Flor Namdar Liebe statt Furcht

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Inhaltsangabe zu „Liebe statt Furcht“ von Flor Namdar

Als Tochter einer kurdischen Sunnitin und eines persischen Schiiten geboren, verbringt Flor Namdar eine unbeschwerte, privilegierte Kindheit in ihrer Heimat Iran. Doch als junges Mädchen gerät sie in die Wirren der Islamischen Revolution. Sie verliert ihre gesellschaftliche Stellung, ihre Freiheit und schließlich ihren muslimischen Glauben. Um einer lebensgefährlichen Situation zu entkommen, flüchtet sie sich in eine unglückliche Ehe. In tiefer Verzweiflung beschließt sie, ihrem Leben ein Ende zu setzen. Doch Gott hat andere Pläne. Am Tiefpunkt ihres Lebens begegnet Flor Jesus. Und diese Begegnung verändert alles.

Eine sehr berührende Geschichte über eine starke Frau, die im Iran den Glauben an Gott gefunden und nun ein freies Leben in Deutschland hat.

— niknak
niknak

Wunderbar. Berührend. Tragisch. Aufmundernt

— Yannah36
Yannah36

Für alle, die sich mit dem Kulturschock im Iran vor und nach der islamischen Revolution sowie dem für Iraner „neuen“ Leben im europäischen W

— gst
gst

Sehr lesenswerter Lebensbericht einer Frau, die durch ihren Glauben an Gott den Iran verließ und in Deutschland eine freies Leben begann!

— lieberlesen21
lieberlesen21

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  • Gottes Wege sind nicht unsere Wege. Wir tun gut daran, ihm zu vertrauen.

    Liebe statt Furcht
    LEXI

    LEXI

    13. May 2017 um 19:22

    Flor Namdar präsentiert mit „Liebe statt Furcht“ einen beeindruckenden Lebensbericht und erzählt darin ihre eigene Geschichte. Sie berichtete von ihrer behüteten und schönen Kindheit im Iran und der bevorzugten Stellung ihrer Familie in der Gesellschaft, die sie dem Offiziersrang ihres vielseitig gebildeten Vaters zu verdanken hatte. Ihre unkonventionelle, selbstbewusste Mutter, eine intelligente und weltoffene Frau, lebte ihr von Kindheit an Nächstenliebe vor und prägte Flor nachhaltig. Das Leben im Iran wird aus der Sicht einer Frau geschildert, die aufgrund des Berufes ihres Vaters ein Nomadendasein führen musste und sich letztendlich nirgendwo wirklich zuhause fühlte. Man erfährt in dieser Autobiografie jedoch nicht nur Details über Flors Familienleben, die Autorin gewährt zudem detaillierte Einblicke in den Überlebenskampf in einem von Revolution, Bürgerkrieg und Partisanenkämpfen gebeutelten Land. Sie legt auch Gewicht auf die politischen Hintergründe und geht schließlich auf die gesellschaftlichen Strukturen und die Bedeutung der Religion bzw. der Macht der Religionspolizei im Iran ein. Flor Namdars Geschichte mag aus der Sicht eines unbeteiligten Dritten wie ein abenteuerlicher Spannungsroman erscheinen. Die an manchen Stellen beinahe sprachlos machenden Berichte über die schweren Zeiten, die sie durchleben musste, sprechen jedoch eine eigene Sprache. Flors Erinnerungen an Zeiten der Isolation, Einsamkeit, körperlicher Gewalt und der stete Bedrohung durch die Religionspolizei, verbunden mit permanenter Missachtung der Menschenrechte, machen dem Leser sehr rasch bewusst, wie viel Kraft es der jungen Frau gekostet haben muss, immer wieder aufzustehen und weiter zu machen. Als letztendlich der acht Jahre währende Krieg gegen den Irak ausbrach, begann eine dunkle Zeit für die Familie. Flor suchte Halt in der Religion, fand aber ihren eigenen Worten zufolge kaum Trost darin. Sie lebte mit ihren Eltern und Geschwistern jahrelang in einer Flüchtlingsunterkunft, war eine Frau ohne Ausbildung und ohne Arbeit, die keine Perspektive und kaum Hoffnung hatte. Erst als sie sich für das Christentum zu interessieren begann und zum christlichen Glauben konvertierte, veränderte sich alles für Flor. Ihre Entscheidung war ein mutiger Schritt, der innerhalb der Familie Verachtung, Hass und Bedrohungen auslöste und letztendlich sogar dazu führte, dass ihr Vater sich von ihr lossagte. „Der Islam ist die einzig wahre Religion. Mehr brauchst du nicht zu verstehen!“ Ein Muslim, der Christ wird, fällt vom wahren Glauben ab. Er verrät den Islam und darauf steht die Todesstrafe.Dennoch ging Flor Namdar unbeirrt ihren Weg, der sie bis nach Deutschland führte, wo sie als Missionarin mit Migranten arbeitete, ihr Theologiestudium absolvierte, als evangelische Pastorin eine persisch-sprachige Gemeinde gründete. Ihr Ziel ist es, „Hilfestellung zu geben, um geistlich Heimatlosen eine Heimat zu bieten und Gott dort zu dienen, wo er sie braucht.“Die Umschlaginnenseite dieses Buches enthält ein Zitat der Autorin, das Flor Namdars Lebenseinstellung sehr schön zum Ausdruck bringt. Sie schreibt: „Wir alle sind Fremde. Niemand von uns kann sagen: Hier ist mein Zuhause. Denn unsere wahre Heimat ist nicht diese Erde, sondern der Ort, an dem wir ohne alles Trennende auf immer mit Gott, unserem Vater, verbunden sind. Unsere Aufgabe besteht deshalb darin, so zu leben, dass unsere eigentliche Heimat Stück für Stück sichtbarer wird – wo auch immer wir sind.“Fazit: „Liebe statt Furcht“ war ein interessantes und höchst informatives Buch, ein an manchen Stellen regelrecht überwältigender Schicksalsbericht, der die Lebensumstände in einem vom Krieg gebeutelten Land sehr deutlich vor Augen führt. Beeindruckend!

