Florian Burkhardt Das Kind meiner Mutter

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Inhaltsangabe zu „Das Kind meiner Mutter“ von Florian Burkhardt

Bei einem spektakulären, selbst verschuldeten Autounfall verlieren Florian Burkhardts Eltern ihr jüngstes Kind. Einen Buben. Der ältere Sohn und sie selbst überleben. Absolut unversehrt. Als Ersatz für das tote zeugen die Eltern, die immer schon zwei Kinder haben wollten, sofort ein neues. Ihn. Florian. Und von Stund an richtet die Mutter ihren ganzen Fokus und all ihre Energie auf ihn, den neugeborenen Prinzen. Aus Angst, auch ihn zu verlieren, beschützt sie Florian vor allen Einflüssen der »gefährlichen« Außenwelt: Fahrrad fahren, Radio hören, Fernseh schauen, Freunde besuchen und anderweitige Außenkontakte sind verboten oder werden kontrolliert. Noch als Teenager spielt Florian ausschließlich mit jüngeren Kindern; so kann ihn niemand zum Konsum von Drogen oder Alkohol verführen. Raum für eine eigenständige Entwicklung gibt es keinen. Die Überbehütetheit wird zum erdrückenden Gefängnis. Doch erst als die Eltern versuchen, Florians Homosexualität zu unterbinden, begehrt er, inzwischen sechzehn Jahre alt, auf und wird in ein katholisches Internat gesteckt, wo er zum Grundschullehrer ausgebildet werden soll. Nach fünf Jahren hält Florian das Lehrer-Diplom in der Hand. Und damit sein Ticket in die lange ersehnte Freiheit.

Ein berührende und tragische Kindheit und Jugend durch die Überbehütung der eigenen Mutter

— niknak
niknak

Leider nicht nach meinem Geschmack. Unverständlich, wie man seine Eltern so bloßstellen kann!?

— Diana182
Diana182

Eine berührende Geschichte. Emotional und tiefgründig.

— rewareni
rewareni

bewegendes Buch

— milchkaffee
milchkaffee

berührende Biographie

— Vampir989
Vampir989

Mütterliche Liebe kann einem Kind auch die Luft zum Atmen nehmen.

— Waschbaerin
Waschbaerin

Eine durchaus lesenswerte Biographie!

— Glitzerhuhn
Glitzerhuhn

Surreal, teilweise schockierend und sehr sehr mutig!

— Sumsi1990
Sumsi1990

Tragische Lebensgeschichte eines "Ersatzkindes"

— jutscha
jutscha

Fesselnde und interessante Lebensgeschichte

— misery3103
misery3103

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  • Eine extrem behütete Kindheit - wie eingesperrt

    Das Kind meiner Mutter
    niknak

    niknak

    14. August 2017 um 14:36

    Inhalt:Durch einen selbst verschuldeten Unfall verlieren Florian Burkhardts Eltern ihren jüngsten Sohn. Um mit dem Verlust besser klar zu kommen, zeugen sie einen "Ersatzsohn". Florian wird von Geburt an von allen Gefahren ferngehalten, damit ihm ja nichts passieren kann. Er wird auch so gut es geht von der Außenwelt isoliert, um ja nicht an Drogen oder Alkohol zu kommen. Es darf zunächst weder Rad fahren, noch gibt es Radio oder Fernsehen. Er möchte gern Kunst studieren, doch das steht nicht am Plan seiner Eltern für seine Zukunft.Florian sieht nur eine Chance seinem Gefängnis zu entgehen. Er muss, die von seiner Mutter geforderte Ausbildung zum Lehrer abschießen, um mit dem Diplom in der Hand in die Freiheit zu gelangen. Doch das wird ein langer und beschwerlicher Weg.Zumal er mit der Zeit auch noch erkennt, dass er Homosexuell ist. Mein Kommentar:Das Buch ist eine Autobiographie des Autors Florian Burkhardt, indem er versucht seine Kindheit zu verarbeiten und zu erklären wie er zum "Electroboy" wurde. Da sein Leben zuerst verfilmt wurde, und er erst im Anschluss das Buch schhrieb, konnte er somit seine Kindheit besser darstellen. Seine Geschichte gliedert sich in drei Teile:Illusion: Hier wird seine Kindheit dargestellt, wie er in die Welt hineinkommt und langsam begreift, dass er im Schutz seiner Mutter gefangen ist. Dieser Abschnitt ist auch in einer etwas einfacheren und kindlicheren Form geschrieben und man hat den Eindruck, dass Florian dies auch in jungen Jahren geschrieben haben könnte.In Vison und Passion erfährt man einiges mehr über den älteren Florian bis hin zum Erwachsenwerden. Man erfährt als Leser seine Wandlung und wie er versucht  mit der Situation umzugehen. Man erkennt  seine Gefühle und Gedanken und kann sich gut in seine Lage hineinversetzen. Dies fällt sicher auch leicht, da das Buch in der Ich Perspektive geschrieben ist. Trotzdem wünscht man sich auch, dass manche Szenen ausführlicher beschrieben wären, da man als Leser noch mehr erfahren möchte. Das Buch beinhaltet viel Tragik und man leidet als Leser richtig mit. Die Gefühle und Emotionen sind teilweise richtig gut beshrieben.Das Ende fand ich fast ein wenig zu schnell, aber somit bleibt auch Potential für einen Folgeroman. Dies könnt ich mir sehr gut vorstellen und ich denke, dass die Geschichte des Autors auch noch viel dafür hergeben würde.Mein Fazit:Eine tolle und sehr emotional beschriebene Kindheit und Jugend, die den Leser nachdenklich zurücklässt und viel Potential für eine Fortsetzung hätte.Ganz liebe Grüße,Niknak

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  • Kindheit in einem golden Käfig.

