Im Zweifel tue nichts

von Fleur Ferris 
4,3 Sterne bei9 Bewertungen
Im Zweifel tue nichts
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Tolles und sehr bewegendes Buch mit einer wichtigen Thematik und einem schönen Schreibstil.

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Vorsicht ist das oberste Gebot.

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Inhaltsangabe zu "Im Zweifel tue nichts"

Taylor und Sierra sind beste Freundinnen, auch wenn sie unterschiedlicher nicht sein könnten: Sierra überstrahlt alle, Taylor steht in ihrem Schatten. Nach einem Chat-Flirt kommt Sierra nicht zur abgemachten Zeit von ihrem Date zurück. Sollen Taylor und ihre Freunde den Eltern alles gestehen? Aber dann käme heraus, dass sie gelogen haben, um Sierra zu decken. Und Sierra hat so etwas doch schon einmal getan.
Je länger die Freunde warten, desto banger wird ihnen. Denn auch als das Wochenende zu Ende geht, haben sie von Sierra nichts mehr gehört. Ist Sierra wiedermal nur auf Tour mit einer Romanze oder ist dieses Mal wirklich etwas passiert? Ist es vielleicht sogar schon zu spät?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783407822956
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:276 Seiten
Verlag:Julius Beltz GmbH & Co. KG
Erscheinungsdatum:10.07.2017

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    booksdreamervor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Tolles und sehr bewegendes Buch mit einer wichtigen Thematik und einem schönen Schreibstil.
    Zum weiter Empfehlen.

    In dem Buch "Im Zweifel tue nichts" geschrieben von Fleur Ferris geht es um die 15-jährige Taylor und ihre beste Freundin Sierra, die im Internet einen jungen Mann kennenlernt und sich daraufhin mit ihm zu einem Treffen verabredet. Obwohl Taylor skeptisch ist, lässt sie ihre Freundin gehen. Doch als Sierra  am nächsten Tag nicht auftaucht, macht sich Taylor große Sorgen, aber was, wenn Sierra sich nur wieder einen Scherz erlaubt ?

    Das Buch handelt von einem sehr aktuellen Thema, welches mit einem leichten und verständlichen Schreibstil geschrieben wurde. Die Handlung der Charaktere, welche außerdem sehr sympatisch gewirkt haben, wurde schön ausgearbeitet, sodass man gut folgen konnte. Der Höhepunkt des Buches hat die Autorin spannend und mitreißend beschrieben.

    Mir persönlich hat das Buch sehr gut gefallen, da mir die Charaktere sehr sympatisch waren, die Geschichte und der bewegende Schreibstil mich auch zum weinen brachte und man die Botschaft des Buches leicht verstehen konnte.

    Ich kann das Buch nur weiter empfehlen!!!!!!

    LG booksdreamer

      

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    Faancys avatar
    Faancyvor einem Jahr
    Überaus wichtige Thematik, leider schwaches Ende

    Die Freundinnen Taylor und Sierra chatten nichtsahnend im sogenannten Mystery-Chat, in dem Sie Jacob kennenlernen. Da Sierra Internetverbot hat, sendet sie ihm die E-Mail Adresse von Taylor unter der er dann später Taylor kontaktiert. Jacob scheint ein sehr netter Kerl zu sein. Die Gespräche mit ihm scheinen so einfach. Bevor Taylor allerdings ihrer besten Freundin Sierra erzählen kann, dass sie sich ein bisschen in Jacob verliebt hat, fängt diese schon strahlend an zu erzählen, dass sie den Computer ihrer Schwester benutzt hat, um mit ihm zu chatten. Sie wollen sich in den nächsten Tagen treffen. Das trifft Taylor hart. Wie konnte sie auch annehmen, dass sich mal jemand für sie und nicht für Sierra interessiert. Doch, wie sich das alles entwickeln soll, können die beiden zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen. 

