Florian Beckerhoff Drei nach Norden

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Inhaltsangabe zu „Drei nach Norden“ von Florian Beckerhoff

Schwedischer wird’s nicht Hals über Kopf brechen Greta, Cassady und der Halbe Belgier nach Schweden auf. Ihr einziges Gepäckstück: eine riesige Kiste, adressiert an zwei alte Menschen … Was als harmloser Ausflug beginnt, entwickelt sich schnell zu einer abenteuerlichen Reise, an deren Ende der Halbe Belgier zum Helden wird und ins kalte Wasser springt, Greta endlich die Liebe zulässt und Cassady sich dem Kampf mit Gammelfisch-Döner und mürrischem Schwiegervater stellt. Rasant-komisch: drei charmante Helden und ein großes Geheimnis »Humorvoll und unterhaltsam.« Brigitte

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  • Drei nach Norden

    Drei nach Norden
    Blaustern

    Blaustern

    09. June 2016 um 12:08

    Eine rätselhafte Kiste steht bei Greta verschlossen vor der Tür mit der Adresse zweier alter Menschen aus Schweden. Greta kennt sie aus einer glücklichen Zeit, die lange zurückliegt. Deshalb beschließen eines Nachts sie, Cassady und der halbe Belgier, sich auf dorthin zu machen. Ihr Gepäck ist nur diese riesige Holzkiste. Was sie auf dieser Reise dann für Abenteuer erwarten, das hätten sie in ihren kühnsten Träumen wohl nicht erwartet. Es soll eine überaus witzige Geschichte sein, die in Schweden spielt. Ich mag Schweden sehr und hatte mich total gefreut, aber der Humor ist ganz speziell und nicht jedermanns Sache. Meinen Nerv hat er leider auch nicht getroffen. Es war für mich auch keine wirkliche Unterhaltung in dem Sinne, eher ziemlich anstrengend zu lesen. Protagonisten, denen so ziemlich alles egal ist, die sich laufend nur an Zigaretten, Alkohol und Sex berauschen. Nicht gerade sympathisch und auch in gewissen Maße unreif für ihr Alter. Sie sind nervig, und man kommt nicht an sie heran, da sie blass bleiben. Dazu gibt es nicht mal einen richtigen Namen (der halbe Belgier) und eigenartige Spitznamen. Die ganze Geschichte und auch die Handlungsplätze bleiben einfach nur distanziert, und haben mir Schweden nicht wieder nahe gebracht. Auch von Spannung keine Spur. Tut mir sehr leid. Sehr schade.

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  • Unglaublicher Schweden-Roadtrip

    Drei nach Norden
    DonnaVivi

    DonnaVivi

    Was eine geheimnisvolle Holzkiste alles auslösen kann ist erstaunlich... „Die Drei“ Protagonisten leben den langweiligen deutschen Alltag und ihnen kann auch nichts Besseres passieren, als das kuriose Postpaket, das die Ereignisse ins Rollen bringt. Drei krasse Typen brechen nach Schweden auf. Der hellseherische Satz „Warte mal ab, was du in Schweden kriegen wirst.“ deutet die Zukunft treffsicher an. Sprachlos muss man zusehen, wie die meistens nur nach Spitznamen bezeichneten skurrilen Figuren das Schicksal herausfordern. Die Madame, der Schnurrbärtige und der Halbe Belgier sind dabei nicht nur witzig. Ganz nebenbei stimmen sie die Leser oft nachdenklich. Zwischen den Zeilen steckt eine Menge Ironie, etwas Politik und viel Naturalismus. In Schweden scheint die Zeit still zu stehen, doch um den „Leerlauf“ zu vermeiden wird maßlos auf die unversiegbare Dosenbierquelle zurückgegriffen. Das alles verhilft unmittelbar zur Vergangenheitsbewältigung, zur Bekämpfung der Paranoia, verbessert die Mutter-Tochter-Beziehung und führt zu überwältigenden Erkenntnissen. Eben zu solchen, wie „Wir werden alle sterben. (…) Aber bis dahin wollen wir uns amüsieren.“ Köstliche Dialoge, Surströmming und weitere unglaubliche Ereignisse lassen zwar den blondierten Traummann und Mitglied des schwedischen Bikini-Teams, also den Halben Belgier, doch mal die Flucht ergreifen. Dennoch kommt er zu seinen verrückten Freunden zurück – mit nur einem schlichten Fischernetz bekleidet. Weil es viel wert ist, „... dass man Männer in diesem Format in einem Museum finden konnte, und das auch noch in Deutschland.“ Zwischen Spott und Ironie lassen sich auch tiefere Gefühle entdecken und die Steigerung der Skurrilität bleibt bis zum Schluss konstant. Alkohol gilt in Schweden anscheindend als Allgemeinmedizin und jeder wird auf seine Weise glücklich. Auch die Leser, schließlich garantiert Florian Beckerhoffs Buch bitter-bösen Schweden-Spaß und eine Reihe von Anekdoten, die sowieso keiner ernst nehmen kann.

