Florian Ehrenberg Kann ja mal passieren

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Inhaltsangabe zu „Kann ja mal passieren“ von Florian Ehrenberg

Das Lebensgefühl der im digitalen Berufsalltag stehenden jungen Generation schildert der Hamburger Autor mit Augenzwinkern in humoresken Episoden. Sie kommen daher wie das Wasser der Elbe bei Sonnenaufgang. Nicht so schwer wie die Wellen der Flut, aber faszinierend wie das Strömen der Gewässer bei Ebbe. Dieser mit Ironie und Witz angereicherte Bericht aus der digitalen Welt zwischen Freunden, Liebeskrisen und Feierabendbieren wird immer wieder zum Lächeln und Schmunzeln anregen.

Lustige Young-Adult-Prosa für Mitzwanziger und alle, die ihre Umwege zum Erwachsen-Werden selbstironisch akzeptieren.

— Tomasser
Tomasser

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    Kann ja mal passieren
    Tomasser

    Tomasser

    29. August 2016 um 15:38

    Lustige Young-Adult-Prosa für Mitzwanziger und alle, die ihre Umwege zum Erwachsen-Werden selbstironisch akzeptieren. Auf gut 100 Seiten, als Taschenbuch im IDEA Verlag erschienen, führt der Hamburger Jungautor humorvoll und episodenweise durch das flatterhafte Lebensgefühl eines End-Zwanzigers in seinem Hamburger Heimathafen. Der sympathische Protagonist ist die lustige Weiterentwicklung der Stereotype aus der Werbebranche: trinkender Digital-Native, rauchender Fußballer ohne Ambitionen, Konsolerie und ausdauernder Work-Life-Balance-Optimierer. Die Handlung wird von verschiedenen Episoden getrieben, die jeweils Ausschnitte eines androgynen Lebensstils beschreiben: Schwangerschaftstests, verpflichtende Familienbesuche, durstreiche Städtetrips, inaktive Mitgliedschaft beim Fitnessstudio, Stadionbesuche und natürlich einer aufreibenden Berg- und Talfahrt zu der großen Liebe. Die unterhaltsame Handlung ergänzt der Protagonist immer wieder durch tiefgreifende und geistreiche Analysen von Alltagsphänomenen. Können Sie den Elitehipster vom einfachen Ökohipster unterscheiden, oder die phonetischen Charakteristika britischer Hooligans deuten? Und was passiert eigentlich, wenn man nach Erreichen der Endstation im Zug einfach sitzen bleibt? Der plastische Schreibstil transportiert stets anschaulich die Situationen und Stimmung. Die thematischen Exkursionen und zufällig aufgeworfenen Zwischenfragen des Protagonisten sind zahlreich und regen beim Lesen immer wieder zum Nachdenken an. Sorgfältig gewählte Euphemismen und sprachliche Neuerfindungen schaffen es sogar, die zwielichtige Eckkneipe zum "romantischen Heimathafen des Rausches" zu stilisieren. Die Handlung und Schreibstil fängt den Leser schnell und wird durch Einführung von eigenwilligen Charakteren aus Familien- und Freundeskreis des Protagonisten abgerundet. Bereits nach kurzer Vorstellung der Personen entsteht das unwohl und zugleich erleichternde Gefühl, diese Charaktere im eigenen Bekanntenkreis wieder zu erkennen. Leichte Abstriche müssen allerdings bei der Handlungskontinuität gemacht werden. Die episodenweise Erzählweise wirkt sich zuweilen etwas nachteilig auf Lesefluss und Verständnis des Gesamtkontextes aus. Fazit: Wer auf Selbstironie und Sarkasmus steht und eigene Konventionen vernachlässigt, sollte "Kann ja mal passieren" unbedingt lesen.

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