Flix Don Quijote

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Inhaltsangabe zu „Don Quijote“ von Flix

Nach seiner erfolgreichen Faust-Adaption gelingt Flix wieder eine hinreißend komische Mischung aus Klassiker und Popkultur, Slapstick und Tragik. Da kämpft der schrullige, alte Don Quijote gegen die Errichtung eines Wind(mühlen)parks und hält die Vertreter der Investoren tatsächlich für Raubritter. Langsam bemerkt der Leser, dass Don die Realität entgleitet, dass er an Alzheimer erkrankt. Nur sein Enkel Robin nimmt ihn so wie er ist. Er hält sich schließlich selbst auch für einen Ritter, für Batman - the Dark Knight.

Witzig und nachdenklich zugleich, hat mir sehr gut gefallen :)

— Ilderica
Ilderica

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  • Eine gelungene Neuinterpretation des Klassikers

    Don Quijote
    Ilderica

    Ilderica

    06. October 2016 um 18:06

    Die Graphic Novel von Don Quichotte orientiert sich zwar weitgehend an dem Inhalt von Cervantes Original. Gleichzeitig will Flix die Erzählung aber nicht einfach nachzeichnen sondern er bietet hier eine neue Interpretation. Der Ritter von der traurigen Gestalt ist hier ein alter Herr, er reitet auf einem Fahrrad, sein Knappe/Enkel reitet ein Dreirad. Der Wahn des Quijano hier in fortschreitende Demenz umgedeutet. Auch wenn man die eigentliche Geschichte ihrem Ablauf nach wieder erkennt, gibt es somit starke Abweichungen. Insbesondere wurde den Windmühlen – die ja wohl der mit Abstand bekannteste Aspekt des Originals sind – ein wesentlich bedeutenderer Part zugestanden: Quijanos Heimatort soll in einen Windpark umgewandelt werden. Gewissermaßen kämpft dieser Quichotte also die ganze Zeit über gegen Windmühlen. Mir hat diese Graphic Novel ausgesprochen gut gefallen. Erst einmal ist sie flüssig zu lesen und zeichnet sich durch humorvolle Bilder aus. Mir hat aber auch die Interpretation gut gefallen. Dabei bin ich bei so etwas durchaus kritisch. Aber hier wird eine aktuelle Doppelbödigkeit hinein gebracht, die aufgeht und wobei weder das eigentliche Werk leidet oder banalisiert wird, noch das Gefühl entsteht, hier wollte jemand einfach nur modern sein. Besonders hat mir auch die leichte Selbstironie des Autors gefallen. Übt das Original Kritik an den Ritterromanen, so wird das hier mit einem Augenzwinkern auf Comics übertragen. „Comics sind gefährlich. Denn sie haben nichts mit der Realität zu tun!“ (Leserbrief Quijanos). Und doch landet Quijano eben (wortwörtlich) in einem Comic. Daneben wirft die Graphic Novel auf unaufdringliche Art auch durchaus ernste und aktuelle Themen auf. Wenn wir für Alternative Energie sind, sind wir dann auch bereit, sie neben unserem Garten zu dulden? Dafür umzuziehen? Oder: Wie sieht ein würdiger und zugleich machbarer Umgang mit Demenzkranken aus? Eine Kleinigkeit hätte ich allerdings auch zu bemängeln – und zwar am Ende. Im Gegensatz zu dem recht allgemeinen Wahn ist eine Demenz etwas sehr reales. Und unheilbares. Ich weiß nicht, wie man dies am besten aufgelöst hätte (Quichotte im Original ist ja am Ende geheilt). So wie es ist aber fand ich es unbefriedigend und unrealistisch. Insgesamt hat mir die Graphic Novel dennoch sehr gut gefallen und ich würde sie weiterempfehlen. Man sollte allerdings wissen, dass es sich um eine moderne Interpretation handelt und bereit sein, sich darauf einzulassen. Ein bisschen ist es, wie wenn man ins Theater geht und ein altes Stück in einer ins Moderne versetzten Interpretation sieht. Im ersten Moment stutzt man, aber wenn es gut gemacht es, kann es eine Bereicherung sein und neue Perspektiven eröffnen.

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  • Rezension zu "Don Quijote" von Flix

    Don Quijote
    Bücherwurm

    Bücherwurm

    01. July 2012 um 21:52

    Ich bin mir nicht sicher, ob ich hier das richtige Cover, den richtigen Comic rausgesucht habe. Gelesen habe ich das Heft "Flix, Don Quijote" vom Carlsen Verlag als Sonderausgabe zum Gratis Comic Tag. Das Comic ist so genial, dass ich es hier aber rezensieren möchte: Es handelt von Klein-Robin ("NENN MICH NICHT ROBIN!!!!!") und seinem Grossvater. Lange verschollen holt Robins Mutter ihren Vater für wenige Tage zu sich nach Hause. Sie hatte in den letzten Jahren und auch als Kind kaum Kontakt zu ihrem Vater, der ganz in seiner Aufgabe eines örtliches Vereins aufging und immer noch aufgeht. Sie selbst ist alleinerziehend und hat einen kleinen Sohn, namens Robin. Dieser ist allerdings komplett in seiner überschäumenden Fantasie gefangen und bildet sich ein der dunkle Ritter ( The Dark Knight, Batman) zu sein. Doppelt komisch, da er selbst Robin heisst, eine bekannte Figur aus den Batman Comics, der heute eine eigenen Identität als Nightwing hat, aber vor dem Retcon Batman jahrelang in Gotham City vertrat, als dieser auf Reisen war. Das Comic ist komplett schwarz/weiss, was der Qualität der Geschichte nicht schadet. Das Comic ist so lustig, so unendlich komisch, wie eben kleine Jungs in ihrer Fantasie manchmal sind. Ich würde Robin vom Fleck weg adoptieren, obwohl ich wüsste, dass dieser kleine Junge mehr als nur ein Sargnagel wäre. Die Mutter vollkommen überfordert, einzig der ungeliebte Opa durchschaut den Zugang zur Fantasie, dabei selbst auf der Flucht vor der eigenen Realität, einfach genial! Davon möchte ich gerne mehr lesen! Ich bin gespannt auf die Fortsetzung und werde mir sicher das komplette Comic zulegen, wenn es denn der strapazierte Geldbeutel zulässt.

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