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  • Die Geschichte einer außergewöhnlichen Frau

    Liebe statt Furcht
    Traeumerin109

    Traeumerin109

    16. April 2017 um 21:16

    Flor Namdar verbringt ihre Kindheit und Jugend in ihrer Heimat, dem Iran. Dort erlebt sie als Tochter eines persischen Schiiten und einer kurdischen Sunnitin zunächst nichts von den weitreichenden Spannungen, die ihr Land zerrütten. Doch dann bricht die Islamische Revolution aus und Flor verliert ihre vorher privilegierte gesellschaftliche Stellung. Von nun an bestimmen Hoffnungslosigkeit und Angst ihr Leben. Nach einer unglücklichen Ehe beschließt sie, ihrem Leben ein Ende zu setzen. Doch sie überlebt und lernt Jesus kennen. Dies verändert ihr Leben grundlegend und macht aus der depressiven, verzweifelten jungen Frau eine mutige Kämpferin, die sich für andere einsetzt. Dieses Buch hat großen Spaß beim Lesen gemacht. Nicht nur dass die Geschichte hochaktuell und spannend ist, auch die Sprache ist sehr schön, klar und geht unter die Haut. Flor Namdar hat mir sehr imponiert. Sie erzählt aus ihrem ereignisreichen Leben und geht dabei auch ausführlich auf die Vorgeschichte und die zeitgeschichtlichen Umstände ein, unter denen sie aufwächst. Daher bietet dieses Buch auch einen hochinteressanten Einblick in das Leben im Iran vor und nach der Islamischen Revolution und die weitreichenden Veränderungen, die diese mit sich gebracht hat. Ein wichtiges Thema, das die meisten von uns wahrscheinlich eher mit ihrem gesunden Halbwissen in Verbindung bringen können anstatt mit wirklich fundierten Vorstellungen. Es ist ein völlig anderes Leben, das Flor geführt hat. Viele Einzelheiten zeichnen ein Bild dieses Landes, in dem Flor eine wirklich glückliche Kindheit verbracht hat. Ihr Bericht zeigt auch klar, dass nicht alle muslimischen Frauen unterwürfig sind und unterdrückt werden. Nicht nur Flor selbst ist eine starke Frau, auch der Rest ihrer Familie entspricht keineswegs dem typischen Bild, das wir uns von Muslimen im Allgemeinen machen. Flor Namdar schreibt sehr ehrlich und offen über viele Ereignisse aus ihrem Leben. Dabei wirkt sie durchgehend authentisch. Sehr schön ist die Wirkung ihrer Begegnung mit Jesus und der Bibel beschrieben. Da ist nichts übertrieben Mysthisches oder Achtung Heischendes, einfach der Bericht einer Frau, die ihre Erfahrungen mit anderen Menschen teilen möchte. Nicht ganz so ausführlich wie die Zeit im Iran wird ihr Leben hier in Deutschland beschrieben. Dennoch nicht weniger spannend beschreibt sie ihren langen Weg, der viele Jahre lang eine mühsame Arbeit ohne viel sichtbare Ergebnisse von ihr fordert. Doch dann findet sie eine erfüllende Aufgabe als Pastorin einer kleinen wachsenden persischen Gemeinde. Flor musste sich vieles erkämpfen und hat viele Jahre lang auch gelitten, sie sah kein Licht am Ende des Tunnels. Dennoch ist sie zu einer beeindruckenden Frau geworden, die durch dieses Zeugnis mit Sicherheit einige Menschen erreichen wird. Fazit: Ein wahnsinnig spannendes und hochinteressantes Buch über eine starke Frau. Ich kann es wirklich nur weiter empfehlen!

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  • Die beeindruckende Lebensgeschichte von Flor Namdar

    Liebe statt Furcht
    Sonnenblume1988

    Sonnenblume1988

    20. March 2017 um 17:50

    Flor wird als Tochter einer Sunnitin und eines Schiiten im Iran geboren. Sie hat eine schöne und behütete Kindheit bei wohlhabenden Eltern und erfährt Unterstützung und Wertschätzung. In jungen Jahren beschließt sie, Schiitin zu sein. Geprägt durch die Islamische Revolution erlebt sie große Änderungen in ihrem Land, die unter anderem dazu führen, dass ihre Familie alles verliert und in eine andere Stadt flüchten muss, wo sie auf engem Raum leben. Mit 16 Jahren bleibt Flor kein anderer Weg, als zu heiraten. Bei ihrem Mann erlebt sie Erniedrigung und Respektlosigkeit, so dass sie vor ihm flieht. Sie fängt an, den muslimischen Glauben zu hinterfragen. Mit 21 Jahren gesteht sie sich ein, Atheistin zu sein und Gott nicht zu brauchen. Doch Gottes Wege sind unergründlich, und so begegnet Gott ihr im Iran… Die Geschichte von Flor ist tatsächlich so passiert. Um sie zu schützen wurden die Namen, auch ihr eigener, sowie die Ort ausgetauscht. Denn im Iran gilt ein Muslim, der zum Christ wird als vom Glauben abgefallen. Ihm droht schlimmstenfalls die Todesstrafe.  Flor wächst in einer ganz anderen Welt auf, als wir sie in Deutschland kennen. Im Buch erfährt man deshalb einiges über den Iran, die Kultur und den Islam. Dabei wird wenig Hintergrundwissen vorausgesetzt, sondern der Leser über kurze, einfache Erklärungen mit ins Geschehen genommen. Es ist spannend zu lesen, wie vielfältig Gottes Wege sind. Er begegnet Flor nicht nur mitten im Iran, sondern hilft ihr im Laufe ihres Lebens durch Krisen und benutzt genau diese, damit sie für andere Menschen ein Segen ist. Das Buch lässt sich leicht und flüssig lesen. Mir hat es sehr gefallen, dass Flor sehr tolerant über die Menschen spricht, die sie sehr verletzt haben. Insgesamt eine mitreißende, lebendig geschriebene Lebensgeschichte über eine Frau aus dem Iran, die über Umwege Gott begegnet ist und ihren Glauben trotz Lebensgefahr nicht aufgegeben hat.  

