Florian Freistetter

 4.6 Sterne bei 32 Bewertungen
Florian Freistetter

Lebenslauf von Florian Freistetter

Dr. Florian Freistetter, Jahrgang 1977, hat in Wien Astronomie studiert und war danach an verschiedenen Universitätsinstituten und Sternwarten in Wien, Jena und Heidelberg beschäftigt. 2008 rief er den Astronomie-Blog Astrodicticum simplex ins Leben, der zu den meistgelesenen Wissenschaftsblogs in deutscher Sprache gehört. Seit 2011 ist er freier Wissenschaftsautor und brachte 2012 sein erstes Buch „Krawumm: ein Plädoyer für den Weltuntergang“ heraus. Viele seiner Bücher sind mit Preisen ausgezeichnet worden, beispielsweise gewann er 2014 den Preis für das „Wissenschaftsbuch des Jahres“. Seit 2016 erscheint in „Spektrum der Wissenschaft“ seine Kolumne „Freistetters Formelwelt“ und seit Dezember 2012 präsentiert er zudem einen Podcast mit dem Namen „Sternengeschichten“. Er wurde u.a. ausgezeichnet als "Wissenschaftsblogger des Jahres". Freistetter lebt heute in Jena.

Neue Bücher

Hawking in der Nussschale
Neu erschienen am 24.09.2018 als Hardcover bei Hanser, Carl.

Alle Bücher von Florian Freistetter

Sortieren:
Buchformat:
Florian FreistetterDer Komet im Cocktailglas
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Der Komet im Cocktailglas
Der Komet im Cocktailglas
 (10)
Erschienen am 28.01.2013
Florian FreistetterNewton - Wie ein Arschloch das Universum neu erfand
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Newton - Wie ein Arschloch das Universum neu erfand
Florian FreistetterAsteroid Now
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Asteroid Now
Asteroid Now
 (5)
Erschienen am 02.02.2015
Florian FreistetterDer Astronomieverführer
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Der Astronomieverführer
Der Astronomieverführer
 (4)
Erschienen am 01.07.2014
Florian FreistetterKrawumm!
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Krawumm!
Krawumm!
 (3)
Erschienen am 12.04.2012
Florian FreistetterDie Neuentdeckung des Himmels
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Die Neuentdeckung des Himmels
Die Neuentdeckung des Himmels
 (3)
Erschienen am 24.02.2014
Florian Freistetter2012 Keine Panik
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
2012 Keine Panik
2012 Keine Panik
 (1)
Erschienen am 30.05.2012
Florian FreistetterKrawumm!: Ein Plädoyer für den Weltuntergang
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Krawumm!: Ein Plädoyer für den Weltuntergang

Auf eine galaktische Reise mit...

Florian Freistetter ist ein österreichischer Experte auf dem Gebiet der Astronomie. Von der Wissenschaft der Gestirne war der erfolgreiche Blogger und Autor immer schon fasziniert. Als Buchautor beschäftigt er sich mit Themen wie Zusammenstoßen von Atomkernen, Weltuntergangstheorien, den Einfluss des Kosmos auf unser Leben, außerirdischem Leben oder Isaac Newtons Charaktereigenschaften. In seinem Blog erfreut er monatlich rund 400.000 Leser mit Artikeln über Wissenschaft, Astronomie und Pseudowissenschaft. Wir haben den mehrfach preisgekrönten Autor getroffen und mit ihm über die Astronomie eines Glases Bier, Extrembergsteigen und das sommerliche England gesprochen.

Hallo Florian, was ist dein Lieblingsgetränk?

Ich halte sehr gerne Vorträge, in denen ich erkläre, wie viel ganz konkrete Astronomie man in einem Glas Bier finden kann. Und nach dem Vortrag trinke ich das Bier dann auch sehr gerne...

Was ist das schönste Feedback, das du von Lesern erhalten hast?

Am allermeisten freue ich mich, wenn mir junge Leserinnen und Leser erzählen, dass sie sich aufgrund meiner Geschichten über das Universum zu einem Studium der Astronomie entschieden haben.

Gibt es ein anderes Genre, das dich als Autor/in reizt?

