Fleur Beale Am Ende des Alphabets

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Inhaltsangabe zu „Am Ende des Alphabets“ von Fleur Beale

Ruby ist die gute Seele der Familie, sie hilft, wo sie kann, und stellt ihre eigenen Bedürfnisse zurück »Fußabtreter spielen« nennt ihre Freundin Tia das. Und mit ihrer Lese- und Rechtschreibschwäche steht Ruby auch in der Schule oft in der letzten Reihe. Doch um ihr großes Ziel zu erreichen und mit dem Schüleraustausch nach Brasilien zu fahren, nimmt sie endlich all ihren Mut zusammen, zeigt Rückgrat, setzt ihre Talente ein und überwindet alle Widerstände. Danach ist für Ruby nichts mehr wie zuvor auch nicht für ihre Familie. Ein lebhaft geschriebenes Buch voller Optimismus, das zeigt, dass man über die größten Hindernisse hin weg seine Träume erreichen kann. Mit nützlichen Adressen und Ansprechpartnern zu Legasthenie im Anhang.

Wunderbares kleines Jugendbuch, das Kampfgeist weckt und den Willen, sich durchzusetzen.

— Nirtak_Ehcstuk
Nirtak_Ehcstuk

Sehr berührend empfehle ich auf jeden fall. ;)

— Marlaa
Marlaa

“Am Ende des Alphabets” ist ein warmherziges und kluges Buch, das ich kaum aus der Hand legen konnte.

— Lesemomente
Lesemomente

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    Am Ende des Alphabets
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    09. March 2016 um 14:37

    Ruby ist die gute Seele der Familie, sie hilft, wo sie kann. Dabei hat sie gelernt und geradezu verinnerlicht,  ihre eigenen Bedürfnisse zurückzustellen und den »Fußabtreter zu spielen« wie ihre Freundin Tia das manchmal nennt. Ruby leidet unter einer Lese-und Rechtschreibschwäche und hat deshalb auch in der Schule wenig bis gar keine Gelegenheit ihr familiäres Schattendasein etwas aufzuhellen. Eigentlich keine guten Voraussetzung dafür, sich für den großen Schüleraustausch mit einer Schule in Brasilien zu qualifizieren. Doch Ruby ist ehrgeizig. Sie nimmt all ihre Kraft und Energie zusammen und zeigt mutig Rückgrat. Es stellt sich heraus, auch für sie selbst überraschend, dass sie mehr Talente hat, als sie dachte. Und sie schafft es, bewältigt alle Widerstände und überrascht damit nicht nur ihre Familie, in der danach nichts mehr so ist wie vorher. Ein einfühlsames und glaubhaft geschriebenes Buch  (nicht nur)  für Jugendliche. Ein Buch, das voller Optimismus dazu ermutigt, sich von Widerständen oder eigenen Schwächen niemals entmutigen zu lassen, sondern tapfer und aufrecht auch über große Hürden an seinem Ziel festzuhalten und es nicht aus den Augen zu verlieren. Die junge Mutter Maria wird Ruby im Laufe der Geschichte zu einer Freundin, die ihr vermittelt, dass sie wegen ihrer Schwäche beim Lesen und Schreiben noch lange keine dumme Schülerin ist. Das, was sie an einer Stelle zu ihr sagt, zieht sich als Ermutigung durch das ganze Buch: „Und jetzt gehst du vor die Tür, kommst wieder rein und sagst: Maria, es gibt da etwas, das Sie wissen sollten. Und dann erzählst du es mir. Ich möchte, dass dir bewusst wird, wie unwichtig das ist. Dass du trotzdem ein kluges, kompetentes Mädchen bist."

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  • Eine starke Heldhin, die sich ihr Selbstbewusstsein hart erkämpfen muss

    Am Ende des Alphabets
    Lesemomente

    Lesemomente

    25. August 2015 um 21:06

    “Und was, wenn ich … streikte? Ich schnappte nach Luft. Konnte ich das? Damit würde ich Mum das Leben ganz schön schwer machen. Lange saß ich da und dachte darüber nach. Dann fuhr ich nach Hause. Ich hatte einen Plan. Hoffentlich hatte ich auch den Mumm – das Rückgrat – ihn in die Tat umzusetzen! Wenn nicht, würde ich mir wohl noch jahrelang das kleine Zimmer mit den Jungs teilen müssen.” (S. 24) Dieses Buch hat mir eine Freundin, die Buchhändlerin ist, eindringlich empfohlen. “Das ist ein absolutes Tine-Buch”, meinte sie und hatte damit total recht. Die Hauptperson Ruby ist ganz nach meinem Geschmack: Mit ihren 14 Jahren muss sie schon ziemlich viel Verantwortung übernehmen, wohingegen ihr fast gleichaltriger Bruder keinen Handschlag im Haushalt hilft. Er ist ja auch schließlich der schlaue Sohn, der bestimmt mal Karriere machen wird. Ruby mit ihrer Lese-Rechtschreibschwäche wird vermutlich Putzfrau werden – so denkt zumindest Rubys Mutter. Zum Glück hat Ruby ihre beste Freundin Tia, die sie dazu drängt, mehr für sich selbst einzustehen. So dass Ruby nach reiflicher Überlegung anfängt zu streiken und das einzufordern, was ihr zusteht. Diesen Prozess, die Veränderung von Ruby und wie sich die anderen Familienmitglieder gezwungenermaßen an die neue Ruby anpassen müssen, hat die Autorin wunderbar beschrieben. Mir hat besonders gut gefallen, dass Ruby nicht von einem auf den anderen Tag selbstbewusst, erfolgreich und bei allen beliebt ist, sondern immer wieder kleine Kämpfe ausstehen muss: sei es mit ihrem Chef, der ihr im Nebenjob weniger Geld zahlen möchte, nur weil sie nicht lesen kann, oder sei es mit sich selbst und ihrem eigenen Selbstbild. Im Laufe der Geschichte lernt Ruby Maria kennen, eine junge Mutter, die Ruby vermittelt, dass sie nicht weniger wert oder dümmer als ihre Mitschüler ist, nur weil sie Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben hat: “Und jetzt gehst du vor die Tür, kommst wieder rein und sagst: Maria, es gibt da etwas, das Sie wissen sollten. Und dann erzählst du es mir. Ich möchte, dass dir bewusst wird, wie unwichtig das ist. Dass du trotzdem ein kluges, kompetentes Mädchen bist.” (S. 103) “Am Ende des Alphabets” ist ein warmherziges und kluges Buch, dass den Leser auf eine Reise mitnimmt und zwar auf die Reise von Ruby: Wir begleiten sie auf ihrem Weg vom “Fußabtreter” der Familie hin zu einem selbstbewussten Mädchen. Fleur Beale schreibt dabei sehr einfühlsam und glaubhaft. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Mit einer klitzekleinen Kleinigkeit am Schluss war ich nicht ganz einverstanden, weswegen ich einen Stern abziehe. Grundsätzlich gilt aber: Dieses Buch sollte man gelesen haben.

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