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    • 2
    Maralis

    Maralis

    17. August 2015 um 00:29
  • Leserunde zu "Drei nach Norden" von Florian Beckerhoff

    Drei nach Norden
    FlorianBeckerhoff

    FlorianBeckerhoff

    EINE VERRÜCKTE SCHWEDENREISE MIT EINER  RÄTSELHAFTEN KISTE ... MIT LESEPROBE!!! Von Astrid Lindgren bis Henning Mankell, Geschichten aus Schweden kennen wir alle. Wie aber sieht es wirklich aus in diesem gar nicht so kleinen Land im Norden? Inhalt Greta, Cassady und der Halbe Belgier brechen mitten in der Nacht aus Berlin nach Schweden auf. Ihr einziges Gepäckstück: eine geheimnisvolle Kiste, adressiert an zwei alte Menschen, bei denen Greta die glücklichste Zeit ihres Lebens verbracht hat. Was ganz harmlos beginnt, entwickelt sich schnell zu einem rasanten Roadtrip: Plötzlich geht es um die Sicherheit des schwedischen Königs, Elvis Presley schwingt die Hüfte, und ein einbeiniger Rennfahrer sorgt für Aufregung. Und dazu fließt viel Bier im nordischen Sommer ... Eine grandios komische Roadnovel über drei charmante Helden und den Mut, das Leben in die Hand zu nehmen. HIER GEHT'S ZUR LESEPROBE Autor Florian Beckerhoff, geboren in Zürich, aufgewachsen in Bonn, promovierte in Literaturwissenschaften und schlug sich als Sprachlehrer, Museumswärter und Werbetexter durch. Nach einigen erfolglosen Versuchen, sich nach Schweden oder Louisiana abzusetzen, lebt er heute als freier Schriftsteller mit seiner Familie in Berlin. Verlosung Zusammen mit dem Rütten & Loening Verlag werden 20 Exemplare von DREI NACH NORDEN verlost unter allen, die das Buch im Rahmen einer Leserunde lesen, besprechen und rezensieren möchten. Bewerbt Euch, indem Ihr bis zum 22.3.15 im Unterthema Bewerbung/Ich möchte mitlesen schreibt, was Euch spontan zum Thema Schweden einfällt ...  

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    • 345
  • Rezension zu "Drei nach Norden" von Florian Beckerhoff

    Drei nach Norden
    dorli

    dorli

    04. June 2015 um 10:08

    Berlin. Greta hat eine Kiste erhalten, eine schwere, anderthalb Meter lange, fest verleimte Kiste mit unbekanntem Inhalt. Gute Freunde aus früheren Zeiten haben Greta gebeten, ihnen die Kiste zu bringen. Nach Schweden. In Gretas ungeliebte Heimat. Obwohl sich alles in Greta gegen diese Reise sträubt, macht sie sich mit ihren Freunden Cassady und dem Halben Belgier auf den Weg in den Norden, um die geheimnisvolle Kiste abzuliefern… Florian Beckerhoff schickt seine Protagonistin Greta auf eine abenteuerliche Reise in ihre Vergangenheit – ich war sehr neugierig, wie die junge Frau die Dinge, die während dieser Exkursion auf sie einprasseln, bewältigen würde und habe einen turbulenten, humorvollen Roadtrip erwartet. Leider verläuft die Geschichte ganz anders, als ich mir vorgestellt habe. Greta ist sehr negativ eingestellt und will den „schlechten, alten Zeiten“ eigentlich gar nicht begegnen. Das Vorhaben, die Kiste an ihr Ziel zu bringen, wird zu einem ziemlich schwierigen Unterfangen, diverse Probleme und kuriose Zwischenfälle lassen die drei Reisenden nicht wirklich vorankommen. Sie treffen auf viele unterschiedliche, zum Teil recht skurrile Menschen, die Greta aus ihren schwedischen Zeiten kennt. Ansonsten dreht es sich in der Handlung meist um Alkohol, Sex, noch mehr Alkohol und Drogen. Schade, aber die Geschichte um Greta und ihre Vergangenheit konnte mich nicht so begeistern, wie ich gehofft hatte.

