter im Raume stehen. Vor allem dies eine, dass der Körper zwar wieder in der alten Umgebung sich befindet, die Zivilisation einen wieder hat, doch die Seele auf immer schiffbrüchig bleiben wird. Warum das gerade und ganz besonders auf diesen Matthew Prendel zutrifft, das hat Gründe und die finden sich atmosphärisch dicht geschildert im Buch. Eine wunderbar erzählte Charakterstudie und Entwicklungsgeschichte ist es, die Flavia Company in ihrem schmalen Buch unprätentiös zu gestalten versteht mit einer Vielzahl von Textstellen und einfachen Sätzen wahrhaftiger Erkenntnis, die lange nachhallen werden.

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