    Das Kind meiner Mutter
    angel1843

    angel1843

    18. June 2017 um 13:51

    Florian ist ein kleiner Junge der nicht nur mit seiner Umwelt kämpft, sondern auch mit den Dämonen des Alltags… Die Geschichte von Florian Burkhardt ist nicht nur bewegend, sondern auch sehr aufschlussreich. Er durchlebt seine Kindheit wie in einer Seifenblase, die jeden Augenblick zerplatzen kann und ihn in eine Wirklichkeit schmeißt, mit der er nicht umgehen kann… Genau das passiert ihm auch früher als später. Er erkennt (aber erst sehr spät), dass es sehr befreiend sein kann endlich sein eigenes Leben zu leben… Als jemand der nicht so aufgewachsen ist wie Florian, ist es schwer nachvollziehbar warum er nicht viel früher diesem - ich nenne es mal so - häuslichem Terror entkommen ist… Andererseits kann man aber auch verstehen, dass es sehr schön - im Sinne von geliebt und überbehütet werden - gewesen sein muss, so viel Aufmerksamkeit als jüngstes Familienmitglied, von Seiten der Eltern zu bekommen… Dennoch war es ein Fehler den man nicht mehr Rückgängig machen kann; der Florian sowohl psychisch als auch emotional sehr (belastet) mitgenommen hat auf seinen Weg zu sich selbst… Ich kenne zwar den Film zu dem Buch jetzt nicht, aber ich bin dennoch jemand dem diese Geschichte sehr Nahe gegangen ist, und Florian verstehen kann, dass es wichtig ist mit der Geschichte seiner Jugend - und auch seiner Familie - Frieden zu schließen und endlich nach vorne blicken zu können - in eine gemeinsame Zukunft mit seinem Partner… Fazit: Eine sehr bewegende Geschichte über das Schicksal eines jungen Mannes der gefangen ist in seiner eigenen Vergangenheit… Sehr emotional und mitreißend.

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  • Das Kind meiner Mutter

    Das Kind meiner Mutter
    Diana182

    Diana182

    07. June 2017 um 11:51

    Das Cover zeigt eine Gesichtshälfte eines kleinen Jungen. Sein Blick lässt sich nur schwer deuten. Man vermutet eine gewisse Enttäuschung aber auch etwas leicht Auflehnendes darin. Daneben prangt der Titel, der deutlich macht, dass es sich um eine Familiengeschichte handelt. Hier wollte ich sehr gern mehr erfahren, den auch der Klappentext lässt einiges erahnen. Zu Beginn des Buches lernt man eine kleine Familie kennen, die eigentlich ziemlich normal wirkt. Sie fährt in den Urlaub und verbringt viel Zeit gemeinsam. Die Hauptfigur wächst mit viel Zuneigung der Mutter  auf und wird von beiden Elternteilen fast schon in den Himmel gehoben. Doch nach und nach wird deutlich, dass die kleine Idylle etwas trügt. Leider lastet ein schwerer Schicksalsschlag auf der Familie, welcher erst nach und nach thematisiert wird. Der Autor schildert anschließend weiterhin einzelne, für mich etwas verstörende, Etappen seines Heranwachsens. Die Pubertät sollte alles ordentlich durcheinander zu bringen und der „kleine Prinz“ und seine Mutter scheinen plötzlich eine andere Sprache zu sprechen. Leider war es für mich etwas schwierig, einzelne Situationen nachzuempfinden, da niemals erwähnt wird, wie alt der Junge in seinen Erlebnissen gerade ist. So war es schwer nachzuvollziehen, ob er wie ein kleiner Junge oder Altersentsprechend behandelt wird. Leider bin ich mit dem Schreibstil auch nicht sonderlich warm geworden. Hier und da hatte ich das Gefühl, das Tagebuch eines kleinen, bockigen Jungen zu lesen. Auch hier ließ sich das Alter wieder sehr schwer schätzen. Einzelne Passagen fand ich leider sehr befremdlich und ließen den Autor auf mich unsympathisch wirken. Die Mutter scheint psychisch sehr angeschlagen zu sein, was ich nach solch einem Erlebnis auch sehr gut nachvollziehen kann. Dennoch wird sie in kleinsten Einzelheiten vorgeführt und bloßgestellt. Hier und da wünschte sich der Schreiberling auch mal einen Unfall  für seine Eltern herbei, welcher ihn aus seiner damaligen Situation „befreit“ hätte. Solche Aussagen lassen mich leider nur mit dem Kopf schütteln. Das Buch endet leider an einer Stelle, an der ich sehr gern mehr erfahren hätte und lässt mich daher etwas unbefriedigt mit der Geschichte zurück. Was aber wahrscheinlich der Sinn der Sache ist, da ja noch eine Fortsetzung geplant ist. Mein Fazit:Mein Geschmack wurde mit diesem Buch leider nicht getroffen. Während des Lesens war ich fast schon schockiert, wie ein Sohn seine Mutter so vorführen kann. Man hätte sich auch mal an einen Tisch setzten und über alles reden können, anstatt hier die breite Öffentlichkeit daran teilhaben zu lassen.  Nach dem ich das Buch beendet hatte, taten mir die Eltern sehr leid, die alles für ihre Kinder gegeben hätten....  

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  • Leserunde zu "Das Kind meiner Mutter" von Florian Burkhardt