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  • Eine starke Frau, die ihren Weg findet

    Liebe statt Furcht
    niknak

    niknak

    02. March 2017 um 18:59

    Inhalt:Flor Namdar verbringt eine unbeschwerte privilegierte Kindheit im Iran bis die Islamische Revolution beginnt. Dadurch verliert sie ihre gesellschaftliche Stellung, ihre Freiheit und schließlich auch ihren muslimischen Glauben. Um einer gefährlichen Situation zu entkommen, flüchtet sie sich in eine unglückliche Ehe. Sie beschließt ihrem Leben ein Ende zu setzten, als sie plötzlich Jesus begegnet und ein neuer Lebensabschnitt für sie beginnt. Diese Begenung verändert alles.Mein Kommentar:Flor Namdar hat diese Biografie so ergreifend und berührend geschrieben, dass sie den Leser von Beginn an in ihren Bann zieht. Man  fiebert sofort mit ihr mit und leidet auch mit ihr. Das Buch ist einfach und klar geschrieben und lässt sich sehr schnell und leicht lesen. Die Seiten fliegen nur so dahin, da dauernd etwas passiert, und man immer wissen will, wie es weitergeht.Das Leben von Flor wird sehr gut beschrieben und sie erzählt sowohl ihre schönen als auch schlimmen Erlebnisse. Dadurch erfährt man sehr viel von ihrem Lebensweg. Das Buch ist in der Ich - Form geschrieben, sodass man sich sehr gut in sie hineinversetzten kann. Mir gefällt ihr Schreibstil sehr gut, da sie alle Erlebnisse wertfrei beschreibt. Sie erzählt wie es ihr ergangen ist, ohne andere Personen dabei schlecht zu machen oder negativ darzustellen. Dadurch kann man recht neutral auf die Erlebnisse schauen und sich selbst ein Bild von den Situationen machen.Ihre Begegnung mit Jesus fand ich auch faszinierend und berührend zugleich. In einem muslimischen Land ist es noch viel schwerer einen anderen Glauben anzunehmen. Bei uns ist das ja zum Glück kein Problem. Aber dort steht ja die Todesstrafe darauf. Von daher finde ich es noch bemerkenswerter, dass sie so von Jesus überzeugt ist, dass sie sogar offen zu ihm steht und es auch offen zugibt. Trotzdem muss sie schlussendlich doch noch flüchten, um am Leben zu bleiben.Man versteht ihre Sichtweise sehr gut und sie kommt auch super beim Leser an. Flor kommt beim Leser sehr sympathisch und als starek Frau rüber. Wenn man bedenkt, was sie bereits alles in ihrem Leben mitmachte, ist man selbst richtig froh nicht in dieser Gegend leben zu müssen. Man weiß sein eigenes Leben wieder mehr zu schätzen und ist dankbar dafür.Das Buch regt meiner Meinung nach auch sehr zum Nachdenken an, wievielen Frauen und Kindern es auf der Welt ähnlich wie ihr ergeht. Besonders spannend fand ich ihre Berichte und Erklärungen am Ende des Buches zum Thema Flüchtlinge in Deutschland. Dadurch kann man sie ein bisschen besser verstehen und weiß was in vielen von ihnen vorgeht. Außerdem beschreibt Flor recht anschaulich, was der christliche Galube bei vielen Menschen bewirken kann. Sie hat dabei ein paar recht interessante Beispiele von Flüchtlingen erzählt, welche alle ihren Glauben vom Moslem zum Christ gewechselt haben.Mein Fazit:Ein wirklich beeindruckendes Buch von einer starken  Frau, die ihren Weg im Leben gefunden hat und durch die Begegnung mit Jesus jemand anders geworden ist. Sie hat trotz aller Tiefschläge nie die Hoffnung verloren und macht auch uns Mut, hoffnungsvoll in die Zukunft zu blicken.Außerdem hilft sie uns die Situation von Flüchtlingen aus einer anderen Perspektive zu betrachten.Ganz liebe Grüße,Niknak

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  • Ein außergewöhnlicher Weg

