Flor Namdar

 4,9 Sterne bei 18 Bewertungen
Autor*in von Liebe statt Furcht.

Lebenslauf

Flor Namdar stammt aus dem Iran. Als Missionarin / Übersetzerin gelangt sie nach Deutschland, studiert Theologie und gründet als evangelische Pastorin eine persischsprachige Gemeinde. Der wahre Name der Autorin muss ungenannt bleiben, denn andernfalls wäre sie selbst, ihre Familie und Mitglieder ihrer Gemeinde in Gefahr.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Flor Namdar

Cover des Buches Liebe statt Furcht (ISBN: 9783957341938)

Liebe statt Furcht

 (18)
Erschienen am 16.01.2017

Neue Rezensionen zu Flor Namdar

Cover des Buches Liebe statt Furcht (ISBN: 9783961222414)
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Rezension zu "Liebe statt Furcht" von Flor Namdar

Auch 6 Jahre nach Erscheinen noch hochaktuell und packend geschrieben - sehr zu empfehlen!
cho-icevor 4 Monaten

„Liebe statt Furcht“ war für mich ein absolutes Lesehighlight. Auch 6 Jahre nach Erscheinen ist dieses Buch noch hochaktuell und hat mir die jüngere Geschichte des Irans und die Denkweise der dort lebenden (oder von dort stammenden) Menschen sehr gut nahegebracht. 

Flor Namdar (ein Pseudonym, da die Autorin sonst sich und Menschen aus ihrem Umfeld in Gefahr bringt) erzählt in diesem Buch ihre persönliche Geschichte. Wie sie die Revolution und den Sturz des Schahs erlebte, wie sie und ihre vorher reiche Familie zu Flüchtlingen würde, wie sie einer Ehe als Minderjährige zustimmte, weil sie das Gefühl hatte, ihr bliebe keine andere Wahl. Wie sie schwanger wurde, vor ihrem gewalttätigen Mann flüchtete, eine Tochter bekam und auf unwahrscheinlichstem Wege Jesus begegnete und dadurch erneut fliehen musste. Wie sie schließlich über Umwege nach Deutschland gelangte, dort über 15 Jahre lebte und arbeitete, bis sie ihre wahre Berufung fand und Pastorin einer persischsprachigen Gemeinde wurde. 

All das vermittelt sie mit einem sicheren Gespür für die deutsche Kultur, erklärt an den richtigen Stellen das, was sonst befremden würde. Außerdem gibt sie Einblick in die Lebenswelt(en) und die Kultur, aus der die heutigen Flüchtlinge aus dem Iran stammen. 

„Liebe statt Furcht“ ist ein klug geschriebenes, packendes und wertvolles Buch, das ich jedem empfehlen kann, der mehr über die iranisch-persisches Kultur erfahren möchte und sich für spannende Biografien interessiert. 

Cover des Buches Liebe statt Furcht (ISBN: 9783961222414)
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Rezension zu "Liebe statt Furcht" von Flor Namdar

