Flix

 4.3 Sterne bei 177 Bewertungen
Autor von Faust, Don Quijote und weiteren Büchern.

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FlixFaust
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Faust
Faust
 (54)
Erschienen am 17.03.2010
FlixDon Quijote
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Don Quijote
Don Quijote
 (17)
Erschienen am 03.07.2012
Flixheldentage
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heldentage
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Erschienen am 01.04.2007
Flixsag was
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sag was
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 (10)
Erschienen am 01.10.2004
FlixSchöne Töchter
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Schöne Töchter
Schöne Töchter
 (9)
Erschienen am 28.07.2015
Flixheld
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held
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 (10)
Erschienen am 22.10.2003
Flixmädchen
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mädchen
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 (9)
Erschienen am 22.10.2006
FlixMünchhausen
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Münchhausen
Münchhausen
 (9)
Erschienen am 30.05.2016

Neue Rezensionen zu Flix

Neu
katzenminzes avatar

Rezension zu "Faust" von Flix

Geniale Neuinterpretation
katzenminzevor 2 Monaten

Flix geniale Neuinterpretation von Goethes Faust erschien erstmals 2009 als „Fortsetzungsroman“ in der FAZ. Ich habe damals online mitgelesen und jeder neuen Folge sehnsüchtig entgegengefiebert. Das gleiche galt drei Jahre später für Don Quijote. Jetzt war es dringend an der Zeit, mir die beiden Comicromane endlich als richtiges Buch zu kaufen! Und ich konnte natürlich nicht widerstehen gleich nochmal drauflos zu lesen.

Das klingt vielleicht erst mal unspektakulärer, aber: Ich finde Flix Geschichte unglaublich lustig. Nicht jedes Buch, das lustig sein will bringt mich zum lachen. Dieses hier schon. Sei es der trockene Humor oder die Figuren an sich, für mich hat es perfekt gepasst.

Flix Umgang mit der altehrwürdigen Vorlage ist genial. Auch wenn man den Faust nicht gelesen hat, macht die Geschichte Spaß. Vielleicht ein bisschen mehr wenn man die Details aus dem Original entdeckt wie die „Hexenküche“, die hier ein hippes Modegeschäft ist oder „des Pudels Kern“ oder die Zitate, die sich erstaunlich gut in diesen modernen Faust einfügen. Allein die Figuren des unsicheren, etwas cholerischen aber durchaus sympathischen Gottvaters oder des frechen und pseudocoolen Mephistopheles sind sehr gelungen. Von Faust als Berliner Taxifahrer, Gretchen als Muslima namens Margarethe und Wagner als Rollstuhlfahrer mit Migrationshintergrund gar nicht zu reden.

Die Zeichnungen sind im typischen Stil von Flix gehalten. Klar und irgendwie niedlich mit ihren vielen rundlichen Formen. Flix zeichnet nicht nur ein Panel nach dem andren sondern bricht die Struktur immer wieder auf. Es gibt verschieden große Panels, mal mit Rahmen mal ohne. Manchmal nimmt ein Bild eine ganze Seite ein, mal muss man das Buch um 90° drehen. So passt der abwechslungsreiche Inhalt perfekt mit dem Zeichnungen zusammen.

Flix erzählt mit Faust eine Liebesgeschichte, die die Grenzen von Religion überwindet, die mit Klischees spielt und sich dabei selbst nicht zu ernst nimmt. Und die dazu noch perfekt unterhält. Was will man mehr?!

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eulenmatzs avatar

Rezension zu "Münchhausen" von Flix

Unterhaltsame Neu-Interpretation von Münchhausen
eulenmatzvor 2 Jahren

INHALT:
Am Vorabend des Zweiten Weltkriegs wird Sigmund Freud in den Buckingham Palast gerufen, denn ein etwas merkwürdiger alter Mann, der behauptet, er käme vom Erdbeerpflücken auf dem Mond, ist dem Dach gelandet. Es handelt sich um keinen geringeren als Baron Münchhausen. Freud soll nun herausfinden, ob dieser Mann lügt ... Erfolgsautor Flix ("Faust", "Schöne Töchter" u.v.m.) arbeitet für sein neues Buch mit dem Zeichner Bernd Kissel zusammen. Gemeinsam versetzen sie die Abenteuer des Barons Münchhausen ins 20. Jahrhundert. Eine wundervolle Literaturbearbeitung des Klassikers, die den Lügenbaron in einem völlig neuen Licht zeigt.

COVER:
Das rote Cover ist ein echter Hingucker und zeigt eine Zeichnung des wohl berühmtesten Motives mit Münchhausen, nämlich auf der Kanonenkugel.