    Liebe statt Furcht
    heaven4u

    heaven4u

    17. February 2017 um 21:09

    Wenn Flor Nandar heute als Pastorin in ihrer persischen Gemeinde anderen ehemaligen Muslimen Tipps gibt, wie man sich in Deutschland integrieren kann ohne seine eigene Herkunft zu vergessen, dann kann sie das nur, weil sie selbst einen langen Weg hinter sich hat. Geboren im Iran, der Vater ein persischer Schiit und die Mutter eine kurdische Sunnitin, hatte sie eine unbeschwerte, behütete Kindheit. Ihr Vater ist ihr Held, doch sie müssen aufgrund seiner militärischen Laufbahn alle zwei Jahre umziehen und immer wieder ist sie fremd. Als sie in die Wirren der Islamischen Revolution gerät, verliert die Familie ihre gesellschaftliche Stellung und muss flüchten. In dieser Zeit verliert Flor ihren Glauben an Allah und wird Atheist. Um der deprimierenden Situation der beengten Flüchtlingsunterkunft zu entgehen und aus einer gefährlichen Situation zu flüchten, heiratet sie und führt eine unglückliche Ehe und will ihrem Leben ein Ende setzen. Doch dann begegnet ihr Jesus und ihr Leben bekommt einen neuen Sinn. Wie sie dann den Weg nach Deutschland findet, das berichtet sie in dem Buch. Ich muss zugeben, in den ersten Kapiteln denkt man, man hat sich in ein Geschichtsbuch verirrt. Doch um die ganzen Zusammenhänge besser zu verstehen, sind diese politischen und geschichtlichen Exkurse sehr wichtig. Sehr detailiert beschreibt sie, wie sie in der Islamischen Revolution die Veränderungen und die Bombardierungen erlebte. Was mir auch sehr gut gefallen hat, waren die genauen Beschreibungen, wie ein Flüchtling es erlebt, wenn er plötzlich in dem so freizügigen Deutschland lebt und warum es so wichtig ist, dass sie Kontakt mit ihren eigenen Landsleuten bekommen um sich besser zu integrieren. Erstaunt war ich auch über das Wirken von Jesus unter den Flüchtlingen. So beschreibt sie eine Situation, als ein Flüchtling zu ihr kam und sich taufen lassen wollte, weil er als Christ bessere Chancen auf Asyl hätte. Da gab sie ihm eine Bibel und sagte, wenn er die liest, würde er alle Antworten bekommen, die ihm gestellt würden von der Behörde. Und was war? Nur allein durch den Austausch mit Flor und dem Lesen der Bibel, wurde er Christ. Wie wunderbar. Gott wirkt auch heute noch und das viel mehr als wir ahnen. Die Autorin schreibt sehr ehrlich und erzählt auch von ihrem Selbstmordversuch und ihren Niederlagen. Sehr angetan war ich von ihrer Mutter, die immer sehr resolut auftritt und das in einer Welt in der eigentlich Männer das Sagen haben. So musste ich sehr schmunzeln, als die Mutter das erste Mal kochen musste, nachdem es keine Diener mehr gab und das Essen ganz furchtbar schmeckte. Ein wirklich sehr interessantes Buch, welches Einblick gibt in die iranische Kultur und auch ein bisschen Geschichtswissen vermittelt um vieles besser zu verstehen. Meine absolute Leseempfehlung!

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  • Eine simple Frage ...

    Liebe statt Furcht
    Arbutus

    Arbutus

    15. February 2017 um 23:34

    Flor Namdan (der Name ist ein Pseudonym) ging in ihrer Heimat Iran durch die Hölle. Auch wenn sie in ihrer Familie immer wieder Geborgenheit und Liebe erlebte, war das Leben für die junge Frau seit der islamischen Revolution beengend und freudlos, und oft lebensgefährlich. Sie hatte bereits einen Selbstmordversuch hinter sich, als sie sich eines Tages eine simple Frage stellte. Wer sind diese Christen eigentlich? Woran glauben die? Es ist ihre Neugier auf Jesus, die sie in eine christliche Gemeinde führt, in der sie mit offenen Armen empfangen wird und Trost und neuen Lebensmut findet. Sie lernt, zu ihrem neugefundenen Glauben zu stehen, obwohl Konvertiten der Tod droht. Ich hatte das Gefühl, als würde die betonharte Schale, die mein ganzes Leben umschlossen hielt, die es eng, kalt und dunkel gemacht hatte, plötzlich zerbröckeln und aufbrechen. Es ist ein zu Herzen gehendes Buch. Man lernt außerdem eine Menge über die Zusammenhänge der Islamischen Revolution unter Ayatollah Chomeini im Jahr 1979. Für mich ist es sehr interessant, die genauen Zusammenhänge der Machtergreifung Chomeinis, die während meiner Kindheit große Aufregung in unseren Medien verursachten und von denen ich als Kind natürlich überhaupt noch nichts verstand, von einer Iranerin erklärt zu bekommen, die das alles hautnah erlebt hat. Auch die tief sitzende und so gut wie ausweglose Feindschaft zwischen Sunniten und Schiiten wird mit einfachen Worten schlüssig erklärt. Anschaulich beschreibt die Autorin den Kulturschock, den sie erlebte, als sie ihre Tätigkeit in Deutschland begann. Aber sie lässt sich nie entmutigen, auch nicht durch die zermürbende Oberflächlichkeit, die sie teilweise hier erfuhr und die ihr aus ihrem Heimatland fremd war. Flor Namdan ist heute Gemeindepastorin einer christlich-persischen Gemeinde in einer deutschen Großstadt. Das Schlusskapitel enthält einige wunderschöne und klare Ermutigungen dazu, wie man als Christ mit der Flüchtlingskrise umgehen sollte. Ein wichtiges, starkes Buch. Man lernt das Christentum noch einmal ganz neu, von innen kennen. Vorsichtig sah ich mich in dem Hof um, aber weit und breit entdeckte ich keine Waschmöglichkeit. Schließlich fragte ich eine ältere Frau, die mir besonders freundlich vorkam: 'Entschuldigung. Ich würde gern in die Kirche, aber ich bin unrein.' Im Islam sind die rituellen Waschungen vor dem Betreten der Moschee äußerst wichtig. 'Ach, kommen Sie nur rein', sagte die Frau lächelnd. 'Gott liebt Sie so, wie Sie sind.' Oh, dachte ich, diesen Gott will ich kennenlernen.