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  • Leider nicht mein Geschmack

    Drei nach Norden
    winterdream

    winterdream

    03. June 2015 um 19:42

    Inhalt: Greta, Cassady und der Halbe Belgier brechen mitten in der Nacht aus Berlin nach Schweden auf. Ihr einziges Gepäckstück: eine geheimnisvolle Kiste, adressiert an zwei alte Menschen, bei denen Greta die glücklichste Zeit ihres Lebens verbracht hat. Was ganz harmlos beginnt, entwickelt sich schnell zu einem rasanten Roadtrip: Plötzlich geht es um die Sicherheit des schwedischen Königs, Elvis Presley schwingt die Hüfte, und ein einbeiniger Rennfahrer sorgt für Aufregung. Und dazu fließt viel Bier im nordischen Sommer ... Eine grandios komische Roadnovel über drei charmante Helden und den Mut, das Leben in die Hand zu nehmen. Cover: Das Cover hat mich sofort angesprochen und passt zu dem Klappentext, dass es eine grandios komische Roadnovel sein soll. Mein Fazit: Der Klappentext verspricht eine grandios komische Roadnovel. Leider konnte mich das Buch in dieser Hinsicht überhaupt nicht überzeugen. Ich hatte mich auf eine humorvolle und witzige Geschichte gefreut, aber leider konnte ich mit dem Humor nicht viel anfangen. Ich konnte mich überhaupt nicht in die Charaktere hineinversetzen, die gefühlt irgendwie immer nur Zigaretten rauchen Bier trinken, essen oder Sex haben. Ich hatte von dem Buch doch wesentlich mehr erwartet. Schon beim Anfang hatte ich gedacht: „Oh Gott, das kann ja heiter werden“, da ich es total langweilig fand und keine Bindung aufbauen konnte und leider hat sich das durch das gesamte Buch gezogen. Die Charaktere sind alle irgendwie nicht greifbar, was aber auch – glaube ich jedenfalls – so gedacht ist. Die letzten beiden Kapitel haben mir noch am besten gefallen, aber deshalb reißt es das nicht wirklich raus. Ich vergebe hier gerne 2 von 5 Punkten.

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  • Mit einer Kiste gen Norden

    Drei nach Norden
    Bokmal

    Bokmal

    31. May 2015 um 18:08

    Die Beschreibung des Buches klang spannend. Drei Freunde reisen mit einer geheimnisvollen Kiste in Richtung Norden, nach Schweden, in dieses Land, mit dem man so viele herrliche Dinge verbindet. Wie zum Beispiel der knuffige Elch, der den Titel mit dem Wunderding im Geweih ziert. Tatsächlich lernt der Leser dann die drei Freunde Cassady aus Amerika, Greta aus Schweden und den Halben Belgier, halb aus Belgien, kennen. Die drei arbeiten in einem Museum in Berlin und bekommen eine Kiste geschickt, von der Greta weiß, dass sie nach Schweden muss, genauer in ihre eigene Kindheit. Und die drei brechen auf und lassen sich auf das "Abenteuer" ein. Unterwegs treffen sie illustre Gestalten wie zum Beispiel Gretas Mutter und viele andere.  Leider konnte mich das Buch so gar nicht überzeugen. Am Anfang dachte ich, es ist einfach etwas schwer hineinzukommen, aber ich habe es in der ganzen Story nicht geschafft. Die Geschichte wird dominiert von Anzüglichkeiten und sexuellen Handlungen, die nach meinem Empfinden in keinem Zusammenhang mit der eigentlichen Handlung stehen und als solche für mich überflüssig sind. Der Alkohol fließt in rauen Mengen und auch hier wird nicht ersichtlich, warum alle so oft betrunken sein müssen. Von der Schwedenidylle und der Spannung um die Kiste bekommt man daher nicht so viel mit. Andere Bücher des Autors haben mir wesentlich besser gefallen, hierfür kann ich leider nur zwei Sterne vergeben! 