Ich hätte Lust mal eine Alternativweltgeschichte zu schreiben, in der ein berühmter Wissenschaftler die Hauptrolle spielt – allerdings ganz und gar nicht so, wie man es anhand seiner offiziellen Biografie erwarten würde.

Wann kommen dir die besten Ideen?

Ideen kommen mir eigentlich immer. Am häufigsten aber beim Spazierengehen.

Welche Musik hörst du gerne beim Schreiben?

Meistens gar keine; normale Musik lenkt mich zu sehr ab. Manchmal höre ich allerdings Beethoven. Und den Soundtrack von „Doctor Who“.

Hast du ein Lieblingswort?

Ich bin ein großer Fan von „weswegen“. Noch lieber allerdings mag ich das Semikolon (was zwar kein Wort ist – aber was wären Wörter ohne Satzzeichen!)

Welchen anderen Job würdest du gerne für einen Tag ausüben?

Ein Tag lang ist meistens zu kurz, um einen Job wirklich kennenzulernen. Aber ich würde gern mal Extrembergsteiger sein (vorausgesetzt, ich bekomme auch die physischen Fähigkeiten für diesen einen Tag geschenkt und muss das wirklich nicht länger als einen Tag machen).

Wie prokrastinierst du am liebsten?

Prokrastinieren tue ich seltsamerweise kaum; dafür gibt es zu viele Geschichten zu erzählen. Aber wenn, dann stöbere ich gern online nach interessanten Biografien.

Welche Nervennahrung hilft dir beim Schreibprozess?

Da habe ich keine speziellen Rezepte. Ein Kaffee vielleicht oder zwischendurch mal ein wenig Müsli.

Hast du für uns einen Tip für eine gute Serie?

Fernsehserie? „Veep“ ist großartig – und wenn es um Bücher geht, dann sollte jeder unbedingt mal die „Clovenhoof“-Bücher von Heide Goody und Iain Grant lesen.

Welches Buch verschenkst du gerne?

Das Buch, das die beschenkte Person unbedingt lesen will, obwohl sie noch gar nicht weiß, dass sie das will.

Wohin sollen wir unbedingt einmal reisen und welches Buch soll uns auf dieser Reise begleiten?

Durch ein sommerliches England (ich weiß, ist schwer zu machen...) und bei der Lektüre von „Und sie fliegt doch: Eine kurze Geschichte der Hummel“ von Dave Goulson über Blumenwiesen schlendern. Es ist höchst erstaunlich, wie faszinierend diese Insekten sein können!

Welches Tier wärst du?

Als Menschenaffe der Unterordnung der Trockennasenprimaten bin ich eigentlich ganz zufrieden; vielen Dank.

Gibt es etwas, was du gerne können würdest?

Ich würde wirklich, wirklich gerne ein Musikinstrument beherrschen.

Wofür hast du eine Schwäche oder heimliche Leidenschaft?

Peinlichen Powermetal

Und zu guter Letzt: Welche Figur aus einer Buchwelt würdest du gerne treffen? Und was würdet ihr unternehmen?

Ich glaube, es wäre ziemlich cool mit Dr. Liet Kynes über die Dünen von Arrakis zu wandern und von ihm alles über planetare Ökologie und Terraforming zu lernen.

Neue Rezensionen zu Florian Freistetter

Neu
aus-erlesens avatar

Rezension zu "Newton - Wie ein Arschloch das Universum neu erfand" von Florian Freistetter