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    • 3
  • Liebe statt Furcht

    Liebe statt Furcht
    Yannah36

    Yannah36

    14. February 2017 um 10:00

    Flor ist eine starke Frau, die trotz allen Unheil, dass sie erlebt hat fest im Leben steht und auf Jesus Liebe vertraut. Dieses Buch hat mich stark berührt, da es zum einen den Leser in eine Welt entführt die für uns kaum vorstellbar ist. Man begleitet die Autorin auf ihrem Lebensweg von der behüteten Kindheit im Iran, durch viele dunkle Jahre als Kriegsflüchtling bis in ihr heutiges Leben als Pastorin einer persischen Gemeinde in Deutschland. Dabei erfährt man als Leser viele Fakten der Geschichte des Irans und Hintergrundwissen über den Islam. So manche Passagen lassen sich schwer lesen, denn man möchte das Unrecht gar nicht glauben. Auf Grund des lebhaften Schreibstils war ich die ganze Zeit in der Geschichte gefangen und habe mit der Autorin mitgelitten. Theoretisch mag ich Chliffhanger nicht, aber hier war es am Anfang des Buches ein geschichkter Schachzug die Spannung beim Leser zu steigern. Ich konnte mir die dunkelsten Momente in Flors Leben genau so gut vorstellen wie die Lichtblicke und war jedesmal erstaunt, wie Gott in ihr Leben eingegriffen hat. Flor´s Eltern gehören unterschiedlichen Konfessionen des Islams an, so fühlt sie schon als kleines Kind eine gewisse Zerrissenheit, obwohl das Thema nie in der Familie debattiert wird, doch egal in welchem Gebiet sie ist, sie gehört nicht dazu. Dadurch zieht sie sich immer weiter zurück und versucht ihr Glück im islamischen Glauben zu finden. Interessant fand ich zu lesen, wie enttäuscht sie war, dass sie keine Antworten auf ihre Fragen bekommt und sie den Islam als kalt und starr empfunden hat. Umso mehr freut es mich als Leser zu erfahren wie sie nach ihren Lebenstiefs zum christlichen Glauben gekommen ist. Ich fand die Geschichte wunderbar beschrieben, sie macht Mut an Jesus zu glauben und zeigt seine große Macht. Alles in allem ein starkes Buch, dass mir einige Denkweisen der islamischen Welt näher gebracht hat. Teilweise ist es erschreckend und grausam zu lesen, welches Schicksal Flor erleben musste. Die Autorin schafft es aber trotzdem aufmunternde Worte der Liebe und Versöhnung zu finden so dass mich das Buch mit neuem Mut zurück lässt.

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  • Leserunde zu "Liebe statt Furcht: Muslimin. Atheistin. Pastorin. Mein langer Weg in die Freiheit." von Flor Namdar

    Liebe statt Furcht
    Sonnenblume1988

    Sonnenblume1988

    "Muslimin. Atheistin. Pastorin. Mein langer Weg in die Freiheit." Ich möchte euch ganz herzlich zu einer neuen Leserunde einladen: Der Verlag Gerth Medien stellt zehn Exemplare des Buches "Liebe statt Furcht" von Flor Namdar zur Verfügung. Vielen Dank an den Verlag  für die Unterstützung der Leserunde! Zum Inhalt: "Als Tochter einer kurdischen Sunnitin und eines persischen Schiiten geboren, verbringt Flor Namdar eine unbeschwerte, privilegierte Kindheit in ihrer Heimat Iran. Doch als junges Mädchen gerät sie in die Wirren der Islamischen Revolution. Sie verliert ihre gesellschaftliche Stellung, ihre Freiheit und schließlich ihren muslimischen Glauben. Um einer lebensgefährlichen Situation zu entkommen, flüchtet sie sich in eine unglückliche Ehe. In tiefer Verzweiflung beschließt sie, ihrem Leben ein Ende zu setzen. Doch Gott hat andere Pläne. Am Tiefpunkt ihres Lebens begegnet Flor Jesus. Und diese Begegnung verändert alles. " Hier ist der Link zur Leseprobe. Bitte bewerbt euch bis zum 20 Januar 2017 hier im Thread und beantwortet die Frage, warum ihr das Buch gerne lesen möchtet. Wir bitten euch, vor eurer Bewerbung folgende Punkte zu berücksichtigen:  - Der Gewinner verpflichtet sich dazu, sich innerhalb von ca. 4 Wochen mit den anderen Teilnehmern über alle Leseabschnitte auszutauschen und eine Rezension zu schreiben. - Es können nur Bewerber berücksichtigt werden, deren Profil öffentlich ist und die mindestens eine Rezension in ihrem Profil haben. Bitte beachtet, dass in diesem Buch christliche Werte eine wichtige Rolle spielen. Ich freue mich auf eure Bewerbungen. Wer ohne Verlosung mitlesen möchte, kann dies natürlich auch sehr gerne tun. Eure Rezensionen könnt ihr sehr gerne auch auf anderen Internetseiten veröffentlichen.

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    • 161
    Tigerbaer

    Tigerbaer

    08. February 2017 um 09:59
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    Langeweile schreibt In diesem Abschnitt fiel es mir öfter schwer, die Zeiten einzuordnen .

    Das ging mir auch so und dadurch habe ich diesen Abschnitt im Gegensatz zu den anderen als etwas "hektisch" empfunden.