    Das Kind meiner Mutter
    WoertersehVerlag

    WoertersehVerlag

    Liebe Lovelybookers,habt ihr schon vom ELECTROBOY Florian Burkhardt gehört? In seinem Erstlingswerk, erzählt er seine Geschichte und wir möchten gerne mit Euch zusammen DAS KIND MEINER MUTTER lesen – und wenn Ihr Fragen habt an den Autor, beantwortet Euch Florian diese gerne in der Fragenrubrik. Der Wörterseh Verlag verlost hier 20 Exemplare. Sagt uns einfach, wieso Ihr gerne mitlesen möchtet und meldet euch über den blauen BEWERBEN Button an. Bitte beachtet vor eurer Bewerbung die Richtlinien für Leserunden.Wir freuen uns auf Euch!PS: Über Rezensionen auf Lovelybooks, Amazon, Weltbild, Thalia etc. würden wir uns sehr freuen!Über das Buch:Bei einem spektakulären, selbst verschuldeten Autounfall verlieren Florian Burkhardts Eltern ihr jüngstes Kind. Einen Buben. Der ältere Sohn und sie selbst überleben. Absolut unversehrt. Als Ersatz für das tote zeugen die Eltern, die immer schon zwei Kinder haben wollten, sofort ein neues. Ihn. Florian. Und von Stund an richtet die Mutter ihren ganzen Fokus und all ihre Energie auf ihn, den neugeborenen Prinzen. Aus Angst, auch ihn zu verlieren, beschützt sie Florian vor allen Einflüssen der »gefährlichen« Außenwelt: Fahrrad fahren, Radio hören, Fernseh schauen, Freunde besuchen und anderweitige Außenkontakte sind verboten oder werden kontrolliert. Noch als Teenager spielt Florian ausschließlich mit jüngeren Kindern; so kann ihn niemand zum Konsum von Drogen oder Alkohol verführen. Raum für eine eigenständige Entwicklung gibt es keinen. Die Überbehütetheit wird zum erdrückenden Gefängnis. Doch erst als die Eltern versuchen, Florians Homosexualität zu unterbinden, begehrt er, inzwischen sechzehn Jahre alt, auf und wird in ein katholisches Internat gesteckt, wo er zum Grundschullehrer ausgebildet werden soll. Nach fünf Jahren hält Florian das Lehrer-Diplom in der Hand. Und damit sein Ticket in die lange ersehnte Freiheit.Der Autor:Florian Burkhardt, geb. 1974, wächst in der Innerschweiz auf. Als frisch diplomierter Lehrer – wäre es nach ihm gegangen, hätte er die Kunsthochschule besucht – bricht er nach Amerika auf und erlangt internationalen Ruhm als Topmodel. Wieder zurück in der Schweiz, setzt er sein Leben auf der Überholspur fort. Er – dessen Individualität, Kreativität und Lebensfreude über zwei Jahrzehnte hinweg massiv zurückgebunden wurde – will mehr als Grenzen sprengen. Die Überfürsorge im streng kontrollierenden Elternhaus und die anschließende Reizüberflutung fordern ihren Tribut. Florian Burkhardt ist 27 Jahre alt, als er an einer schweren Angststörung erkrankt und sich selbst in eine psychiatrische Klinik einweisen lässt. Heute lebt er in Bern. Florian Burkhardts Biografie wurde von Regisseur Marcel Gisler mit der international beachteten und mehrfach preisgekrönten Kinodokumentation »Electroboy« verfilmt. Im selben Jahr, in dem der Film herauskam, begann Florian Burkhardt die Geschichte seiner Kindheit und Jugend niederzuschreiben. »Das Kind meiner Mutter« ist sein Erstling. Trailer zur Doku »Electroboy« (dt. Untertitel)

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    • 203
  • Man muss die eigene Betroffenheit ertragen ...

    Das Kind meiner Mutter
    Cornelia_Ruoff

    Cornelia_Ruoff

    06. June 2017 um 17:43

    Das Kind meiner Mutter von Florian Burckhardt 1. Klappentext Bei einem spektakulären, selbst verschuldeten Autounfall verlieren Florian Burkhardts Eltern ihr jüngstes Kind. Einen Buben. Der ältere Sohn und sie selbst überleben. Absolut unversehrt. Als Ersatz für das tote zeugen die Eltern, die immer schon zwei Kinder haben wollten, sofort ein neues. Ihn. Florian. Und von Stund an richtet die Mutter ihren ganzen Fokus und all ihre Energie auf ihn, den neugeborenen Prinzen. Aus Angst, auch ihn zu verlieren, beschützt sie Florian vor allen Einflüssen der »gefährlichen« Außenwelt: Fahrrad fahren, Radio hören, Fernseh schauen, Freunde besuchen und anderweitige Außenkontakte sind verboten oder werden kontrolliert. Noch als Teenager spielt Florian ausschließlich mit jüngeren Kindern; so kann ihn niemand zum Konsum von Drogen oder Alkohol verführen. Raum für eine eigenständige Entwicklung gibt es keinen. Die Überbehütetheit wird zum erdrückenden Gefängnis. Doch erst als die Eltern versuchen, Florians Homosexualität zu unterbinden, begehrt er, inzwischen sechzehn Jahre alt, auf und wird in ein katholisches Internat gesteckt, wo er zum Grundschullehrer ausgebildet werden soll. Nach fünf Jahren hält Florian das Lehrer-Diplom in der Hand. Und damit sein Ticket in die lange ersehnte Freiheit. 2. Zum Inhalt Aus einer passablen Kindheit als Prinz, erwacht Florian während seiner Pubertät im Gefängnis seiner Mutter. Mit ihm erwacht auch seine Sexualität, die zum Motor dafür wird, sich zu befreien.Es ist die Geschichte eines überbehüteten Kindes, das einer Helicoptermom ausgeliefert ist und somit zum Opfer wird.Es ist aber auch die Geschichte einer erwachenden Homosexualität, die ihn zum Überlebenden macht.Es ist die Geschichte eines jungen Mannes, der sich selbst gefunden und befreit hat. Es ist die Geschichte eines Siegers.4/5 Punkten 3. Protagonisten Florian Burckhardt schildert hier seine eigene Geschichte. Er charakterisiert seine Mutter mit folgenden Worten: S. 71: „Meine Mutter sah, wie sehr uns der Fernseher gefiel, und ließ ihn zurückbringen.“Florian wirkt auf mich sehr authentisch. Ich konnte seine Mutter kaum noch ertragen und habe angefangen, sie zu hassen.4/5 Punkten 4. Sprachliche Gestaltung Das Buch wirkt im ersten Teil ein bißchen langatmig, weil es eine Art Aufzählung der Ereignisse während seiner Kindheit, aus der Sicht des Kindes ist und nichts Besonderes geschieht. Das ändert sich abrupt im zweiten Teil. Die Ereignisse überschlagen sich geradezu. Sie erreichen ihren Gipfel im Finale. Der Leser kommt dem Autor/Protagonisten hier sehr nahe, dessen gewählte Erzählweise es leicht macht, die eigene Betroffenheit auszuhalten.4/5 Punkten 5. Cover und äußere Erscheinung Das „Kind meiner Mutter“ von Florian Burkhardt hat einen Festen blauen Einband und 204 Seiten. Es ist am 30.04.2017 mit der  ISBN 9783037630792 bei Wörterseh erschienen und ist dem Genre: Romane zugeordnet. Auf dem Umschlag ist eine große Abbildung von Florian und eine kleine von ihm in einem runden Sticker mit den Worten: „Die Geschichte hinter Electroboy.“ Das Cover wirkt auf mich verstörend. Aber der ganze Roman ist verstörend. Es passt eben nicht zu dem Bild der Liebenden Mutter.4/5 Punkten 6. Fazit Florian Burckhardt zeichnet ein anschauliches Psychogramm seiner Familie. Florian’s Schicksal bewegt. Als Leser spürt man das gefangen sein. Man empfindet Schuldgefühle, wo es keine Schuld gibt. Diese Zwänge gepaart mit der Hilflosigkeit eines Kindes, jemals, dem Controllbereich seiner Mutter entkommen zu können. Ich vergebe insgesamt 4/5 Punkten