    Mehr möchte ich euch vom Inhalt gar nicht erzählen. Ihr solltet so unvoreingenommen wie möglich in die Geschichte eintauchen. Dann trifft sie euch ganz unerwartet und tief. Die Thematik ist nämlich keine leichte Kost - seid darauf gefasst. Am Anfang zieht die Handlung sehr schnell an. Die Geschehnisse scheinen sich zu überschlagen, während wir noch dabei sind Taylor und Sierra, sowie ihre Freundschaft näher kennenzulernen. Diese Art und Weise, die Geschichte einzuleiten, spiegelt perfekt die Schnelligkeit wieder, in der man sich in genau der gleichen Situation wiederfinden könnte, wie Taylor und Sierra.  
    Die Charaktere werden Stück für Stück vorgestellt. Dabei wollte die Autorin allerdings scheinbar zu deutliche Abgrenzungen unter den Personen schaffen, was dazu geführt hat, dass die Figuren sehr sprunghaft wirken. Es fügt sich nicht passend zusammen. Auf der anderen Seite muss man jedoch berücksichtigen, dass es sich um Jugendliche handelt, die sich selbst einfach noch nicht gefunden haben. Dementsprechend ist es durchaus authentisch, dass ihre Gedanken und Taten so widersprüchlich an einigen Stellen sind. 


    Sierra kommt bei dem Ganzen leider so gar nicht gut weg. Sie wird als ein sehr anstrengender Charakter beschrieben, der gerne im Mittelpunkt steht und des Öfteren auch mal über die Stränge schlägt. Dadurch baut der Leser absolut keine Sympathie zu ihr auf. In Taylor konnte ich mich dagegen enorm gut hineinversetzen. Alles, was sie tut oder eben nicht, kann ich ganz genau nachvollziehen. Ich denke, so hätten unter diesen Umständen viele gehandelt. Ständig schwirrte mir die Frage im Kopf, was ich getan hätte. Das nimmt einen als Leser schon ziemlich mit. 
    Die Dinge, die in dem Buch geschehen, sind schockierend und jeder könnte jederzeit in so einer Situation landen. Eine grausame Vorstellung. Gerade zu Zeiten, wo jeder fast permanent online ist. Keiner ist grundsätzlich davor geschützt und eben diese Tatsache macht die Handlung so angsteinflößend, sowie verstörend. Die Thematik wird so realistisch dargestellt, dass sich die Emotionen direkt auf mich übertragen haben. Das war ziemlich beeindruckend.  Obwohl der Schreibstil, durch die vielen kurzen Sätze, relativ abgehackt ist, passt es perfekt zum Szenario. Die Spannung ging anfangs auch nicht verloren. 
    Das hat sich im Verlauf leider immer mehr geändert. Was mich schon zum einzigen, allerdings großen, Kritikpunkt bringt. Die erste Hälfte des Buches ist so furchtbar spannend. Die zweite Hälfte dagegen total langweilig. Die Handlung schlägt plötzlich eine sehr merkwürdige Richtung ein, die nicht richtig zum Vorherigen passen möchte. Die Authentizität ist auf einmal wie weggeblasen. Sehr merkwürdig, was die Charaktere machen. Bis zu diesem Punkt hätte ich das Buch gerne als Schullektüre empfohlen. Das Ende war dafür allerdings viel zu zwanghaft, unpassend, unrealistisch. All das, was das Buch vorher ausgezeichnet hat. Damit konnte ich dann leider nichts mehr anfangen. 

    Mich konnte die zweite Hälfte von "Im Zweifel tue nichts" leider nicht zusagen. Der Anfang ist nervenaufreibend und treibt einen als Leser ständig dazu, sich zu fragen, was man dagegen tun kann. Das Ende war dann jedoch viel zu konstruiert und würde im echten Leben höchstwahrscheinlich niemals so passieren.
    Nichtsdestotrotz möchte ich euch das Buch ans Herz legen, weil es einem die Augen für gewissen Gefahren im Internet öffnet, die klar sein sollten, es aber leider nicht immer sind. Aufklärung alleine bietet die Geschichte nicht, dafür ist es nicht tiefgründig genug. Aber es greift eine wichtige Thematik auf und schafft ein Bewusstsein dafür

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    Calipas avatar
    Calipavor einem Jahr
    Kurzmeinung: Vorsicht ist das oberste Gebot.
    Im Zweifel tue nichts