  • Gott geht selten einen geraden Weg

    Liebe statt Furcht
    orfe1975

    orfe1975

    07. February 2017 um 13:22

    Cover und Gestaltung: Da die Autorin nun unter falschem Namen in Deutschland lebt, passt es gut, dass sie mit dem Rücken zum Betrachter steht. Hinzukommt, dass sie auf das Kreuz blickt und somit ihre Hingabe zum neuen Glauben symbolisiert wird. Durch die Klappenbroschur vorne und hinten wirkt es für ein Taschenbuch sehr stabil und liegt gut in der Hand. Inhalt: Flor Namdar wurde 1964 im Iran geboren als Tochter einer kurdischen Sunnitin und eines persischen Schiiten. Sie lebt heute unter falschem Namen als Pastorin der einzigen persischsprachigen christlichen Gemeinde in Deutschland. Ihr Weg von der Muslimin zur Christin war kein Leichter. Als eins von 9 Kindern eines hohen Offiziers des Schahs verlebt sie zunächst eine sorglose Kindheit, in der es materiell an nichts fehlt. Doch als der Schah nach Rückkehr des Ajatollah Chomeini aus dem Exil im Jahre 1978 seine Macht verliert, wendet sich das Blatt. Plötzlich muss Flor samt Familie um ihr Leben fürchten. Schließlich müssen sie fliehen. Flor erlebt viele schreckliche Dinge und gerät in eine unglückliche Ehe. Als ihr alles zuviel wird, verübt sie einen Selbstmordversuch, der zum Glück misslingt. Sie begegnet Jesus, der ihr wieder Sinn in ihrem Leben gibt. Doch Christsein im Iran ist nicht ungefährlich, und nachdem sie auch noch um das Sorgerecht ihrer Tochter kämpfen muss, flieht sie nach Deutschland. Auch hier ist der Weg zunächst ein steiniger. Mein Eindruck: "Was also ist meine Vision? Ich will helfen, den geistlich Heimatlosen eine Heimat zu bieten, und Gott da dienen, wo er mich braucht. Und ich will nie aufhören, nach seinem Weg zu fragen." (S. 249) Flor Namdars Geschichte liest sich wie ein Abenteuer, der Stil ist flüssig und die Handlung packend erzählt. Sie beginnt mit ihrem Suizidversuch, dessen konkreter Ausgang erst mal offen gelassen wird, bevor es mit ihrer Kindheit weitergeht. Durch diesen Cliffhanger wird Spannung aufgebaut. Dadurch, dass man die historischen Ereignisse durch die Augen der Autorin hautnah miterlebt, bekommt man ein gutes Bild von den Geschehnissen und wie sie sich bei der Bevölkerung unmittelbar ausgewirkt haben. Einzelheiten und Erklärungen zu iranischen Sitten und uns fremden Begriffen werden in die Handlung geschickt eingeflochten und in Fußnoten auf der Seite erläutert. So wird lästiges hin und her blättern erspart. Ich habe viel dabei gelernt. Dass, was Flor erlebt, kann man kaum begreifen. Die unfassbaren Misshandlungen und Tötungen, die sie und ihre Familie mitbekommt, mag man sich hierzulande nicht vorstellen. Ich hatte häufiger Tränen in den Augen, als mir klar wurde, dass das alles wirklich passiert ist. Hierzulande hat man keine Vorstellung davon, was es heißt, zu seiner Meinung und zu seinem Glauben stehen zu dürfen, ohne dass man um sein Leben fürchten muss. Durch dieses Buch wird einem wieder einmal deutlich, wie dankbar man dafür sein muss. Auch wenn ich wusste, dass es gut ausgeht, habe ich mitgefiebert und mehr als einmal habe ich auch tiefe Bewunderung für die Mutter empfunden, die eine starke und mutige Persönlichkeit war. Auch wenn die Autorin als Kind die Hilfsbereitschaft ihrer Mutter zuweilen als nervig empfindet (wer möchte schon morgens wildfremde Leute im Badezimmer), so sagt auch sie deutlich, dass diese bedingungslose Hilfsbereitschaft sie letztendlich stark geprägt hat, auch im Hinblick auf ihr Leben als Christin. Und unsereins kann und sollte sich eine Scheibe davon abschneiden! Der Weg, auf dem die Autorin letztendlich zum christlichen Glauben findet, ist ungewöhnlich, aber erstaunlich zielstrebig verfolgt sie ihn und nimmt mit ihrer Begeisterung sogar einen Teil ihrer Familie mit. Während etwa in den ersten beiden Dritteln des Buches Flors Geschichte größtenteils chronologisch nachvollziehbar geschildert wird, geht es im letzten Drittel vermehrt um ihre Arbeit in Deutschland und ihr neues Gemeindeleben. In diesem Teil war es für mich teilweise schwierig, die Ereignisse auf der Zeitschiene einzuordnen und auch was aus ihrer restlichen Familie und ihrer Tochter wird, ist mir etwas zu viel in den Hintergrund gerückt dabei. Dafür erfährt man hier sehr interessante Dinge zu den Schicksalen einzelner Gemeindemitglieder und bekommt dabei auch ein besseres Gespür für die Flüchtlinge, die aus verschiedenen, muslimisch geprägten Ländern zu uns finden. So kann ich dieses Buch uneingeschränkt weiterempfehlen. Man erfährt viel über das Leben im Iran, den muslimischen Glauben und die Geschichte dieses Landes vor dem Hintergrund einer packend geschriebenen Biographie einer beeindruckenden Frau. Fazit: Packend geschriebene Biographie einer beeindruckenden Frau aus dem Iran, die zum Christentum findet