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  • Das Leben eines Ersatzkindes

    Das Kind meiner Mutter
    rewareni

    rewareni

    04. June 2017 um 13:38

    Der Autor Florian Burkhardt, aufgewachsen in der Schweiz, erzählt in seinem Roman ,, Das Kind meiner Mutter´´ seine traurige und berührende Lebensgeschichte als Kind und Jugendlicher. Als seine Eltern bei einem selbstverschuldeten Autounfall, den sie und der älteste Sohn unverletzt überstehen, ihren jüngsten Sohn verlieren, beschließen sie sofort ein neues Kind zu zeugen. So wird Florian Ersatz für den toten Bruder und die Welt beginnt für seine Familie sich von nun an um ihn, den kleinen Prinzen, den Held, der sogar die Schmerzen der Mutter lindern kann, zu drehen. Das Buch ist in vier Abschnitten unterteilt und beginnt mit dem Titel – Illusion. In einer einfachen, aber emotionalen Sprache, erzählt Florian von seinem Leben als Kind. Beim Lesen hatte ich oft das Gefühl wirklich mit einem Kleinkind unterwegs zu sein. Für manchen Leser mag dieser Abschnitt vielleicht langweilig erscheinen, für mich war er aber sehr bildhaft und eindringlich geschildert. Oft war auch der Satz zu lesen, dass sein Bruder sterben musste, damit er geboren werden konnte. Dieser Umstand begleitete ihn sein ganzes Leben. Er war nun der Mittelpunkt um den sich das ganze Leben der Familie drehte. Seine kindliche Angst vor dem Wald oder vor Monstern ist sehr intensiv beschrieben. Es zeigte sich aber schon in seiner Kindheit, dass es ihm schwer fiel Freundschaften zu schließen und er in seiner eigenen Fantasiewelt am glücklichsten war. Dass auf dem Weg ins Erwachsenenalter seine Mutter immer mehr in sein Leben eingreifen würde, hat ihn nachhaltig beeinflusst. Der zweite Abschnitt trägt den Titel – Vision und beschreibt seine Erlebnisse bis zu seinem 16. Lebensjahr. Sein Tagesablauf wird von seiner Mutter streng kontrolliert und bestimmt. Freiräume gibt es für ihn keine. Überall sieht seine Mutter eine Drogengefahr und wenn Florian alleine am Spielplatz ist und sie ihn beobachten kann, dann ist sie zufrieden. Schon bald bemerkt Florian, dass er sich mehr zu Jungs hingezogen fühlt, was natürlich für seine Mutter ein absolutes Tabu Thema ist. Als die Mutter bemerkt, dass sie langsam aber sicher die Kontrolle über Florian verliert beschließt sie die Erziehung abzugeben und ihn für die nächsten 5 Jahre in ein streng geführtes privates Lehrerseminar zu stecken. Im dritten Abschnitt – Passion erfahren wir, wie es Florian in den Jahren der Ausbildung ergangen ist. Mit der Zeit schafft es Florian seinen eigenen Weg zu gehen. Geheime und auch verbotene Wünsche konnte er sich nun erfüllen. Auch die endgültige Loslösung von seiner Mutter und deren Kontrollzwang bedeutete für ihn endlich den langersehnten  Weg in die Freiheit. Im Epilog erfährt man, mit Hinweis auf den Kinodokumentationsfilm ,, Electroboy´´, wie es Florian in seinem neu gewonnen Leben ergangen ist. Da der Epilog sehr kurz ist, weiß man, dass ein Nachfolgeband kommen wird. Ein Roman, der oftmals kindlich wirkt, aber von tiefer Seelenqual erzählt. Wunderschöne Gedankengänge und Beschreibungen der Lebenssituation macht die Geschichte lesenswert.    

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  • Absolut lesenswert

    Das Kind meiner Mutter
    milchkaffee

    milchkaffee

    04. June 2017 um 10:09

    Ein Buch das sich unbedingt zu lesen lohnt. Auch wenn es meiner Meinung nach eher eine Biografie sondern ein Roman ist, deshalb auch ein Stern Abzug. Die Geschichte finde ich sehr tragisch, es muss schlimm sein, quasi ein Ersatzkind zu sein...

    Der Schreibstil und die Sprache sind sehr gut gelungen. Ein Buch, das mich sehr zum Nachdenken angeregt hat.