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  • Etwas anders erwartet

    Drei nach Norden
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    19. May 2015 um 19:19

    Die Ankündigung des Buches hat mir sehr gefallen. Ich mag solche Romane, wenn unterschiedliche Caraktere gemeinsam einen Roadtrip unternehmen. Meist geht es dabei recht amüsant und abenteuerlich zu. Und mit diesen Erwartungen begann ich den Roman zu lesen. Doch leider kam ich nicht so recht in die Story rein. Ich hatte Schwierigkeiten einen roten Faden zu finden, manches kam mir etwas abgehackt vor. Auch eine richtige Spanung wollte sich nicht aufbauen, so es schleppte sich das ganze etwas dahin.  Gestört haaben mich auch die vielen Erwägungen von Alkohol, so dass bei mir die Frage aufkam, trinkt man dort so viel. Ja, mitunter hatte ich den Eindruck in Schweden trinkt man oder bringt sich um. Unter Humor verstehe ich da etwas anders. Dennoch gibt es auch natürlich Episoden zu lachen, deshalb die drei Sterne.

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  • Drogen, Alkohol, Sex - aber kein Roadtrip

    Drei nach Norden
    MissStrawberry

    MissStrawberry

    02. May 2015 um 19:47

    Drei Freunde, die sich von der Arbeit im Jüdischen Museum Berlin kennen, machen sich auf den Weg nach Schweden. Greta, gebürtige Schwedin, ihr Lover Cassaday, seines Zeichens Amerikaner und der „halbe Belgier“ (der ohne Namen bleibt) leben mehr oder weniger in den Tag hinein, wenn sie nicht ihre 6-Stunden-Schicht haben. Da kommt die geheimnisvolle Kiste, deren Inhalt sie nicht kennen und die bei Greta gelandet ist und zu Lars-Gunnar und Kerstin gebracht werden soll, gerade recht. Also nutzen sie die Gunst der Stunde und fahren los, obwohl Greta insgeheim Repressalien befürchtet, hatte sie doch in der Vergangenheit Lügen über den schwedischen König verbreitet, die diesen in ein schlechtes Licht rückten. Aber ihre beiden Begleiter lassen sich nicht mehr aufhalten und so nimmt die Story ihren Lauf … Was soll ich sagen? Ich liebe Florian Beckerhoffs Bücher und habe mich sehr auf dieses gefreut. Der „Prolog im Osten“ sowie der letzte (der siebte) Tag waren auch echt gut zu lesen. Aber alles dazwischen … war sehr gewöhnungsbedürftig … sehr schräg … sehr anders. Alles, aber nicht das, was ich persönlich unter „gut“ verstehe. Der Autor ist seinem Sprach- und Schreibstil absolut treu geblieben, aber den feinsinnigen Humor konnte ich diesmal nicht finden. Dafür jede Menge Sex und Besäufnisse und LMAA-Stimmung und Verantwortungslosigkeit. Wenn das cool sein soll, bin ich gern uncool. Es ist auch nicht wirklich unterhaltsam oder lustig. Es ist nur nervig in seiner steten Wiederholung. Immer wieder wurde ich an „Kopf hoch, sprach der Henker“ erinnert. Das fand ich noch ein wenig übler, aber sehr viel besser ist „Drei nach Norden“ trotzdem nicht. Bleibt nur: mit Müh und Not vergebe ich zwei Sterne. Und ich hoffe, beim nächsten Buch findet Florian Beckerhoff wieder zu seiner alten Form. Einen Ausrutscher kann ja jedem mal passieren. Trotzdem schade!

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  • Reise nach Schweden

    Drei nach Norden
    Booky-72

    Booky-72

    28. April 2015 um 21:27

    Aus der Inhaltsangabe: Eigentlich verläuft das Leben von Greta, Cassady und dem Halben Belgier recht beschaulich. Abenteuer? Fehlanzeige. Bis die drei eines Nachts Hals über Kopf nach Schweden aufbrechen. Ihr einziges Gepäckstück: eine riesige Holzkiste... Die Vorstellungen von diesem Roadmovie waren größer angelegt. Leichte Enttäuschung macht sich mit dem Lesen breit. Der Sinn der Reise, die Holzkiste an die beiden Empfänger zu liefern, hätte etwas vertieft werden können. Charmante Helden wurden versprochen. Das sind sie, aber nicht restlos überzeugend. Man könnte denken, für die Schweden ist Alkohol wichtig, immer und überall. Das Land selbst kommt dadurch ein wenig schlecht weg, leider. Allerdings ist der Schreibstil ganz ordentlich, wie von Florian Beckerhoff gewohnt, und auch dieses Buch sollte seine Fans finden, hat doch das Ende für die lange Reise der drei entschädigt. Ich fand es lesbar und vergebe gute 3 Sterne.