Genie mit ordentlichen Macken
aus-erlesenvor 3 Monaten

Aktion gleich Reaktion. Er hätte es wissen müssen. Jede Aktion ruft eine gleichstarke Reaktion hervor. Doch Isaac Newton war dermaßen von sich überzeugt, dass Kritik an ihm abprallte wie ein Tennisball vom Center court. Oder besser, in ihm noch mehr Ehrgeiz hervorrief, der schon die Grenzen des guten Geschmacks übertrat. 
Wenn man mit ihm spazieren ging, was ohnehin sehr selten vorkam, denn Newton war nicht unbedingt das, was man einen angenehmen Begleiter nannte, konnte es schon mal vorkommen, dass er wort- und grußlos umdrehte und sich seinen Forschungen hingab. Das war im 17. Jahrhundert. Forschung bedeutete damals eigentlich nur, dass man sein Wissen fast schon prahlerisch kundtat und wenn Fragen aufkamen sie mit einem Handstreich hinfort wischte. Physik, Chemie, oder gar Mathematik zu studieren, war nicht mit den Fächern der Gegenwart zu vergleichen. Auch die Literaturlisten, die am Anfang des Semesters ausgegeben wurden, waren eher übersichtliche Notizen denn echte Listen. 
Isaac Newton wird in den Jahren nach seinem Tod 1727 (nach gregorianischem Kalender) als der Erfinder der heute gängigen Physik bezeichnet. Alles, was heute unter dem Begriff Physik erforscht wird, geht auf ihn zurück … salopp gesagt. Ihn als Urvater der Physik anzuerkennen, ist aber mehr Ehrerbietung als Wahrheit. Seine Forschungen dienen bis heute jedoch als Grundlagen. Die Geschichte vom Apfel, der ihm auf den Kopf fiel, und er somit der Erdanziehung auf die Spur kam, ist im Land der legenden anzusiedeln. Wahrscheinlicher ist es, das Newton bei einem seiner Spaziergänge eventuell einen fallenden Apfel beobachtet hat und einem ihm eigenen gedankenblitz hatte. Wie auch immer, dass alles, was hier bei uns den Halt verliert, nach unten fällt, ist Fakt. Ihn zu erklären, die Grundlagen für diese Erklärung zu schaffen, ist Newtons Verdienst. 
Doch jede Medaille hat zwei Seiten. Newtons Rückseite ist wahrlich schwarz, tiefschwarz. Denn charakterlich war er – wenn man Autor Florian Freisetter, selbst Astrophysiker in Jena, glauben darf – nicht der angenehmste Geselle. Wer ihm in die Quere kam, bekam die Wucht seiner Wut zu spüren. Plagiatsvorwürfe und ein nicht gerade soziales Verhalten brachten ihm den Ruf als Arschloch ein. Legendär sein Streit mit seinem deutschen Pendant Gottfried Wilhelm Leibniz. Die Missachtung des Anderen betraf aber beide Parteien. Die Diskreditierung der Arbeiten ging ziemlich weit. Man stelle sich vor, dass soziale Netzwerke damals schon bestanden hätten. Der Krieg der Posts wäre in die Geschichte eingegangen.
Florian Freistetter nimmt kein Blatt vor den Mund, um Isaac Newton zu würdigen, ihn aber gehörig den Kopf zu waschen. Als Akademiker war Newton ein Revolutionär. Aber einer, der sich nicht vollständig von der Vorstellung eines höheren Wesens, das all unsere Geschicke leitet, lösen konnte. Als Wächter der königlichen Münzprägestätte ging Newton mit Geschick und unbändigem Einsatz gegen Fälschungen vor. Theologie und Alchemie (die heute wahrlich nicht mehr als ernstzunehmende Wissenschaft im engeren Sinne angesehen wird) waren ihm genauso nah wie die Beleuchtung der Bewegung innerhalb unseres Sonnensystems. Einstein gilt heute als der genialste Kopf der Physik. Doch auch er wäre ohne Newtons Vorarbeit nicht weit vorangeschritten. Einstein war einfach sympathischer. Und deswegen ist er vielen heute näher als Isaac Newton. Er hätte es wissen müssen…

Kommentieren0
3
Teilen
franzzis avatar

Rezension zu "Newton - Wie ein Arschloch das Universum neu erfand" von Florian Freistetter