  • berührende Biographie

    Das Kind meiner Mutter
    Vampir989

    Vampir989

    02. June 2017 um 06:58

    Klapptext:Bei einem spektakulären, selbst verschuldeten Autounfall verlieren Florian Burkhardts Eltern ihr jüngstes Kind. Einen Buben. Der ältere Sohn und sie selbst überleben. Absolut unversehrt. Als Ersatz für das tote zeugen die Eltern, die immer schon zwei Kinder haben wollten, sofort ein neues. Ihn. Florian. Und von Stund an richtet die Mutter ihren ganzen Fokus und all ihre Energie auf ihn, den neugeborenen Prinzen. Aus Angst, auch ihn zu verlieren, beschützt sie Florian vor allen Einflüssen der »gefährlichen« Außenwelt: Fahrrad fahren, Radio hören, Fernseh schauen, Freunde besuchen und anderweitige Außenkontakte sind verboten oder werden kontrolliert. Noch als Teenager spielt Florian ausschließlich mit jüngeren Kindern; so kann ihn niemand zum Konsum von Drogen oder Alkohol verführen. Raum für eine eigenständige Entwicklung gibt es keinen. Die Überbehütetheit wird zum erdrückenden Gefängnis. Doch erst als die Eltern versuchen, Florians Homosexualität zu unterbinden, begehrt er, inzwischen sechzehn Jahre alt, auf und wird in ein katholisches Internat gesteckt, wo er zum Grundschullehrer ausgebildet werden soll. Nach fünf Jahren hält Florian das Lehrer-Diplom in der Hand. Und damit sein Ticket in die lange ersehnte Freiheit.In dieser Geschichte geht es um das Thema"Ersatzkind in der Familie".Dies ist die Geschichte von Florian.Ich bewundere den Autor das er den Mut hat über dieses Thema zu schreiben.Zumal es seine eigene Geschichte ist.Das Buch ist in 3 Abschnitte gegliedert.Der Schreibstil ist leicht und flüssig.Man kommt mit dem Lesen sehr gut voran.Die Seiten fliegen nur so dahin.Einmal angefangen mit Lesen möchte man gar nicht mehr aufhören.Er beschreibt uns hier seine eigene Leidensgeschichte sehr authentisch.Wir erfahren was es heißt unter ständiger Konntrolle,Überbehütung und Gefühlskälte zu leiden.Dies macht seine Kindheit fast unerträglich .Mit beginnender Jugend und als er seine "Homosexualität" bemerkt,versucht er aus diesem Käfig auszubrechen .Als junger Erwachsener schließlich schafft er es sei eigenes selbstständiges Leben zu führen.Auf sehr emotionale und bewegende Art und Weise erzählt uns der Autor davon.Schonungslos berichtet er was er durchmachen musste.Es hat mich tief berührt und teilweise war ich den Tränen nahe.Ich als Leser habe mit ihm gefühlt und konnte mir richtig vorstellen was er durchmachen musste.Der Autor zeigt uns aber auch das man es schaffen kann aus diesem Käfig auszubrechen und sein selbststäniges Leben zu führen.Alllerdings gehört dazu sehr viel Kraft,Mut und Ausdauer.Ich habe großen Respekt vor Florian das er dies geschafft hat.Ich habe dieses Buch mit viel Interesse gelesen und es hat mir sehr gut gefallen.Für Menschen die diese Situation selbst kennen ist es sehr empfehlenswert.Aber auch alle anderen Leser werden es sehr interessant finden.

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  • Tragische Lebensgeschichte eines "Ersatzkindes"

    Das Kind meiner Mutter
    jutscha

    jutscha

    31. May 2017 um 11:42

    Erzählt wird von der Kindheit des Autors bis hin zum Berufsleben. Seine Existenz hat der dem Tod des Bruders zu verdanken, der bei einem selbst verschuldeten Unfall ums Leben kam. Die Eltern und der ältere Bruder haben nahezu unverletzt überlebt. Florian ist praktisch „Ersatzkind“ für den verstorbenen Sohn. Er ist der kleine Prinz der Mutter und bekommt im Grunde alles, was er will. Allerdings nimmt man ihm die lieb gewordenen Dinge teilweise auch wieder weg, weil sie zu gefährlich für ihn und sein Leben sind. Die Mutter erdrückt ihn nahezu mit ihrer Liebe und Vorsicht und versucht, ihn vor der „gefährlichen Außenwelt“ zu schützen. Fahrrad fahren wird ihm dabei genauso verboten wie Freunde zu besuchen. Er fühlt sich wie in einer Blase und versucht immer wieder auszubrechen.Als er mit 16 seine Homosexualität entdeckt, begehrt er erstmalig auf. Als „Dank“ wird er in ein katholisches Internat gesteckt, so er zum Lehrer ausgebildet werden soll. Doch ist es für ihn wirklich eine Strafe? Ist es dort wirklich schlimmer als zu Hause bei der übervorsichtigen Mutter? Ich hatte zunächst so meine Schwierigkeiten, mich in den Protagonisten hineinzuversetzen. Anfangs fand ich die Geschehnisse noch relativ normal und dachte, er würde überreagieren. Tatsächlich war mir beim Lesen des 1. Abschnitts sogar hin und wieder etwas langweilig. Ob das am Schreibstil lag oder am wenig spektakulären Inhalt, vermag ich gar nicht zu sagen. Für mich gewinnt das Buch jedoch von Abschnitt zu Abschnitt an Wert. Hat mir der mittlere Teil schon besser gefallen als der erste, so konnte ich das Buch im letzten Drittel kaum noch aus der Hand legen. Es hat mich fasziniert, wie Florian es geschafft hat, sich immer mehr Freiraum zu schaffen und seine Wünsche zumindest teilweise auszuleben. Vor allem die Ideen, die ihm niemals ausgingen, fand ich teilweise wirklich genial. Supertolle Entwicklung! Und so, wie Florian sich vorwärts entwickelt, entwickelt sich seine Mutter zurück. Je mehr Kraft er hat, umso kleiner wird ihre.Das Buch wird sicher noch eine Weile in mir nachwirken. Florian erzählt teilweise sehr detailliert, wie eingeengt sein Leben ist und wie er versucht, durch kleine Ausbrüche damit klar zu kommen. Das Buch hat mir mehr gegeben, als ich anfangs erwartet hatte. Ich bringe Florian viel Sympathie und Respekt entgegen. Er hat es trotz aller Probleme geschafft, sein Leben in den Griff zu bekommen und der Mutter zu verzeihen. Ich ziehe hiermit respektvoll meinen Hut vor ihm! Der Epilog war mir persönlich zu kurz und knapp gehalten, aber es gibt einen Folgeband und der Autor wollte wohl nicht zu viel preis geben. Von daher ist auch das in Ordnung.Das Buch kann ich nur empfehlen, auch wenn es am Anfang etwas zäh erscheint. Für mich ist die Autobiografie 4 von 5 Sternen wert.