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  • Dünne Story mit unsympathischen Charakteren

    Drei nach Norden
    Kartoffelschaf

    Kartoffelschaf

    18. April 2015 um 21:44

    Was habe ich mich auf dieses Buch gefreut... Der Klappentext klang super vielversprechend, das Cover ist witzig und das Thema Schweden sprach mich gleich an, da ich dieses Land liebe.... Inhalt: Eigentlich verläuft das Leben von Greta, Cassady und dem Halben Belgier recht beschaulich. Abenteuer? Fehlanzeige. Bis die drei eines Nachts Hals über Kopf nach Schweden aufbrechen. Ihr einziges Gepäckstück: eine riesige Holzkiste. Die stand vor Gretas Tür, versiegelt und adressiert an zwei alte Menschen, bei denen sie die glücklichsten Tage ihrer Kindheit verbracht hat. Ab in den Keller? Auf keinen Fall! Dafür haben die bei- den ihr immer zu viel bedeutet. Was wie ein Ausflug beginnt, entwickelt sich zur abenteuerlichen Reise, an deren Ende der Halbe Belgier zum Helden wird und ins kalte Wasser springt, Greta endlich die Liebe zulässt und Cassady sich dem Kampf mit Gammelfisch-Döner und mürrischem Schwiegervater stellt. Meine Meinung: Ich muss leider sagen, dass mich dieses Buch absolut enttäuscht hat - aus den verschiedensten Gründen. Zum einen wäre da der Schreibstil - völlig seltsam und irgendwie konfus. Teilweise lange Schachtelsätze, dann Sätze, die kaum Sinn ergeben, da der Inhalt überhaupt nicht zu dem passt, was zuvor erzählt wurde, gekrönt von äußerst merkwürdigen Dialogen. Mit der Erzählweise des Autoren konnte ich mich bis zum Schluss nicht anfreunden. Dann ist da noch die Tatsache, dass die Charaktere zum Teil merkwürdige .... ja - Spitznamen? Ich weiß nicht - etwas in der Art haben. Die Schwedin Greta beispielsweise ist nur "die Madame". Gerade dieser Ausdruck hat mich teilweise richtiggehend genervt. Die Story spielt in Schweden, nicht in Frankreich. "Madame" hätte unpassender nicht gewählt werden können. Der permanent schlecht gelaunte, miesepetrige Protagonist hatte gleich gar keinen Namen. Er war einfach "der halbe Belgier". Ich weiß nicht, wahrscheinlich war es witzig gemeint, mir ging der Witz leider verlustig.... Auch den Charme habe ich völlig vermisst. Überhaupt sind die Charaktere absolut unsympathisch. Alle wie sie da sind. In keinster Weise authentisch - das geht schon damit los, dass sie dem Leser als erwachsene, arbeitende Menschen vorgestellt werden. Im Verlauf der Geschichte drängte sich mir leider permanent der Gedanke auf, ich wäre mit pubertären Teenies konfrontiert. Neben Sex spielen Alkohol und vor allem Zigaretten eine absolut tragende Rolle. Die kettenrauchende "Madame" wäre ohne Zigaretten wahrscheinlich noch nervtötender... Es mag natürlich sein, dass ich den ganz speziellen Humor dieses Buches nicht verstanden habe, denn amüsieren konnte ich mich leider nur höchst selten.  Irgendwie habe ich Null Zugang zu der Story gefunden und musste mich zwingen, wirklich jeden Satz zu lesen und nicht ganze Seiten zu überspringen. Das tut mir so wahnsinnig Leid. Auch für den Autoren, aber ich kann leider nichts anderes sagen. An vielen Stellen habe ich mich gefragt, ob ich irgendwas überlesen habe, da ich keinerlei Zusammenhänge erkennen konnte. Die Charaktere waren nervig und total farblos, die Orte wurden kaum mit Namen genannt, so dass ich immer eine gewisse Distanz zu dem Ganzen hatte. Auch das war schade, ich konnte mich nicht in die Geschichte fallen lassen. Das lesen war teilweise sogar richtig anstrengend, daher habe ich auch unverhältnismäßig lange gebraucht, um dieses Buch auszulesen. Ich hatte einfach - ehrlicherweise muss ich das leider so sagen - kaum Lust, weiter zu lesen. Der Spannungsbogen beispielsweise fehlte völlig. Die Story plätscherte vor sich hin... War es für den Leser zu Beginn noch spannend zu spekulieren, was wohl in der ominösen Kiste sein mag, wurde diese später zur Nebensache und so kippte auch das letzte bisschen Spannung.  Alles in allem kann ich dieses Buch leider nicht empfehlen, ich war herb enttäuscht und bin traurig darüber, dass ich nichts anderes sagen kann. Wie gesagt, das Cover ist super schön und auch der Klappentext klang vielversprechend. Am Inhalt mangelte es dann leider. 