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  • Liebe statt Furcht

    Liebe statt Furcht
    Tigerbaer

    Tigerbaer

    07. February 2017 um 13:00

    Im Rahmen einer Leserunde durfte ich das Buch „Liebe statt Furcht“ von Flor Namdar lesen. Die Autorin wurde 1964 im Iran als Tochter einer kurdischen Sunnitin und eines persischen Schiiten geboren. Der Vater war Offizier in der iranischen Armee und so fehlte es der Familie an nichts. Der Sturz des Schahs und die daraus folgenden islamischen Revolution in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts veränderte das Land und auch das Leben von Flor unwiderruflich. Heute lebt Flor als Missionarin in Deutschland und ist als Pastorin tätig. Flors Leben im Iran war für mich spannend zu lesen, da ich so mehr über dieses Land und seine geschichtliche Entwicklung erfahren habe, vor allem wie man dort vor und nach der Revolution gelebt hat. Es ist berührend zu lesen, wie Flor nach einer langen schmerzlichen Zeit in ihrem Leben zu Jesus findet, aufblüht und neben der Autorin beeindruckt ihre Mutter mit ihrer gelebten Nächstenliebe. Die Lebensgeschichte von Flor erzählt einerseits von der Kraft des christlichen Glaubens und zeigt auf, welche verschlungenen Lebenspfade uns Gott bis zu unserem Ziel manchmal gehen lässt und macht mir mit dem Hintergrund über die Ereignisse im Iran sehr eindringlich bewusst, was für eine Gnade und ein Glück es ist, in einem Land zu leben, in dem Frieden & Freiheit herrschen. Eine Tatsache die der ein oder andere gar nicht mehr so zu schätzen weiß, wie sie sich eigentlich gehört. „Denn wenn ich Menschen mit Angst und Hass begegne, werde ich Angst und Hass ernten. Wo ich aber Menschen mit der Liebe begegne, die Gott mir ins Herz gelegt hat, da wird sie nicht wirkungslos bleiben.“ (Seit 252)

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    • 6
  • Emotional

    Liebe statt Furcht
    marpije

    marpije

    03. February 2017 um 10:19

    Flor Namdar ist in Iran geboren als Tochter einer kurdischen Sunnitin und eines persischen Schiiten , ihre Kindheit ist glücklich und fast problemlos, doch als junge Mädchen sie gerät in der Strudel non Islamischen Revolution , welche raubt ihr die Freiheit, die Position in der Gesellschaft und am Ende raubt ihr die muslimischen Glauben. Ihre Ehe , welche ist alles andere als glücklich , ist nur eine Flucht aus lebensgefährlichen Situation , ihre Mann gehört zu der übelste Sorte..., das Leben von Flor verwandelt sich in ein Alptraum . Sie sieht nur ein Weg aus diesen Teufelskreis zu entkommen - Tod - aber gerade dann in die pure Verzweiflung Jesus gibt ihr seine Hand und hilft ihr die neue Weg zu finden. Emotionale Biografie voll Trauer und Entsetzen welche am Ende verwandelt sich in Hoffnung und Freude , eine Biografie welche gleicht einen Abenteuerroman , wo beim lesen ich muss nach Luft schnappen und Kopfschütteln , wo Wut nimmt der Oberhand und Unverständnis für die anderen Menschen hat bei mir tief gesessen . Flor Namdar schreibt schonungslos und mit viel schockierenden Details über ihre Leben, sie erzählt über ihre psychische Zustand, und die innere Unruhe, von Angst und Verzweiflung , aber auch über große Hoffnung und Erleichterung wenn sie hat Jesus kennen gelernt, ein schöne Zeugnis für die Glaube.

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  • Der unglaubliche Weg einer starken Frau

    Liebe statt Furcht
    Mrs. Dalloway

    Mrs. Dalloway

    31. January 2017 um 16:14

    Das Buch handelt von Flor, die im Iran aufwächst und zunächst eine unbeschwerte und privilegierte Kindheit genießen kann. In den Wirren der Islamischen Revolution verliert die Familie ihre gesellschaftliche Stellung und Flor ihren Glauben. Sie heiratet einen Mann, der ihr nicht gut tut und bekommt eine Tochter, die sie über alles liebt. Doch das kleine Mädchen ändert nichts daran, dass Flor ihrem Leben ein Ende setzen möchte. Und dann begegnet sie Jesus... Ich habe den Lebensweg von Flor sehr gerne verfolgt. Das liegt zum einen an der wirklich spannenden Geschichte, zum anderen aber auch an dem angenehmen Schreibstil und den relativ kurzen Kapiteln, so dass man das gesamte Buch relativ zügig lesen konnte. Neben dem privaten Schicksal Flors lernt man als Leser auch den Iran ganz gut kennen, zumindest wie er früher war. Die Revolution war eine schlimme Zeit, was mir dieses Buch sehr gut vor Augen geführt hat. Umso mehr bewundere ich unsere Protagonistin, wie sie es immer wieder geschafft hat, aufzustehen und weiter zu machen. Ich finde es sehr inspirierend und schön, wie sie zu ihrem Glauben gefunden und daran festgehalten hat. Ihre Geschichte spendet anderen Mut, Kraft und Hoffnung, dass es irgendwann auch wieder bergauf geht, auch wenn man vielleicht nicht mehr damit rechnet. Ich empfehle Flors Geschichte allen, die sich für das Konvertieren, den Iran und Biographien interessieren.

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  • Ein beeindruckender Lebensbericht

    Liebe statt Furcht
    Curin

    Curin

    31. January 2017 um 11:34

    Flor Namdar wächst im Iran als Tochter einer kurdischen Sunnitin und einem persischen Schiiten auf. Ihre Familie, die durch die hohe Militärstellung des Vaters gewisse Privilegien hat, muss während der Islamistischen Revolution nach Teheran fliehen. Flor wird dort sehr unglücklich und geht eine Ehe ein, die sie in noch mehr Schwierigkeiten bringt. Nach einem Selbstmordversuch kommt sie schließlich mit Christen in Kontakt und lernt Jesus kennen, was ihr Leben von Grund auf verändert... . Mich hat Flors Geschichte gefesselt und sehr berührt. Oft war ich erschüttert von dem, was sie dort im Iran alles erleben und durchmachen musste. Sie spricht sehr offen über ihre Erlebnisse und wie diese sie innerlich immer mehr kaputt gemacht haben, so dass sie schließlich ihren muslimischen Glauben aufgibt und keinen Sinn mehr im Leben sieht. Umso beeindruckender war es für mich zu lesen, wie sie Jesus kennenlernt und als Christin ganz anders mit den selben und auch neuen Schwierigkeiten umgehen kann und wieder zu einem fröhlichen Menschen wird. An ihr kann man deutlich sehen, dass Jesus Menschen von Grund auf verändern kann.  Für mich war auch sehr interessant zu lesen, wie es Flor hier in Deutschland ergeht. Mittlerweile leitet sie eine persischsprachige Gemeinde, wo immer wieder Flüchtlinge zum Glauben kommen und Konvertiten eine geistliche Heimat finden. Insgesamt hat mich der Lebensbericht von Flor Namdar sehr beeindruckt. Sie erzählt offen und ungeschönt ihre Geschichte und gibt dadurch zusätzlich auch einen Überblick über die Situation der Menschen im Iran. Gerne empfehle ich das Buch weiter.