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  • Das Gegenteil von "gut" ist gut gemeint.

    Das Kind meiner Mutter
    Waschbaerin

    Waschbaerin

    30. May 2017 um 00:18

    In diesem Roman - oder ist es nicht eher eine Autobiographie - „Das Kind meiner Mutter“ nimmt uns Florina Burkhardt mit in seine Kindheit. Es geht um sein Leben und man kann nicht erwarten, dass er als Autor diese Zeitspanne sachlich und objektiv beschreiben kann. Es ist emotional. Dem Leser präsentiert er seine verletzliche Kinderseele, und wie er diese Jahre erlebte. Das Buch ist in drei Teile gegliedert. Illusion -  Vision – Passion. Mit dem nur halb im Profil aufgenommenen, trotzig verstörten Jungen Florian Burkhardt des Covers hat der heutige Florian auf dem Bild am Ende des Buches, für mich keine erkennbare Ähnlichkeit mehr. Der Roman beginnt ganz unaufgeregt mit der Fahrt in den Urlaub nach Südfrankreich. Vater, Mutter zwei Söhne im froschgrünen Sportauto. In weiser Voraussicht hatte die Mutter Kaugummi gegen die Reiseübelkeit gekauft. Wer kennt dieses Problem nicht, wenn man mit Kindern in die Ferien fährt? Eine Familie wie es unendlich viele gibt. Zumindest hat man auf Anhieb diesen Eindruck. Doch was wir über diese Familie in dem Abschnitt „Illusion“ erfahren, ist ganz sicher nicht alltäglich. Florian beschreibt seine „wohlgeordnete“ Kindheit hoch oben über dem See, in einem Terrassenhaus. Der Vater – er bleibt in diesem Buch immer nur schemenhaft - hat einen guten Job und verdient genügend Geld, sodass die Mutter nicht arbeiten muss. Der Haushalt wird von einer Angestellten geführt. Florians Mutter verbringt sehr viel Zeit auf der Couch und starrt in die Luft. Spazierte sie zeitweise noch bis zum nächsten Bauernhof, so wurde ihr Bewegungsradius immer kleiner, bis sie nur noch auf der Terrasse auf und ab ging. Sie war gefangen in sich selbst. Gefangen wahrscheinlich in ihrer Trauer um das tote Kind. Wir erfahren, dass Florian auf die Welt kam, nachdem der zweitgeborene Sohn der Familie bei einem selbstverschuldeten Unfall ums Leben kam. „Geboren um zu sterben“. Die Familie wollte zwei Kinder. Also füllt dieser dritte Sohn nun diesen freigewordenen Platz aus. Florian wurde von seiner Mutter behütet und kontrolliert, damit ihm nichts passieren konnte. Angst oder Besessenheit? Wie ich den Zeilen entnehme, musste er nie um materielle Dinge betteln. Kaum äußerte er einen Wunsch, schon wurde dieser erfüllt. Florian musste nicht lernen um eine Sache zu kämpfen. Wohl deshalb wehrte er sich auch nicht, als ihm regelmäßig 2 Jungen auf dem Heimweg aus der Schule auflauerten, ihn verprügelten, seinen Ranzen von den Schultern rissen und seine Schulsachen über den ganzen Hang verstreuten. Nicht mal zu Hause sagte er ein Wort darüber. Nein, er ertrug dies stillschweigend, wie so viele andere Dinge auch. Er musste aufwachsen und leben, während er gleichzeitig in der Angst seiner Mutter gefangen war, dass er kaum genügend Luft zum Atmen hatte. Alles was gefährlich sein könnte wurde verboten. Auch das erträgt er stillschweigend. Seine Mutter meint es sicherlich nur gut. Doch wie heißt es: Das Gegenteil von gut ist gut gemeint. Florian besucht das Gymnasium. Sich nach der Schule mit Freunden treffen ging nicht, denn er musste sofort nach Hause. Sein Tag war streng geordnet. Seltsamerweise sagt er, dass er keine Freundschaften sucht, diese aber wohl trotzdem vermisst. Auch als er älter wurde, begehrte er gegen diesen Kontrollwahn seiner Mutter nicht auf. Er entbehrte seine Freiheit, aber er fügte sich ohne Murren. Das klingt für mich ambivalent. Schon da merkt er, dass ihm Jungen besser gefallen als Mädchen, doch das kann nicht sein. Man ist nicht schwul. Erst im dritten Teil „Passion“, als Florian auf Geheiß seiner Eltern mit 16 Jahren in ein Internat kommt und eine Ausbildung zum Lehrer durchläuft, befreit er sich von der häuslichen Bevormundung. Ich muss gestehen, dass ich nur ungläubig mit dem Kopf schütteln konnte als ich las, dass ein Lehrer sein künstlerisches Talent erkannte und empfahl eine Kunstschule zu besuchen, was er auch liebend gerne gemacht hätte, doch seine Eltern entschieden, er müsste eine Ausbildung zum Lehrer machen und er sich - auch diesmal ohne zu murren - fügte. In diesem Internat, das ihm wiederum wie ein Gefängnis vorkommt, entwickelt sich in ihm langsam die Erkenntnis, dass er ein Recht auf ein eigenes Leben, eigene Wünsche, ein eigenes ICH hat und setzt dies auch – endlich - durch. Es liest sich wie eine Befreiung. Dass er manchmal über das Ziel hinaus schießt, wer könnte es ihm verdenken. Was mir gut gefiel ist der Schreibstil. Im ersten Teil liest es sich fast wie von einem Kind geschrieben. Kurze, einfache Sätze, die sich aber später, in den beiden folgenden Abschnitten vom Ausdruck her steigern. Genau so, wie ein Kind in seiner Entwicklung weitergeht.  Man merkt, der Autor hat Talent. Es soll eine Fortsetzung zu diesem Roman geben. Darauf bin ich schon sehr gespannt.