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  • Drei nach Norden

    Drei nach Norden
    Bella5

    Bella5

    Umschlaggestaltung: Das Cover gefiel mir ausgesprochen gut. Die Beschränkung auf wenige Farben und ein paar Elemente finde ich sehr ansprechend. Der Elch mit der Holzkiste im Geweih ist eine bildliche Anspielung auf den Inhalt des Romans. Über den Autor: Florian Beckerhoff, geboren in Zürich, aufgewachsen in Bonn. Nach seinem Studium der Literaturwissenschaften in Berlin und Paris promovierte er an der Universität Hamburg, um sich dann als Sprachlehrer, Museumswärter und Werbetexter durchzuschlagen. Heute lebt er als freier Schriftsteller in Berlin. Siehe dazu auch: www.florian-beckerhoff. de Kurzbeschreibung: Eigentlich verläuft das Leben von Greta, Cassady und dem Halben Belgier recht beschaulich. Abenteuer? Fehlanzeige. Bis die drei eines Nachts Hals über Kopf nach Schweden aufbrechen. Ihr einziges Gepäckstück: eine riesige Holzkiste. Die stand vor Gretas Tür, versiegelt und adressiert an zwei alte Menschen, bei denen sie die glücklichsten Tage ihrer Kindheit verbracht hat. Ab in den Keller? Auf keinen Fall! Dafür haben die bei- den ihr immer zu viel bedeutet. Was wie ein Ausflug beginnt, entwickelt sich zur abenteuerlichen Reise, an deren Ende der Halbe Belgier zum Helden wird und ins kalte Wasser springt, Greta endlich die Liebe zulässt und Cassady sich dem Kampf mit Gammelfisch-Döner und mürrischem Schwiegervater stellt... Mein Fazit : Ich hatte vor der Lektüre bereits "Karl Konrads heimliches Afrika" gelesen. Der gemeinsame Nenner beider Bücher ist eine gewisse Absurdität. Beckerhoff liebt abgedrehte plots & skurrile Figuren in grotesken Situationen. Wer von "Drei nach Norden" also ein literarisches Roadmovie nach Schema F erwartet, könnte möglicherweise enttäuscht sein. Wenn man sich aber auf den Roman einlässt und offen für einen ungewöhnlichen Stil ist, kann man mit "Drei nach Norden" ein paar unterhaltsame Lesestunden verbringen. Man muss sich jedoch für Übertreibungen und Überzeichnungen erwärmen können. Florian Beckerhoffs Schwedenroman ist sicherlich keine konventionelle Erzählung, denn vorhersenbar ist die Geschichte auf gar keinen Fall :-) !