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  • Der entbehrungsreiche Weg einer mutigen Frau

    Liebe statt Furcht
    gst

    gst

    30. January 2017 um 15:38

    Die 1964 geborene Autorin, deren wahrer Name unbekannt bleibt, erlebte noch den freien Vielvölkerstaat Iran unter der Herrschaft des Schahs. Erst als der das Land verlassen hatte und Ajatollah Chomeini 1979 aus seinem Exil zurückkehrte, änderte sich ihr Leben grundlegend. Aus ihrer gut situierten Familie wurden Flüchtige. Knapp die Hälfte des Buches erzählt sie von ihrer Kindheit in Persien, von ihrer Familie und den heimatlichen Bräuchen. Sie berichtet vom Leben als Flüchtling in Teheran und den missglückten Versuchen als Frau über sich selbst zu bestimmen. In einem langen Prozess lernte sie sich unsinnigen Forderungen des Islam zu widersetzen. Mit 17 verlor sie den Glauben an Allah und wurde zur Atheistin. Sie sah in Allah nur „ein Hilfskonstrukt für dumme Menschen oder für solche, die zu schwach waren, um im Leben klar zu kommen.“ Auf der anderen Seite sehnte sie sich „nach dem Gott, der mich sieht, der mich kennt und der mich in seine Arme schließt.“ (Seite 113) Mehr oder weniger zufällig war Flors Neugierde auf Jesus geweckt worden, die sie in einer nahe gelegenen Kirche zu stillen versuchte. Die junge Frau, nach einer geschiedenen Ehe depressiv geworden, fand hier plötzlich wieder Freude am Leben. Doch bis sie in Deutschland ankam und den erlittenen Kulturschock verdaute, musste sie noch viele Demütigungen ertragen ... „Wenn ich eines inzwischen gelernt habe, dann, dass Gott nur selten einen geraden Weg mit uns geht. Wenn er uns auf einen Berggipfel führen möchte, dann nimmt er im Regelfall nicht die Seilbahn, sondern den schmalen, gewundenen Pfad, der uns durch enge Schluchten führt; es geht über unübersichtliches und unwegsames Gelände, vorbei an tiefen Gletscherspalten und über loses Geröll. Und wenn wir dann nach langer Wanderung verschwitzt und verdreckt auf dem Gipfel stehen, wissen wir die Schönheit dieses Berggipfels erst wirklich zu schätzen. Denn Gottes Weg hat nicht nur verändert, was uns vor Augen ist, er hat auch uns selbst verändert.“ (Seite 179) Flor Namdars tatsächlicher Name ist ebenso unbekannt wie der ihres Coautors. Um ihre Familie und ihre Gemeindemitglieder zu schützen, mussten sowohl der wahre Name der Autorin als auch die Namen aller beteiligen Personen geändert werden. Inzwischen betreut die Autorin eine persische Gemeinde in Deutschland. Ihre Autobiographie ist äußerst spannend – auch wenn so manches Wunder kaum nachvollziehbar scheint. Von mir eine klare Leseempfehlung!

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  • Freiheit und Liebe sind die höchsten Güter

    Liebe statt Furcht
    lieberlesen21

    lieberlesen21

    29. January 2017 um 16:28

    „Liebe statt Furcht“ von Flor Namdar ist ein Tatsachenbericht eines zunächst jungen Mädchen, das im Iran aufgewachsen ist bis zum Leben einer jungen Frau in Deutschland. ******************************************************************************************** Ein Lebensweg, der alles andere als eben war und der zeigt, wie der Glaube an Gott tatsächlich „Berge versetzen “ kann. ********************************************************************************************* Nach kurzer glücklicher Kinderzeit leidet sie unter den politischen Verhältnissen ihrer Heimat Iran. Dem Leser wird dabei viel erklärt über die Politik des Irans, sodass der Leser sehr gut alles mitverfolgen kann und auch die Entwicklung, die Flor durchmacht, versteht. ********************************************************************************************** Als Flor ihren mohammedanischen Glauben verlässt und Christin wird bleibt als letzter Ausweg nur die Flucht nach Deutschland. Dort kann sie durch und mit ihrem Glauben vielen Flüchtlingen eine Heimat geben. Sie versteht die Flüchtlinge, wie kein anderer und unterstützt diese in ihrem christliche Glauben *************************************************************************************** Meine Meinung: Der flüssige Schreibstil führte mit dazu, dass ich das Buch fast atemlos las. Jedem wird die Geschichte Flors unter die Haut gehen und jeder will wissen, was Gott mit Flor noch vor hat und wie das Leben von Flor weitergeht. ***************************************************************************************. Ich kann das Buch nur jedem ans Herz legen, vor allem dann, wenn man mal wieder sehr unzufrieden mit seinem Leben und seinem Land ist. Der Leser erweitert mit der Lektüre seinen (Lebens)horizont. Ich selbst habe das Buch sehr gerne gelesen und mir ist wieder einmal bewusst geworden, wie glücklich wir uns schätzen dürfen, in Freiheit und Frieden zu leben.

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