    Fleur Ferris hat mit „Im Zweifel tue nichts“ einen Roman erschaffen, der einem die Risiken des World Wide Webs nahelegt. Gerade im heutigen Zeitalter, Wo Smartphones, Laptops etc. nicht mehr wegzudenken sind, ist die Gefahr um so größer Opfer eines Verbrechens zu werden, weil man sich leichtgläubig mit der Person am anderen Ende trifft. Ich selbst stehe dem allen etwas kritisch gegenüber, da ich auch meinen Freund durch das Internet kennen- und lieben gelernt habe. Warscheinlich war das Buch deswegen so emotional für mich. Natürlich kann der oder die jenige auf der anderen Seite sich als den Perfekten Menschen ausgeben ohne es wirklich zu sein. Vorsicht ist das oberste Gebot. Freundin oder Kumpel mitnehmen, Öffentlichen Ort wählen… Auf all das wird auch in diesem Buch eingegangen. Das Buch war alles andere als „leicht“ für mich, was aber durchaus was mit den Gefühlen zu tun hat und wie distanziert man sich mit diesem Thema auseinandersetzt. Die Geschichte ist wunderbar flüssig geschrieben und ich konnte mich gut in Taylor hineinversetzen.


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    MelEs avatar
    MelEvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Das Lesen von "Im Zweifel tue nichts" sehr bewegend und stimmt nachdenklich. Die Gefahren des Internets sind authentisch wiedergegeben.
    Beängstigende Wahrheit(en)

    "Im Zweifel tue nichts" ist ein verstörender Jugendroman, der für das empfohlene Lesealter ab 14 Jahren absolut angemessen erschien. Mich hat einiges regelrecht verstört, denn die Story wirkte leider sehr authentisch auf mich und gerade als Mutter berührte mich Sierras Schicksal sehr. Manchmal sind es Bücher die bewusst machen, wie viel wir im Internet preisgeben und dadurch verwundbar werden. Gerade junge Mädchen, die sich nach Lob und Anerkennung sehnen, könnten eventuell Opfer werden und auf schöne Worte hereinfallen. Manchmal erscheint es so, als würde man sich ewig kennen, auch wenn man nur Kontakt über diverse Netzwerke hält. Selbst mir ist es schon passiert, dass ich Freundschaften über das Internet geknüpft habe. Das Problem dabei ist, dass man recht schnell Vertrauen fasst, wobei dieses Vertrauen auch missbraucht werden könnte. Manchmal ist das Internet auch ein Falle, was in diesem Buch mit ganzer Härte zuschlägt. Ich war geschockt, aber die Wahrheit dahinter ist leider nicht immer Fiktion. Gerade deshalb war das Lesen von "Im Zweifel tue nichts" sehr bewegend und hat mich nachdenklich gestimmt. "Wie gehe ich nun mit dem Internetkonsum meiner jüngsten Tochter um? Suche ich das Gespräch oder bleibe ich gleichgültig?"  
    Mir hat "Im Zweifel tue nichts"sehr gefallen, da ich den Jugendroman als sehr gelungen empfand. Gelungen hinsichtlich der Gefahren auf die hingewiesen wird, ist das Buch als sehr wertvoll zu betrachten. Natürlich berichtet der Roman nicht ausschließlich über Internet - Flirts, sondern auch um Freundschaft und der Suche nach Anerkennung. Taylor neigt irgendwann dazu zu übertreiben, wobei ihr Streben und Handeln ein ganz bestimmtes Ziel verfolgt. 
    "Im Zweifel tue nichts" ist nicht immer leicht zu lesen, da sie emotional berührt. Die Story selbst ist fesselnd und nicht so leicht wiederzugeben ohne den Inhalt zu verraten. Verlasst euch einfach auf Worte wie "gelungen, fesselnd und absolut authentisch" denn das, was Sierra passiert, könnte jede/n treffen, der sich auf Internetbekanntschaften einlässt und die Gefahr, die sich vielleicht dahinter verbirgt ausblendet. Absolute Leseempfehlung!