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    • 3
    Bella5

    Bella5

    18. April 2015 um 14:43
  • Auf dem Weg....

    Drei nach Norden
    Jenny1900

    Jenny1900

    Klappentext: Mitten in der Nacht brechen Greta, Cassady und der Halbe Belgier nach Schweden auf. Ihr einziges Gepäckstück: eine geheimnisvolle Kiste, adressiert an zwei alte Menschen, bei denen Greta die glücklichste Zeit ihres Lebens verbracht hat. Was ganz harmlos beginnt, entwickelt sich schnell zu einem rasanten Roadtrip: Plötzlich geht es um die Sicherheit des schwedischen Königs, Elvis Presley schwingt die Hüfte, und ein einbeiniger Rennfahrer sorgt für Aufregung. Und dazu fließt viel Bier im schwedischen Sommer. Meine Meinung: Ich hatte eine humorvolle Geschichte über drei spontane Leute erwartet und wurde leider enttäuscht. Der Klappentext verspricht viel, was er aber nicht wirklich hält. Das einzige was man eindeutig rauslesen konnte war, dass viel Bier fließt. Den Humor habe ich etwas vermisst. An ein paar Stellen wurde es versucht. Vielleicht war es aber auch einfach nicht mein Humor. Geschmäcker sind verschieden ;) Greta ist ein spontaner aber auch paranoider Mensch. Hinter mehreren harmlosen Ereignissen vermutet sie gleich Machenschaften der schwedische Staatspolizei. Allerdings finde ich es super, dass sie solch einen Aufwand auf sich nimmt um die uminöse Kiste ihren Besitzern zu bringen. Die Sache mit dem schwedischen König wirkt wenig glaubwürdig und passt auch nicht wirklich in die Geschichte fand ich. Cassady hingegen war der sympathischste von den dreien. Er tat alles für seine Madame Greta und lockerte die Situationen mit seinem unerschütterlichen positiven Denkweise erheblich auf. Der Halbe Belgier ist ein eher deprimierender Zeitgenosse, der erst am Ende endlich den Sinn in seinem Leben findet. Die Randfiguren spielen teilweise auch eine große Rolle. Viele verschiedene Leute begleiten die Drei auf der Reise. Die Orte werden kaum mit Namen genannt, was es etwas unpersönlich wirken lässt. Das Ende war überraschend friedlich und auch zufriedenstellend. In Greta und ihren Begleitern hat die Reise tiefe Gefühle und neue Erkenntnisse geweckt, von denen sie bestimmt noch profitieren werden. Fazit: Insgesamt hat mir die Geschichte leider nicht gefallen, ich hatte dem Klappentext nach auch andere Vorstellungen.

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    • 3
  • Reise nach Schweden

    Drei nach Norden
    worteundwelten

    worteundwelten

    18. April 2015 um 10:49

    Mitten in der Nacht fassen Greta, Cassady und der „Halbe Belgier“ den Entschluss, nach Schweden zu reisen. Der Grund ist eine geheimnisvolle Kiste, die an die zwei Menschen adressiert ist, bei denen die Schwedin Greta die glücklichste Zeit ihres Lebens verbracht hat. Was ganz harmlos beginnt, entwickelt sich schnell zu einem rasanten Roadtrip: Plötzlich geht es um die Sicherheit des schwedischen Königs, Elvis Presley schwingt die Hüfte, und ein einbeiniger Rennfahrer sorgt für Aufregung. Und dazu fließt viel Bier im nordischen Sommer. Ich begeistere mich ja sehr für Schweden und lerne sogar aktiv schwedisch – daher hat mich das Buch sofort angesprochen und ich habe mich sehr darauf gefreut. Leider konnte es meine Erwartungen nicht erfüllen. Zu den Charakteren konnte ich während des gesamten Romans keinen richtigen Zugang finden. Die Bezeichnungen „Die Madame“ für Greta und „Der Schnurrbärtige“ für Cassady – der richtige Name des Halben Belgiers wurde gar nicht erst genannt, glaube ich – haben das nicht besser gemacht. Ich konnte mit diesen Ausdrücken nicht viel anfangen und stolperte beim Lesen immer darüber. Die Handlung an sich ist auch etwas anders, als ich erwartet hatte. Meiner Meinung nach war der Alkohol- und Zigarettenkonsum ein wenig zu viel des Guten. Und auch der Sex kam nicht zu kurz. Darüber hinaus gibt es immer mal wieder ziemliche Sprünge: Von oberflächlich bis zu ernst und tiefsinnig. Diese Wechsel waren für mich nicht immer ganz nachvollziehbar und so fiel es mir schwer, der Handlung zu folgen. Ich ertappte mich immer mal wieder dabei, wie meine Gedanken abschweiften… Meinem Humor hat das Buch leider nicht entsprochen, so leid es mir tut. Aber jeder hat nun mal einen anderen Humor. Ich will also auf gar keinen Fall sagen, dass das Buch schlecht ist, nein. Es hat nur einfach nicht meinen Geschmack getroffen.

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  • Die Story plätschert zu lange vor sich hin..