Neues Leben
strickleserlvor 6 Jahren

Da ich mich für die islamische Welt interessiere, habe ich schon sehr viele Lebenszeugnisse von Menschen gelesen, die vom Islam zum Christentum gefunden haben. Dieses Buch gehört, meiner Meinung nach, zu den besten Berichten in dieser Kategorie. Es ist spannend mit zu verfolgen was einen Menschen, der im islamischen Glauben erzogen wurde, bewegt Christ zu werden. Der Leser wird in Flors überwiegend glückliche Kindheit mit hineingenommen, und lernt ihre Familie und ihren Umfeld kennen. Im ersten Teil des Buchs berichtet sie ausführlich über die geschichtlichen und politischen Hintergründe im Iran. Das werden manche Leser vielleicht zu langamtig finden, aber ich persönlich fand diese Erklärungen sehr wertvoll. Ich habe schon viele Bücher über den Iran gelesen, aber in keinem anderen Buch wurden die Zusammenhänge so verständlich erklärt. Sehr schön finde ich auch, dass in den Anmerkungen auch Inhalte des Islams erklärt werden, so wird der Redefluss nicht gestört, und das Buch ist auch für Leser ohne Vorkenntnisse über den Islam gut geeignet.Durch die bewegte politische Situation im Land, und auch durch familiäre Probleme, wird Flor mit ihrer Familie zum Flüchtling im eigenen Land. Vom Wohlstand zur beengten Flüchtlingsunterkunft, sieht sie noch als sehr junges Mädchen keinen Weg einer unerwünschten Eheschließung zu entkommen. Später, als alleinerziehende Mutter, verliert sie den Glauben und sieht sich als Atheistin, und schließlich verliert sie auch jeglichen Lebensmut.Durch eine zufällige Begegnung erwachen in ihr Fragen über Jesus und den christlichen Glauben. Sehr schnell spürt sie beim Besuch eines Gottesdienstes, dass Jesus ihre größten Sehnsüchte erfüllt. Ihr Lebenswandel führt zu Problemen in der Familie, denn im Islam ist es nicht erlaubt die Religion zu wechseln. Auf der anderen Seite aber erleben ihre Angehörigen ihre beeindruckende Veränderung, von Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung zur Freude und Zuversicht, und einige entscheiden sich auch dafür mit Jesus zu leben.Am Ende des Buchs lebt und arbeitet Flor in Deutschland. Nach einer zum Teil reibungsvollen Zeit bei einer Missionsgesellschaft, ist sie inzwischen „Pastorin“ einer iranischen Gemeinde. Dabei sehen ihre Gemeindemitglieder sie vor allem als Vorbild im Glauben, und nennen sie liebevoll „Mama“. Ich finde es gut, dass sie offen über ihre Schwierigkeiten im neuen Land erzählt. Unter anderem hilft das zu verstehen, womit Flüchtlinge bei uns zu kämpfen haben, aber mich beeindruckt auch einfach ihre Authentizität.Fazit: Eine spannende Lebensgeschichte von einer muslimischen Frau, die durch Jesus ein neues und erfülltes Leben bekommt. Ein unverzichtbarer Bericht für Menschen, die sich für den Islam und für Iran interessieren, und auch für solche, die sich für Flüchtlinge in Deutschland engagieren.

Cover des Buches Liebe statt Furcht (ISBN: 9783961222414)
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Rezension zu "Liebe statt Furcht" von Flor Namdar

Gottes Wege sind nicht unsere Wege. Wir tun gut daran, ihm zu vertrauen.
LEXIvor 7 Jahren

Flor Namdar präsentiert mit „Liebe statt Furcht“ einen beeindruckenden Lebensbericht und erzählt darin ihre eigene Geschichte. Sie berichtete von ihrer behüteten und schönen Kindheit im Iran und der bevorzugten Stellung ihrer Familie in der Gesellschaft, die sie dem Offiziersrang ihres vielseitig gebildeten Vaters zu verdanken hatte. Ihre unkonventionelle, selbstbewusste Mutter, eine intelligente und weltoffene Frau, lebte ihr von Kindheit an Nächstenliebe vor und prägte Flor nachhaltig. Das Leben im Iran wird aus der Sicht einer Frau geschildert, die aufgrund des Berufes ihres Vaters ein Nomadendasein führen musste und sich letztendlich nirgendwo wirklich zuhause fühlte.

Man erfährt in dieser Autobiografie jedoch nicht nur Details über Flors Familienleben, die Autorin gewährt zudem detaillierte Einblicke in den Überlebenskampf in einem von Revolution, Bürgerkrieg und Partisanenkämpfen gebeutelten Land. Sie legt auch Gewicht auf die politischen Hintergründe und geht schließlich auf die gesellschaftlichen Strukturen und die Bedeutung der Religion bzw. der Macht der Religionspolizei im Iran ein.

Flor Namdars Geschichte mag aus der Sicht eines unbeteiligten Dritten wie ein abenteuerlicher Spannungsroman erscheinen. Die an manchen Stellen beinahe sprachlos machenden Berichte über die schweren Zeiten, die sie durchleben musste, sprechen jedoch eine eigene Sprache. Flors Erinnerungen an Zeiten der Isolation, Einsamkeit, körperlicher Gewalt und der stete Bedrohung durch die Religionspolizei, verbunden mit permanenter Missachtung der Menschenrechte, machen dem Leser sehr rasch bewusst, wie viel Kraft es der jungen Frau gekostet haben muss, immer wieder aufzustehen und weiter zu machen. Als letztendlich der acht Jahre währende Krieg gegen den Irak ausbrach, begann eine dunkle Zeit für die Familie. Flor suchte Halt in der Religion, fand aber ihren eigenen Worten zufolge kaum Trost darin. Sie lebte mit ihren Eltern und Geschwistern jahrelang in einer Flüchtlingsunterkunft, war eine Frau ohne Ausbildung und ohne Arbeit, die keine Perspektive und kaum Hoffnung hatte. Erst als sie sich für das Christentum zu interessieren begann und zum christlichen Glauben konvertierte, veränderte sich alles für Flor. Ihre Entscheidung war ein mutiger Schritt, der innerhalb der Familie Verachtung, Hass und Bedrohungen auslöste und letztendlich sogar dazu führte, dass ihr Vater sich von ihr lossagte. „Der Islam ist die einzig wahre Religion. Mehr brauchst du nicht zu verstehen!“ Ein Muslim, der Christ wird, fällt vom wahren Glauben ab. Er verrät den Islam und darauf steht die Todesstrafe.

