Flora Mailin Liebenow An den Finder: Roman

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Inhaltsangabe zu „An den Finder: Roman“ von Flora Mailin Liebenow

Eine große Stadt. Menschen, die mit Scheuklappen durch ihren Alltag gehen. Doch plötzlich finden viele Bewohner an ungewöhnlichen Orten hellblaue Briefumschläge. Darauf steht immer „An den Finder“. Jeder der Umschläge enthält ein individuelles Geschenk und eine Frage. Das Rätselraten beginnt: Wer verteilt die Briefe? Und warum? Zu jenen, die einen Brief finden, gehört zum Beispiel Susanne, eine dreifache Mutter, die gesundheitlich schwierige Zeiten hinter sich hat. Oder Gian-Luca: Er liebt seine Freundin und hat noch nie daran gedacht, sein einfaches Leben zu hinterfragen. Marko hingegen steht vor einer wichtigen Entscheidung, hin und her gerissen zwischen seiner Familie und seiner Geliebten. Alina ist als Pflegerin in die Stadt gekommen; es fällt ihr schwer, sich einzuleben. Und Fritz Willems erwartet aufgrund seines hohen Alters keine Überraschungen mehr – aber er wird feststellen, dass er sich geirrt hat. Manchmal bekommt man die Chance, einen Fehler wieder gut zu machen. Manchmal entsteht aus einer zufälligen Begegnung der Impuls, neue Wege zu gehen; oder: sich selbst wieder zu finden. Und manchmal ist das wesentliche Geschenk nicht die unerwartete Frage, sondern die eigene Antwort. Dieser Roman der Gegenwartsliteratur verbindet klassische Elemente von Erzählung und Liebesgeschichte zu einer ungewöhnlichen Kombination. Es geht um Abschied und Treue, Liebe und Träume, Ankommen und Neubeginn. Und um die Frage, was im Leben wirklich zählt.

Was würde ich tun, wenn ich einen solchen Brief finden würde? Ein schönes Debüt - bravo!

— peedee
peedee
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    An den Finder: Roman
    peedee

    peedee

    19. February 2016 um 23:41

    Seit Beginn des Jahres werden plötzlich an den unterschiedlichsten Orten hellblaue Briefumschläge gefunden, worauf stets „An den Finder“ steht. Darin sind jeweils ein individuelles Geschenk und eine Frage. Was macht der Finder damit? Und noch wichtiger: Wer ist der Absender dieser Briefe? Was bezweckt er damit? Erster Eindruck: Ein schlichter blauer Briefumschlag auf Holz (Parkbank?), strahlend blauer Himmel – schön. Zu den Findern dieser Briefe gehören unter anderem: - Susanne, glücklich verheiratet und Mutter von drei Kindern, hat schwere gesundheitliche Zeiten hinter sich. In ihrem Briefumschlag stecken ein Einhundert-Euro-Schein sowie eine Karte mit der Frage „Was müsste Dir ein Freund antun, damit Du ihm die Freundschaft kündigst?“ Sie gönnt sich nach einem Arztbesuch ein teures Top in einer edlen Boutique. Mit der Frage kann sie vorerst nichts anfangen, schliesslich hat sie seit Jahren sehr gute Freundinnen… - Marko findet in seinem Umschlag einen Bleistift sowie die Frage „Was willst Du Deinen Kindern für ihr Leben mitgeben: welche Werte, welche Erinnerungen?“… - Gian-Luca, glücklich verliebt, findet einen Lottoschein und die Frage „Was in Deinem Leben möchtest Du verändern?“… - Fritz ist 89 und rechnet nicht mehr damit, dass ihm noch etwas Neues widerfahren könnte… Die Geschichten werden nicht eine nach der anderen erzählt, sondern nebeneinander. Genau dies fand ich am Anfang etwas schwierig, da viele Protagonisten vorkommen und ich einen Moment brauchte, um wieder zu begreifen, in welcher Geschichte ich mich befand. Doch das gab sich dann. Die Geschichten haben mich fasziniert und ich habe mich gefragt, was ich selbst auf die gefundenen Fragen geantwortet hätte. Und selbstverständlich habe ich mitgerätselt, wer der Absender dieser mysteriösen Briefe ist und – fast noch wichtiger – was er damit bezweckt. Wie es im Leben so geht, können (oder wollen) die Protagonisten die Fragen, die manchmal auch unangenehm für sie und ihre Situation sind, im Moment nicht beantworten. Doch als sie wirklich ehrlich zu sich sind, sind die Antworten plötzlich einfach. Mir hat der Schreibstil sehr gut gefallen und das Buch um Freundschaft, Liebe, Träume, Abschied und Neubeginn liess sich flüssig lesen. Ich würde gerne mehr von der Autorin lesen. Ein schönes Debüt – bravo!

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