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    Skyline-Of-Bookss avatar
    Skyline-Of-Booksvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Wichtiges Thema in etwas zähflüssiger Handlung
    Wichtiges Thema in etwas zähflüssiger Handlung

    Klappentext

    „Taylor und Sierra sind beste Freundinnen, auch wenn sie unterschiedlicher nicht sein könnten: Sierra überstrahlt alle, Taylor steht in ihrem Schatten. Nach einem Chat-Flirt kommt Sierra nicht zur abgemachten Zeit von ihrem Date zurück. Sollen Taylor und ihre Freunde den Eltern alles gestehen? Aber dann käme heraus, dass sie gelogen haben, um Sierra zu decken. Und Sierra hat so etwas doch schon einmal getan.
    Je länger die Freunde warten, desto banger wird ihnen. Denn auch als das Wochenende zu Ende geht, haben sie von Sierra nichts mehr gehört. Ist Sierra wiedermal nur auf Tour mit einer Romanze oder ist dieses Mal wirklich etwas passiert? Ist es vielleicht sogar schon zu spät?“

     

    Gestaltung

    Durch seine Schlichtheit weckt das Cover sofort meine Aufmerksamkeit. Es sieht aus wie eine gelbe Wand, deren Tapete schon Risse hat und sich an einer Stelle löst. Hier findet sich der Titel des Buches, der auf den rauen Putz unter der sich nach vorne weggehenden Tapeten zu entdecken ist. Zudem kann man aber auch viel auf diesem Motiv entdecken, denn der Riss sieht aus wie eine vertrocknete Blume, deren Blütenblätter abgefallen sind. So ist das Cover ziemlich außergewöhnlich und vor allem auch ungewöhnlich, was mir gut gefällt.

     

    Meine Meinung

    An „Im Zweifel tue nichts“ hat mich besonders die Thematik der Internetbekanntschaften und der damit verbundenen Gefahren interessiert. So geht es in dem Buch darum, dass die wunderhübsche Sierra im Internetchat einen Jungen kennen lernt und diesen eine Woche später im echten Leben trifft. Von diesem Treffen kehrt sie jedoch nie zurück… so beginnt für ihre beste Freundin Taylor, den Rest ihrer Clique und ihre Familie eine schwere Zeit der Ungewissheit, des Bangens, der Angst und der Schuld…

     

    Dieses Thema der Internetsicherheit und Gefahren von Chat-Flits hat die Autorin in ihrem Buch auch gut umgesetzt. Sie hat verschiedene Aspekte beleuchtet und unterschiedliche Sichtweisen dargestellt, wodurch sie die Thematik facettenreich dargestellt hat. So gab es Meinungen, die Sierra, die sich auf einen gerade im Chat kennen gelernten Mann eingelassen hat, für leichtsinnig sowie unvernünftig hielten und solche, die vor allem zeigen wollten, dass Sierras Schicksal jeden ereilen kann. Hier war vor allem die Stimme ihrer besten Freundin Taylor sehr weise und eindringlich, da sie genau die richtigen Worte gefunden hat, um zu verdeutlichen, dass vorschnelle Urteile hier nicht angebracht sind. Vielmehr hat Taylor verdeutlicht, dass die potenzielle Gefahr allgegenwärtig ist und dass auch „vernünftige“ Menschen auf Betrüger hereinfallen können.

     

    Die Thematik des Buches ist somit gerade angesichts der heutigen Zeit, in der Soziale Medien und das Internet eine große Rolle spielen, von enormer Wichtigkeit. Ich fand es klasse, dass die Autorin sich hiermit befasst und sie für Jugendliche greifbar und verständlich transportiert hat, denn meiner Meinung nach hat Fleur Ferris dieses Thema für Teenager nachvollziehbar und transparent geschildert. So können sie sich ein Bild von den Konsequenzen ihres Handelns machen und werden zum Nachdenken angeregt. Vor allem befasst sich das Buch auch mit der Frage, ob Taylor und ihre Freunde etwas hätten tun sollen oder nicht, was ein spannender, innerer Konflikt der Figuren ist.

     

    Gleichzeitig fand ich die Handlung von „Im Zweifel tue nichts“ etwas lahm. Ich habe mich immer wieder dabei erwischt, wie mich das Buch nicht so wirklich fesseln konnte und wie ich es immer wieder aus der Hand gelegt habe. Es wird oft vieles zerredet oder von Taylor gedanklich betrachtet, aber so wirklich passieren tut eigentlich nichts abgesehen von Schuldzuweisungen, Selbsthass, Angst und Trauer. Diese Gefühle waren für mich auch alle nachvollziehbar, aber so wirklich spannend fand ich es nicht. Im Buch hat Taylor auch eine schöne Idee, um ihre Freundin zu ehren, aber auch hier konnte das Buch keine spannenden Höhepunkte erzeugen.