Dennoch ging Flor Namdar unbeirrt ihren Weg, der sie bis nach Deutschland führte, wo sie als Missionarin mit Migranten arbeitete, ihr Theologiestudium absolvierte, als evangelische Pastorin eine persisch-sprachige Gemeinde gründete. Ihr Ziel ist es, „Hilfestellung zu geben, um geistlich Heimatlosen eine Heimat zu bieten und Gott dort zu dienen, wo er sie braucht.“

Die Umschlaginnenseite dieses Buches enthält ein Zitat der Autorin, das Flor Namdars Lebenseinstellung sehr schön zum Ausdruck bringt. Sie schreibt: „Wir alle sind Fremde. Niemand von uns kann sagen: Hier ist mein Zuhause. Denn unsere wahre Heimat ist nicht diese Erde, sondern der Ort, an dem wir ohne alles Trennende auf immer mit Gott, unserem Vater, verbunden sind. Unsere Aufgabe besteht deshalb darin, so zu leben, dass unsere eigentliche Heimat Stück für Stück sichtbarer wird – wo auch immer wir sind.“

Fazit: „Liebe statt Furcht“ war ein interessantes und höchst informatives Buch, ein an manchen Stellen regelrecht überwältigender Schicksalsbericht, der die Lebensumstände in einem vom Krieg gebeutelten Land sehr deutlich vor Augen führt. Beeindruckend!

Gespräche aus der Community



"Muslimin. Atheistin. Pastorin. Mein langer Weg in die Freiheit."

Ich möchte euch ganz herzlich zu einer neuen Leserunde einladen: Der Verlag Gerth Medien stellt zehn Exemplare des Buches "Liebe statt Furcht" von Flor Namdar zur Verfügung. Vielen Dank an den Verlag  für die Unterstützung der Leserunde!

Zum Inhalt:

"Als Tochter einer kurdischen Sunnitin und eines persischen Schiiten geboren, verbringt Flor Namdar eine unbeschwerte, privilegierte Kindheit in ihrer Heimat Iran. Doch als junges Mädchen gerät sie in die Wirren der Islamischen Revolution. Sie verliert ihre gesellschaftliche Stellung, ihre Freiheit und schließlich ihren muslimischen Glauben. Um einer lebensgefährlichen Situation zu entkommen, flüchtet sie sich in eine unglückliche Ehe. In tiefer Verzweiflung beschließt sie, ihrem Leben ein Ende zu setzen. Doch Gott hat andere Pläne. Am Tiefpunkt ihres Lebens begegnet Flor Jesus. Und diese Begegnung verändert alles. "

Hier ist der Link zur Leseprobe.

Bitte bewerbt euch bis zum 20 Januar 2017 hier im Thread und beantwortet die Frage, warum ihr das Buch gerne lesen möchtet.

Wir bitten euch, vor eurer Bewerbung folgende Punkte zu berücksichtigen: 

- Der Gewinner verpflichtet sich dazu, sich innerhalb von ca. 4 Wochen mit den anderen Teilnehmern über alle Leseabschnitte auszutauschen und eine Rezension zu schreiben.

- Es können nur Bewerber berücksichtigt werden, deren Profil öffentlich ist und die mindestens eine Rezension in ihrem Profil haben.

Bitte beachtet, dass in diesem Buch christliche Werte eine wichtige Rolle spielen.

Ich freue mich auf eure Bewerbungen. Wer ohne Verlosung mitlesen möchte, kann dies natürlich auch sehr gerne tun. Eure Rezensionen könnt ihr sehr gerne auch auf anderen Internetseiten veröffentlichen.
159 BeiträgeVerlosung beendet
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Letzter Beitrag von  LEXIvor 7 Jahren

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