Der letzte Magier
franzzivor einem Jahr

Isaac Newton. Das ist der, dem ein Apfel auf den Kopf fiel und der daraufhin die Physik mit seiner Gravitationstheorie revolutionierte. Das ist der, nach dem eine Standardeinheit der Physik benannt ist, welche die Gewichtskraft eines Körpers misst. Newton, das ist der, von dem Farin Urlaub sinkt: Newton hatte Recht. 
Aber womit eigentlich? Wer über den großen Denker nicht viel mehr weiß, als dass er ein großer Denker war, irgendwie revolutionär, mit dem Apfel halt und irgendwas mit Mathe, Physik und Astronomie, für den hat Florian Freistetter genau das richtige Buch geschrieben. Denn: "Newton - Wie ein Arschloch das Universum neu erfand" erzählt in ungewöhnlich lockerer und extrem kurzweiliger Art und Weise, warum es sich lohnt, mehr über Newton zu wissen - und liefert das Basiswissen zur Person, seinen Gedanken und Erfindungen sowie der heutigen Bedeutung des Ganzen gleich mit. Als Sahnebonbon gibt es Fakten aus der Kategorie "Unnützes Wissen", die das Buch noch unterhaltsamer machen.
Das klingt zum Beispiel so:"Wenig Schlaf, Essen im Stehen, Vorlesungen in leeren Räumen und eine ewige Abneigung gegen Unkraut: Isaac Newton erfüllte schon früh alle Kriterien eines verwirrten Professors."
Aber es geht auch konkreter. Oder wussten Sie schon, dass der Mann, der die Physik revolutionierte, der englischen Krone die das Problem mit den Falschmünzern nahezu vollständig vom Hals schaffte, um die Erfindung der Zeit und der Uhr wetteiferte und zeitgleich mit Leibniz die Integralrechnung erfand, all diese herausragenden Ergebnisse mehr oder weniger als Nebenprodukte abwarf, weil er sich eigentlich hauptsächlich für Theologie und, ja, halten Sie sich fest, Alchemie (ja, das mit dem Stein der Weisen und dem Stein zu Gold und so), beschäftigte?!
"Die Arbeit von Isaac Newton begründete das in den nächsten Jahrhunderten dominierende mechanistische Weltbild. Newton selbst glaubte aber an eine ganz andere Welt. Der gesamte Kosmos und die ganze Materie waren in dieser Sicht von einem göttlichen Geist durchdrungen, und den galt es zu erkennen und zu verstehen. Die Alchemie war daher auch kein Hobby, oder - wie man immer wieder hören konnte - etwas, das er erst spät in seiner Karriere tat, als sein Verstand nicht mehr so scharf war wie früher. Wenn schon, dann wäre es eher angebracht, Newtons physikalische Forschung als "Hobby" zu bezeichnen, die er zwischen seine theologischen und alchemistischen Studien quetschte."
Diese Erkenntnis erklärt auch, warum Newton von John Maynard Keynes beschrieben wurde mit: "Newton war nicht der Erste des Zeitalters der Vernunft. Er war der letzte Magier." (zit. n. freistetter)
Dabei schreibt Freistetter seine Interpretation des Newtonschen Lebens und Schaffens nicht streng chronologisch auf, sondern sortiert es nach Themen, für die sich Newton interessierte, und nach Charaktereigenschaften, die ihn ausmachten. So erklärt er eben auch recht eindrücklich, warum Newton ein Arschloch war: Er pflegte, hundsbeleidigt auf all jene zu reagieren, die es wagten, seine Thesen und Arbeiten zu kritisieren - oder gar nachweislich zu verbessern und überzog sie mit rufschädigenden Schmähkampagnen und Brieflawinen. Unter diesen Opfern war unter anderem der große Leibniz. Dabei belegt Freistetter seine Schilderungen stets eng mit Zitaten und Literaturbelegen, auch Newton selbst kommt zu Wort. 
Das ist lehrreich und macht großen Spaß zugleich. Besser geht das Lustmachen und Nahebringen von Wissenschaftsgeschichte nicht. Und was zum Lernen für unser Tun im Hier&Jetzt gibt es nebenbei auch noch. Selbst wenn wir nicht einmal annähernd solche Universalgenies sind, wie die, über die Freistetter so grandios schreibt:
"Stellen wir uns einen Moment lang eine Welt vor, in der zwei so große Geister wie Newton und Leibniz Freunde sind, die sich gegenseitig unterstützen und antreiben, anstatt einander zu bekämpfen und aufzuhalten. In dieser Welt hätte Newton seine Arbeit nicht vor der Welt verborgen, sondern gemeinsam mit Leibniz die Mathematik in ungeahnte Höhen treiben können. Stattdessen hatten zwei der größten Wissenschaftler aller Zeiten nichts besseres zu tun, als sich gegenseitig mit Dreck zu bewerfen."