     

    Ein solcher Höhepunkt kam dann nur zum Schluss, wo es wirklich rasant und gefährlich herging. Hier entwickelte die Geschichte auch eine kleine Sogwirkung, wodurch man hier die Seiten rasend schnell liest. Allerdings war mir persönlich das Ende zu sehr Happy End. Wirklich alles geht gut aus und wird gelöst, was für mich wenig realistisch war und eher den Anschein hatte, als wolle die Autorin unbedingt ein gutes Ende für ihre Geschichte.

     

    Fazit

    Die Thematik mit der sich „Im Zweifel tue nichts“ befasst, ist wirklich aktuell und meiner Meinung nach auch sehr wichtig. Das Thema Internetsicherheit und –gefahren wird hier für Jugendliche greifbar aufbereitet. Gleichzeitig fehlte mir an vielen Stellen die Spannung, sodass ich des Öfteren dazu  geneigt war, das Buch für kleinere Lesepausen aus den Händen zu legen. Lediglich am Schluss kam atemberaubende Spannung auf, die dann in einem für mich zu positiven Ende auslief.

    Gute 3 von 5 Sternen!

     

    Reihen-Infos

    Einzelband

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    Natalie77s avatar
    Natalie77vor einem Jahr
    Die Gefahren des Internets

    Inhalt:
    Als Sierra sich mit einem Typen aus dem Internet trifft, deckt Taylor sie, als beste Freundin. Nicht ahnend das dieses Treffen kein gutes Ende nimmt. Schließlich hat Sierra das nicht zum ersten Mal getan und letztes Mal kam sie auch wieder, wenn auch später als angekündigt. So wird aus anfänglicher Wut über die Unzuverlässigkeit, Sorge um Sierra. Taylor weiß nicht ob sie sich an die Eltern wenden soll oder ob sie einfach wartet bis ihre Freundin wieder auftaucht.

    Meine Meinung:
    Im Zweifel tue nichts ist nicht nur der Titel es ist auch die Reaktion von vielen, auf Dinge, bei denen wir hoffen das sie gut ausgehen. Hier in dem Jugendbuch ist das nicht anders. Nur das hier gezeigt wird was passieren kann wenn man nichts tut.

    Die Geschichte startet kurz vor dem Treffen, man lernt die verschiedenen Figuren kennen und weiß sie recht schnell einzuschätzen. Es liest sich von Beginn an flüssig und als Erwachsene ahnt man auch schon was passieren wird. Ob das bei jedem so ist wage ich zu bezweifeln.

    Das Buch ist durchgehend fesselnd. Gut finde ich das an einem gewissen Punkt nicht Ende ist, sondern das es noch eine Zeit danach gibt. Hier werden die Gefahren des Internets aufgezeigt und mit allen Vor- und Nachteilen genannt, das nicht mit erhobenen Zeigefinger, sondern verpackt in einer spannenden Geschichte. Fleur Ferris hat hier ein Buch mit Lerneffekt geschrieben. Eine Buch, dass ich mir auch gut als Schullektüre, beim Thema Gefahren im Internet, vorstellen könnte.

    Taylor und Sierra sind 15 Jahre alt und mitten drin in der aufregenden Zeit rund ums verlieben und Jungs kennen lernen. Sie halten sich nicht immer an das was Eltern sagen, was normalerweise auch gut ausgehen kann, hier aber nicht so gut endet. Taylor scheint sehr Verantwortungsbewusst und eher bodenständig. Sie wirkt ehrlich und scheint ihrer Mutter immer zu vertrauen, doch sie ist auch loyal, vor allem ihrer Freundin Sierra gegenüber, die selbst etwas gedankenlos wirkt.
    Neben den beiden Freundinnen gibt es noch Freunde, Eltern, Lehrer und andere Nebenfiguren. Die wichtigste Person ist hier wirklich Taylor, aus deren Sicht diese Geschichte erzählt ist.

    Am Ende steht für mich nicht nur ein kleiner Jugendbuch Krimi, sondern auch viel Lehrreiches, das Kindern, und auch Erwachsenen die Gefahren des Internets aufzeigen kann. Die Geschichte zeigt das wirklich jeder in diese Situation kommen kann, was es noch ein wenig spannender und aufregender gestaltet.

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    Kumosbuchwolkes avatar
    Kumosbuchwolkevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Das Buch legt den Fokus mehr auf Emotionen, der beteiligten und hat mich damit gepackt und zum Weinen gebracht.
    Gefährliche Internetbekanntschaften

    Zwischen den Seiten

    Gefährliche Internetbekanntschaften

    Sierra gehört zu den Mädchen, die der Mittelpunkt von allem sind: präsent, aktiv, lebenslustig und sorglos.

    Eventuelle Konsequenzen für sich oder ihre Freunde wägt sie vorab nicht ab, deshalb sind Taylor und die anderen zunächst auch sauer auf Sierra, als sie nach einer heimlichen Verabredung nicht wie abgemacht auftaucht.

    Sierra hat im Internet einen Jungen kennengelernt, der die gleichen Interessen teilt, an denselben Tagen auf denselben Events wie Sierra gewesen ist. Das ist perfekt und Sierra, sie verliebt sich Hals über Kopf in ihn.

    Die Emotionen spielen in "Im Zweifel tue nichts" eine zentrale Rolle. Es ist nur verständlich, dass Taylor genervt und eifersüchtig auf ihre beste Freundin ist, denn ein bisschen wird sie von ihr überstrahlt.

    Doch schnell lösen Angst, Hilflosigkeit, Hoffnung, Wut und Trauer dieses Gefühl ab.

    Als nämlich Sierras nicht auftauchen zu einem Fall für die Polizei wird, wird Taylor schlagartig bewusst, dass die Lage ernst ist. Sie macht sich große Vorwürfe und verspürt eine ganz schreckliche Angst um Sierra, die sich sofort auch bei mir ausgebreitet hat. Rasend schnell und kaum bewusst stellt man sich den Fragen der Ermittler, beinahe hilflos schaut man dabei zu, wie jedes Geständnis, die Mama von Sierra immer mehr zerstört. Während man immer die Hoffnung hat, dass Sierra wieder auftaucht.

    Lese Spaß

    Das Hoffen, Bangen, die eigenen Vorwürfe und die Anklage von Sierras Mutter haben nicht nur Taylor zugesetzt, sondern auch mir.

    "Im Zweifel tue nichts" ist von seiner Seitenzahl recht dünn und als Vielleserin hätte ich das Buch schnell geschafft, aber ich konnte und wollte nicht. Denn alles, was darin passiert war, mir zu jeder Zeit präsent, so dass ich das Buch bewusst in Portionen gelesen habe.

    Nicht nur einmal hatte ich Tränen in den Augen, mein eigener Wunsch, dass Sierra mit einem Lächeln und einem lockeren Spruch zurückkommt, übermächtig.

    "Ich habe mir gewünscht, sie zu sein, und jetzt bin ich froh, es nicht zu sein." - Taylor Seite 113

    Auch diese Gefühle und Gedanken gehören dazu.

    Ich habe mich bewusst dafür entschieden, nur auf die Gefühle einzugehen und nicht auf den weiteren Handlungsverlauf, denn das geht nicht, ohne zu viel zu verraten.

    Ich finde das Buch absolut lesenswert, weil es helfen kann, gerade im Internet mit Bedacht unterwegs zu sein.

    Fazit

    "Im Zweifel tue nichts" war für mich als emotionaler Mensch nicht einfach zu lesen, die Stimmungen habe ich in mir aufgenommen und mich mitreißen lassen. Ganz oft fühlte ich mich schrecklich und fassungslos, Tränen während des Lesens in der Öffentlichkeit inklusive. Dennoch ist "Im Zweifel tue nichts" auch ein wichtiges Buch, dass vielleicht jüngeren Lesern als Rat dient, im Internet vorsichtig zu sein, denn es ist so leicht, jemanden zu täuschen. 5 Sterne.
    ____________________________________________________
    © Cover-/Zitatrechte: liegen bei den einzelnen Verlagen und/oder Autoren
    © Cindy Raschdorff kumosbuchwolke.blogspot.de

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    Pippo121s avatar
    Pippo121vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ergreifendes Buch zu einer sehr wichtigen Thematik... Sprachlich konnte es nicht ganz mit der Wucht der Handlung mithalten.
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    Emms avatar
    Emmvor 3 Monaten

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