Flavio Soriga

 3.5 Sterne bei 11 Bewertungen
Autor von Der schwarze Regen, Die Liebe in London und anderswo und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Flavio Soriga

Die Liebe in London und anderswo

Die Liebe in London und anderswo

 (5)
Erschienen am 05.08.2010
Der schwarze Regen

Der schwarze Regen

 (6)
Erschienen am 06.08.2007
Metropolis. Martino Crissanti indaga

Metropolis. Martino Crissanti indaga

 (0)
Erschienen am 01.02.2015

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Rezension zu "Die Liebe in London und anderswo" von Flavio Soriga

"Dance me to the end of love"
The iron butterflyvor 2 Jahren

„Die Liebe in London und anderswo“, Flavio Soriga erzählt insgesamt acht Liebesgeschichten, die an den unterschiedlichsten Orten vom Gefühl der Liebe, Zuneigung und Sehnsucht bestimmt werden. Ist es das aufkeimende, noch nicht greifbare Gefühl, das doch so wenig mit den prallen und nichts verbergenden Abbildungen in einschlägigen Zeitschriften zu tun hat? Oder ist es verborgen hinter dieser Unsicherheit, wenn die Berührung des besten Freundes plötzlich nicht mehr „Kumpel“ sagt, sondern Herzklopfen verursacht? Ist es die unverhoffte Verbundenheit zu einem Menschen, der so gar nicht zu einem zu passen scheint oder ist es einfach nur die Sehnsucht nach dem Ende der Einsamkeit? Immer spielt so viel mehr eine Rolle, nie bleibt nur das Gefühl den Menschen gefunden zu haben, der die Erfüllung all der tiefen Empfindungen zu versprechen vermag. Die Liebe fordert zu Leidenschaft auf, aber sie verführt auch dazu den innig Geliebten zu verletzen, weil man es eben kann.

Falvio Soriga erzählt sehr gekonnt und sprachlich interessant von keineswegs banalen Beziehungen. Zumindest liest es sich beruhigend, dass die Liebe in London und anderswo genauso verquer sein kann, wie direkt neben dir hier.

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Rezension zu "Die Liebe in London und anderswo" von Flavio Soriga

Die Verschiedenheit der Liebe
Duffyvor 5 Jahren

Ein Buch bestehend aus Facetten der Liebe, die so vielfältig sind, das sie nicht nur das Reine des Vertrauens, der Leidenschaft, Sehnsucht und vieles mehr erfassen, sondern immer auch ihre direkten Gegenpole wie Eifersucht oder Abhängigkeit. Jeder dieser Momente und Zustände kann jedem beliebigen Menschen auf dieser Welt begegnen. In acht Geschichten beschreibt Soriga diese Vielfalt von Gefühlen an acht verschiedenen Orten mit den unterschiedlichsten Menschen. Er tut das mit einer Hingabe und Zuneigung, die aus den Figuren seine Kinder machen. Er hat die wunderbare Fähigkeit, sensible Momente genau so zu schildern, dass man die Worte fast schon atmen hört. Dieses Dichte, dieses enge Miteinander trägt die Handschrift seiner Heimat. Die sardischen Schriftsteller haben eine enge Bindung zu ihrer Herkunft, Inselblut fließt offensichtlich etwas bewusster und so strahlt dieses Buch förmlich die Sinnlichkeit eines Landes aus, das auch mit der Liebe intensiv umzugehen versteht. Soriga ist einer der Erben von Nobelpreisträgerin Grazia Deledda, der Grand Dame der sardischen Literatur, ein Erbe, das zu nichts verpflichtet, aber wenn es überliefert wird, dann darf man immer gespannt auf sardische Autoren sein. Und auf Soriga sowieso.

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Rezension zu "Der schwarze Regen" von Flavio Soriga

Ein neuer "Großer"
Duffyvor 5 Jahren

Nuraiò ist ein kleines Dorf auf Sardinien. Dort lebt Marta ein sehr freizügiges Leben und hält auch nicht mit ihren Affären hinter dem Berg. Eines Tages wird ihre Leiche gefunden und der Kommissar Crissanti, ein noch junger, aber schon recht resignierter Kommissar, ermittelt im Dunstkreis der Liebhaber, wühlt in zerrütteten Gemeinschaften und muss feststellen, dass das Dorf nicht so ist, wie es den Anschein hat. Getrieben von eigenen Versagensängsten versucht er dennoch, das ganze Ausmaß der Verknüpfungen zu erfassen und stößt nicht nur auf den Mörder, sondern auch auf verschiedene Ungereimtheiten, wie Korruption und die Unantastbarkeit der Mächtigen. Und immer wieder auch an seine Grenzen, gefühlsmäßig wie auch formal als Polizist.
Soriga beschreibt in seinem ersten in Deutschland erschienenen Roman ein Sardinien, wie es in seiner oberflächlichen Romantik überhaupt nicht existiert. Der Zwiespalt aus Tradition und Moderne schwingt auch hier etwas mit, doch ist er nur ein Zwischenton in der Zustandsbeschreibung der Insel. Viel intensiver ist die mit dem Ort verbundene Neigung seiner Bewohner zum Scheitern. Verschiedene Lebensentwürfe werden beschrieben, die alle in einen viel zu hohen Anspruch münden und deswegen das Scheitern schon im Plan haben.
Soriga schreibt in intensiver, plastischer Prosa, sein Stil ist, trotz seines jungen Alters, schon ausgereift und nimmt von seinen sardischen Kollegen nur das Beste mit, was es zu nehmen gibt. Deshalb könnte Soriga nach Deledda und Satta der nächste "klassische" Schriftsteller werden, den Sardinien hervorbringt. Das Herzblut für die Insel hat er.

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