    Drei nach Norden
    roterrabe

    roterrabe

    16. April 2015 um 15:27

    Die drei Protagonisten Cassady, Madame und der Halbe Belgier haben sich bei ihrer Arbeit im jüdischen Museum kennengelernt. Bei einem gemeinsamen Essen stolpert der Halbe Belgier über eine Kiste, die zwei ehemalige Freunde von Greta (der Madame) an ihre Adresse schicken ließen, mit der Bitte, ihnen diese nach Schweden zu bringen. Cassady überredet Greta und den Halben Belgier die Reise anzutreten. Aus kuriosen Gründen in denen der schwedische König und der Zoll eine Rolle spielen, traut sich Greta nicht mit dem Flugzeug zu fliegen. Ohne zu wissen, was sich in der Kiste befindet, reisen die drei stattdessen mit dem Bus von Berlin nach Schweden. Leider wird im Klappentext nicht darauf hingewiesen, dass es sehr viele eindeutig sexuelle Anspielungen im Buch gibt. Die Sprache ist teilweise viel zu obszön und zielt eindeutig unter die Gürtellinie. Im Buch wimmelt es nur so von Klischees, bei denen weder die Deutschen noch die Schweden besonders gut weg kommen. Für mich war mehr als die Hälfte des Buches eher albtraumhaft, da der Humor überhaupt nicht meinen Erwartungen entsprochen hat. Es sollte ein lustiges Roadabenteuer werden mit charmanten Charakteren – aber auch hier wurden meine Vorstellungen enttäuscht, denn die Figuren hatten so gar nichts Charmantes an sich. Was sie taten war in erster Linie Bier- und Schnaps trinken, über Sex reden und über die Deutschen und Schweden herziehen. Und das sollte dann spaßig sein. Nun gut, jeder hat seinen Humor, aber meinen Geschmack hat es nicht getroffen. Einzig die Darstellungen der Landschaft, die der Autor mitunter eingestreut hat, fanden meinen vollen Zuspruch. Die letzten zwei Kapitel haben mich dann allerdings doch noch etwas versöhnlicher gestimmt. Die Sprache wurde angenehmer, die Handlung bekam ein bisschen mehr sinnvollen Inhalt und Action, ja, es wurde sogar nochmal kurz spannend. Das Ende war dann zwar nicht berauschend, aber doch ganz ok. Nachdem die letzten beiden Kapitel ein bisschen besser waren, gebe ich dem Buch 3 Sterne anstatt 2. Meine Erkenntnis daraus: Humor ist eben doch sehr individuell!

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  • Eine Reise nach Schweden - mit merkwürdigem Humor und gewöhnungsbedürftigem Schreibstil

    Drei nach Norden
    bine136

    bine136

    15. April 2015 um 17:25

    Wie schade! Der Klappentext kündigt "Eine grandios komische Roadnovel über drei charmante Helden und den Mut, das Leben in die Hand zu nehmen." an... ...leider konnte ich persönlich dem Buch absolut nichts "grandios komisches" abgewinnen, und auch die "charmanten Helden" konnten mich so gar nicht erreichen. Zum Teil mag das wohl an dem sehr ungewöhnlichen Schreibstil von Florian Beckerhoff liegen, und an den oftmals sehr konstruiert wirkenden Dialogen. Dabei hat die Idee der Geschichte eigentlich wirklich Potential, nur leider bleibt sie für meine Begriffe viel zu oberflächlich, wird stellenweise fast skuril und unglaubwürdig, und auch den Humor habe ich bis auf wenige Passagen vergeblich gesucht. Sämtliche Charaktere scheinen sich irgendwie nur durch reichlichen Alkoholkonsum, Zigaretten, Essen und Sex zu definieren, und auch das schöne Land Schweden kommt in diesem Buch nicht besonders gut weg. Lediglich die letzten anderthalb Kapitel wandeln das Ganze ein wenig, sind flüssiger lesbar, und plötzlich scheint noch ein wenig Nähe zu den Figuren zu entstehen. Auch der Ausklang der Geschichte ist ganz nett, das reicht allerdings nicht, um mich insgesamt versöhnlich zu stimmen. Für mich persönlich war dieses Buch leider verschwendete Zeit, aber zum Glück sind Geschmäcker ja sehr verschieden, und so wird auch "Drei nach Norden" sicher seine Fans finden!

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