MEINUNG:
Hierbei handelt es sich um meine erste gelesene Graphic Novel. Ich habe früher bereits gerne Mangas gelesen, aber Graphic Novels sind noch einmal was völlig anderes. Ich habe die Graphic Novel vorab vom Carlsen Verlag erhalten im Rahmen einer Lesung der beiden Autoren, die am 30.09. im Carlsen Verlag in Hamburg stattgefunden hat.
Mit der Geschichte des Münchhausens bin bereits im Vorfeld relativ vertraut gewesen, da ich vor Jahren mal Münchhausen von Erich Kästner gelesen habe. Ich also im Vorfeld bereits froher Erwartung, wie die Geschichte in Bildern umgesetzt wurde und ich wurde nicht enttäuscht. Es war leider ein kurzes Lesevergnügen, aber eines, das sich auf jeden Fall gelohnt hat.
Die Zeichnungen haben mir außerordentlich gut gefallen. Der Aufbau ist so gestaltet, dass die Zeichnungen sich wunderbar an das Tempo der Geschichte anpassen. So ist z.B. an besonders spannenden Stellen nur ein große Zeichnung. Ganz besonders gut gemacht fand ich auch den farbigen Teil, der sich von den ansonsten schwarz-weißen Bildern abgehoben hat. Alle Bilder sind mit Liebe zum Detail gestaltet und unterstützen die sehr humorvolle und unterhaltsame Geschichte.
Besonders gut hat mir als Charakter Dr. Freud gefallen, auch wenn der in die Geschichte fiktiv hinzugefügt worden ist. Seine Zweifel an der Geschichte von Münchhausen waren höchst amüsant und so treffen für seine Person. Die Geschichte von Münchhausen war mir so auch nicht präsent. Ich habe mit Interesse sein, wenn auch zweifelhafte, Lebensgeschichte verfolgt, um die die beiden Autoren eine gut konstruierte Story herum gesponnen haben.

FAZIT:
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für diese amüsante und unterhaltsame Story über den bekannten Lügenbaron Münchhausen.

Ich vergebe 5 von 5 Sternen.

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Ildericas avatar

Rezension zu "Don Quijote" von Flix

Eine gelungene Neuinterpretation des Klassikers
Ildericavor 2 Jahren

Die Graphic Novel von Don Quichotte orientiert sich zwar weitgehend an dem Inhalt von Cervantes Original. Gleichzeitig will Flix die Erzählung aber nicht einfach nachzeichnen sondern er bietet hier eine neue Interpretation. Der Ritter von der traurigen Gestalt ist hier ein alter Herr, er reitet auf einem Fahrrad, sein Knappe/Enkel reitet ein Dreirad. Der Wahn des Quijano hier in fortschreitende Demenz umgedeutet.

Auch wenn man die eigentliche Geschichte ihrem Ablauf nach wieder erkennt, gibt es somit starke Abweichungen. Insbesondere wurde den Windmühlen – die ja wohl der mit Abstand bekannteste Aspekt des Originals sind – ein wesentlich bedeutenderer Part zugestanden: Quijanos Heimatort soll in einen Windpark umgewandelt werden. Gewissermaßen kämpft dieser Quichotte also die ganze Zeit über gegen Windmühlen.


Mir hat diese Graphic Novel ausgesprochen gut gefallen. Erst einmal ist sie flüssig zu lesen und zeichnet sich durch humorvolle Bilder aus. Mir hat aber auch die Interpretation gut gefallen. Dabei bin ich bei so etwas durchaus kritisch. Aber hier wird eine aktuelle Doppelbödigkeit hinein gebracht, die aufgeht und wobei weder das eigentliche Werk leidet oder banalisiert wird, noch das Gefühl entsteht, hier wollte jemand einfach nur modern sein.

Besonders hat mir auch die leichte Selbstironie des Autors gefallen. Übt das Original Kritik an den Ritterromanen, so wird das hier mit einem Augenzwinkern auf Comics übertragen. „Comics sind gefährlich. Denn sie haben nichts mit der Realität zu tun!“ (Leserbrief Quijanos). Und doch landet Quijano eben (wortwörtlich) in einem Comic.

Daneben wirft die Graphic Novel auf unaufdringliche Art auch durchaus ernste und aktuelle Themen auf. Wenn wir für Alternative Energie sind, sind wir dann auch bereit, sie neben unserem Garten zu dulden? Dafür umzuziehen? Oder: Wie sieht ein würdiger und zugleich machbarer Umgang mit Demenzkranken aus?

Eine Kleinigkeit hätte ich allerdings auch zu bemängeln – und zwar am Ende. Im Gegensatz zu dem recht allgemeinen Wahn ist eine Demenz etwas sehr reales. Und unheilbares. Ich weiß nicht, wie man dies am besten aufgelöst hätte (Quichotte im Original ist ja am Ende geheilt). So wie es ist aber fand ich es unbefriedigend und unrealistisch.


Insgesamt hat mir die Graphic Novel dennoch sehr gut gefallen und ich würde sie weiterempfehlen. Man sollte allerdings wissen, dass es sich um eine moderne Interpretation handelt und bereit sein, sich darauf einzulassen. Ein bisschen ist es, wie wenn man ins Theater geht und ein altes Stück in einer ins Moderne versetzten Interpretation sieht. Im ersten Moment stutzt man, aber wenn es gut gemacht es, kann es eine Bereicherung sein und neue Perspektiven eröffnen.

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