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  • Ersatzkind!?

    Das Kind meiner Mutter
    Katzenmicha

    Katzenmicha

    29. May 2017 um 17:05

    Bei einem spektakulären, selbst verschuldeten Autounfall verlieren Florian Burkhardts Eltern ihr jüngstes Kind. Einen Buben. Der ältere Sohn und sie selbst überleben. Absolut unversehrt. Als Ersatz für das tote zeugen die Eltern, die immer schon zwei Kinder haben wollten, sofort ein neues. Ihn. Florian. Und von Stund an richtet die Mutter ihren ganzen Fokus und all ihre Energie auf ihn, den neugeborenen Prinzen. Aus Angst, auch ihn zu verlieren, beschützt sie Florian vor allen Einflüssen der »gefährlichen« Außenwelt: Fahrrad fahren, Radio hören, Fernseh schauen, Freunde besuchen und anderweitige Außenkontakte sind verboten oder werden kontrolliert. Noch als Teenager spielt Florian ausschließlich mit jüngeren Kindern; so kann ihn niemand zum Konsum von Drogen oder Alkohol verführen. Raum für eine eigenständige Entwicklung gibt es keinen. Die Überbehütetheit wird zum erdrückenden Gefängnis. Doch erst als die Eltern versuchen, Florians Homosexualität zu unterbinden, begehrt er, inzwischen sechzehn Jahre alt, auf und wird in ein katholisches Internat gesteckt, wo er zum Grundschullehrer ausgebildet werden soll. Nach fünf Jahren hält Florian das Lehrer-Diplom in der Hand. Und damit sein Ticket in die lange ersehnte Freiheit. Fazit: Florian kommt als 3.Kind mit Abstand zu seinen anderen Geschwister auf die Welt.Aber auch nur,weil sein älterer Bruder bei einem Unfall-den sein Vater verursacht-auf die Welt kommt.Ein ERSATZKIND! Seine Eltern sind da schon älter-die Mutter unglücklich und psyschisch angeschlagen.Seine Eltern sind streng,seine Erziehung ohne Wärme und Zuneigung:Am Anfang konnte ich so manches nicht verstehen-was sich aber änderte.Es ist alleine für ein Kind schon schwer zu verstehen,warum seine Eltern so zu ihm sind.Aber die Eltern kamen mir egoistisch vor-man kann kein Kind was man verloren hat mit einem anderen ersetzen.Zumal man sich meiner Meinung nach nicht so kümmert.Was am Anfang für mich unvorstellbar war-so mit meinem Kind um zu gehen.Kam mir dann aber von den Eltern als gemein und eigennützig vor.Am Anfang des Buches kam ich nicht so in die Geschichte,aber je mehr ich gelesen habe um so spannender wurde es.Es ist eine Geschichte um das Leben des Autors Florian Burkhardt,eine wahre Geschichte.Es war manchmals anstrengend zu lesen-weil ich die Eltern nicht verstehen kann-wie sie mit ihrem Kind umgehen.Ich gebe dem Buch 4 Sterne der Autor bringt einem seine eigene Geschichte sehr nah. Vielen Dank das ich das Buch lesen durfte,es war mal eine andere Erfahrung!

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  • Eine Geschichte einer Befreiung

    Das Kind meiner Mutter
    Glitzerhuhn

    Glitzerhuhn

    28. May 2017 um 18:22

    Die Biographie handelt von Florian Burkhardt, dessen Eltern bei einem Unfall ihr jüngstes Kind verlieren und ihn als “Ersatzkind“ zeugen.Er selber leidet unter den Eltern, die diesen Unfall nie aufgearbeitet haben und es durch Überbehütung, Kontrolle und Gefühlskälte zu kompensieren versuchen.Durch die Erzählweise konnte man sich gut in Florian hineinversetzen und alles gut nachempfinden.Gerade im mittleren Abschnitt spürt man förmlich die Kälte die in seinem zuhause herrscht.Im letzten Teil freut man sich mit ihm dass er den Absprung geschafft hat. Jedoch ist damit leider kein Happy End erreicht, welches der Epilog andeutet. Das Buch endet nach seiner Ausbildung.Insgesamt fand ich das Buch gut. Es startet meiner Meinung nach etwas schwächer steigert sich dann aber von Kapitel zu Kapitel.Insgesamt eine durchaus lesenswerte Biographie!