Kommentare: 2
11
Teilen
M

Rezension zu "Newton - Wie ein Arschloch das Universum neu erfand" von Florian Freistetter

Die „anderen Seiten“ des Genies betrachtend
michael_lehmann-papevor einem Jahr


Die „anderen Seiten“ des Genies betrachtend

Frisch von der Leber weg, fast umgangssprachlich und immer mit einem klaren Blick auf die nicht sonderlich beglückenden Seiten Isaac Newtons, so „schreibt“ sich Freistetter durch die Erkenntnisgeschichte des eigenwilligen Genies, der, zwischenmenschlich betrachtet, eine Katastrophe nach der anderen lancierte.

Nicht umsonst schreibt George Bernhard Shaw:

„Newton war in der Lage, erstaunliche Fähigkeiten mit einer Leichtgläubigkeit und einem Wahn zu kombinieren, die selbst für einen Hasen eine Schande darstellen würden“.

Ein Zitat, das Freistetter wie eine Überschrift über sein Werk stellt und dem er im Verlauf der Lektüre absolut gerecht wird. Denn so hat man Newton landläufig nun wirklich noch nicht kennengelernt.

Ein Egoist von Gottes Gnaden, ein streitbarer Fiesling, der es scheinbar darauf anlegte, es sich mit jedem menschlichen Wesen zu verderben, dass in Reichweite geriet.

Und dabei gelingt es Freistetter durchaus, diese Faszination für den Wissenschaftler Newton ebenso im Buch anklingen zu lassen, wie der gelinde Abscheu gegenüber einem menschlichen „Ekelpaket“.

„Lieber als mit anderen Menschen beschäftigte sich Newton daher mit der ihn umgebenden dinglichen Welt“.

Und selbst als Lehrer an der Universität scheint das nicht anders gewesen zu sein. Denn keinerlei Berichte oder Aufzeichnungen ehemaliger Studenten lässt sich finden.

„Wenige kamen und noch weniger verstanden ihn“, diesen nachlässigen, schlampig wirkenden Gelehrten, der auch kein Problem damit hatte, die leeren Wände „anzureden“. Hauptsache ohne Kompromiss. Denn wie in der Wissenschaft, so auch im menschlichen Umgang, eindeutig dominant und kein bisschen einsichtig oder wenigsten höflich lebte Newton sein Leben.

Wovon schon der erste Auftritt in der wissenschaftlichen Öffentlichkeit kündet. Der leiseste Anhauch von Kritik wurde unbarmherzig öffentlich beantwortet, wie der rege Schriftkehr der Anfangsjahre zeigt.

„Er vertrug die Kritik so schlecht wie ein kleines Kind, und ebenso trotzig verhielt er sich auch“. Was auch damit zusammenhängen könnte, dass Newton ein „Geheimniskrämer“ erster Güte ebenfalls war, wie Freistetter erläutert und damit auch die mangelnde Empathie Newtons in den Raum stellt. Denn kein bisschen war dieser in der Lage, Kollegen Zeit zu geben, seine seit Jahren überlegten und dann ad hoc veröffentlichten Thesen in Ruhe sinken zu lassen.

Und dennoch, „was in der Physik seit 1687 (dem Zeitpunkt der Veröffentlichung der „Principa“, Newtons Magnus Opus) erreicht wurde, bleibt im Grunde nur eine Randbemerkung zu den „Principa“.

Freistetter gelingt, ohne das „Denkmal“ des Wissenschaftlers zu beschädigen, den unsympathischen Menschen Newton Seite für Seite dem Leser sehr nahe zu bringen und damit ein schillerndes, anregend zu lesendes biographisches Bild zu vermitteln.

Kommentieren0
5
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Zusätzliche Informationen

Florian Freistetter wurde am 28. Juli 1977 in Krems an der Donau (Österreich) geboren.

Florian Freistetter im Netz:

Community-Statistik

in 33 Bibliotheken

auf 11 Wunschlisten

von 2 Lesern aktuell gelesen

von 15 Lesern gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks