Florian Herb Der Tag, an dem Lotto-Klara in mein Taxi stieg

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Inhaltsangabe zu „Der Tag, an dem Lotto-Klara in mein Taxi stieg“ von Florian Herb

Eigentlich sieht die ältere Dame ganz normal aus, die morgens in Alvaros Taxi steigt. Auch dass sie sich erst zum Hauptbahnhof und dann doch zum Flughafen fahren lässt, macht ihn nicht stutzig. Aber warum lässt sie ihren geblümten Rollkoffer nicht los? Bevor Alvaro sich versieht, ist er mit Klara Lüdtke und einer Million in bar auf dem Weg von Berlin nach Andalusien verfolgt von Klaras Verwandtschaft und von Alvaros Chef, der sein Taxi zurück will ...

Wunderbare Selbstfindung und Reise

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Mein Geheimtipp und Überraschungsbuch der letzten Wochen!

— Anka2010
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Einfach schön!

— Monika58097
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Ein herzerfrischender, humorvoller Road-Trip mit einigen ernsten Momenten - eine gelungene Mischung. Ich liebe die Romane von Florian Herb.

— Cappuccino-Mama
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Eine Reise in einem Taxi, die am Ende zum eigenen Ich führt. Ein gelungener Unterhaltungsroman.

— ClaudisGedankenwelt
ClaudisGedankenwelt

Tolles humorvolles Buch

— Steph86
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Sommerlektüre zum dahinschmlezen

— DaveSp91
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Sehr amüsante Sommerlektüre, die auch etwas zum Nachdenken anregt, mit liebevoll herausgearbeiteten Charakteren und lustiger Geschichte.

— Melancholia
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Dies Buch macht einfach Spaß!!

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  • Das waren vergnüüügliche Lesestunden!!!

    Der Tag, an dem Lotto-Klara in mein Taxi stieg
    numinala

    numinala

    04. June 2017 um 17:40

    Alvaro wacht in der Nacht schweißgebadet auf und fragt sich, was er aus seinem Leben gemacht hat. Vor acht Jahren verließ er sein Heimatdorf in Andalusien um in die groooosse weite Welt zu ziehen und gelandet ist er in Berlin Kreuzberg und fährt Taxi. Kann das schon alles gewesen sein? War seine Entscheidung richtig? Und warum vermisst er auf einmal seine Heimat so wahnsinnig? Da hilft es auch nicht, dass sein Chef ihm an diesem Tag seine neuste Errungenschaft anvertraut: einen 69er Chevrolet Camaro – ein richtiger Hingucker-Ami-Schlitten. Ausgerechnet heute… Doch dann ändert sich plötzlich alles… denn auf einmal klopft eine ältere Dame an seine Beifahrerscheibe und bittet ihn sie zum Bahnhof zu fahren… anschließend zum Flughafen… und dann nach Paris… Damit beginnt für die beiden – Alvaro und Klara, die ältere Damen – eine Reise ins … Ungewisse, … ins Leben…, zu sich selbst! Fazit Titel und Cover schienen mir zu sagen, dass es sich bei diesem Buch um eine witzige Sommerkomödie handelt, aber nee…. es ist eher ein humorig, fein- und tiefsinniger Roadtrip mit integrierten Lebensweisheiten von liebenswerten Protagonisten, eingebunden in eine wundervolle Umgebung. Kann man das so sagen? Jo, das trifft es glaub ich ganz gut. Die Geschichte nimmt einen von der ersten Seite an mit und spätestens bei Alvaros Vermieterin  - Kerstin, 2 m groß mit Vollbart, die Alvaro unter ihre Fittiche genommen hat, ist man eingebunden. Die Reise mit Klara, der unglücklichen Hausfrau und Mutter, nimmt den Leser mit an wunderschöne Orte und lässt einen mit den Protagonisten bangen, hoffen, träumen, wachsen und natürlich auch schmunzeln und das nicht zu knapp. Tja erstaunlicherweise muss es also gar nicht immer ein Krimi sein – nein, auch ein Roman bietet durchaus vergnügliche Lesestunden. Ich gebe also zu: mir hat das Buch gut gefallen! :0) Viele Grüße von der Numi

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  • Der Tag, an dem Lotta-Klara in mein Taxi stieg

    Der Tag, an dem Lotto-Klara in mein Taxi stieg
    leniks

    leniks

    24. July 2016 um 17:51

    Dieses Buch ist mir im letzten Jahr in der Bahnhofsbuchhandlung wegen des tollen Covers aufgefallen. Nachdem lesen des Klappentextes war es sofort meines. Leider habe ich es erst jetzt geschafft es zu lesen. Nun ja, aber es hat sich gelohnt. Zunächst wird uns der Taxifahrer Alvaros vorgestellt. Er wohnt im Haus von Kerstin, die seine Vermieterin. Alvaro vermisst was in seinem Leben und möchte es wiederfinden. Dann gibt es seinen Chef Cemal der ein Taxiunternehmen hat, er hat sich einen amerikanischen Schlitten angeschafft und Alvaro darf ihn nun fahren. Irgendwann im laufe seines Arbeitstages steigt Klara zu ihm ins Taxi. Nun ja zunächst einmal muss er ihr Gepäck verstauen. Allerdings ihren Trolley und die Pozellandose gibt sie nicht aus der Hand. Ganz besonders schön finde ich das hier mächtig berlinert wird. Ein tolle Reisebeschreibung von Berlin nach Paris, Nizza, Barcelona nach Andalusien. Dieses Buch bekommt meine absolute Leseempfehlung. Es umfasst 250 Seiten verteilt auf 17 Kapitel. Wunderbar.

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  • Leserunde zu "Bücherwürmer und Leseratten" von Bettina Mähler

    Bücherwürmer und Leseratten
    ChattysBuecherblog

    ChattysBuecherblog

    Wie Ihr aus dem Titel entnehmen könnt, treffen sich hier die Bücherwürmer und Leseratten. Und zwar zum gemeinsamen SUB-Abbau. Oft stehen wir vor dem Regal und fragen uns, welches Buch wir als nächstes lesen sollen.  Hier kommt die Lösung. Wir lesen einfach nach einem Monatsmotto. Das Ganze funktioniert so: Ich gebe jeweils zum Monatsanfang ein neues Motto bekannt (siehe Unterthema) und dann heißt es: ran an die Bücher...ran an den SUB. Viel Spaß!

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  • Eine schöne Geschichte, die aber eine mangelhafte Gestaltung hat

    Der Tag, an dem Lotto-Klara in mein Taxi stieg
    EmmaZecka

    EmmaZecka

    03. March 2016 um 21:33

    Immer wieder bin ich auf der Suche nach humorvollen Geschichten, die aber nicht irgendeine platte, oberflächliche Handlung haben. Ihr lest: Meine Ansprüche sind da ziemlich hoch und nicht so leicht zufrieden zu stellen. Wieder mal bin ich einer Buchempfehlung von Anka gefolgt. Und zwar stellte sie in einem ihrer Wochenrückblicke "die Lotto-Klara" vor. Mein Interesse für die Geschichte war geweckt und an Weihnachten 2015 durfte der Roman auch bei mir einziehen.  Bei einigen Bloggern kam das Cover nicht so gut an. Ich verstand erst gar nicht warum. Doch jetzt, wo ich "Der Tag an dem Lotto-Klara in mein Taxi stieg" beendet habe, kann ich die Kritik nachvollziehen. Für die Gestaltung kann ich diesmal leider keinen Punkt vergeben. Der Klappentext, den ich oben zitiere, passt zwar besser zu der Geschichte als der Text, der auf dem Buch abgedruckt ist. Allerdings untermalen weder Klappentext noch Cover den Roman, die von zwei Menschen handeln, die auf der Suche nach sich selbst sind. Und genau das, nämlich eine Geschichte untermalen, oder zumindest neugierig auf das neue Abenteuer machen, ist ja Ziel der Gestaltung oder?  Inhaltlich präsentiert uns Florian Herb eine sehr feine, beinahe leise Geschichte. Taxifahrer Alvaro ist unglücklich. Als Studienabbrecher geht er von Party zu Party. Doch eines Tages merkt er, dass ihn dieses Leben nicht mehr erfüllt. Doch was möchte er wirklich? Oder besser gesagt: Was macht ihn, Alvaro, überhaupt aus?  Die ältere Dame Klara, weiß gar nicht, wie ihr geschieht, als sie dank dem Geburtstagsgeschenks ihres Sohnes - ein Rubbellos wohlbemerkt - zur Millionärin wird. Die Freude der Familie ist groß. Sohn Rüdiger kann seine Schulden begleichen, Klaras Ehemann möchte sich das lang erträumte Ferienhaus in Rügen kaufen. Und Angelika, die eigentlich materielle Gegenstände verachtet, kann also endlich nach Indien fahren. Doch wer fragt Klara, was sie möchte?  Florian Herb schafft es, die Emotionen unserer beiden Protagonisten glaubhaft zu transportieren. Die Zerrissenheit, der Wunsch nach Liebe und dem Gefühl eine Heimat zu haben, kam bei mir als Leser definitiv an. Zudem kommt Florian Herb ohne viele Worte aus, sondern beschränkt sich auf sprachliche Bilder. Gerade seine Situationsbeschreibungen haben mir gefallen. Beispielsweise beweist er, einen guten Blick fürs Detail als er uns einen Chefportier eines Hotels vorstellt. Auch Herbs Dialoge haben es mir angetan. Besonders die Gespräche zwischen Cemal und anderen Personen haben mich gut unterhalten.  Florian Herb hat in "Der Tag an dem Lotto-Klara in mein Taxi stieg" vielseitige Charaktere erschaffen. Von dem leicht pessimistisch angehauchten Alvaro, bis hin zu dem alt eingesessenen Berliner Cemal, der seine Heimatstadt nun das erste Mal verlassen muss, ist alles vorhanden.  Allerdings konnte mich der Spannungsbogen der Geschichte nicht ganz packen. Deswegen muss ich auch hier nochmal einen halben Punkt abziehen. Als die ersten Prioritäten geklärt waren, wusste ich nicht ganz, worauf die Geschichte nun hinaus möchte. Jedoch nahm der Roman schnell wieder an Fahrt auf.  Was den Gesamteindruck betrifft, bin ich positiv überrascht von den Abenteuern der Lotto-Klara und ihrem andalusischen Begleiter. Ich hatte eigentlich mit einer humorvollen Geschichte im Tommy Jaud Stil gerechnet. Damit bin ich aber weit gefehlt. Sehr gerne würde ich eine Verfilmung von "An dem Tag als Lotto-Klara in mein Taxi stieg" sehen. Einfach aus dem Grund, weil ich glaube, dass die nonverbalen Parts hier sehr gut zur Geltung kommen würden.  Wer Geschichten mit der richtigen Portion Tiefgründigkeit und dem perfekten Spritzer Witz mag, sollte unbedingt mal zu "An dem Tag, als Lotto-Klara in mein Taxi stieg" greifen. 

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  • Roadtrip mit Taxi

    Der Tag, an dem Lotto-Klara in mein Taxi stieg
    Katzenpersonal_Kleeblatt

    Katzenpersonal_Kleeblatt

    18. January 2016 um 20:07

    Alvaro ist der beste Fahrer in Cemals Taxiunternehmen. Genau aus diesem Grund hat er ihm ein neues Fahrzeug zur Verfügung, nicht irgendein normales Auto, sondern einen '69 Chevrolet Camaro. Ein Auto wie aus einem amerikanischen Gangsterfilm. Alvaro ist entsetzt, dass er nun dieses Auto fahren soll, lässt sich aber breitschlagen. Das Auto fällt dermaßen auf der Straße auf, dass nur Bekloppte und Angeber seine ersten Fahrgäste sind, die mal eben um die Ecke gefahren werden wollen. Bis dann plötzlich eine kleine alte Dame mit Koffern vor seinem Auto steht und zum Bahnhof gebracht werden will. Aus der Fahrt zum Bahnhof wird eine zum Flughafen, die schließlich in eine Fahrt nach Paris weitergeht. Das ist Alvaro nur recht, steht er doch gerade an einer Stelle, an der es in seinem Leben nicht so recht weiterging und er mal raus wollte. Das kann er nun mit der Fahrt endlich umsetzen, denn die Fahrt endet in Paris noch lange nicht. Anfangs weiß Alvaro nicht, dass die kleine alte Frau Klara Lüdtke ist, die sich so eben vor ihrer Familie aus dem Staub macht, mit 1 Mio. € im Gepäck, die sie mit einem Rubbellos gewonnen hat. Das Geld war noch nicht einmal da, da haben Mann und Kinder das Geld schon in Gedanken ausgegeben, für ihre eigenen Belange, ohne daran zu denken, dass auch ihre Frau/Mutter Bedürfnisse hat. Bedürfnisse und Wünsche, die sie schon seit Jahren unterdrückt. Wann, wenn nicht jetzt, sagt sich Klara und macht sich auf den Weg nach Paris, wo sie schon immer einmal hin wollte. Klar, dass die Familie entsetzt ist, dass die Frau und Mutter verschwunden ist, vor allem, dass das Geld verschwunden ist und schon machen sie sich auf den Weg, um Klara zu folgen. Ebenso macht sich Cemal, der stolz darauf ist, noch nie aus Berlin rausgekommen zu sein, auf den Weg, um sein Taxi zu holen. In Begleitung befindet sich die stämmige Kerstin, die früher mal Karsten hieß, die Vermieterin von Alvaro ist und sich Sorgen um ihn macht. Ein Road-Trip der besonderen Art, nicht geplant, sondern absolut spontan. Klara Lüdtke will nur weg von ihrer Familie, schnell weg sogar. Da es ihr nicht schnell genug ging am Bahnhof und auch nicht am Flughafen, entschließt sie sich kurzerhand, mit dem Taxi nach Paris zu fahren. Alvaro ist von der Idee begeistert und da die Fahrt auch bezahlt wird, lässt er sich darauf ein. Auf der Fahrt kommen sich der 26-jährige Alvaro und die 60-jährige Klara näher. Alvaro mag Klara, kommt sie ihm doch wie seine Mutter vor, die starb, als er 6 Jahre alt war und die jetzt auch 60 Jahre alt wäre. Es wird eine ereignisreiche Fahrt, die von Paris aus weiter nach Andalusien gehen wird. Die beiden lernen sich näher kennen, führen Gespräche, die sie nie vorher geführt haben. Klara fällt dabei auf, dass sie zu Hause nur als Gegenstand behandelt wurde, niemand hat je interessiert, was sie selbst wollte. Sie wurde in der Familie zur Selbstverständlichkeit. Alvaro, der seit Jahren schon in Deutschland lebt, konnte seinerzeit nicht schnell genug weg aus Spanien, von seinem Vater weg. Dieser macht ihm auch heute noch am Telefon immer nur Vorwürfe, ein Gespräch ist miteinander fast nicht möglich und doch empfindet Alvaro Sehnsucht nach ihm und seiner Heimat. Diese Fahrt wird nicht nur das Leben von Klara und Alvaro ändern, es ändert auch ihr Denken und Fühlen. Sie durchqueren wunderbare Landschaften, die der Autor dem Leser fantastisch nahebringen kann. Man hat stellenweise das Gefühl, das alles selbst zu sehen. Die Gespräche der beiden sind ehrlich und sie erzählen über sich und ihr trostloses und einsames Leben, das sie trotz der Menschen um sie herum führten. Sie lernen auf ihrer Fahrt Menschen kennen, die offen auf sie zugehen und die ihnen auch behilflich sind, die Klara sogar vor ihrer Familie schützen. Obwohl das Buch humorvoll geschrieben ist, lässt es doch einen Tick Ernsthaftigkeit zu.  Es hat zwei absolut sympathische Protagonisten, die man gern in seinem Freundeskreis hätte. Das Buch handelt von Vertrauen und Freundschaft wie auch dem Bedürfnis nach Selbstfindung- und -verwirklichung. Ich fühlte mich mit diesem Buch gut unterhalten und empfehle es gern weiter.

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  • Humorvolle Unterhaltung!

    Der Tag, an dem Lotto-Klara in mein Taxi stieg
    Samy86

    Samy86

    21. September 2015 um 10:42

    Inhalt: Alvaro Contente de Ayllon liebt seinen Beruf als Taxifahrer, denn er lernt immer neue Menschen kennen und erfährt viele interessante Geschichten. Umso verwunderter ist er als die unscheinbare ältere Dame in sein Taxi steigt und er selbst Teil einer solchen Geschichte wird.  Ist zu Beginn der Taxifahrt nichts merkwürdiges zu erahnen, so ist er umso verwunderter, dass er sich plötzlich Mitten in einer abenteuerlichen Reise quer durchs Land befindet das Ziel Andalusien. Oder sollte man eher sagen auf einer Hetzjagd quer durchs Land mit dem Ziel vor Augen heil in Andalusien anzukommen? Denn die unscheinbare ältere Dame hat ein wertvolles Gepäckstück mit an Bord! Der geblümte Rollkoffer beinhaltet 1 Millionen in bar und lockt natürlich die Verwandten von Lotto-Karla an, welche gern ein Stückchen des enormen Kuchens abhaben wollen... Aber auch Alvaros Chef ist ihnen dicht auf den Fersen, denn auch er möchte etwas wieder haben, nämlich sein Taxi! Meine Meinung: Florian Herb weiß ganz genau wie er seine Leser grandios unterhaltet und binnen von wenigen Sätzen in seine Handlung einbindet, sehr gut unterhaltet und zugleich vor Lachen auf dem Boden kringeln lässt. So schafft er es auch locker mit schrägen Protagonisten, einer humorvoll gestalteten Handlung und dem perfekten Abenteuer den Leser auf eine sehr unterhaltsame Reise an der Seite von Karla & Alvaro zu entführen aus der es so schnell kein Entkommen gibt.  Sein Schreibstil ist einzigartig. Flüssig, mit einem Hauch schwarzen Humors und einer lockeren Art gespickt vermittelt er gekonnt den gewünschten Inhalt und zieht den Leser in seinen Bann. Die unzähligen Protagonisten, denen man während der Reise begegnet habe ihren eigenen Erzählstrang und so kommt man ihnen sehr nah und kann zu jedem einzelnen locker eine Bindung aufbauen.  Am besten gefielen mir die Taxiinsassen Karla und Alvaro.  Karla ist die 60 Jährige Lotto-Gewinnerin, die ihrem alten Leben abdanken möchte. Hat sie bis jetzt immer das ruhige Hausmütterchen gemimt so möchte sie nun endlich einmal durchstarten, etwas erleben. Kurz entschlossen führt sie so der Weg ins Taxi von Alvaro und kurzer Hand Richtung Andalusien. Sie ist sehr taff, zielstrebig und steckt voller Abenteuerlust. Obwohl sie für ihre 60 Jahre sehr altbacken dargestellt ist, hat sie mich schnell von ihrem Vorhaben überzeugt. So ging es auch Alvaro, der sich von Klaras Art schnell anstecken gelassen hat. Am meisten zeichnet ihn jedoch sein großes Herz und die enorme Hilfsbereitschaft aus, was ihn persönlich schnell zu einem großen Sympathieträger heran wachsen lässt. Das Cover ist ein Farbenspiel und hat etwas altes karikaturistisches an sich. Aber genauso wie die Handlung an sich, ist es humorvoll und sehr aussagekräftig gehalten. Um es auf den Punkt zu bringen: " Das Cover setzt ein Zeichen und ist in Sich stimmig mit dem was den Leser als Inhalt erwartet!" Fazit: Auf geht es nach Andalusien. Der Weg ist steinig und hart, aber mit viel Humor und schrägen Protagonisten an Bord, kommt einem der Weg gar nicht so lang und schrecklich vor! Eine tolle humorvolle Unterhaltung, welche man nicht verpassen sollte!  Somit entpuppt sich dieses Buch auch als glasklare Leseempfehlung!  

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  • Lesehighlight!

    Der Tag, an dem Lotto-Klara in mein Taxi stieg
    Anka2010

    Anka2010

    14. September 2015 um 19:48

    Dieses Buch konnte mich vor Kurzem ganz besonders überraschen. Auf den ersten Blick suggeriert das Cover eine seichte 0815-Roadtrip-Komödie, doch in "Der Tag, an dem Lotto-Klara in mein Taxi stieg" steckt so viel mehr! Es ist eine Liebeserklärung ans Leben, eine Geschichte über Freiheit, Freundschaft, Familie und die Liebe zu sich selbst, aufgelockert durch einen humorvollen und wunderschönen Roadtrip von Berlin über Paris und Barcelona nach Andalusien. Diese längste Taxifahrt meines Lebens durfte ich mit der 60-jährigen Lotto-Gewinnerin Klara Lüdtke und dem 26-jährigen Berliner Taxifahrer Alvaro erleben - zwei wunderbare, liebenswerte Protagonisten, die ich schnell ins Herz schließen konnte. 

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  • Einfach schön!

    Der Tag, an dem Lotto-Klara in mein Taxi stieg
    Monika58097

    Monika58097

    13. September 2015 um 11:34

    Die 60-jährige Klara Lüdtke bekommt von ihrem Sohn ein Los geschenkt. Für ihn eher ein Verlegenheitsgeschenk, für Klara jedoch der Hauptgewinn! Schnell merkt sie jedoch, dass ihre Familie nur eines im Sinn hat - ihr gewonnenes Geld. Der geblümte Rollkoffer ist schnell gepackt, das Taxi fix zur Stelle. Eigentlich möchte sich Klara nur zum Bahnhof fahren lassen, doch da geht gerade gar nichts. Also weiter zum Flughafen. Auch hier hat sie Pech. Dabei möchte sie eigentlich erstmal nur nach Paris fahren. Paris - ihr großer Traum. Ihren langweiligen Ehemann, der Jahr für Jahr immer nur nach Rügen fahren will, kann sie für die Umsetzung ihrer Träume längst nicht mehr begeistern. Was bleibt also zu tun? Klara haut ab! Alvaro, der Taxi-Fahrer hat geglaubt, er hätte wieder eine der üblichen langweiligen Fahrten vor sich, doch, was dann passiert, das hätte er sich im Leben nicht träumen lassen. Erst fährt er mit der älteren Dame nach Paris. Dann geht es weiter nach Südspanien, in seine Heimat. Wird er sich hier mit seinem Vater versöhnen? Und was ist überhaupt mit Klaras Familie? Ist sie ihr tatsächlich auf den Fersen? "Der Tag, an dem Lotto-Klara in mein Taxi stieg" - als ich das Buch aus den Umschlag befreite, dachte ich erst, oh, ein lustiger Roman mit einer alten Dame! Doch dieser Roman ist viel mehr. Es geht hier um weitaus mehr, als um eine ältere Dame, die mit ihrem gewonnenen Geld auf große Tour geht. Es geht um Gefühle, um Träume und nicht nur um Klaras Träume. So unterschiedlich Klara und ihr Taxi-Fahrer Alvaro auch sein mögen, sie haben doch ziemlich viel gemeinsam. Einen öden Alltag, nicht gelebte Träume. Ein Roman, der einen die Stunden nur so vergessen lässt. Klara, die ältere Dame, die dem Leser sofort ans Herz wächst. Wie sie da so steht mit ihrem geblümten Koffer - einfach zu schön! Alvaro und sein Chef Cemal, der mehr berlinert, als manch Berliner selbst. Und nicht zu vergessen Kerstin. Kerstin mit dem Vollbart, die dafür sorgt, dass Alvaro noch einmal in seine Heimat fährt. "Der Tag, an dem Lotto-Klara in mein Taxi stieg" - ein charmantes Lesevergnügen mit ganz viel Wäre und einer mitreißenden Leichtigkeit!

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  • Leserunde zu "Der Tag, an dem Lotto-Klara in mein Taxi stieg" von Florian Herb

    Der Tag, an dem Lotto-Klara in mein Taxi stieg
    herb

    herb

    Liebe Lovelybookistinnen/isten, voller Stolz möchte ich heute euch meinen dritten Roman "Der Tag, an dem Lotto-Klara in mein Taxi stieg" vorstellen, der wiederum im besten Verlag der Welt - Ullstein aus Berlin! - erschienen ist. In dem Buch geht es um einen floral bedruckten Koffer, den spanischen Wirtschaftsflüchtling Alvaro, der in Berlin als Taxifahrer arbeitet und Klara Lüdtke, die zu ihrem sechzigsten Geburtstag einen Küchenvollautomat bekommt, und diese Maschine und ihr altes Leben nicht mehr hinnehmen mag. Das Schicksal und eine Lottogewinn fügen beide zusammen. Und gemeinsam reisen sie in Alvaros Taxi zuerst nach Paris, der Stadt der Liebe, nach Nizza, um über die Corniche zu brausen, nach Barcelona und letztendlich nach Granada um zu sich selbst und die große Liebe zu finden. Verfolgt werden sie dabei von Klaras Familie, die einen Teil vom Geldkuchen abbekommen will und Alvaros Chef, Cemal, der seinen Wagen wiederhaben möchte.... Ein Amüsantes, wie ebenso anrührendes Sommer-Leseerlebnis! Wer eines von den 15 bereitgestellten Exemplaren ergattern möchte, sich aktiv mit mir in die Leserunde schwingen will und dazu noch bereit ist im Anschluss eine ehrliche Rezension in der virtuellen Realität zu hinterlassen, der möchte mir doch bitte folgende zwei Fragen beantworten: 1. Wohin würdet ihr gerne entfliehen, wenn plötzlich ein Taxi vor eurer Tür stehen würde und ihr die Route bestimmen dürftet 2. Nach was sucht Alvaro des Nachts verzweifelt in seiner Wohnung? Hier geht es zur Leseprobe Ich freue mich auf euch! Euer Florian Facebook  

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    • 205
  • Ein neues Leben für Klara Lüdtke

    Der Tag, an dem Lotto-Klara in mein Taxi stieg
    Cappuccino-Mama

    Cappuccino-Mama

    11. September 2015 um 10:55

    Aller guten Dinge sind drei – in diesem Sinne lese ich nun bereits mein drittes Buch von Florian Herb. Der Autor konnte mich bislang immer mit seinen Büchern wunderbar unterhalten. Diesmal begleite ich Lotto-Klara und Taxifahrer Alvaro auf ihrer abenteuerlichen Reise von Berlin nach Andalusien. Das Cover: Das matte Cover besteht aus einem sonnigen, gelben Hintergrund, der nach oben hin in ein Grün übergeht. Im Hintergrund ist eine hügelige Landschaft und davor eine weitläufige Stadt zu sehen, die sehr mediterran aussieht – sowohl die Bauart der Häuser als auch die Bäume erinnern an den Süden. Dieses Motiv setzt sich über den Buchrücken hinweg bis auf die Buchrückseite fort, was mir immer sehr gut gefällt – ein Cover mit „Rundumblick“. Der leicht bogenförmig angeordnete Buchtitel ist in Rot und Weiß gehalten und leicht glänzend hervorgehoben. Ebenfalls glänzend dargestellt ist das Buchmotiv – ein roter Oldtimer mit der Aufschrift „Taxi“, auf dem Dach sind drei riesige Koffer gestapelt, und aus dem Fenster schaut eine alte Dame mit einem mintfarbenen Kostüm und einem ebensolchen Hut auf dem Kopf. Die Handlung: Der Berliner Taxifahrer Alvaro Contente de Ayllon befindet sich gerade in einer Sinnkrise, als eines Tages eine ältere Dame in einem mintgrünen Kostüm in sein Taxi einsteigt. Klara Lüdtke hat gerade mit einem Rubbellos eine Million im Lotto gewonnen. Spontan beschließt Klara ohne ihre egoistische Familie zu einer Reise aufzubrechen - schon lange träumt sie von einem Frühstück in Paris auf der Champs-Élysée. Zusammen mit Alvaro beginnt ihre Reise. Doch schon bald werden die beiden verfolgt – Klaras Familie will die 60jährige zurückholen und Alvaros Chef Cemal sein heißgeliebtes Taxi. Und dann ist da noch Klaras geblümter Rollkoffer, den sie wie ihren Augapfel hütet... Meine Meinung: Ich mag verrückte Geschichten und schräge Charaktere. Nachdem mich in Florian Herbs letztem Buch seine Protagonistin Liselotte begeistern konnte, war ich nun gespannt auf Klara. Und soviel sei verraten – ich wurde auch diesmal nicht enttäuscht. Der Text auf der Buchrückseite macht bereits neugierig: „Die Sechzigjährige, die die Haustür hinter sich abschloss, ins Taxi stieg und in Granada die Liebe suchte“. Alvaro Contente de Ayllon kam vor acht Jahren aus seinem Dorf am Fuße der Sierra Nevada nach Berlin. Der 26jährige Taxifahrer hat einen guten Charakter – er ist sehr zuverlässig und hilfsbereit. Eines Tages erhält er von seinem geschäftstüchtigen Chef Cemal ein ganz besonderes Taxi: Einen orangemetallic lackierten 69er Chevrolet Camaro, mit 425 PS unter der Motorhaube, der auch sofort sämtliche Blicke auf sich zieht. Dennoch fühlt Alvaro sich in Berlin unwohl und verspürt den Wunsch, die Hauptstadt zu verlassen. Dass Alvaro die Stadt plötzlich als kalt empfand, konnte meiner Meinung nach nur an seinem Heimweh liegen, das er plötzlich verspürte, denn schließlich hatte er hier ja auch einen Freundes- und Bekanntenkreis. Kerstin, die früher Karsten hieß, ist eine schillernde Person. Nach dem tödlichen Unfall seiner Eltern erbte er deren Miethaus. Kerstin, mit Männerbrüsten und Bierbauch ausgestattet, ließ sich die Haare wachsen (witzigerweise aber auch einen Vollbart – Conchita Wurst lässt grüßen). Aber Kerstin ist nicht nur Alvaros Vermieterin, sondern auch seine Kummerkasten“tante“ - und mitunter auch eine kleine Heulsuse. Ich mochte die feinfühlige Kerstin sehr gerne, und die Vorstellung von Kerstin, wie sie ihre Yogaübungen absolviert, ließ mich schmunzeln. Cemal Bozoglu bezeichnet sich als Berliner Urgestein – trotz seiner türkischen Wurzeln. Das Taxiunternehmen führt er in dritter Generation, und stolz darauf, „sein“ Berlin noch nie verlassen zu haben. Natürlich spricht er als „Urberliner“ auch Dialekt – ist ja wohl Ehrensache, oder? Ich mochte den geschäftstüchtigen Cemal sehr gerne, er ist seiner Frau Pinar ein liebevoller Ehemann und stolzer Vater von Zwillingen im Kleinkindalter. Ein Laster hat Cemal dennoch – der Verfasser des Taxi-Knigges (immer lächeln, kein Navi in Cemals Taxis,...) ist Kettenraucher (wobei ich hoffte, er würde das Rauchen aufgeben). Cemal im Taxi auf Verfolgungsjagd – wie habe ich mich amüsiert, als er da eine seiner selbstverfassten Regeln brechen musste. Und den berlinernden Cemal fand ich einfach köstlich und eine echte Bereicherung - ein strenger Chef, der aber auch seine weichen Seiten hatte. Klara Lüdtke war bis zu ihrem sechzigsten Geburtstag als Frau eines Lehrers stets die „brave“ Hausfrau. Doch den Millionengewinn sieht die zweifache Mutter als Wink des Schicksals – endlich will sie sich ihre eigenen Wünsche erfüllen, und nicht die der Familie. Auf mich wirkte Klara erst etwas unbeholfen und unsicher, jedoch sehr warmherzig und liebenswert. Jedoch fand ich sie etwas „altbacken“ dargestellt, und wäre das Alter nicht erwähnt worden, so hätte ich Klara älter geschätzt – eher auf 75 bis 80 Jahre, denn mit sechzig Jahren wirkt man heutzutage ja meist noch nicht wirklich alt. Bewaffnet mit dem Zuckertopf, in dem sich ihre Ersparnisse befinden, und dem geblümten Trolley mit wertvollem Inhalt, wagt sie den Ausbruch aus dem Familiengefängnis. Gerhard, Klaras Mann, war Geschichtslehrer und ist nun Rentner. Zu gerne reist er mit seiner Frau auf die Insel Rügen. Wie man das gewonnene Geld sinnvoll einsetzen kann, ist für ihn ganz klar: Er wünscht sich ein Ferienhaus auf seiner Lieblingsinsel. Ich fand Gerhard unmöglich – er war mir unsympathisch und ich fand ihn einfach nur egoistisch. Seine Frau sollte das ganze gemeinsame Leben lang stets das tun, was Gerhard wünschte – nie fragte er danach, welche Bedürfnisse sie eigentlich hatte – Heim, Herd, Familie – daraus sollte Gerhards Meinung nach Klaras Welt bestehen. Meine Wünsche sind auch deine Wünsche – davon ging Gerhard ganz offensichtlich aus. Sohn Rüdiger ist verschuldet, weil er stets gerne über seine Verhältnisse gelebt hat. Unglücklicherweise hatte er das Rubbellos mit dem Millionengewinn seiner Mutter gegeben, weil er wieder einmal kein Geschenk für Klara hatte. Da kommt der Lottogewinn gerade zur richtigen Zeit, denn nun kann seine Mutter ihm auch finanziell unter die Arme greifen. Ich fand Rüdiger einfach nur egoistisch und unsympathisch – seiner Mutter brachte er keine Wertschätzung entgegen, wobei dies aber bei so einem Vater auch kein Wunder war. Angelika ist Klaras und Gerhards Tochter, esoterisch angehaucht und daher mitunter auch etwas weltfremd. So träumt sie davon, einmal nach Indien zu reisen, da kommt Klaras Lottogewinn ihr gerade recht. Um Klara zu finden, greift ihre Familie zu den absurdesten Mitteln – Ossietzky, der technikbegeisterte Nachbar der Lüdtkes und zugleich ein alter Ex-Stasi-Mann soll dem „Genossen“ Gerhard helfen, Klara ausfindig zu machen. Natürlich hat „Genosse Ossietzky“ dabei auch seine Hintergedanken – er fordert eine fürstliche Entlohnung, stellt sogar sein Auto zur Verfügung. Doch der Wagen entpuppt sich als Reinfall, und so nimmt die Familie in einem schrottreifen Wartburg die Verfolgung auf. Cemal indessen verlässt das erste Mal im Leben „sein“ geliebtes Berlin – begleitet von Kerstin. Florian Herb hat insofern alle Mittel genutzt, eine ereignisreiche Verfolgungsfahrt zu konstruieren, die natürlich nicht ohne Pannen verläuft – sehr zur Freude der Leserschaft. Sehr gerne mochte ich Mustapha Dahlep. Für mich war der Chefportier des Hotels Negresco in Nizza ein Mann mit Herz und Hirn, mit dem Mut, auch mal außergewöhnliche Wege zu gehen. Durch seine berufsbedingte Menschenkenntnis weiß er genau, wer es wert ist, dass ihm geholfen wird – und wer nicht. Mir gefiel sehr gut die Erzählperspektive – durch den Erzählstil erhielt man als Leser Einblick in die Gefühle und Gedanken der jeweiligen Protagonisten – mal wurde aus Sicht von Alvaro, dann aus der von Klara, ihrer Familie und Cemal berichtet. Die Handlung war zwar sehr humorvoll und ich musste beim Lesen oft lauthals lachen, aber dennoch hat das Buch auch seine ernsten Momente – sei es die Einsamkeit oder der Verlust eines geliebten Menschen – ob durch den Tod oder dadurch, dass man sich emotional voneinander entfernt hat. Sehr schön fand ich, wie das Thema Freundschaft umgesetzt wurde. Wildfremde Menschen treffen aufeinander, entdecken Gemeinsamkeiten, finden sich sympathisch und irgendwann wurden aus Fremden Freunde. Ebenfalls sehr gut gefiel mir vor allem das Verhältnis der Personen zueinander. Cemal, daheim ein fürsorglicher Familienvater und liebevoller Ehemann, hat nun Kerstin als Reisegefährtin. Die beiden sind ein gutes Team und am Schluss hat sich das Vertrauensverhältnis so sehr gefestigt, dass Cemal einen tollen Einfall hat, der die Lösung eines persönlichen Problems ist. Klara und Alvaro entwickeln während der gemeinsamen Reise fast schon ein Mutter-Sohn-Verhältnis. Klara ist vom eigenen, egoistischen Sohn zutiefst enttäuscht, während Alvaros Verhältnis zu seinem Vater sehr getrübt und recht problematisch ist. Der Tod der Mutter hat die beiden nicht zusammengeschweisst, sondern sie vielmehr entzweit. Klara macht im Verlauf des Road-Trips eine positive Wandlung durch – aus dem unsicheren Mauerblümchen entwickelt sich langsam eine Frau mit Eigenverantwortung und Selbstbewusstsein. Und so wird Klara für Alvaro sozusagen eine mütterliche Freundin. Unterteilt ist das 251seitige Buch in 17 Kapitel. Das bedeutet, dass diese eine für mich angenehme Länge haben, weil man, wenn man mal weniger Zeit zum Lesen hat, eines oder mehrere Kapitel lesen kann, ohne den Zusammenhang zu verlieren. Der Schreibstil ist flüssig und man kann das Buch kaum aus der Hand legen, mich hat es von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Und gerne wäre ich mit Alvaro und Klara noch weitergereist. Lokalkolorit ist im Buch natürlich reichlich vorhanden, sei es in Berlin, wo beispielsweise der Flughafen Tegel erwähnt wird, aber auch in Paris trifft man auf verschiedene Sehenswürdigkeiten, so z. B. die Champs-Élysées, wo Klara einen (vollkommen überteuerten) Milchkaffee trinkt. Dann geht die Reise weiter nach Nizza , wo Klara sich auf die Spuren der Schauspielerin Grace Kelly begibt – einmal wie im Film „Über den Dächern von Nizza“ die Serpentinen hinab fahren, das wäre zu schön um wahr zu sein. Der Roadtrip führt Alvaro und Klara schließlich nach Spanien. In Barcelona darf man dabei sein, wie sich Klara auf die Spuren des berühmten Architekten Antonio Gaudi begibt. Dort über Granada besuchen sie die Alhambra, die historische Burganlage mit den bezaubernden Gärten. Schade fand ich lediglich, dass die Reiseroute nicht als Karte im Buch vorhanden war, da ich gerne auf einen Lageplan zurückgreife um mich zu orientieren. Alles in allem möchte ich feststellen, dass die Schilderungen sehr stimmungsvoll waren. Dieser Roman hat wieder einmal eindrucksvoll gezeigt, dass es nie zu spät ist, ein neues Leben zu beginnen. Damit hat der Autor das Thema seines letzten Buches nochmals aufgegriffen - Liselotte musste nach dem Tod ihres Mannes ebenfalls ein neues Leben beginnen und knüpfte ebenfalls Freundschaften zu Menschen, die auf den ersten Blick nichts mit ihr gemeinsam hatten. Aber natürlich hat Florian Herb die Thematik diesmal vollkommen neu umgesetzt – in Form eines turbulenten, unterhaltsamen Road-Trips. Der Roman ist für mich zwar kein typischer „Sommer-Roman“, aber ein temporeicher Urlaubsroman, der jede Jahreszeit bereichert. Fazit: Im Camaro durch Europa - zwei einsame Herzen, unerfüllte Träume und ein gemeinsames Ziel. DER TAG, AN DEM LOTTO-KLARA IN MEIN TAXI STIEG ist ein wunderbar herzerfrischender, humorvoller und zugleich auch warmherziger und zauberhafter Roman, der es schaffte, mich voll und ganz zu überzeugen. Wieder einmal zeigte sich, dass es nie zu spät ist, ein neues Leben zu beginnen. Dabei gefiel mir sehr gut, wie das Thema Freundschaft umgesetzt wurde. Von mir erhält dieses Buch eine absolute Leseempfehlung und damit 5 Sterne.

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  • Eine Rundreise mit zwei sehr sympathischen Protagonisten

    Der Tag, an dem Lotto-Klara in mein Taxi stieg
    ClaudisGedankenwelt

    ClaudisGedankenwelt

    03. September 2015 um 17:19

    Inhalt: Alvaro ist 26 Jahre alt, Taxifahrer und lebt seit Jahren in Berlin. Wirklich herausgekommen ist er seit langem nicht, der Kontakt zum Vater schlecht. Auch eine Partnerin hat er nicht. Kurzum, er hat das Gefühl nichts aus sich gemacht zu haben und eine einzige Enttäuschung für seinen Vater zu sein. Klara ist gerade 60 geworden und hat von ihrem Sohn zum Geburtstag ein Rubbellos bekommen, weil er schlicht vergessen hat was zu kaufen für seine Mutter. Als sie den Hauptgewinn von 1 Million Euro freirubbelt freut sich niemand am Tisch wirklich für die alte Frau, sondern alle schmieden eigene Pläne mit dem Geld. Also geht sich Klara einkleiden, holt den Gewinn ab und landet bei Alvaro im Taxi. Der wundert sich zunächst noch nicht als die Reise erst an den Bahnhof und dann an den Flughafen gehen soll. Und bevor er sichs versieht ist er mit Klara und der Lotto-Million auf dem Weg von Berlin nach Andalusien gefolgt von Klaras Familie, die gern ihren Anteil hätte und von Alvaros Chef, der sein Taxi zurück möchte. Rezension: Zunächst einmal lernte ich Alvaro und sein nicht gerade zufriedenstellendes Leben kennen. Ständig fragt er sich ob er nicht noch etwas tun könne um mehr Sinn in sein Leben zu bringen. Seine etwas spezielle Vermieterin Kerstin rät ihm sich auf die Suche nach sich selbst zu machen. Dann taucht plötzlich Klara mit ihren Koffern auf und steigt zu ihm ins Taxi. Klara lernt man erst nach und nach kennen. Sie war aber vom ersten Augenblick an sehr sympathisch und großmütterlich. Man hätte die kleine zierliche alte Dame am liebsten mal umarmen wollen. Und damit geht die Reise der beiden dann auch schon los. Jeder der beiden Protagonisten sucht etwas anderes im Leben. Alvaro sucht den Frieden mit seiner Familie und den Sinn in seinem Leben. Er möchte sich endlich selbst verwirklichen und weiß noch nicht recht wie er das beginnen soll. Klara möchte in erster Linie weg von ihrer Familie und möchte sich endlich ein paar lang gehegte Träume erfüllen. Zu Hause hat sie ohnehin niemand mehr richtig beachtet und auch die Ehe mit ihrem Mann beschränkt sich aufs kochen, bügeln und putzen für Klara. Die große Liebe ist verflogen. Der Autor hat es geschafft mich mit seinen wundervollen Landschaftsbeschreibungen mit auf die Reise zu nehmen. Man hatte beim Lesen das Gefühl er habe die ganze Strecke selbst befahren und versucht dies mit seinen Worten aufs Papier zu bringen. Das hat mir wirklich gut gefallen. Auch versucht dieser Roman, trotz unbestreitbar lustiger Momente, nicht krampfhaft witzig zu sein. Keiner dieser Augenblicke wirkte erzwungen. Einige der Dialoge wirkten etwas weit hergeholt für mich, das hat jedoch dem Lesevergnügen keinen Abbruch getan. An einigen Stellen geht der Roman auch etwas tiefer und so beginnt man sich schon zu fragen ob man im Leben alles geschafft hat was man erreichen wollte. Denn es geht in dem Roman nicht nur darum das eigene ich zu finden, sondern auch um die Selbstverwirklichung, um Liebe, Glück und Freundschaft. Fazit: Ein unterhaltsamer Roadtrip mit zwei sympathischen Protagonisten an Bord, der nicht nur durch Komik besticht, sondern auch durch einige ruhige Töne und tolle Landschaften.

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  • Der Tag an dem Lotto- Klara in mein Taxi stieg

    Der Tag, an dem Lotto-Klara in mein Taxi stieg
    Steph86

    Steph86

    01. September 2015 um 15:55

    Buchinhalt In dem Buch geht es um einen floral bedruckten Koffer, den spanischen Wirtschaftsflüchtling Alvaro, der in Berlin als Taxifahrer arbeitet und Klara Lüdtke, die zu ihrem sechzigsten Geburtstag einen Küchenvollautomat bekommt, und diese Maschine und ihr altes Leben nicht mehr hinnehmen mag. Das Schicksal und eine Lottogewinn fügen beide zusammen. Und gemeinsam reisen sie in Alvaros Taxi zuerst nach Paris, der Stadt der Liebe, nach Nizza, um über die Corniche zu brausen, nach Barcelona und letztendlich nach Granada um zu sich selbst und die große Liebe zu finden. Verfolgt werden sie dabei von Klaras Familie, die einen Teil vom Geldkuchen abbekommen will und Alvaros Chef, Cemal, der seinen Wagen wiederhaben möchte....   Leseeindruck Ich muss gestehen, dass ich vor dem Lesen kaum Erwartungen an das Buch hatte, da ich eher Krimis lese. Aber ich lasse mich immer wieder eines Besseren belehren und habe mich aus diesem Grund auch hier für die Leserunde beworben. Und ich wurde eines besseren belehrt. Es war so ein tolles Buch. Es ist humorvoll gestaltet, aber regt gleichzeitig an vielen Stellen auch zum Nachdenken an. Ich müsste an mehren Stellen laut los lachen, was bei meiner Umgebung mit komischen Blicken registriert wurde, da ich selten zu Hause lese. Durch den tollen Schreibstil ist ein flüssiges Lesen des Buches möglich. Der Autor verwendet nur eine überschaubare Anzahl an Charakteren, aber arbeitet diese hervorragend heraus. In Klara kann man sich nur verlieben. Das Buch ist in 17 Kapitel auf 250 Seiten geschrieben, was eine "Etappen" lesen leichter macht. Aber ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Außerdem ist das Cover perfekt für dieses Buch. Ich werde das Buch natürlich weiter empfehlen und gebe 5 Sterne.

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  • Eine Reise nach Andalusien - DAS Sommer Must Have

    Der Tag, an dem Lotto-Klara in mein Taxi stieg
    zwischenZeilen

    zwischenZeilen

    15. August 2015 um 18:48

    Der Tag, an dem Lotto-Klara in mein Taxi stieg Klappentext: Eigendlich sieht die alte Dame ganz normal aus, die morgens in Alvaros Taxi steigt. Auch das sie sich erst zum Hauptbahnhof und dann doch zum Flughafen fahren lässt, macht ihn nicht stutzig. Aber warum lässt sie ihren geblümten Rollkoffer nicht los? Bevor Alvaro sich versieht, ist er mit Klara Lüdtke und einer Million in bar auf dem Weg von Berlin nach Andalusien-verfolgt von Klaras Verwandschaft und Alvaros Chef, der sein Taxi zurück will... Meine Meinung: Vom ersten Kapitel an konnte ich mich super in dieses Buch hineinversetzen. Es ist leicht verständlich geschrieben und hat einen super Handlungsstrang. Dieses Buch ist ein Lese Must-Have für den Sommer! Mit seiner Abenteuerlichen Handlung und der wilden reise ins sonnige Spanien fühlt man sich wie im Urlaub in einem Andalusischen Kaff ! Zwischendurch als die handlung ein wenig nach ließ kam das Buch etwas ins Stocken. Es war dann ziemlichlangatmig, und man musste sich kurz durchbeissen. Zum Glück waren diese Stellen selten zu finden und ich hatte dieses Buch in einem Rutsch durchgelesen! Fazit: Ich empfehle dieses Buch allen weiter! Es ist ein sehr sommerliches Buch welches einfach große Freude macht es zu lesen! Vielen Dank fürs Lesen meiner Rezension! Besonderen Dank an den Autor dieses Buches, Florian Herb, der mir ermöglicht hat es zu Testen! Danke an alle lieben Menschen in der Leserunde, mit denen man sich über jedes Kapitel super austauschen konnte!

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  • Klara Lüdtke und der Tripp ihres Lebens

    Der Tag, an dem Lotto-Klara in mein Taxi stieg
    Simi159

    Simi159

    15. August 2015 um 15:05

    Alvaro ist Taxifahrer in Berlin. Irgendwie ist er unzufrieden mit seinem Leben und möchte es verändern. Nur wie? Wenn man jeden Tag im Taxi festhängt und einem der Mut zum aussteigen fehlt. Bis Klara Lüdtke in sein Taxi steigt und ihn bittet, sie und ihr Gepäck zum Bahnhof zu bringen. Doch nicht nur das Wetter scheint verrück zu spielen. Und ehe es Alvaro richtig begreifen kann, ist er mit Klara auf einer Tour, die nicht nur sein Leben total verändern wird. Fazit: Dies ist ein unterhaltsamer Roman mit herzensguten Charakteren, die nur ihr eigenes Leben verändern wollen, oder wie Klara ein paar Träume verwirklichen will, und dabei das Leben aller Menschen um sie herum gleich mit verändern. Als Leser geht man mit auf diese verrückte Tour, von Berlin, über Paris und Nizza bis nach Spanien. Klara ist liebevoll, ein bisschen treudoof m Anfang, doch sie hat das Herz am rechten Fleck und eine sehr gesunde Einstellung zum Leben. Alvaro blüht in ihrem Beisein immer mehr auf und je mehr Zeit er mit ihr verbringt und je weiter sie aus Berlin wegkommen, desto klarer wird ihm, was er wirklich will. Das alles hat der Autor, Florian Herb, in ein unterhaltsame, locker-leichte Geschichte verpackt, die mit einer tollen Sprache klasse Kopfkino entstehen läßt, und doch auch Tiefgang hat. Denn sollten wir nicht alle unsere Träume leben? Nie wird es klamaukig oder zu abgedreht, immer ist es, wenn auch etwas verrückt, noch real genug, dass es sich so, oder so ähnlich nicht ereignen könnte. Die Charaktere sind gut beschrieben, sympathisch und authentisch. Ein bunter Strauss aus sehr speziellen Menschen trifft hier aufeinander, jeder mit seinen Macken und teilweise sehr skurril. Das ist für den Leser unterhaltsam und macht die Lektüre sehr kurzweilig. Alles in Allem ist dieses Buch eine tolle Lektüre für den Strand oder für ein Regenwochenende zu Hause auf dem Sofa. Von mir gibt es dafür 5 STERNE.

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  • Der Tag, an dem Lotto-Klara in mein Taxi stieg

    Der Tag, an dem Lotto-Klara in mein Taxi stieg
    Blaustern

    Blaustern

    14. August 2015 um 12:11

    Klara ist 60 geworden und erhält von ihrem Sohn als Geschenk ein Rubbellos. Als sie mit diesem dann die Million gewinnt, ist er mit seiner Familie natürlich sofort da und meint, sie hätten ein Recht darauf. Klara hat wohl in ihrem Alter keine Wünsche mehr zu haben. Sie ist nur dafür zuständig, sich wie selbstverständlich für die Familie aufzuopfern. Zurück kommt nichts. Sie hat die Nase voll, sackt die Million in ihren geblümten Rollie und macht sich auf und davon. Sie trifft auf den Taxifahrer Alvaro, der ihr gerade recht kommt, denn auch er ist mit seinem derzeitigen Leben unzufrieden. Gemeinsam reisen sie in die Freiheit von Berlin nach Paris, Nizza, Barcelona bis nach Andalusien und werden dabei von Klaras gieriger Familie und Alvaros Chef, der sein Taxi zurückwill, verfolgt. Klara ist eine liebenswürdige alte Dame, die jeder sofort in sein Herz schließt. Sie hat es mehr als verdient, sich endlich ihre Herzenswünsche zu erfüllen. Während dieser Reise lernen sich die absolut unterschiedlichen Charaktere, Klara und Alvaro, immer besser kennen und wachsen zusammen. Sie beide haben ihre Eigenarten, mit denen der jeweils andere umzugehen lernt und dann sogar daraus profitiert. Sie erkennen, auf sich selbst einzugehen und dabei finden sie sich. Klara wächst aus sich hinaus und ist sogar bereit für eine neue Liebe. Man ist so in die Geschichte involviert, dass man hofft, ihre Verfolger werden sie bloß nicht erreichen und ihnen alles verderben. Dabei sitzt man mit im Wagen und lässt die wunderschöne Landschaft an sich vorbeirauschen. Auch die Orte sind so detailliert beschrieben, dass man spätestens hier Fernweh bekommt. Ein Urlaubs- bzw. Sommerroman, der sehr emotional ist, aber auch humorvoll, der einen nachdenken lässt und mit einem unerwartet gefühlsbetonten Ende abschließt. Der Schreibstil liest sich flüssig und lässt einen schnell vorankommen.

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