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  • Das Kind meiner Mutter

    Das Kind meiner Mutter
    abetterway

    abetterway

    24. May 2017 um 14:13

    Inhalt:"Bei einem spektakulären, selbst verschuldeten Autounfall verlieren Florian Burkhardts Eltern ihr jüngstes Kind. Einen Buben. Der ältere Sohn und sie selbst überleben. Absolut unversehrt. Als Ersatz für das tote zeugen die Eltern, die immer schon zwei Kinder haben wollten, sofort ein neues. Ihn. Florian. Und von Stund an richtet die Mutter ihren ganzen Fokus und all ihre Energie auf ihn, den neugeborenen Prinzen. Aus Angst, auch ihn zu verlieren, beschützt sie Florian vor allen Einflüssen der »gefährlichen« Außenwelt: Fahrrad fahren, Radio hören, Fernseh schauen, Freunde besuchen und anderweitige Außenkontakte sind verboten oder werden kontrolliert. Noch als Teenager spielt Florian ausschließlich mit jüngeren Kindern; so kann ihn niemand zum Konsum von Drogen oder Alkohol verführen. Raum für eine eigenständige Entwicklung gibt es keinen. Die Überbehütetheit wird zum erdrückenden Gefängnis. Doch erst als die Eltern versuchen, Florians Homosexualität zu unterbinden, begehrt er, inzwischen sechzehn Jahre alt, auf und wird in ein katholisches Internat gesteckt, wo er zum Grundschullehrer ausgebildet werden soll. Nach fünf Jahren hält Florian das Lehrer-Diplom in der Hand. Und damit sein Ticket in die lange ersehnte Freiheit."Meinung:Florian erzählt in drei Abschnitten sein Leben als Kind und jugenlicher...welches erschrenkend ist für jemanden aussenstehenden. Die Mutter gefangen in der Trauer beschützt ihr Ersatzkind dermaßen, sodass es nicht gesund sein kann... es entshet keine richtige Mutter-Sohn Beziehung, Freiheiten hat Florian nicht... Das Buch versteht man erst wenn man es liest... deswegen ist es sehr schwer zu beschreiben. Eine etwas andere Biografie über ein etwas anderes als normales Leben. Fazit:Ein mutiges und auch schockierendes welches in manchen Stellen langatmig erscheint.

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  • Kindheit und Jugend als Ersatzkind

    Das Kind meiner Mutter
    camilla1303

    camilla1303

    24. May 2017 um 09:05

    Der autobiographische Roman „Das Kind meiner Mutter“ von Florian Burkhardt ist 2017 bei Wörterseh erschienen. Florians Eltern haben sich immer zwei Kinder gewünscht. Als sie bei einem Autounfall ihr jüngstes Kind verlieren, wird Florians Mutter erneut schwanger, um dieses Familienideal wieder zu erlangen. Florian soll also Zeit seines Lebens der Ersatz für das tote Kind sein. Von der ersten Stunde an, war er der neugeborene Prinz, auf den die ganze Aufmerksamkeit der Mutter lastet, die ihn vor jeder möglichen Gefahr fernhalten möchte: Rad fahren oder Freunde besuchen sind verboten. Doch Florian fühlt sich in dieser Überbehütetheit gefangen. Als er schließlich seine Homosexualität entdeckt beginnt der Weg des Ausbruchs. Aber erst nach seiner Ausbildung zum Grundschullehrer in einem katholischen Internat gelingt es ihm, sich aus den Fängen seiner Mutter zu befreien. Das „Ersatzkind“ wird erwachsen. Florian Burkhardts Biografie wurde mit dem Film „Electroboy“ verfilmt. „Das Kind meiner Mutter“ wurde erst nach Veröffentlichung des Films geschrieben und ist der erste Band einer biografischen Reihe. Und genau das merkt der Leser beim Lesen: Die ganze Biografie ist nicht abgerundet, man hat immer das Gefühl einen Teil zu verpassen und während Florian Burkhardt auf seine Kindheit im Buch sehr gut eingeht, wird die Jugend und das junge Erwachsenenalter nur angedeutet und überflogen. Ich habe mich vom Buch gut unterhalten gefühlt, würde aber empfehlen auch den folgenden zweiten Band im Anschluss zu lesen, der derzeit leider nicht erschienen ist und mir wirklich fehlt.

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  • Kindheit

    Das Kind meiner Mutter
    Sumsi1990

    Sumsi1990

    23. May 2017 um 18:20

    Florian kommt als drittes Kind in seiner Familie mit einigem Abstand zur Welt und lebt mit dem Wissen, dass er nur geboren wurde, weil sein älterer Bruder bei einem tragischen, vom Vater verursachten Autounfall gestorben ist. Seine Eltern sind daher bei seiner Geburt nicht mehr die Jüngsten und er wächst als Prinz und Retter seiner Mutter auf. Seiner Erziehung ist sehr streng und verliert zunehmend an Wärme und Zuneigung. Die Mutter ist selbst unglücklich und psychisch strapaziert und zieht ihre Familie mit in diesen traurigen Zustand. Wie der bekannte schweizer Allrounder es trotzdem geschafft hat er selbst zu werden, erfahren wir in den Anfängen in diesem Buch! Die Sprache dieser Erzählung fügt sich sehr gut in die jeweiligen Altersstufen bzw. Lebensphasen des Autors ein. Anfänglich hatte ich etwas Probleme mit der Erzählung, da sie noch sehr der Norm und dem normalen Leben gleicht. Die Handlung nimmt aber an fahrt auf und sind die Vorgeschichten sicherlich notwendig, um den Wandel nachvollziehen zu können. Für mich selbst ist das Geschehene unbegreiflich und hat mich teilweise schockiert. Vielleicht liegt es auch an den Nichtverständnis dieser Situation, dass mich das Buch nicht so wirklich packen konnte. Es war wirklich gut zu lesen, aber ein Spannungsmoment blieb bei mir aus! Hier ist aber natürlich zu berücksichtigen, dass es sich um eine Tatsachenerzählung handelt und nicht durch Fiktion Spannung aufgebaut werden kann! Da ich vorher bereits den dazugehörigen Film "Electroboy" gesehen habe, hatte ich auch wirklich hohe Erwartungen, was für mich teilweise auch erfüllt wurde! Ich mag die Art des Autors und des  Gelesenen und finde es auf jeden Fall bewundernswert, dass man den Mut hat ganze Nationen an seinem Schicksal teilhaben zu lassen. Alles in allem hat mir das erste Buch aber gefallen und möchte auch mein Lob für das Schreibtalent des Autors zum Ausdruck bringen! Ich werde dieses Buch auch jedenfalls weiterempfehlen! Wie man hört, soll es noch eine Fortsetzung geben bzw. kann ich den Film nur jedem Intressierten ans Herz legen. Ob ich mir eine Fortsetzung kaufen werde, kann ich vor allem vor dem Hintergrund dieses Buchpreises von fast 35 Euro nicht sagen. Dieser kann natürlich aber auch daran liegen, dass es sich um ein schweizer Buch handelt - für österreichische Verhältnisse ist er aber durchaus hoch! 

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